Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Stephkling am 18 Feb 13, 22:17
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Hallo,
ich habe auch ein paar 'alte Funde' aus einer schulischen Sammlung. Die Schule ist über 200 Jahre alt und ein Teil könnte aus einer Schule (mit Internat - Barby bei Magdeburg) stammen, die in den 20er Jahren des 19.Jahrhunderts aufgelöst wurde. Dort muß eine recht große und umfangreiche Sammlung gewesen sein. Die Sammlung wurde zusammengetragen von Schülern, Lehrern und Missionaren aus aller Welt, die z.T. auch 'Naturkundler' waren. Ein Großteil dieser Sammlung ist wohl nach Niesky/Lausitz gekommen, aber nach dem 2.Weltkrieg ?????
Die Königsfelder Sammlung bestand vor allem aus Gesteinen. Die 'heruntergekommene' Sammlung wurde vor einigen Jahren aufgelöst, da keiner mehr Interesse hatte und auch die Ettiketierung nicht mehr brauchbar war, die Mäuse waren fleisig.
Ein paar Steine konnte ich nach Hinweis eines Lehrers für mich retten.
Zu den Steinen hätte ich dann auch die Frage nach möglicher Herkunft und Mineralart.
Der erste Stein ist für mich ein Pyromorphit auch wenn auf dem Zettel Mimetesit / Sachsen steht
Größe ca 40x35mm
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Der nächste Stein wird als Kallait bezeichnet. ??? Den Namen habe ich dann beim googeln in Zusammenhang mit Türkis gefunden.
Bildern nach könnte es hinkommen aber ???
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Zum letzten Stein noch die Größe - ca 45mm Durchmesser
Der nächste ist ein Lepidolith - ca 48x40mm ???
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alle anderen sind ohne Zettel und konnte auch nach Buch wälzen keine wirkliche Antwort finden ???
4.Stein ca 50 x 40mm
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5.Stein ca 35 x 32mm
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So nun noch der 6. und letzte Stein ca 55 x 40mm
Ich hoffe Ihr habt ein bischen Freude beim Schauen und könnt mir ein bischen weiterhelfen
Grüße aus dem Schwarzwald
Stephan
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Hallo Stephan,
also die erste Stufe ist recht typisch. Ist ein Pyromorphit von der Grube Heilige Dreifaltigkeit, Zschopau.
Das letzte Stüfchen ist wohl ein Axinit.
Grüße
Carsten
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Die weißen Stengel könnten evtl. Natrolith sein....
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Also Pyromorphit von der Heiligen Dreifaltigkeit kann ich auf keinen der Bilder entdecken. Dem Axinit stimme ich zu. Die mittlere Stufe könnte Karpholith sein. Bei ersten Bild tippe ich auf ein Zeolith - bin mir da aber überhaupt nicht sicher.
Uwe
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Hallo!
Würde Carsten auch zustimmen,könnte Natrolith sein Bild 4,auch der Karpolith könnte stimmen
mfg heiko
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Hallo,
1. Pyromorphit. Ich denke durchaus, dass es Heilige Dreifaltigkeit sein könnte. Sonst fällt mir spontan in Sachsen kein anderer Fundort ein, der solch große und gute Pyros geliefert hat. Halsbrücke wäre vielleicht noch denkbar, aber das glaube ich eher nicht.
2. Könnte durchaus Türkis sein, aber auch Variscit. In Sachsen gab es damals einige Vorkommen in den Kieselschieferbrüchen des Vogtlandes, der bekannteste Meßbach b. Plauen. Das Gestein scheint dunkel (schwarz?) zu sein, das spräche für Kieselschiefer.
Das weiße strahlige ist sicher ein Zeolith, wohl Natrolith oder Mesolith. Evtl. Böhmisches Mittelgebirge (nahe Aussig an der Elbe, heute Usti n.L.).
Das letzte ist ein Axinit, wohl Ferroaxinit. Evtl. Bourg d'Oisans in Frankreich.
Glück Auf!
Smoeller
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Das letzte sieht nach Axinit aus, an Nr.5 würde ich mal nen Geigerzähler halten. Das strahlige weiße halte ich auch für einen Zeolith, evtl. ein Seiseralm-stück.
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Den Pyromorphit würde ich eher bei Halsbrücke einordnen.
Uwe
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Den Pyromorphit Nr.1 sehe ich ganz klar als Zschopauer an.
Der Lepidolith könnte evtl. aus dem tschechischen Rozna sein,ist ein klassischer Fundort. (siehe auch Lexikon).
Alles andere haben die Kollegen schon beschrieben.
Glückauf. Haubi
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Der Pyro ist ganz klar nen Zschopauer.....!
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Hallo,
vielen Dank für Eure Mithilfe, Ihr habt mir sehr weitergeholfen!
Den bläulichen Stein würde ich nun nach Vergleich mit Bildern im Lexikon, als Variscit bezeichnen,
vom Steinbruch Pansberg bei Niesky /Oberlausitz. Zumal ja, wie oben schon erwähnt, eine Beziehung zu
Niesky besteht.
Die Stufen werden mit einem Fragezeichen versehen, da ich die Sammler ja leider persönlich nicht mehr fragen kann ;)
Grüße
Stephan
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Servus,
Stein 5 koennte (grosse Zweifel, da das Photo nicht viel her gibt) Epidot (in bzw. auf Amphibolit sein, Nr 6 sicher ein Axinit. Der FO ist wohl eher nicht Bourg d'Oisans, da passen Farbe und Matrix nicht so recht.
GA
Harald