Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => erledigte Bestimmungen / completed determinations => Thema gestartet von: jkstar am 03 Mar 13, 20:18
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Hallo,
habe mir bei ebay die folgende Stufe ersteigert, habe so was noch nie gesehen. Ein Fake ???
Fundort: Kalibergbau Südharz (wie was wo ?)
Kann jemand helfen ?
VG
Julian
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Hallo,
klare Kochsalze schafft nur die Natur und die Schmelzzüchtung. Dann sehen die Kristalle aber nicht würfelig aus. Gips zu züchten müsste ich nachschauen, aber die Grösse in synthetisch?!
Entweder geklebt = Fake, aber nciht synthetisch. Kleber lässt sich finden ;-)
LG
Frank
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Hi, danke für Deine Antwort, der Verkäufer hat sich gemeldet, hat die Stufe selber geborgen und kann auch noch nähere Angaben machen,
dann dürfte alles ok sein.
Kann man sagen was zuerst da war, das Steinsalz und dann der Gibs, oder gleichzeitig entstanden ?
VG
Julian
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Stichwort Salinarzyklus.
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ich kenne erst Gips dann Steinsalz, daher erst vorgeschaltete Becken in den Salinen oder der Salzstei nder Grenadierwerke.
LG
Frank
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Ah ok, ich habe Salinarzyklus mal gegoogelt, dann kann ich es mir in etwa vorstellen.
Besten Dank!
Julian
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Hallo Julian
schönes Stück, Fundort wahrscheinlich ehemaliges Kalibergwerk Bleicherode
Matrix Halit mit aufgewachsenem Gips
entsteht in alten Abbauen aus Spülversatzlauge
@ Krizu: klare Halite lassen sich auch züchten,durch Zusatz von Harnstoff zur Salzlösung
Glück Auf
Olaf
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Hi Olaf,
der Fundort stimmt, wurde mir so bestätigt, wie lange dauert denn der Prozess, wenn der Gips auf den Hallit aufgewachsen ist ??
VG
Julian
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wie lange dauert denn der Prozess, wenn der Gips auf den Hallit aufgewachsen ist ??
Ich nehme mal an, dass die Übersättigung durch Verdunstung entsteht. Über Tage sollte man dann bei dieser Kristallgröße schon mit einigen Monaten rechnen, unter Tage deutlich länger.
Gruß,
Klaus
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@ Krizu: klare Halite lassen sich auch züchten,durch Zusatz von Harnstoff zur Salzlösung
Hallo Olaf,
ja es geht prinzipiell. wobei Harnstoff doch eher die Oktaeder macht. Der Trick war meines Wissens Bleichlorid.
Trotzdem ist bei den meisten Kristallen die Kantenrichtung (110) trübe-weiss.
Oder liege ich falsch? Dann würde ich glatt ein Becherglas ansetzten :-) Die Abkühlung funktioniert wegen der geringen Temperaturabhängigkeit der Löslichkeit schelcht.
MfG
Frank
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Hallo Frank
ich hab noch mal die Fachliteratur gewälzt zum züchten von Kristallen
optisch klare Halitkristalle erhält man durch Zusatz von 0,1% Bleinitrat oder 0,3% konz. Schwefelsäure zur Lösung
durch Zusatz von 1% Harnstoff zur Lösung erhält man oktaedrische Formen
durch Zusatz der Aminosäure Glykokoll Rhombendodekaeder
@kks: in einem Abbau der komplett verspült ist kann nichts verdunsten,das Kristallwachstum wird ausgelöst durch Reaktion derSpülversatzlauge
mit dem anstehenden Kalisalz
Spülversatzlauge ist keine reine NaCl Lösung sondern ein Stoffgemisch von Natriumchlorid, Magnesiumchlorid,Magnesiumsulfat,Kaliumchlorid
die sich gegenseitig in der Löslichkeit beeinflussen
Glück Auf
Olaf
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Hi
Der Gips kann auch durch hydration von Anhydrit entstehen, der oft im Steinsalz eingelagert ist. Aus gesättigter NaCl-Lösung kristallisiert oberhalb - öhm, aus dem Gedächtnis - 30°C nicht Gips, sondern Anhydrit aus. Wenn man nun im Bergwerk irgendwo Grubenwässer hat, kann der Anhydrit bei Temperaturen unter 30°C Wasser aufnehmen und wird zu Gips. Ich habe auf diese Weise mal Gipskristalle aus Anhydrit von Bernburg gezüchtet und von daher kann ich grob sagen, das ein ein Zentimeter langer Gipskristall etwa ein Jahr benötigt. Jetzt kannst Du grob abschätzen, wielange Dein Gips in etwa gebraucht hat...
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in einem Abbau der komplett verspült ist kann nichts verdunsten
Das ist mir schon klar, aber es hat niemand behauptet, dass die fragliche Stufe aus einem derartigen Bereich stammt. Das scheint mir auch nicht sehr wahrscheinlich, da der Abbau dann in aller Regel dauerhaft nicht mehr zugänglich ist. Unter derartigen Bedingungen wäre auch eine Angabe der Wachstumsgeschwindigkeit mangels relevanter Informationen ohnehin Kaffeesatzleserei.
Spülversatzlauge ist keine reine NaCl Lösung sondern ein Stoffgemisch von Natriumchlorid, Magnesiumchlorid,Magnesiumsulfat,Kaliumchlorid
die sich gegenseitig in der Löslichkeit beeinflussen
Und wie soll sich aus einer Lösung dieser Zusammensetzung Calciumsulfat-Dihydrat abscheiden können?
Gruß,
Klaus
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Hallo alle zusammen Ja die kleine Stufe. ist echt es gab riesen Stufen Davon mit
Bierflaschen Langen und Dicken :o GipsXX auf Halit Xx Aber auch umgekert
z.b. Salzstein Matrix dann Gips und auf den Gipsen Halit Wúrfel
Es gibt auch Halit XX auf Eisenrohre die in alten Strecken rum Lagen
Mfg Christian aus Niedersachswerfen
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Hallo,
ich kann´s mir wal wieder nicht verkneifen: unter UV-Kurzwelle wird es herrlich rotorange leuchten :-)
Grüsse
Holger