Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Harzsammler am 14 Mar 13, 00:03
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Hallo,
ich habe hier ein gelbliches, schwach durchscheinendes Mineral, das neben Chlorit und Sphalerit auf Quarz XX sitzt. Die Größe der XX beträgt ca. 1,5mm. Die Stufen wurden aus einem Quarz-Calcit-Gang ausgesäuert. Sie stammen von der 5.Strosse/Süd von 1998.
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Hallo,
du solltest wenigstens noch eine Beschreibung der Kristallform dazugeben.
Gruß Torsten
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Hallo,
evtl. Apatit, aber wirklich nur ein Schuss ins Blaue.
Gruß
Andreas
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Hallo!
Cerussit würde ich hier mal ganz leise und vorsichtig in den Raum raunen wollen.Ich nehme mal an,daß die Säurebehandlung mit Salzsäure durchgeführt wurde.Und da ist Cerussit noch am beständigsten.Viel sehen tutet man auf den Fotos aber nicht,da kann man wirklich nur ins Blaue schießen. ;)
Gruß Jens
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Hallo,
du solltest wenigstens noch eine Beschreibung der Kristallform dazugeben.
Gruß Torsten
Selbstverständlich:
Ich habe mal eine Skizze gemacht. Die Kristalle sind recht dünn und teilweise gebogen (fast halbkreisförmig).
Apatit habe ich auch aus dem Gabbrobruch, allerdings in typischen facettenreichen säulenförmigen Kristallen.
Cerussit und andere Sekundärminerale kann man sicher ausschließen, weil es sich um eine Primärmineralisation handelt.
Ich habe schon Titanit in Betracht gezogen. Diesen kenne ich von dort allerdings sonst nur in den typischen Briefkuvertförmigen Kristallen.
Evtl. Brookit? Anatas kam in den Gangstücken auch vor.
Die Skizze zeigt links die Ansicht von der Seite, recht die Ansicht von vorne:
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Hi,
meiner Meinung nach kommt evtl Magnesit in Frage, der wird ja nicht von kalter verdünnter HCl angegriffen.
Wenn die Stäbchen aus (pseudo)-hexagonalen Kristallen bestehen, wäre noch Synchisit-(Ce) denkbar, hierzu wären höher auflösende pictures hilfreich
Glück Auf!
GEOMAXX
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Hier noch zwei Fotos, besser bekomme ich sie nicht:
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Hallo,
Denke am ehesten an Apatit. Gebogene oder zerbrochene und dann schief wiederverkittete xx sind da nix seltenes.
Apatit wird zwar von konzentrierter Salzsäure leicht gelöst, aber viel langsamer als Calcit. Letztens hab ich Karbonatit vom Kaiserstuhl mit 24%-iger HCl geätzt, am Ende waren tatsächlich noch einige Apatite freistehend dabei. Auch der Forsterit war noch da, wenn auch trüb. Kommt auf die Art der Ausbildung an. Gute, makellose Kristalle bieten Säure wesentlich weniger Angriffsfläche als solche mit Rissen oder gar feinkristalline Krusten mit vielen Korngrenzen. Der Angriff erfolgt immer an Fehlstellen oder Grenzflächen (Risse, Sprünge) oder Versetzungen, weil dies von der Energie her wesentlich effektiver ist.
Glück Auf!
Smoeller
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Ist der Querschnitt eindeutig hexagonal? Oder würden die Winkel eher auf ein orthorhombisches Mineral hindeuten?
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Ist der Querschnitt eindeutig hexagonal? Oder würden die Winkel eher auf ein orthorhombisches Mineral hindeuten?
Ich habe hier nochmal eine Skizze vom Querschnitt der Kristalle angehängt:
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Halllo,
könnte eventuell Harmotom sein.
Einfach verzwillingt.
Glück auf !
Ronny ;D
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Nach dem Querschnitt könnte es Baryt sein.
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Nach dem Querschnitt könnte es Baryt sein.
vom Querschnitt her ja, aber Baryt ist, soweit ich weiß, von dort nicht nachgewiesen.
Ich bin dabei, mich vorsichtig mit der Bestimmung als Apatit anzufreunden.
Synchisit-(Ce) ist mir von dort auch nur in deutlich pseudohexagonalen Kristallen bekannt.
Harmatom ist auch noch nicht aus dem Bruch als Mineral aufgeführt.
Michael
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Hallo,
zum Apatit passt aber dein gezeichneter Querschnitt nicht. Sind die Winkel in der Zeichnung wirklich realistisch?
Günter
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Hallo,
zum Apatit passt aber dein gezeichneter Querschnitt nicht. Sind die Winkel in der Zeichnung wirklich realistisch?
Günter
ja, der Querschnitt sieht so aus. Es ist aber eine Skizze - nicht maßstabsgerecht.
Könnte es evtl. Titanit sein?
Dieser ist mir bisher nur so von dort bekannt:
http://www.mineralienatlas.de/VIEWmaxFULL.php?param=1279874506
Michael
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Hallo,
Angesichts der neuen Infos zum Querschnitt würde ich von Apatit abrücken und auch eher zu Baryt tendieren. Dass ein Mineral von einem Fundort nicht beschrieben worden ist, heisst nicht automatisch, dass es dort nicht vorkommt, nur, dass es bisher nicht entdeckt bzw. beschrieben wurde. Titanit eher nicht, da wäre die Ausbildung und Farbe ungewöhnlich.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
wie wäre es denn mit einem Härtetest?
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Hallo,
wie wäre es denn mit einem Härtetest?
das wird bei dem Krümel nicht möglich sein, ich werde mir wohl mal eine Analyse leisten.
Michael
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Kannst du nicht einen Kristall für die Härte opfern? 1,5 mm sind ja nicht mikroskopisch klein und mit einer Pinzette sollte da doch was gehen.
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Hallo,
Ich würde das Stück mal unter UV-Licht halten, Apatit flouresziert auf jeden Fall unter Langwelligen UV-Licht.
Gruß Torsten :D
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Hallo,
Ich würde das Stück mal unter UV-Licht halten, Apatit flouresziert auf jeden Fall unter Langwelligen UV-Licht.
Gruß Torsten :D
Hallo Torsten,
das habe ich eben ausprobiert = negativ.
Auch das andere Mineral, was ich bisher für Apatit gehalten hatte fluoresziert nicht.
Zum Vergleich fluoreszieren meine fossilen Knochen schmutziggelb/orange - so sollte das bei (den meisten) Apatiten auch sein.
@Alcest,
habe versucht den Härtetest zu machen, es ist auf jeden Fall härter als Calcit. Das Mineral ist zu spröde um weiter zu testen.
Außerdem habe ich die Flammfarbe getestet.
Baryt färbt bei mir unter zerspratzten die Flamme gelbgrün - wie es sein soll.
Dieses Mineral hier färbt die Flamme nicht und zerspringt auch nicht.
Wenn ich mir die Kristallform so anschaue, dann könnte doch auch Rutil oder Brookit in Frage kommen?
Michael
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Hallo Michael, ich habe einige Jahrelang Mineralien aus dem Gabbro mit Rutil, Brookit usw. unter diesen Begriffen geführt.
Bis ich dann mal getauscht habe mit diesen Sachen, wobei mir dann mitgeteilt wurde, daß es sich um Allantit gehandelt hat.
Ich habe den Gabbro seit ungefähr 20 Jahren vernachlässigt, aus dem Grund, weil die Bestimmungen der dort vorkommenden Minerale sehr schwierig ist ohne technische Hilfen, und habe mich mehr auf Halden und Bergwerke konzentriert.Habe aber noch viel unbestimmte Sachen vom Gabbro auf dem Boden.
Glückauf
willi
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Glück Auf!
weisen die Oberflächen der Kristalle eine Steifung auf und wenn ja, ist die Streifung parallel oder quer zur Längsrichtung der Kristalle? Gibt es andere regelmäßige und wiederkehrende Strukturen auf den Kristalloberflächen? Eventuell beschränken sich diese auf nur einzelne Flächen. Welche Flächen wären das?. Ist eine Spaltbarkeit an den Kristallen zu erkennen und wenn ja, in welche Richtung? Wäre eine Pseudomorphose denkbar?
Spekulieren könnte man zum Beispiel in die Richtungen Zeolith oder Tremolit/Vesuvian/Zoisit, Klinozoisit, bzw. (Ca,Mg)-(Alumo)-Silikat oder Berylliumsilikate.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo,
nach mir nun vorliegender neuer Literatur würde ich dieses Mineral als Kainosit-(Y) benennen.
Paragenese und Kristallform passen perfekt.
Grüße,
Michael