Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Harzsammler am 19 Mar 13, 21:36

Titel: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: Harzsammler am 19 Mar 13, 21:36
Hallo,

ich habe hier ein Mineral, das ich als Mimetesit anspreche.
Es kam in hell- bis dunkelgelben Nadeln auf Klüften und Hohlräumen eines zersetzten Quarz/Karbonatganges vor.
Als Primärerz konnte ich lediglich noch Sphalerit und limonitisierten Pyrit feststellen.
Die kleinen Nadeln sind ca. 0,3mm lang.

Mit der Bestimmung als Mimetesit bin ich mir nicht sicher - was meint Ihr dazu?

Michael
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: raritätenjäger am 20 Mar 13, 12:00
Hallo,

mein erster Tip bei sowas: Geschmacksprobe und Test auf Wasserlöslichkeit.

Gruß
Andreas
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: Kluftknacker am 20 Mar 13, 12:07
vielleicht einmal in Richtung Fe-Phosphate denken, z.B. Strunzit, Beraunit, ..... ?
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: raritätenjäger am 20 Mar 13, 12:13
Phosphor ist knapp im Gabbro ;)
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 20 Mar 13, 13:43
Mimetesit könnte gut in Frage kommen, aber ich würde Vanadinit nicht ausschließen.
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: Kluftknacker am 20 Mar 13, 17:45
Phosphor ist knapp im Gabbro ;)

Ja, im nackten Gabbro schon - allerdings stammt die Stufe aus einem Quarz-/Karbonatgang. Und in denen ist (hier) Apatit als möglicher PO4-Lieferant äußerst häufig  ;)
Alternativ werfe ich noch faserigen Diopsid (mit Fe-Oxyd-Überzug vom vergammelten Pyrit) in die Runde; ähnliche Stufen kenne ich aus Lichtenberg/Frankenwald).

Kluftknacker
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: Harzsammler am 20 Mar 13, 19:18
Hallo,

erstmal Danke für Eure Antworten!

Ich habe hier noch drei Bilder. (Bild1 Kristallgöße ca. 0,5mm / Bild2+3 Kristallgröße <0,3mm)
Die Mineralien stammen aus dem selben zersetzten Gang wie das Oben gezeigte Stück.

Würde denn neben Vanadinit auch Lazarenkoit Infrage kommen?

Wasserlöslich sind alle Stüfchen nicht, jedenfalls nicht im 15min Ultraschallbad.
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: Kluftknacker am 20 Mar 13, 20:19
Nun ja,
Bild 1 zeigt ja nun nicht gerade wie die von mir vermuteten Minerale. Sofern die Ausbildung dort typisch für das Mineral ist, ziehe ich mal locker meine Kommentare zurück. 8)

Man darf gespannt sein.
GA
Kluftknacker
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: cmd.powell am 21 Mar 13, 14:59
Hi

Ich bin zwar kein "Gabbro-Experte", aber werfe mal Epidot in den Raum...
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: Kluftknacker am 21 Mar 13, 16:15
werfe mal Epidot in den Raum...

Sofern Bild 1 gemeint ist, stimme ich zu. Von "Nadeln" - wie in der Ausgangsfrage - möchte ich da nicht sprechen. Insofern sprechen wir hier von mindenstens zwei verschiedenen Mineralen.

Kluftknacker
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: Harzsammler am 21 Mar 13, 19:20
Hallo,

die Kristalle von Bild 1 haben eine Form, die eher typisch für Pyromorpit/Mimetesit ist.

Ich hatte auch schon den Gedanken, dass es sich bei diesen gelblichen Krusten und Kristallen um bis zu 3 verschiedene Mineralien handelt.
Sie stammen alle aus einem koffergroßem Block eines zersetzten Quarz-Karbonat-Ganges.

Primärmineralien wie Epidot kann man da sicher ausschließen.

Als weitere Sekundärmineralien kamen in dem Brocken noch Hemimorphit, Anglesit und Limonit vor. Sowie ein oranges bis rotes Mineral, welches kleine durchscheinende Würfel bildet.

Michael

hier noch ein besseres Bild:
Titel: Re: Mimetesit/Gabbrosteinbruch
Beitrag von: smoeller am 21 Mar 13, 20:10
Hallo,

Dann würde ich zu Mimetesit/Pyromorphit tendieren. Eine genaue Zuordnung nur analytisch. Pyromorphit und Mimetesit können beide viele Farbtöne annehmen. Die Farbe ist kein Anhaltspunkt! Vanadinit: Möglich, aber auch nur analytisch festzustellen.

Das orange Mineral könnte Wulfenit oder Stolzit sein. Da sind solche pseudokubischen xx nicht allzu selten.

Glück Auf!
Smoeller