Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => erledigte Bestimmungen / completed determinations => Thema gestartet von: Manfred Früchtl am 19 Mar 13, 22:01
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Hallo
Ich habe schon lange diese Stufe von der Zufurt bei Tröstau, Fichtelgebirge in meiner Sammlung.
Im Quarz sind silberfarbene und weiße nadelige Kristalle und schnurförmige weiße Kristalle.
Ist das ein Mineral oder 2-3 Minerale. Meinen Tipp schreibe ich später dazu.
Ich danke für Eure Mithilfe.
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Hallo
Und noch das 3. Bild, größte Vergößerung.
Gruß Manfred
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Hallo,
Antimonit glaube ich eher nicht. Meist sind derartige nadelige Kristalle mit weißer Zersetzung eher wismuthaltige Sulfosalze oder Aikinit. Bismuthinit könnte es noch sein, oder ein Ag-Pb-Bi-Sulfid. Ohne Analyse kommt man da nicht weiter.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
so ein Stück habe ich auch, weiß aber auch nicht, was es ist. Stimme aber Sebastian zu, ohne Analyse kommt man da nicht weit. Ähnliche Stücke von bad Brambach sollen Aikinit sein, ich habe so etwas aber auch schon als Bismuthinit gesehen. Eins von den beiden wird schon hinkommen.
Gruß
Andreas
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Hallo,
eine Analyse in Quarz dürfte extremst sein. Entweder nimmt man einige Lasertechniken (konfokale µ-Raman) oder macht eine Zielpräparation = Schleifen und Polieren um die Probe zu treffen. Wenn das Poliermittel die Kristalle anlöst: Schicksal.
Von einer FIB (Fokussed Ion Beam) Präparation spreche ich jetzt mal lieber gar nicht...
LG
Frank
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Wenn man mehrere Quarz-xx oder -Körner mit solchen nadeligen Sulfosalz-Einschlüssen hat, dann empfiehlt sich auch, einen davon vorsichtig auf eine Korngröße von 0,5 - 2 mm zu zerbrechen - man bekommt immer einige lose Sulfosalz-Nadeln, da sie sich meist gut vom Quarz lösen.
Danach kann man mit EDS und/oder Einkristall-SXRD an das Problem herangehen.
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ok - hat was :-)
Frank
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Servus,
und doch denke ich am ehesten an Antimonit. Damit ließen sich auch die weißen Nadeln logisch erklären, nämlich Valentinit. Nächster Tipp wäre Rutil, dann setzt es bei den weissen allerdings aus...
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo
Danke für Eure Hinweise. Ich werden mal Nachfragen ob die hier in München bei Dr. Hochleitner eine Raman-Analyse machen können und dann berichten.
Gruß Manfred
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Hallo.
Daß die Nadeln weiß umgewandelt sind sagt erst mal gar nix aus !
Ich kenne Stücke aus dem alpinen Bereich wo alle möglichen so lattigen langen xx weiß umgewandelt sind.
Vor allem dann Galenobismuthit, Bismuthinit, Eclarit, Cosalit ( seltener) , Boulangerit usw usw..
Das Umwandlungsprodukt hier besteht meist aus einem Gemenge aus Bismuthit oder Bismit mit Cerussit !
Da kann man anhand der Umwandlung leider gar keine Unterscheidung treffen.
Untersuchung ist hier leider immer notwendig !!
Loismin
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Wenn man mehrere Quarz-xx oder -Körner mit solchen nadeligen Sulfosalz-Einschlüssen hat, dann empfiehlt sich auch, einen davon vorsichtig auf eine Korngröße von 0,5 - 2 mm zu zerbrechen - man bekommt immer einige lose Sulfosalz-Nadeln, da sie sich meist gut vom Quarz lösen.
Danach kann man mit EDS und/oder Einkristall-SXRD an das Problem herangehen.
Ach, deswegen war die Robinsonit-Probe die ich letztens fotografiert habe so zerbröselt :).
lg
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Hallo,
eine Raman Untersuchung dieses Stücks ergab folgendes.
Die grauen Nadeln sind Stibnit und die weißen Girlanden sind Vertreter einer Glimmergruppe.
Gruß Manfred
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Hallo,
also doch, schau an. Da ich mittlerweile ein identisches Stück mit der Angabe Bismuthinit bekommen habe, ist das durchaus interessant. Wird dann wohl auch Antimonit sein. Naja, hab ich eben zwei ;D
Gruß
Andreas
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Servus,
an einen Glimmer hätte ich jetzt nicht gedacht. Danke Manfred für die info!
@ Raritätenjäger: wenn dir ein zweiter zu viel ist, nur her damit!
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo Manfred.
Ich habe gleich an Antimonit gedacht, der von Waldemar Schober schon beschrieben wurde. ;)
MFG Walter