Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Maxi am 22 Apr 13, 19:15
-
Hallo!
Bitte um Hilfe! Diese Stücke habe ich auf den Hörselbergen bei Eisenach, im Thüringer Becken gefunden.
Kann es sich um Steinsalz handeln.
Liebe Grüße Steffen
-
mal dran geleckt?
wenn es nicht salzig schmeckt, wird es auch kein Steinsalz sein.
Gruß Sebastian
-
prinzipiell:
wenn was an der Oberfläche rumliegt, ist es garantiert kein Steinsalz !
(ein bißchen mitdenken bitte - wie hoch ist der durchschnittliche Jahresniederschlag ? ?)
außer es ist ein Leckstein fürs Wild, den die Jäger hingelegt haben ;D ;D
-
Hallo!
Gute Idee, Habe mal daran geleckt, ist salzig. Habe es an der zurückgebauten A4 gefunden.
Liebe Grüße Steffen
-
Hallo,
das sind typische Gipsknollen, wie sie im Oberen Buntsandstein sowie im (Gips)-Keuper vorkommen.
Michael
-
Generell würde ich davon abraten, "lecken" als Probe einzusetzen. Es gibt durchaus auch Stoffe, die löslich UND giftig sind ...
Davon ab kann ich mir Halit aber ebenfalls nicht vorstellen, siehe Begründung von Oliver: Wenn es Halit wäre, wie hätte es sich im Freien halten sollen?
-
Im allgemeinen gebe ich dir Recht, aber dieses Gestein wird niemanden aufgrund seiner Giftigkeit umbringen.
Gruß Sebastian
-
Hallo!
Diese Stücke lagen auch mit dabei.
Steffen
-
und noch eins.
-
prinzipiell:
wenn was an der Oberfläche rumliegt, ist es garantiert kein Steinsalz !
aha! Dann ist vielleicht ein Besuch im Raume Hannover-Hildesheim angesagt >:D
Zum Bild: Rückstandshalde Kaliwerk Niedersachsen (Wathlingen NE Hannover)
Aufnahme 2012 | 22 Mio. Tonnen | besteht zu ca. 85% aus Steinsalz | Einstellung der Förderung 1996
Nach der Aussage wäre der Berg nicht mehr da...
Ich kenne noch einige kleine Halden haupsächlich aus/mit Steinsalz, dessen Förderung schon in den 1930'er endete. Soviel dazu. ;)
GA
Kluftknacker
-
Hallo Steffen,
die anderen Fotos zeigen ebenfalls Gips- bzw. Alabasterknollen.
Michael
-
Dann ist vielleicht ein Besuch im Raume Hannover-Hildesheim angesagt
Guten Abend allerseits,
ich nehme mal an, die "graue Schicht" die einen Großteil des "Berges" bedeckt, besteht aus Anteilen der restlichen 15 %, also offenbar aus nicht wasserlöslichem Material, das an der Oberfläche nach Lösung des Steinsalzanteils übrigblieb. Und fungiert nun als gegen Niederschläge isolierende Deckschicht. Wo diese Deckschicht fehlt (weiße Bereiche), ist die Oberfläche deutlich gefurcht, also von Erosionsrinnen durchzogen, dort wird anscheinend laufend Salz gelöst.
Ist ja wie bei den von den Räumfahrzeugen zusammengeschobenen Schneehaufen im Frühling, wenn da viel Streusplitt, Staub und sonstiger "Dreck" drin enthalten ist: nach dem Abschmelzen des Schnees an der Oberfläche bleibt dieses "Sediment" dort konzentriert übrig, deckt den Schneehaufen ab und isoliert ihn - in diesem Fall halt vorwiegend gegen die Sonneneinstrahlung. Solche "verdreckten" Schneehaufen verschwinden dann deutlich langsamer als "reine" - so wird es bei den Salzhaufen auch ablaufen.
Nur dass bei den Schneehaufen - wie bei den abschmelzenden Gletschern - mit zunehmender Intensität der Sonneneinstrahlung die erhöhte Wärmespeicherfähigkeit der dunklen Deckschicht ab einem gewissen Punkt den Isolationseffekt überwiegt - dann schlägt das Ganze ins Gegenteil um. Beim Salz ist dieser Effekt ja nicht zu befürchten.
-
Hallo!
Dieses Stück habe ich aus dem Allerbastersteinbruch Drei Gleichen, aus dem Thüringer Becken.
Gruß Steffen
-
Ja, aber welche Frage hast du dazu ?
Vermutest du wieder, dass es Salz ist ??
-
ist die Oberfläche deutlich gefurcht, also von Erosionsrinnen durchzogen, dort wird anscheinend laufend Salz gelöst.
Sicherlich wird auch hier Steinsalz gelöst. Nicht nur deshalb wird die Sole gezielt am Haldenfuß aufgefangen und "behandelt". Ich gebe Dir Recht, dass die restliche Haldenbestandteile - darunter viele andere wasserlösliche Salze, aber auch schwer- bis und unlösliche "Bestandteile", die Lösbarkeit der schneller löslichen Bestandteile behindert bzw. verlangsamt.
Mein Beispiel ging aber klar auf die Aussage, das es sich bei den Fundstücken keinesfalls um wasserlösliche Stoffe handeln kann, weil diese nicht mehr vorhanden sein können. Diese pauschale Aussage ist falsch; darum ging es mir.
Ich denke, dass die Wasserlöslichkeit eines Minerales an einer bewetterten Oberfläche einfach überschätzt wird. Selbst auf alten Bergwerkshalden finden sich an der Oberfläche wasserlösliche Minerale. Zwar nicht mehr frisch - sag' dazu ruhig "angegammelt" - aber vorhanden.
Kluftknacker
-
Ja, aber welche Frage hast du dazu ?
Vermutest du wieder, dass es Salz ist ??
Ja, ich schließe ein (wasserlösliches) Salzgemisch nicht aus.
-
Ich denke, dass die Wasserlöslichkeit eines Minerales an einer bewetterten Oberfläche einfach überschätzt wird.
okay, da stimme ich dir zu !
Vielleicht habe ich mich ja auch ein bißchen unklar oder zu "kategorisch" ausgedrückt - ich wollte keinesfalls sagen, dass alles Wasserlösliche an der Oberfläche sofort verschwinden muss (siehe Wild-Lecksteine !), sondern nur, dass es dort auf Dauer eben nicht haltbar ist.
beste Grüße
oliver
-
hallo,
also die Löslichkeit von kompaktem Steinsalz wird oft überschätzt. Ein größeres Stück verträgt schon ein paar Regenschauer.
Kommen wir doch mal auf die Ausgangsfrage zurück. Steffen,wie war den die Fundsituation? Lagen alle Stücke auf einem Haufen?
Wenn möglich noch mit dem Pkw zu erreichen? Es soll ja Leute geben die ihre überzähligen Mineralien im Gelände entsorgen.
Von jedem Stück etwas abbrechen und auf Löslichkeit testen.
Glück Auf
Olaf
-
Hallo,
hier mal drei Gipsknollen aus dem Oberen Buntsandstein (Röt). Die Brocken liegen bei mir im Freien - Löslichkeit ca. 5 mm in 8 Jahren.
Ich denke, dass Steffen hier das Selbe gezeigt hat, evtl stammen seine Knollen aus gipsführenden Schichten im Keuper.
Michael
-
Hallo!
Bild 6 ist auf alle Fälle Gips, von den Drei Gleichen in Thüringen. Ich wollte nur mal den Unterschied zeigen.
Die anderen Stücke stammen von der alten A4, am Hörselbergen. Da wurde eine alte Autobahnbrücke abgerissen, dort kommt das
Gestein aus einen steilen Hang heraus, dort wo die Brücke einmal stand.
Liegt noch jede Menge da.
Gruß Steffen
-
und noch ein Bild
-
Hallo,
Die ersten beiden würde ich für Gips halten.
Versuch mal, das Material mit dem Fingernagel zu ritzen. Gips ist weicher als der Fingernagel.
Glück Auf!
Smoeller
-
Habe mal daran geleckt, ist salzig.
Hallo!
Ich habe gerade mal etwas Marienglasgips gekostet und das ist relativ neutral im Geschmack. ;)
Gruß Jens
-
Hallo!
Das Stück auf Bild 1 und 2 habe ich mit den Fingernagel geritzt, aber das Stück auf Bild 6 war etwas weicher.
Gruß Steffen
-
Diese Stücke habe ich auch an der abgerissenen Autobahnbrücke gefunden.
Steffen
-
Hallo,
vielleicht Gips mit Streusalzüberzug?
Wenn es den unterhalb der alten Trassenführung gefunden wurde.
Gar nicht so ungewöhnlich, hatten wir schon mal in den Alpen, soweit ich mich erinnern kann.
GA Detlef
-
Hallo Detlef,
du bist mutig, mit optimierbaren Bildern ohne Angaben!!!
LG
Frank
-
Hallo Detlef,
du bist mutig, mit optimierbaren Bildern ohne Angaben!!!
Ja, ein bisschen. :D
Es wäre absolut neu das es im Bereich Hörselberg Steinsalz gibt.
Irgendwo muß der Salzgeschmack ja herkommen.
Das/die Mineral/e sind anhand der Bilder und der Angaben nicht bestimmbar.
GA Detlef
-
Hallo Beisammen!
Erst mal schönen Dank. Es sind bestimmt Gipsknollen. Ich habe jetzt ein Stückchen Steinsalz in meiner Sammlung gefunden.
Es stammt aus den Salzbergwerk Kali Merkers. War mal dort. Konnte sich jeder ein Stückchen mitnehmen.
Das ist auch Härter, und kann nicht mit den Fingernagel gekratzt werden.
Liebe Grüße Steffen
PS Das Stück auf Bild 2 schmeckt aber wirklich etwas würzig.
-
Hallo!
Und hier noch ein Bild wo die Gipsknollen lagen.
Gruß Steffen