Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: GREENHORNMTL am 02 May 13, 21:06
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Guten Abend, ist mir letztens auf Börsen aufgefallen.
Was ist das für ein Mineral? Eine künstliche Züchtung? Im www hab ich nichts gefunden.
Die Farbe wurde durch den Blitz verfälscht, sie geht mehr in das rötliche.
Grüße Heiko
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Es ist Alaun, also eine Chemikalie und kein natürliches Mineral. Ist in jedem Kristallzüchtungskasten enthalten. Der Name Cermikit täuscht ein Mineral vor.
Uwe
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Vorsichtige Frage eines Laien:
Hat es was mit Tschermigit zu tun?
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Tschermigit
Da steht nämlich "anerkanntes Mineral".
Oder eher mit Alunit:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alunit
Da stimmt sogar die chem. Formel (fast).
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..vielleicht wollte da einer Kämmerit schreiben..aber es ist künstlich.
VG
Julian
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Die Lösung steht doch deutlich auf dem Foto und gibt Uwe Recht:
Kuckt ihr wiki KAl(SO4)2·12 H2O Kalialaun (http://de.wikipedia.org/wiki/Alaune)
Norbert
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Das ist künstlicher Tschermigit, ein recht populäres unter den künstlich hergestellten Mineralien, ganz typisches Material. Die Schreibweise ist eigentümlich, aber dennoch recht eindeutig.
Gruß
Tobi
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Hallo,
das ist kein künstlicher Tschermigit und kein Alunit. Das ist ein, höchst wahrscheinlich synthetischer, Kalium-Aluminum-Alaun, also K Al [SO4]2 * 12 H2O mit einigen Atomprozent Cr an Stelle des Aluminiums.
Tschermigit ist ein Ammonium-Alaun und Alunit ist Kristallwasser-frei.
LG
Frank
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Hallo
meiner Meinung auch noch nicht ganz richtig, sondern vermutlich ein Mischkristall Chrom - Kalialaun, die in beliebigen Verhältnissen mischbar sind. Habe ich früher selber gemacht. Reines Chromalaun ist schwarzviolett und daher nicht so attraktiv wie ein richtig satt violetter Mischkristall.
Glück Auf
Thomas
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Moin
Kalium-Aluminum-Alaun, also K Al [SO4]2 * 12 H2O mit einigen Atomprozent Cr an Stelle des Aluminiums.
und sondern vermutlich ein Mischkristall Chrom - Kalialaun
widersprechen sich nicht. Der Kristall ist sehr dicht am "normalen" Alaun, vermutlich weniger als 10% des Al sind durch Cr substituiert, wobei der Substitutionsgrad aufgrund der idealen Mischbarkeit frei einstellbar ist. Für mich steht der nahe am Endglied.
LG
Frank
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Oh....
Krizu hat recht, habe ich wohl zu schnell geantwortet
Glück Auf
Thomas
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Hallo Thomas,
kein Problem! Das passiert mir auch oft. Wichtig ist, dass wir einer Meinung sind :-)
LG
Frank
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Guten Abend,
interessant, die Diskussion. Wenn man bedenkt, daß die Ausgangslage eindeutig war (Kristall mit Bild und chemischer Formel), ist es eigentlich bemerkentswert, daß es hier zu unterschiedlichen Aussagen kam. Offensichtlich ist es ein (nicht als solches bezeichnetes) künstliches Produkt. Schön auch die Aussage des Fundgebietes. :D
Da stellt sich mir die Frage nach der Verantwortung der Organisatoren solcher Veranstaltungen. Es gab auch Anbieter mit herrlich blau leuchtenden Kristallen, welche aber eindeutig als künstlich gezüchtete Kristalle gekennzeichnet waren (Kupfersulfate?). Mir ist klar, daß man nicht alles kontrollieren kann, aber die Angebote strahlten so schön, daß war eigentlich nicht zu übersehen. Aber vermutlich gabs die Diskussion hier im Forum schon. Vieleicht ein kleiner, erneuter Denkanstoß für künftige Veranstaltungen.
Grüße Heiko