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Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: seisteff am 02 Jul 13, 20:32
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Hallo Profis
Habe hier ein Foto mit einem USB-Microskope von einem Wolframit von P'grün Vogtland (Wolframitgrube) gemacht.
Jetzt Frage ich mich ob das überhaupt alles Wolframit ist ,vor allem auf der Linken Bildseite die 2 dunkleren Knuppeln.
Was meint ihr dazu?
Bild bekomme ich nicht besser hin!!!
Danke Seisteff
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Bild bekomme ich nicht besser hin!!!
Wir haben hier schon Fotos mit USB-Mikroskopen gesehen, die deutlich besser waren. Also entweder weiter üben oder ein besseres anschaffen. So kann ich jedenfalls nichts sinnvolles erkennen.
Günter
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Hallo,
Leider kann man mit dem Foto nicht viel anfangen. Wenn die Kristalle wirklich schwarz sind und einen hohen blendeartigen Metallglanz haben (was auf dem Foto andeutungsweise zu sehen ist) könnte es Ferberit sein, der in Pechtelsgrün häufig in solchen kleinen Kristallen, tw. in Hohlräumen in Wolframit vorkommt.
Glück Auf!
Sebastian
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Hallo,
das Bild ist für die Fragestellung leider tatsächlich unbrauchbar.
Andererseits könntest du ja mal überlegen, was es an dem Fundort überhaupt an äußerlich u.U. ähnlichem gibt und dann, wie / woran sich diese (optisch) unterscheiden.
So wie ich das sehe, kommt da nicht wirklich viel in Frage :)
Gruß
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Wolframit ist entweder
Ferberit: schwarz-metallisch, Fe überwiegt. H.Vollstädt: in P'grün in einige mm große XX.
Hübnerit: rot bis braunschwarz-metallisch, Mn überwiegt. H. Vollstädt: in P'grün nur erzmikroskopisch nachgewiesen.
Wenn stahlgrau dann ev. Bismuthinit.
Gruß
Milo
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Hallo
Vielen Dank für die Antworten!!!
Hier mal was ich dazu noch sagen kann.
Die Druse ist ca. 4mm im Durchmesser und hat einen stark Stahlblau metallischen Glanz, was der Wolframit auf diesem Stück nicht macht.(Der ist eher Schwarz metallisch)
Also von der Farbe her eher wie Bismuthinit, wobei ich jetzt nicht weiss ob Ferberit oder Hübnerit auch so glänzen kann. Emplektit gab's hier ja auch noch.
Aber als Laie die 4 Minerale von diesen Bildern zu Unterscheiden trau ich mir nicht zu, deshalb Frage ich ja Euch.
Habe noch versuche gemacht die Druse schärfer zu Fotografieren, wird aber nicht besser wie das erste Bild.
Aber von dem anderen Mineral den "dunkleren Knuppeln" habe ich mal noch drei Bilder gemacht.
Diese Kristalle sind am Fuß alle leicht gebogen.
Vieleicht kann ja doch noch einer was erkennen.
Vielen Dank nochmal
seisteff
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Hi,
Bismuthinit / Emplektit hat im Gegensatz zu Ferberit / Hübnerit : echten Metallglanz ( der Unterschied zum fettig, sub-metallischen Glanz von `Wolframit´ ist eigentlich ziemlich eindeutig – evtl. mal an größerem Vergleichsmaterial anschauen, um ´ein Gefühl´ dafür zu bekommen )
Darüber hinaus ist Bismuthinit / Emplektit im Gegensatz zu Ferberit / Hübnerit sehr weich und etwas biegsam (milde Tenazität) – beides dürfte sich mit ner Nadelprobe feststellen lassen.
Gruß
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Hallo,
Die letzten Fotos zeigen meines Erachtens eher Ferberit als Bismuthinit. Ansonsten schließe ich mich Wolfgang an.
Glück Auf!
Sebastian
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Hallo Steffen,
das ist Ferberit. Ist dort als Lesesteinfund gar nicht so selten.
Jürgen
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Hallo
Danke an alle die mir bei der Bestimmung dieses Minerals geholfen haben.
Ich freue mich, Ferberit hatte ich von diesem Fundort noch nicht in der Sammlung.
Und einige fehlen mir auch noch.
Eine Frage hätte ich noch.
Was heißt bei diesem Fundort - Hübnerit nur erzmikroskopisch nachgewiesen?
Bedeutet das, das man dieses Mineral als Sammler hier nicht finden kann, oder wie muss ich das verstehen?
Glück Auf
seisteff
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Hallo,
dass du Ferberit von dem Fundort noch nicht in der Sammlung hast, scheint mir ein Mißverständnis deinerseits - es sei denn, das Stück aus diesem Thread wäre dein erster Wolframit-Fund aus Pechtelsgrün. Die überwiegende Mehrheit des Pechtelsgrüner Wolframits dürfte Ferberit (edit01.) sein.
#Hübnerit nur erzmikroskopisch - heißt: im Gegensatz zu Ferberit, der wahrscheinlich nicht selten auch in dezimeter großen Aggregaten vorkam, nur in eher winzigen Aggregaten, was über dessen relative Häufigkeit im Vergleich zu Ferberit erstmal nichts aussagt, obwohl ich, wie oben geschrieben, schon davon ausgehen würde, dass Ferberit den Hauptanteil des Wolframits dort ausmachte. Mit anderen Worten: finden kann man Hübnerit dort vermutlich auch heute durchaus noch, nur eben nicht in den Größen (und Mengen), wie Ferberit.
Gruß
edit: oder zumindest Fe-reich, also dem Ferberit näher stehend (wenn man davon ausgeht, dass die reinen Endglieder seltener sind, als Mischformen)
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Hallo Wolfgang
Ja ich weiß.
Ich meinte aber solche "Ferberitkristalle" habe ich noch nicht, das war aber auch ein Irrtum.
(Ich muß dazu sagen, das ich das USB-Mikroskop noch nicht so lange habe)
Und mit der Lupe erkennt man diese kleinen Kristalle so gut wie nicht.
Habe mir jetzt mal ne Kiste mit Wolframit aus dem Keller geholt und unterm Mikroskop angeschaut.
Wie "geomueller" schon schreibt, scheint hier gar nicht so selten zu sein.
Grüße seisteff
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Und auf dem letzten Foto kann man die Kristalle auch erkennen. Es geht also doch besser ;)
Günter
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Hallo noch mal
Kleiner Nachtrag
Könnte das evl. Hübnerit sein.
Grüße seisteff
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Hallo,
rote Innen-(!)-reflexe wären ein starkes Indiz für Hübnerit, sind aber, auf dem Bild jedenfalls, nicht zu erkennen.
Gruß
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Hallo,
Das auf dem letzten Bild ist Limonit oder Hämatit auf Ferberit und Glimmer, Hübnerit sehe ich da nicht. Erzmikroskopisch bedeutet, dass das MIneral erst bei stärkerer Vergrößerung mit speziellen Mikroskopen, sog. Erzmikroskopen nachweisbar war. Dazu benötigt man unbedingt ein solches Mikroskop und angeschliffene und polierte Platten des zu untersuchenden Materials. Oft bedeutet erzmikroskopisch also, dass das Mineral mit den dem Sammler zur Verfügung stehenden Mitteln nicht festzustellen ist.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo
Aha, das wollte ich wissen!
Also kann ich mit meinem 0815-Mikroskop Hübnerit hier theoretisch ausschließen.
Danke
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Hallo Stefan,
Im Prinzip ja. Erzmikroskopisch nachgewiesene Minerale liegen in den meisten Fällen nur als kleine Einschlüsse in der Gangart oder einem anderen Erzmineral vor und sind in den allermeisten Fällen auch nur durch das Erzmikroskop zu erkennen. Ohne die entsprechende Textstelle ist es allerdings schwer, das ganz bestimmt zu sagen.
Glück Auf!
Sebastian
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Hallo
Hier mal noch ein versuch Hübnerit gefunden zu haben.
Dieses Mineral ist rotbraun durchscheinend und der einzige Fleck auf der gesamten Stufe.
Die Stufe besteht größten Teils aus Scheelit und ist von der 350m-Sohle. (Wolframitgrube P'grün Vogtland)
Oder was könnte das noch sein. (Zinkblende?)
Grüße seisteff
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Hallo Steffen,
dürfte eindeutig Zinkblende sein.
Jürgen
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Hallo
Ich Danke Euch.
Ich will euch eigentlich nicht weiter belästigen, aber hier habe ich noch was seltsames gefunden.
Mit dem Auge nicht zu erkennen. In einer Druse befinden sich Kristalle wo die zwei äußeren wie aufgeplatzt aussehen und innen kommt wie ein Skelett zum Vorschein.Was ist da geschehen? Welches Mineral macht so was? Von dieser Fundstelle kommt eigentlich nur Sidert, Dolomit, Calzit oder Manganspat in Frage.
Kann mir da jemand helfen!
Bitte nicht über die Bilder schimpfen, das sind schon die besten!!!
Bild 1: Blick in die Druse von außen.
Bild 2 und 3: Der versuch einer Nahaufnahme.
Grüße seisteff
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Hallo,
nicht einfach ... eingeschwemmter ´Dreck´mit organischen Bestandteilen (sieht teilweise nach Holzfasern aus).
Die erwähnten xx kann ich auf den Bildern nicht als solche erkennen.
Die scharfkantig-schwarzen Objekte auf dem ersten Bild könnten evtl. Wolframit -xx sein.
Bei den weißen "Rippen" hätte ich im ersten Moment auch an irgendwas organisches gedacht, bei näherem Betrachten erinnern sie mich dann aber doch eher an botryodal-stalaktitenartige Gebilde anorganischer Natur - was es z.B. bei karbonatischen Sekundärbildungen durchaus öfter gibt.
Fundort ist nicht Pechtelsgrün, oder doch ?
Mein Tip wäre: erstmal ordentlich wässern und dann mal schauen, was übrigbleibt oder zusätzlich zu erkennen ist.
Gruß
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Hallo Wolfgang
Danke erstmal für die Antwort!
Fundort ist natürlich Pechtelsgrün. Quarzgang mit Wolframit, und diese Druse befindet sich direkt an einer Wolframitleiste. Hätte ich vielleicht mit erwähnen sollen.
Ich habe die Stufe jetzt schon 1,5 Tage eingeweicht um den restlichen Schmutz zu entfernen, mal sehen.
Mache dann nochmal Bilder, glaube aber das hier keine Pflanzenreste oder ähnliches am Werk sind.
Jetzt muß ich erstmal im Netz schauen, was Du mir da für Böhmische Dörfer hingeschrieben hast.
Grüße seisteff
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"Böhmische Dörfer" ? - mit "botryodal-stalaktitenartig" meinte ich, dass es keine xx , sondern eben unregelmäßig ´knubbelig-stalaktitisch aussehende` Gebilde zu sein scheinen, wie es sie eben u.a. bei diversen Sekundärbildungen, aber auch bei vielen anderen Mineralen gibt.
Gruß
edit: heißt natürlich eigentlich: botryoidal
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Hallo
Habe die Druse jetzt gereinigt, leider nix mehr drin, alles weg. ;D
Wahrscheinlich war es doch nur "Dreck". >:(Oder ich hatte 2-3 Atü zu viel auf dem Kessel, das da auch gleich die Kristalle mit rausgeflogen sind)
Na ja, das war einmal nix.
Grüße seisteff
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Glück Auf
Habe hier mal wieder ein Mineral (im Auftrag meines Nachbarn) wo ich einen verdacht habe.
Daten die ich habe: -
etwas sehr ins bläulich gehende Nadeln und Punkte
Fotos mit Mikroskop gemacht
Fundort P'grün Vogtland (Wolframitgrube)
Kann jemand helfen
Grüße seisteff und Nachbar
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und noch drei
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Hallo,
komisch, dass hier niemand was dazu zu sagen hat ... dein Verdacht geht in Richtung Bismuthinit, nehm ich an ?
Darfst du an dem Stück minimal-invasive Tests durchführen ?
Melde mich später nochmal dazu, falls es sich bis dahin nicht eh schon erledigt hat...
Gruß
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Hallo Wolfgang
Schön das Du dich hier meldest, die Bilder sind nicht gut, aber diesmal ist es auf jedenfall kein "Dreck"
Ich habe eigentlich nicht an Bismuthinit gedacht, wollte es aber auch noch nicht sagen, um keine falsche Fährte zu legen.
Tests geht fast nicht, ist alles zu klein.
Verdacht habe ich auf; entweder ist es nur Ferberit oder ... ich dachte vieleicht an "Vivianit" ?
Was meint Du was es evl. sein könnte.
Glück Auf
seisteff und Nachbar
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Nachtrag
Mich irritieren diese Punkte auf dem zweiten Bild.
Ich weiß nicht ob es das bei Bismuthinit oder Feberit so gibt.
Bin für jede Antwort dankbar, denn Mann kann hier nur dazu Lernen.
Glück Auf
seisteff
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Hallo,
ich denke, es wird eher Ferberit sein,meiner von Pechtelsgrün schimmert an manchen Stellen etwas bläulich. Ich zeige mal ein Belegfoto von meiner Probe auch zum Vergleich mit der Ferberit-Hübnerit-Diskussion am Anfang des Threads. Die kleinen leistenförmigen Ferberitkristalle sind eine jüngere Bildung über derbem Wolframit mit etwas Molybdänit. Sorry für die bescheidene Fotoqualität,war auf die Schnelle nicht besser darstellbar...
Glückauf. Uwe
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Hi,
Mein Verdacht ? Ich würde bei diesen xx durchaus auch Bismuthinit in Betracht ziehen. (v.A.wegen den xx auf wb3.). Die äußerlich matt-bläuliche Färbung halte ich für eher wenig entscheidend, da sie so sowohl bei Wolframit, als auch bei Bismuthinit vorkommen kann.
Mein Rat wäre wieder die Nadelprobe – zur Ermittlung gewichtigerer Fakten, wie Härte, Tenazität, Farbe und Glanz - dazu reicht im besten Fall ein einziger Stich mit leichtem bis mittelstarkem Druck - wobei u.A. zu beachten ist, dass der Durchmesser der Nadel (-spitze) im Verhältnis zum Ausmass des zu prüfenden Material-korns möglichst klein ist. An Vivianit würde ich bei dem Material auf keinen Fall denken.
Ferberit / Hübnerit - Bismuthinit / Emplektit – Vivianit
Glanz: halbmetallisch – metallisch – nichtmetallisch
Mohs-Härte: ca. 5 – ca. 2,5 – ca. 2
Tenazität: spröde – milde – milde
Gruß
edit: falsche Bildnummer korrigiert
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Hallo,
Ich würde bei allen beiden zuletzt gezeigten Stücken zu Ferberit tendieren. Die Flecken und evtl. Überzüge auf dem vorletzten Stück sind wohl Limonit/Goethit.
Bismuthinit ist auf Spaltflächen bleigrau, Wolframit schwarz.
Glück Auf!
Sebastian
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Glück Auf
Mein Nachbars Junge (11Jahre) hat heute einen Quarzgang mit Wolframit zerschlagen.
Er kam zu mir, und fragte "hab ich hier was"?
Dank eurer Hilfe konnte ich einen Ferberit Kristall erkennen.
Also ist das hier alles Ferberit, denke ich.
Auch meine Bilder von der Frage zuvor.
Zeige Euch mal 2 Bilder, ich Finde das einen Super Fund, er hat sich auch sehr gefreut.
Mein 1. Ferberit, sagt er.
Grüße seisteff