Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: giantcrystal am 05 Jul 13, 11:48
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Hallo aus Mittelfranken
man findet doch immer wieder überraschende Sachen
Mindat : http://www.mindat.org/loc-105813.html
listet eine Kupfermineralfundstelle, u.a. mit Dioptas (!) bei Sasel in Schleswig - Holstein
Nie gehört davon, wer weiß mehr ?
Glück Auf
Thomas
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u.a. mit Dioptas (!) bei Sasel in Schleswig - Holstein
Naja, das mit dem Ausrufezeichen hinter Dioptas ist so 'ne Sache, bei Mindat ist es ja ein Fragezeichen, also wohl nicht so wirklich belegt ... oder wie soll man das Fragezeichen deuten? Wäre natürlich cool, wenn jemand den Beweis antreten könnte, dass es dort Dioptas gibt; Schleswig-Holstein ist ja sonst nicht so das Paradies für Mineralien :D
Gruß
Tobi
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Da bleibt wohl nichts anderes übrig, als die genannte Referenz (A. Wittern: "Mineralfundorte in Deutschland", Schweizerbart (Stuttgart), 2001) zu bemühen und die dortige Quellenangabe kritisch zu hinterfragen.
GA
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Nach Wittern sind die Minerale an Geschiebe gebunden - also: go northside!
Quelle z.B.: Eichbaum, K. , Meier, H. & Zachau, A. (1973): Geschiebefundorte im Raum Hamburg, Schleswig-
Holstein, Niedersachsen. - Der Geschiebesammler. Sonderh. 1; Buchholz.
vielleicht hilft es weiter
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Hallo,
das halte ich nach wie vor für eine Fehlbestimmung (Brochantit). Ich hatte da auch mal vor Jahren versucht, etwas herauszufinden und meine, mich erinnern zu können...
Gruß
Andreas
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Nur weil bei mindat irgendwas in irgendeiner Liste steht heist das noch lange nicht, das dieses auch stimmt - was ja generell das Problem mit Listen ist, wo (fast) jeder alles eintragen kann. Irgendein Honk hat auch hier im MA in der Mineralienliste für die Grube Glücksrad "Osmium" eingetragen...
Ich denke daher mal, das Andreas mit seiner Vermutung richtig liegt, zumal Brochantit durchaus mal in "exotischen" Kristallformen vorkommen kann, z.B. als quadratische Tafeln, die man spontan für Torbernit halten könnte.
Eine andere Möglichkeit wäre irgendwas mikrokristallines, was nur röntgenographisch nachgewiesen werden kann wie z.B. der Shattuckit von Helgoland.
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Nur weil bei mindat irgendwas in irgendeiner Liste steht heist das noch lange nicht, das dieses auch stimmt
Hier kann man dem Bearbeiter (oder Honk) keinen Vorwurf machen, hat er doch nur die Daten von/aus Wittern 1:1 übernommen. Dieser hat leider seine Angaben nicht mit den dazugehörigen Quellen hinterlegt, jedenfalls kann man die nicht einfach zuordnen. Hier ist Quellenstudium angesagt. Hat man die Aussage "Dioptas" irgendwo gefunden, heißt es diese kritisch zu hinterfragen.
Hier ist der Mineralienatlas und auch Mindat außen vor. Das Grundproblem, dass bei den Listen keine eindeutigen Referenzen angegeben sind, löst das auch nicht.
GA
Kluftknacker
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"..., bei Mindat ist es ja ein Fragezeichen, also wohl nicht so wirklich belegt ... oder wie soll man das Fragezeichen deuten?"
Ja, laut Literatur nicht eindeutig Bestimmtes oder ohne Analyse Beschriebenes, aber ziemlich Unglaubwürdiges versehen wir in Mindat mit einem Fragezeichen.
Steht in Wittern auch schon ein Fragezeichen?
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Steht in Wittern auch schon ein Fragezeichen?
Ja