Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto => Thema gestartet von: Adrian96 am 06 Jul 13, 16:12
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Hi Leute !
Ich habe mir nun Tonpapier besorgt, und ein paar neue Aufnahmen gemacht:
Die ersten Bilder zeigen einen Calcit auf verschiedenen Hintergründen.
Anschließend habe ich noch ein paar weitere Aufnahmen gemacht.
Was haltet ihr davon ?
Hier der Vergleich:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,33462.0.html
Grüße !
Adrian
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Hier noch ein paar Aufnahmen:
Über eure Meinung freue ich mich sehr !
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Sieht auf jeden Fall besser aus als vorher, unabhängig von der Farbe der Papiers. Mir persönlich gefällt allerdings das blaue Papier nicht so gut, da es aus meiner Sicht zu sehr in den Vordergrund drängt. Aber über Geschmack kann man sich ja bekanntlich hervorragend streiten...
Günter
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So, ich habe nun noch ein paar Bilder geknipst und das ist das Ergebnis.
Würde mich freuen, über Beurteilungen, bzw. Kritik etc.
Grüße !
Adrian
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Und noch ein paar:
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Und die 2 letzten:
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Hallo,
sieht nach einer ordentlichen Grundlage aus, die Motive sind vernünftig dargestellt. Der nächste Schritt sollte sein, die Schärfentiefe bei einigen der Fotos zu erhöhen, sei es durch Spielen mit Blende und Belichtungszeit oder mit Stacking. Bei Stufen, wo der interessante Teil komplett in einer Ebene sitzt, ist das nicht nötig, aber bei den anderen Stufen würde das den Gesamteindruck weiter verbessern.
Günter
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Hallo Adrian,
du experimentierst ja vorwiegend mit dunklen Hintergründen. Ich bin der letzte, der hochklassige Fotos macht und anderen Tipps geben sollte, aber dennoch würde ich dir vorschlagen, mal was Helles zu probieren. Ich nehme bei meinen Bildern auch mattes Weiß als Hintergrund (außer bei sehr hellen Stufen, da nehme ich ebenfalls Schwarz). Vorteil ist, dass die Lichtverhältnisse "ausgewogener" sind, dass also das umgebende Weiß das Licht etwas auf die Stufe verteilt und so kein Teil des Minerals total im Dunkeln bleibt. Du solltest das z.B. bei dem Vanadinit da oben mal probieren, der kommt auf hellem Hintergrund sicher noch besser zur Geltung ...
Gruß
Tobi
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Hi Tobi !
Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich mit hellen Hintergründen nicht so gut klar komme.
Aber werde auf jeden Fall mal wieder was neues ausprobieren und die Ergebnisse veröffentlichen.
Ich habe 3 verschiedene helle Töne: Ein normales Weiß, ein Weiß, dass eher ins Cremefarbene geht und ein Grau Weiß.
Welches könnte da am besten passen ? (Auch, wenn ich alle 3 ausprobieren werde )
Grüße !
Adrian
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Hi Tobi! Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich mit hellen Hintergründen nicht so gut klar komme. Aber werde auf jeden Fall mal wieder was neues ausprobieren und die Ergebnisse veröffentlichen. Ich habe 3 verschiedene helle Töne: Ein normales Weiß, ein Weiß, dass eher ins Cremefarbene geht und ein Grau Weiß. Welches könnte da am besten passen ? (Auch, wenn ich alle 3 ausprobieren werde )
Das kann ich so pauschal nicht beantworten. Machen wir es doch in der anderen Reihenfolge: Erst zeigst du mal deine drei weißen Hintergründe im Vergleich - dann bekommst du hier Rückmeldung :)
Gruß
Tobi
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So, hier hab ich nun einen weiteren Versuch.
Außerdem hab ich mal die 3 angesprochenen Hintergründe dazu.
Aber ich finde, ich kann nicht auf weißem Hintergrund fotografieren.
Der Versuch mit dem Vanadinit ist schrecklich.
Grüß !
Adrian
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Aber ich finde, ich kann nicht auf weißem Hintergrund fotografieren. Der Versuch mit dem Vanadinit ist schrecklich.
In der Tat nicht gut, aber nicht verzagen! Meine Bilder sahen vor einem Jahr auch noch so aus, bis ich mich langsam rangetastet habe. Topfotos kann ich natürlich nicht, allein schon, weil ich nur eine ganz normale und einfach DigiCam aus dem 80-Euro-Bereich habe, die auch schon 5-6 Jahre alt ist. Aber hier ein paar Tipps, die mir persönlich geholfen haben, von solchen Fotos wie oben zu solchen zu kommen:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1351344818.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1351344818.jpg)
(Das habe ich extra ausgewählt, 1. weil es meines Erachtens das beste von all meinen Fotos ist und 2. um dich als Kontrast du diesem guten Bild noch mal daran zu erinnern, dass ich vor 'nem Jahr solche Bilder wie das von deinem Vanadinit oben produziert habe).
Also, die Tipps:
- Natürliches Tageslicht verwenden, am besten durch Wolken gedämpft, also keine pralle Sonne
- Am besten unter einem Fenster oder Oberlicht fotografieren, damit das Licht möglichst stark ist
- Schattenwürfe vermeiden
- Mattes Papier als Hintergrund, außer bei ganz hellen Stufen, da dunkles
- Eventuell ein kleines "Bett" aus dem Papier basteln, sodass die Stufe von vielen Seiten damit umgeben ist und das Licht reflektiert wird (auch so kann man Schatten und dunkle Seiten vermeiden)
Sicher mag der ein oder andere widersprechen; vielleicht schütteln die Hardcore-Top-Fotografen sogar den Kopf. Aber ich nehme an, dass Adrian ähnlich wie ich eine ganz normale Kamera und kein Zauberwerkzeug zur Hand hat - und in diesem Fall können meine Tipps Wunder wirken, ich durfte es selber feststellen.
Gruß
Tobi
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Hallo Adrian,
deine Versuche sind schon mal nicht soo schlecht. Beim Vanadinit stimmen nur zwei Sachen nicht:
- Erstens der Weissabgleich (kann man nachträglich weitestgehend korrigieren, siehe Anhang).
- Zweitens die Lichtquelle. Es ist wichtig, nur EINE EINZIGE Art von Lichtquelle zu verwenden, z.b. nur Sonnenlicht oder eben nur Kunstlicht. Bei Kunstlicht dann im völlig abgedunkelten Raum, Rollladen runter, Bildschirme/TV aus. Ansonsten führt das u.a. zu farbstichigen Reflexen auf den Kristallflächen. Sonnenlicht lässt sich übrigens weit schwerer ausrichten als Kunstlicht und ist nur bei bedecktem Himmel von Vorteil (Diffusorwirkung).
Gruß Daniel
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Danke für die Antworten !
Ich werde mal weiter rumprobieren.
Daniel, welchen Anhang meinst du ?
Tobi, welches Papier ist das beste( Das von mir hochgeladene Foto) ?
Gruß !
Adrian
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Oh richtig,
Daniel, welchen Anhang meinst du ?
den Anhang, den ich vergessen habe ;)
Gruß Daniel
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Daniel und ich hatten den gleichen Gedanken. Also noch'n Anhang ;D
@Adrian,
Habe mal in die EXIF-Daten geschaut. Eine Sony Alpha 230. Das Bild wurde wohl mit Blitz gemacht.
Würde ich bei Mineralien nie machen. Das Ergebnis wird zum Zufallsprodukt.
Fraglich, wie die Kamera in diesem Modus mit dem Weißabgleich umgeht.
(Ohne Blitz setzt dann wegen längerer Belichtungszeiten ein Stativ voraus und optional 2 sec. Auslöseverzögerung und Spiegelvorauslösung )
Daniels Hinweise zur Beleuchtung sind schon goldi85richtig !!! :D :
Du brauchst konstante Lichtquelle(n) gleicher Farbtemperatur ohne störende zusätzliche Lichtquellen.
Dann unter diesen Beleuchtungs-Bedingungen mit der Kamera einen Weißabgleich auf ein weißes Blatt Papier
oder - noch besser - auf eine Graukarte ( siehe ebay und wiki (http://de.wikipedia.org/wiki/Graukarte)) machen.
( Benutzerdef. Weißabgleich, Bedienungsanleitung Sony Alpha 230 S.85)
Dann in aller Ruhe das Objekt ausrichten, wobei man zu stark reflektierende Flächen vermeidet.
Dann mit der ausgewählten Beleuchtung im benutzerdefinierten Modus loslegen.
Anschließend muss man sich aber nicht wie früher bei der Analogfotografie mit dem Ergebnis abfinden.
Die Möglichkeit der Bildbearbeitung ist Fluch und Segen zugleich, da sie unter Umständen noch mehr Zeit kosten kann,
als früher das Rahmen von 36 Dias. Dafür ist das Ergebnis oft doch durchaus überzeugend.
Anbei ein Versuch.
Gruß
Norbert
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Hier noch ein bearbeitetes Bild von mir:
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So Leute, hier die neuen Ergebnisse:
Als erstes habe ich versucht, mit Naturlicht zu arbeiten.
Allerdings stört mich hier der Schatten. ( Lässt sich eben nicht platzieren )
Die Aufnahmen mit Kunstlicht gefallen mir diesmal schon besser.
Ich habe einige Tipps von euch beherzigt und es hat eigentlich ganz gut geklappt.
Was sagt ihr dazu ?
Gruß !
Adrian
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Und hier dann die Versuche im Künstlichen Licht:
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Hi,
ich finde, dass DSC07783.JPG das beste von allen ist, aber auch noch Schwächen hat: Du musst irgendwie dran arbeiten, den Schatten wegzukriegen. Kannst du die Stufe nicht irgendwo platzieren, wo das Licht nicht so punktuell von einer Seite kommt, sondern eher die Stufe von mehreren Seiten einnimmt? Bei mir z.B. ist ein schräges Dachfenster im Obergeschoss ein optimaler Platz ....
Gruß
Tobi
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Du musst irgendwie dran arbeiten, den Schatten wegzukriegen. Kannst du die Stufe nicht irgendwo platzieren, wo das Licht nicht so punktuell von einer Seite kommt, sondern eher die Stufe von mehreren Seiten einnimmt? Bei mir z.B. ist ein schräges Dachfenster im Obergeschoss ein optimaler Platz ....
Schattenwurf gehört nun mal dazu und lässt häufig räumliche Wirkung erst entstehen.
Bei nur einer Lichtquelle entsteht nun mal ein Schlagschatten.
Als ich anfangs noch mit dem wenig reproduzierbaren Tageslicht fotografiert habe, kam das indirekte Sonnenlicht
auf dem Balkon von der einen Seite und von der anderen Seite hatte ich einen Spiegel zum Verteilen des Lichts
dagegen gerichtet. Klappte sehr gut.
Nur im Winter war das Knipsen auf dem Balkon meist von kürzerer Dauer. ;)
Heute sind es wegen der Schatten 2 Lampen mit 5400 Kelvin Farbtemperatur, die individuell ausgerichtet werden.
Weißabgleich mit Graukarte gespeichert und konstante Lichtverhältnisse zu jeder Zeit. :)
Manch einer hat sogar 3 Lampen.
Die neuen Bilder ohne Blitz sind deutlich besser !
Gruß
Norbert
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Schattenwurf gehört nun mal dazu und lässt häufig räumliche Wirkung erst entstehen.
Keine Frage, natürlich gehört ein gewisser, sanfter Schatten zum normalen Erscheinungsbild bei eigentlich Allem in unserer Wahrnehmung. Nur darf er eben nicht zu scharf und dominant sein, wenn ein Mineralienbild ästhetisch aussehen soll. Mehrere Lichtquellen oder ein Spiegel, so wie Norbert es eben beschrieb, wären ein gutes Mittel, um den Schlagschatten zu minimieren ...
Gruß
Tobi