Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Kluftknacker am 24 Jul 13, 10:10
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Hallo,
in meinem Fundus befinden sich einige Stufen, die ich als heikel bezeichnen möchte. Sie stammen von einer Fundstelle in Sachsen-Anhalt, die seit einigen Jahren als "Flächennaturdenkmal" gilt. Meine Funde wurden allerdings vor der Erklärung zu diesem Status gefunden; da galt die Fundstelle noch als "frei" (Heute wird dort hart durchgegriffen, wenn man nur wagt, die Fundstelle aufzusuchen). So richtig beweisen, lässt sich das Funddatum natürlich nicht.
Nun möchte ich einige dieser Stücke als Kommissionsware einem Bekannten geben, damit er sie auf einer Börse verkaufen soll. Ich befürchte, dass man die Stufen beschlagnahmen könnte. Sind meine Befürchtungen berechtigt?
Die Frage lässt sich auch allgemeiner fassen: Ist der Verkauf von Funden - gilt auch für Fossilien - untersagt, wenn sie von einer Fundstelle stammen, die heute gesetzlich geschützt ist, früher zum Zeitpunkt der Fundbergung allerdings uneingeschränkt war?
Danke für Eure Meinungen.
Glück auf!
Kluftknacker
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Hallo,
ich denke mal, die Rechtslage dazu ist relativ eindeutig. Historische Funde bleiben - bis zum Beweis des Gegenteils - historische Funde und sind daher keinen Restriktionen beim Verkauf unterworfen.
Sonst würde man regelmäßig von einer Beschlagnahmung historischer Stufen oder ganz massiv auch von Fossilien hören.
Oft findet man daher auch auf Börsen oder im Internet den Hinweis "alter Fund", ein Funddatum oder entsprechende andere Hinweise.
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Ich denke die Stufen können bedenkenlos angeboten werden. Für eine Beschlagnahme müßte entweder "Gefahr im Verzug" vorliegen oder ein richterlicher Bescheid vorliegen. beides ist wohl sicher nicht der Fall.
Aber mal nebenbei: Ich vermute was Du da hast. Kannst ja mal etwas hier im Forum anbieten. Das ist auf jeden Fall sicher.
Gruß
Uwe
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ich denke mal, die Rechtslage dazu ist relativ eindeutig. Historische Funde bleiben - bis zum Beweis des Gegenteils - historische Funde und sind daher keinen Restriktionen beim Verkauf unterworfen.
Sonst würde man regelmäßig von einer Beschlagnahmung historischer Stufen oder ganz massiv auch von Fossilien hören.
Oft findet man daher auch auf Börsen oder im Internet den Hinweis "alter Fund", ein Funddatum oder entsprechende andere Hinweise.
Sehe ich auch so. Niemand lässt unmittelbar nach dem Sammeln den Fundzeitpunkt beglaubigen unter der Option, daß der Fundort
später mal ein Flächennaturdenkmal oder Naturschutzgebiet werden könnte.
So ist z.B. der Schneckenstein-Felsen seit 1938 ein Naturdenkmal, war seit 1973 zeitweilig eingezäunt, später zugängig, jetzt wieder eingezäunt und bewacht. Topase von dort werden immer noch frei gehandelt, ohne das der Fundzeitpunkt belegt werden muss,
haben aber durch die Einschränkungen ihren Preis.
Das schafft natürlich eine gewisse Grauzone, die gelegentlich leider auch zum Verkauf illegaler Funde ausgenutzt wird.
Sieht man nicht nur bei Mineralien, sondern z.B. auch bei Elfenbein. Da braucht man zwar einen Altersnachweis,
aber wer kann schon die Echtheit der Bescheinigung oder des Gutachtens überprüfen ?
Beim Verkauf sollte IMHO der Hinweis auf alte Funde genügen.
Gruß
Norbert
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Aber mal nebenbei: Ich vermute was Du da hast. Kannst ja mal etwas hier im Forum anbieten. Das ist auf jeden Fall sicher.
Daran zweifele ich nicht, allerdings sind die Stufen so grazil, dass sie schon vom Anschauen fast zerbröseln. Ein Versand kommt da nicht in Frage.
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Sie stammen von einer Fundstelle in Sachsen-Anhalt, die seit einigen Jahren als "Flächennaturdenkmal" gilt. Meine Funde wurden allerdings vor der Erklärung zu diesem Status gefunden; da galt die Fundstelle noch als "frei" (Heute wird dort hart durchgegriffen, wenn man nur wagt, die Fundstelle aufzusuchen).
So eine Fundstelle ist mir in Sachsen-Anhalt überhaupt nicht bekannt und wenn es so wäre, müsste ich ja meine ganze Sammlung als heikel bezeichnen!Also hier wird wieder maßlos übertrieben!
GA Jochen
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Sie stammen von einer Fundstelle in Sachsen-Anhalt, die seit einigen Jahren als "Flächennaturdenkmal" gilt. Meine Funde wurden allerdings vor der Erklärung zu diesem Status gefunden; da galt die Fundstelle noch als "frei" (Heute wird dort hart durchgegriffen, wenn man nur wagt, die Fundstelle aufzusuchen).
So eine Fundstelle ist mir in Sachsen-Anhalt überhaupt nicht bekannt und wenn es so wäre, müsste ich ja meine ganze Sammlung als heikel bezeichnen!Also hier wird wieder maßlos übertrieben!
GA Jochen
Keine Übertreibung!
Weitere Informationen hier: Aufschluß. Jg.62, H.6, S.333-60.
Man kann ja nicht alles kennen, gelle? :P
GA
Kluftknacker
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Danke für eine gleichlautenden Einschätzungen. Na dann ...
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Sie stammen von einer Fundstelle in Sachsen-Anhalt, die seit einigen Jahren als "Flächennaturdenkmal" gilt. Meine Funde wurden allerdings vor der Erklärung zu diesem Status gefunden; da galt die Fundstelle noch als "frei" (Heute wird dort hart durchgegriffen, wenn man nur wagt, die Fundstelle aufzusuchen).
So eine Fundstelle ist mir in Sachsen-Anhalt überhaupt nicht bekannt und wenn es so wäre, müsste ich ja meine ganze Sammlung als heikel bezeichnen!Also hier wird wieder maßlos übertrieben!
GA Jochen
Keine Übertreibung!
Weitere Informationen hier: Aufschluß. Jg.62, H.6, S.333-60.
Man kann ja nicht alles kennen, gelle? :P
GA
Kluftknacker
mich würde schon auch interessieren, was das für eine Fundstelle in Sachsen-Anhalt ist, wo schon beim Versuch dorthin zu gelangen durchgegriffen wird. (das "Aufschluss"- Heft liegt mir nicht vor, deshalb kann ich dort nicht recherchieren)
Michael
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oh, derer welcher gibt es wohl einige viele.... in Sachsen-Anhalt ...mir fallen spontan vier ein...äh 5
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oh, derer welcher gibt es wohl einige viele.... in Sachsen-Anhalt ...mir fallen spontan vier ein...äh 5
ja nun; in Sachsen-Anhalt wird ja jeder stillgelegte Steinbruch oder Tongrube automatisch zum FND.
Trotzdem wäre mir neu, dass dann so hart durchgegriffen wird, wenn man es nur betreten möchte.
Wenn man mit Werkzeug dort auflaufen muss, ist es natürlich was anderes.
Michael
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Mich interessieren allerdings nur Sedimente, sprich Fossilien. Wie das in "pluntonitischen" Brüchen aussieht hab ich keinen Schimmer. Allerdings ist ein Hammer und `ne Lupe sicher unabdingbar. Ob nun dieses oder jenes. Von den fünfen die mir einfallen sind aber auch noch drei aktiv. Und leider ist dort absolut kein Rein kommen, es sein man arbeitet dort oder hat einen "amtlich Darfschein".
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Lieber auf der Tucson Boerse verkaufen, wo die Sachsen-Anhaltbehoerden nicht hingehen 8)
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allerdings sind die Stufen so grazil, dass sie schon vom Anschauen fast zerbröseln.
Und anfassen darf man das dann natürlich erst recht nicht.
Was sammelt ihr denn da für einen Unsinn,wenn man mal fragen darf.Ist da die Matrix so lavede,oder die Kristalle?
Ich habe dieses Aufschlußheft auch nicht zur Hand und so stellen sich Rätsel ein.
Themen wie dieses sollte man löschen,wenn in Richtung Bla-Bla Bla geschrieben wird um sich wichtig zu machen.
Glück Auf!
Jens
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...Ich habe dieses Aufschlußheft auch nicht zur Hand und so stellen sich Rätsel ein.
Themen wie dieses sollte man löschen,wenn in Richtung Bla-Bla Bla geschrieben wird um sich wichtig zu machen.
Kommentare mit Bla-Bla bringen auch nicht weiter.
Nach dem Aufschluss 62/6, November/Dezember 2011 kann man doch fragen, ggf. via PM.
Norbert
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Schickse zu mir , da haste keine Probleme zu befürchten ! ;D
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wenn Du das ernst meinst, schick' mir eine PN. Versand erfolgt auf Dein Risiko - Brösel sind vorprogrammiert und unvermeidbar. 10 Stufen sind es - mind. 250 Euro musst Du dafür hinlegen ..
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Naja das wär vielleicht gleich weng viel . . . würdest du auch einzelne abgeben ?
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Hallo,
Nur, um die Lage etwas zu beruhigen: In der Regel brauchst du bei Stufen keine Probleme zu fürchten. Anders sieht es höchstens aus, wenn du das Material an der Fundstelle entnimmst und dabei in flagranti (an Ort und Stelle) erwischt wirst. Ansonsten müssten die Denkmalschützer dir nachweisen, dass das Material illegal entnommen wurde.
Glück Auf!
Sebastian
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Naja das wär vielleicht gleich weng viel . . . würdest du auch einzelne abgeben ?
ja
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Dann würd ich mich über ne PN mit Bildern freuen . . .
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Hallo!
Entschuldigung!Aber ich weiß immer noch nicht um welche Mineralien es sich hier handelt.Da geht es bestimmt etlichen anderen Lesern hier genauso.Wünsche aber trotzdem dann mal einen guten Gewinn mit dem Zeug.
Gruß Jens
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Meine Frage hat zwar als Auslöser konkrete Mineralfunde einer bestimmten Lokalität, ist aber allgemein gehalten.
Die genaue Lokalität werde ich hier nicht nennen. Einige User haben mir per PN bestätigt, dass die Fundstelle nicht "ohne" ist, trotzdem aber andere Sammler das Zeug munter auch verkaufen. Ich schicke Dir trotzdem die Daten per PN.
GA
Kluftknacker
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Ich gehe aber schon davon aus, dass es sich bei Deinem Beitrag um Mineralien handelt und nicht um "verloren gegangene" Pershing 2 Raketen ?
Tschuldigung für den Vergleich- aber Dein Beitrag ist mir zu geheimnisvoll. Angst müsstes Du wohl nur dann haben, wenn Du die Stufen nach der Unterschutzstellung der Fundstelle geräubert haben solltest-dann aber weiniger wegen einer Beschlagnahme, sondern wegen einem OWi- bzw Strafverfahren nach dem NaturschutzG bzw "Ablegern" hiervon.
Viele Grüße aus Nürnberg, Edgar
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Ich habe bei der Ausgangsfrage an Berliner Mauerstücke gedacht. Diese werden tonnenweise angeboten, "frisch abgebaut" wären sie fast ein Angriff auf die Demokratie...
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Lieber auf der Tucson Boerse verkaufen, wo die Sachsen-Anhaltbehoerden nicht hingehen 8)
Keine Ahnung wovon Du schreibst - aber manchmal kommen einem doch so seine Zweifel (so wie 2012 in Tucson...)
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Na aber hoppala.....
Der Manganit sieht (...in Verbindung mit dem bekannten Händleretikett.....) nach einem 4-stelligen Preis aus!? ;D