Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: 5400 am 03 Feb 05, 17:44
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Gibt es ein Mineral der Zusammensetzung Cu2O, das eine schwarze Farbe hat?
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Hallo
Cu2O ist Kupfer (I) oxid
mineral: Cuprit
Farbe: Blutrot
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Cuprit
CuO ist Kupfer (II) oxid
mineral: Tenorit
Farbe: Schwarz
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Tenorit
grüße ;D
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Also Cu2O ist Cuprit, das tritt meist rot auf, hat oftmals einen silbrigen Schimmer, kann aber auch fast schwarz auftreten.
Die gleiche Formel hat Chalcotrichit, das sind aber rote oder orange Fasern.
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Jo..alles richtig beantwortet.. ;D..ich sehe grad..ich brauche gar nix mehr machen..Ihr macht das schon so perfekt.. :D ;D
Gruß Peter.. 8)
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laaaangsam..........
richtig ist bei Cuprit primär die rote(!) Farbe.
Das dumme ist nur, dass Cuprit nicht rot bleibt, wenn er ins Licht gelagert wird.
Dann wird die Oberfläche dunkel bis schwarz.
Nur....was dieses Umwandlungsprodukt dann ist, also da müsst ihr mir helfen.
Manche Cuprite wandeln sich oberflächlich ja auch in Malachit um.
Also, Peter, da musste noch mal ran ;) :D ::)
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hi again
cuprit wird an der luft nach einiger zeit zu tenorit also CuO
und licht beschleunigt das nur da ja energie dazu kommt
grüße
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..also meine Cuprite werden nie schwarz.. ;)..aber das liegt daran, dass ich die auch in meinen Kunststoffkästchen immer dicht abgeschlossen habe..und auch im Dunkeln aufbewahre.. :D
...ansonsten habe ich ja auch schon schwarzen Tenorit (CuO) gesammelt; dieser müsste eigentlich auch aus Reduktion nach Cuprit entstehen können.. ;)
..Hi wolfilain..da haben wir grad gleichzeitig unsere Beiträge abgeliefert..wie ich grad gesehen hab.. ;D
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Kann man denn geschwärzten Cuprit wieder bunt machen?
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Vielen Dank für die Diskussionen. Leider lösen sie mein Problem nicht. Daher möchte ich es näher erklären:
Ich untersuche Korrosionprodukte des Kupfers. Es handelt sich um schwarz-graue, kristalline Produkte. Die röntgendiffraktometrischen Ergebnisse passen genau auf Cuprit. Dieser ist ab er nicht schwarz.
Neben Cu und O sind laut EDX-Analyse Cl und Fe enthalten. Jetzt die präzisierte Frage: Könnte es eine Verbindung geben, die neben Cu und O noch Cl oder Fe oder beides enthält und deren XRD-Peaks genau auf Cuprit passen? Ich bin ziemlich ratlos. Wer ist es nicht?
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ich glaube nicht das es eine verbindung ist
ich glaube eher das es mehrere sind die du gleichzeitig "gemessen" hast.
Es sind ja in der natur eigentlich nie reine stoffe sondern gemenge aus verschiedenen verbindungen.
Woher ist das kupfer ?
Wo hat es korodiert ?
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Wie wäre es mit Delafossit
Formel = CuFeO2
Farbe / Strich : Schwarz
womöglich ist auch ein kleiner Chloridgehalt möglich
Gruss
Amgine
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Korrosionsprodukte von synthet. Kupfer? Wie korrodiert? Oder anders gefragt: wo könnten das Fe und das Cl herkommen?
Korrosionsprodukte können oft sehr inhomogen sein (z.B. auch Einschlüsse von einer Phase in einer anderen -> Farbverfälschung), und natürlich auch röntgenamorphe Phasen enthalten. Was passiert, wenn du einen schwarzen X unter dem Mikroskop bei hoher Vergrößerung zerdrückst? Bleibt er schwarz?
Die Röntgendaten von Cuprit und Delafossit sind nicht ähnlich. Welche Search/Match-Software benutzt du zur Identifizierung?
Uwe Kolitsch
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Korrosionsprodukte von synthet. Kupfer? Wie korrodiert? Oder anders gefragt: wo könnten das Fe und das Cl herkommen?
Korrosionsprodukte können oft sehr inhomogen sein (z.B. auch Einschlüsse von einer Phase in einer anderen -> Farbverfälschung), und natürlich auch röntgenamorphe Phasen enthalten. Was passiert, wenn du einen schwarzen X unter dem Mikroskop bei hoher Vergrößerung zerdrückst? Bleibt er schwarz?
Die Röntgendaten von Cuprit und Delafossit sind nicht ähnlich. Welche Search/Match-Software benutzt du zur Identifizierung?
Uwe Kolitsch
Die dunklen Produkte sind durch Reaktion des Cu in sauerstoffhaltigem Trinkwasser entstanden. Cl und Fe stammen aus dem Trinkwasser. Den Tip mit dem Zerdrücken, um evtl. rö-amorphe Beimengungen zu erkenn, werde ich am Montag mal testen.
Allerdings habe ich nicht viel Hoffnung. Wenn es sich um Beimengungen handelt, würde man am Schliff den Cuprit auf Grund seiner roten Farbe im polarisiertem Licht feststellen, as aber nicht der Fall ist. Im Laufe der Zeit entsteht aus der dunklen Substanz Cuprit und später Malachit. Könnte es sich bei den dunbklen Produkten um ein Cu2O mit verrinertem Sauerstoffgehalt handeln? Dann ließen sichen auch die gleichen (oder ähnlichen) Röntgenpeaks erklären.