Mineralienatlas - Fossilienatlas

Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: Storm am 23 Sep 13, 15:48

Titel: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 23 Sep 13, 15:48
Hallöchen,
ich habe mir einige Hinweise,bezüglich Bilder,zu Herzen genommen,und das Foto bearbeitet.
Hoffentlich habe ich es dieses Mal richtig gemacht.  ???
Gefunden habe ich dieses Teil, als Lesestein,in Streitwald. Mir fiel seine grüne Farbe auf.
Daher meine Frage. Könnte das ein Bandjaspis sein?

Würde mich über Antworten freuen,aber auch über Kritik bezüglich Foto.
Man lernt bekanntlich nie aus.

Glück Auf,
Roman
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Geomaxx am 23 Sep 13, 16:06
Hi,
passt schon solala
hat das Ding denn Blasenhohlräume (sieht auf dem Foto so aus) ?
Grüßle
Max
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 23 Sep 13, 16:15
Grüße,
hat es.
Ich werde wohl noch viel daran arbeiten müssen,ordentlich Bilder hoch zu laden.

Roman
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Geomaxx am 23 Sep 13, 16:36
Hi,
...dann würde ich es als Glasschlacke oder Schmelzrückstand, also was "anthropogenes" einstufen.
Glück Auf!
GEOMAXX
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Blackminer am 23 Sep 13, 21:11
Hallo Roman,
neee Bandjaspis ist das nicht. Sind ja einige typische Bilder im Lexikon.
Ich würde das evtl. Richtung Ignimbrit oder so stellen. Fließstrukturen könnte man da auch rein interpretieren.
Das würde auch in den geologischen Zusammenhang mit dem Bandjaspis passen. Die kaolinisierten Feldspäte passen auch zu den Vulkaniten in der Gegend.

Weshalb glänzt der Stein so fettig? Nass oder Schleifversuch?

@ Geomaxx
Nicht alles was Blasenhohlräume hat, ist antrophgen ??? (siehe Melaphyrmandelstein o.ä.). Zumal die Fundstelle bekannt ist.
Viele Vulkanite und Magmatite sind außerdem noch kaolinisiert worden. Hier sinds nur die Feldspäte. Ist gar nicht mal selten, gibts auch in Bayern.  ;)
Sowas sollte man als Geologe eigentlich erkennen. (Vorlesung/ Seminar: chemische Verwitterung (1. oder2.Semester)) >:D 
Glück auf!
Raik
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 24 Sep 13, 10:28
Grüß dich,Raik,
ich hab mal versucht,ihn zu polieren. Leider weiß ich nun nicht,was es genau ist. Wenn das aber Ignimbrit sein soll,weshalb ist er da grün? Laut meiner Literatur sind die Farben des Gesteines in der Regel weiß,hellgrau oder hellbraun.

Beste Grüße,

Roman
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Geomaxx am 24 Sep 13, 10:47
Hi,
danke für die Vorlesung ;D
agän wot lörnd, ich will ja nicht dumm sterben
Grüßle und Glück Auf!
GEOMAXX
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Micha am 24 Sep 13, 14:02
Definitiv anthropogenen Ursprungs. Im Gebiet ist ja das Töpferhandwerk seit Jahrhunderten unterwegs. So findet man entlang der Wege gar nicht so selten Reste von Ofensteinen mit Glasurresten. Die hat man wohl zur Wegbefestigung und Entsorgung auf die Wege gekippt....
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 24 Sep 13, 15:48
Natürlich denkbar. Für den Rest eines Ofensteins ist die Form aber merkwürdig. Und wieso die mehr oder weniger geraden Einschlüsse?
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: CRYSTALLOGIC am 24 Sep 13, 20:07
Hallo,

sieht mir auch eher nach was ´anthropogenem´aus. Eine Nahaufnahme und ein Bild von der Rückseite wären nicht schlecht ... (?)
Die Ignimbrite aus der Gegend sehen normalerweise anders aus, jedenfalls soweit mir bekannt ist.

Gruß
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 25 Sep 13, 10:24
Hier die bewusste Rückseite. Ich hoffe,man kann was erkennen.
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: CRYSTALLOGIC am 26 Sep 13, 12:47
Naja, leider nicht genug – die kleine Bildversion ist zu klein und die große zu unscharf, um die relevanten Details wirklich beurteilen zu können. Wie groß ist das Teil eigentlich genau ?
Zwingende Argumente für die Annahme, dass es sich um etwas ´anthropogen entstandenes´ handeln müsse, kann ich auf dem Bild ehrlich gesagt  nicht erkennen, von daher stehe ich der These einer natürlichen Entstehung etwas weniger skeptisch als anfangs gegenüber.
Eine gewisse Ähnlichkeit zu porphyrisch-eutaxitischer Textur lässt sich ja kaum bestreiten, nur gilt dies für so manches anthropogen entstandene Schmelzprodukt genauso und stellt daher kein geeignetes Kriterium zum Ausschluss dar.
Ich fürchte, ohne besseres Bildmaterial und / oder detaillierte Beschreibung des Mineralbestandes, etc. (dazu wird dir die Erfahrung fehlen) wird man hier wohl leider nicht viel weiter kommen.
Gut, eine Möglichkeit wäre natürlich noch, dass sich jemand zu Wort meldet, dem das bzw.  vergleichbares Material aus der Gegend bekannt ist.
Das einzige, was man mit Sicherheit sagen kann, aber auch schon gesagt wurde ist, dass es kein (Band-) Jaspis ist.

Gruß
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Bergbaumaulwurf am 26 Sep 13, 20:46
Glück Auf!
Leider ist das Stück kein Bandjaspis! Den Bandjaspis gibt es in rot wie aber auch in grüntönen. Eigentlich eine Ablagerung von Vulkanasche die Verfestigt ist und eine schöne Bänderung ergibt.
Dann gibt es noch im Streitwald Stellen mit Rauchquarz, Amethyst so wie Jaspis in Bändern im Porphyr zu finden. Komme einfach im November zur Börse nach Rositz. An meinen Stand Schild Bergbaumaulwurf und ich bringe Stücke mit!
Bergbaumaulwurf
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 26 Sep 13, 23:56
Ich werde das Teil noch einmal ordentlich fotografieren und bearbeiten,damit man es besser erkennen kann.
Mich interessiert,was das sein soll,selbst,wenn es kein Bandjaspis ist.

@ Bergbaumaulwurf
Da werde ich mal zur Börse nach Rositz kommen.
Vielleicht kann ich da noch einiges lernen.  :D

Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 27 Sep 13, 06:44
Hier die Rückseite in bearbeiteter Form.
Hoffe,man kann es jetzt besser erkennen.
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 27 Sep 13, 06:49
Und hier die Vorderseite.
Wie schon erwähnt,ich habe sie poliert.
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: CRYSTALLOGIC am 28 Sep 13, 00:18
Hi,

nein, die Bilder gereichen leider auch nicht zu neuen Erkenntnissen.
Aber die Bilder der `Rückseite` sind trotz der relativ bescheidenen Qualität interessant, da sie im Gegensatz zur Frontansicht stellenweise (linke Bildhälfte) tatsächlich eine deutliche Ähnlichkeit (lokal-typische Färbungen, Körnung, Glanz) zu unbearbeitetem Bandjaspis aus dieser Gegend erkennen lassen...   :-\

Gruß
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 28 Sep 13, 01:55
Hallo Wolfgang,
es könnte also doch möglich sein,dass es Bandjaspis ist?
Langsam macht mich die Sache verrückt.
Wie könnte ich das nur herausfinden?

Beste Grüße,
Roman
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 28 Sep 13, 04:36
Moin Wolfgang,
du meinst sicherlich das,obwohl das Bild nicht wesentlich besser ist. :(

Gruß,Roman
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: CRYSTALLOGIC am 29 Sep 13, 12:11
 Hallo Roman,

ja, die rötlich-braune Partie mit der ausgebrochenen Ecke am linken Rand, sowie die unterhalb angrenzenden grünlich-, bis gelblichgrauen Bereiche - auf dem ersten Rückseiten-Bild, in der großen Version, sieht man die Ähnlichkeit (zu unbearbeitetem, verkieselten Tuff / Bandjaspis) noch besser.
Aber die Beurteilung allein über Bilder ist eigentlich immer eine heikle Angelegenheit, die selten zu zweifelsfreien Aussagen führt... am sinnvollsten wäre es sicherlich, das Teil mal jemandem, der sich ein wenig mit der Materie auskennt, zur Begutachtung in die Hand zu drücken.
Die Grundfrage ist und bleibt: anthropogen oder natürlich ?
Mir scheint mittlerweile, je öfter ich mir das Bild der Rückseite so ansehe, weniger auf ein anthropogen manipuliertes, als auf ein natürlich entstandenes Material hinzudeuten – Bergbaumaulwurf könnte mit seiner ersten Einschätzung tatsächlich den richtigen Riecher gehabt haben.

Also ich würde sagen, nimm es mit auf die Börse in Rositz und lass den Maulwurf einen Blick auf das Stück in natura werfen.

Gruß
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: Storm am 30 Sep 13, 17:57
Hallo Wolfgang,
natürlich werde ich zu der Börse fahren und den Maulwurf das Teil zeigen.
Bin gespannt,was er sagt.

Glück auf und beste Grüße,
Roman
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: oliverOliver am 28 Nov 24, 21:19

natürlich werde ich zu der Börse fahren und den Maulwurf das Teil zeigen.
Bin gespannt,was er sagt.

hallo Roman,
Gabs da ein Ergebnis?
Titel: Re: Bandjaspis?
Beitrag von: jlies am 28 Nov 24, 22:27
Das ist auf jeden Fall ein Bandjaspis bzw. ganz deutlich mit dem Material assoziiert. Natürlich kein typischer Vertreter, aber ich habe immer wieder Stücke mit ähnlichen Eigenschaften gesehen. Gerade diese sandige verwirbelte Matrix taucht immer wieder auf.