Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Mikroskope (Beleuchtung, Zubehör) / Microscope (Light, Accessory) => Thema gestartet von: Nathan am 12 Nov 13, 22:27
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Hallo zusammen!
Ich wollte euch mal fragen, was ihr von diesem Mikroskop haltet.
http://www.loetdampf.de/shop/product_info.php?info=p29_auflicht-stereo-mikroskop-di-li-900.html
Gruß
Philipp
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Hallo!
Als Einstieg sind diese Mikroskope zwar ganz brauchbar, aber oft - und so auch bei mir - steigen schnell die Ansprüche und auch Anforderungen. Mikroskope in der beschriebenen Preisklasse sind heute fast immer chinesische Produkte, deren Qualität meiner Meinung nach zu wünschen übrig lässt. Insbesondere die verbaute Optik, aber auch die äussere Verarbeitung stellen keine gute Qualität dar.
Aber ich weiss, gerade bei kleinem Budget, sind Kompromisse notwendig. Von daher bleibt einem oft nichts anderes übrig, als - zumindest am Anfang - auf diese Geräte zurückzugreifen.
Alternativ empfehle ich dir ein gebrauchtes, russisches MBS-10 (noch relativ oft in eBay zu finden). Sehr robust und auch heute noch sehr gefragt! Und ziemlich unverwüstlich ;D
Aber kostenseitig etwa wie das in deinem Link beschriebene...
Ich selbst habe seit 3 Jahren ein Leica S8 Apo mit Kameratubus.
Glück Auf!
Frank
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Ich sammle nicht unbedingt MM, sondern will es zur besseren Betrachtung nutzen.
Gruß
Philipp
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Schau mal das hier. Nehme ich zum Fossilien präppen. Ist Top!
http://www.optical-systems.com/bms-sl40-stereomikroskop-p-1549.html
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Dank butzze aber ich suche ein stereo zoom mikroskop
Arbeitet vielleicht einer von euch damit?
Welche könnt ihr mir empfehlen?
Gruß
Philipp
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Glück Auf!
Also ich arbeite schon seit Jahren mit einem guten alten Zeiss Mikroskop und bin immer noch voll damit zufrieden!
Da bleibt dann eigentlich mal bei Ebay reinzuschauen und ein wenig Glück haben!
Oder ein Mitglied hatt eins zum guten Preis!
Bergbaumaulwurf
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Hallo,
wichtig ist m. E. vor allem, dass man sich das anvisierte Gerät bei einem Händler ansieht und mit eigenen Proben testet. Erst dann kann man beurteilen, ob das Gerät den eigenen Ansprüchen genügt oder nicht. Am besten bei einem Händler, der verschiedene Modelle und Preisklassen im Sortiment hat.
Günter
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Dank für eure Tipps !
Was haltet ihr von diesem http://www.optik-pro.de/stereolupen/optika-stereolupe-stereozoommikroskop-led-auf-und-durchlicht-lab20/p,25431#tab_bar_1_select ?
Ich möchte es zum genaueren betrachten meiner selbst Funde bzw. Meiner Kleinstufen nutzen.
Was haltet ihr davon?
Ist es für meine Zwecke geeignet?
Hat oder hatte einer von euch mal ein solches?
Oft doch dieses http://www.mikroskop-shop24.de/Mikroskope/Optika/Industrie-Serie/OPTIKA-SZM-1-Binokulares-Stereozoommikroskop-7x...45x ?
Gruß
Philipp
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hmmmm.....wäre es auch in deinem Interesse nicht sinnvoller, einen richtigen Beitrag zu schreiben, statt vier aufeineranderfolgende innerhalb einer knappen Stunde?
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hmmmm.....wäre es auch in deinem Interesse nicht sinnvoller, einen richtigen Beitrag zu schreiben, statt vier aufeineranderfolgende innerhalb einer knappen Stunde?
Ja, als "Mit-Poster" in diesem Thread verstehe ich auch nicht zu 100 %, welche Auskunft von der Community genau erwartet wird bzw. welche Anforderungen das Mikroskop erfüllen soll... Ich sammle nicht unbedingt MM, sondern will es zur besseren Betrachtung nutzen.
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Hallo
Ich möchte eigentlich eure Meinung zu diesen Mikroskopen bzw. Erfahrungsberichte.
Gruß
Philipp
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Hallo Phillip,
Erfahrungen mit solchen Mikroskopen haben nur die Wenigsten. Das liegt daran, das nur wenige "Neulinge" in der Branche unterwegs sind. Die meisten von uns sind schon länger dabei und haben sich ein Gerät gekauft das man der Oberliga zuordnen kann, eben weil wir schon so lange dabei sind und dabei bleiben werden. Wir haben unsere Experimente mit Billigoptiken und Einfachst-Geräten hinter uns. Diese Erfahrungen brauchst Du heute nicht mehr zu machen!
Du hast zwei Möglichkeiten: Kaufe Dir ein chinesisches Modell und bestaune die Natur oder kaufe dir KEIN Top-Modell der Top-Hersteller und schaue Dir die Wunder der Natur NICHT an!
Und tue mir einen Gefallen: Jeder will das Beste vom Besten für kleine Kohle. DAS GEHT NICHT! EBAY und GEIS IST GEIL führt zu Schrott zum Wucherpreis!
Was aber geht ist etwas Gutes für einen fairen Preis zu bekommen, und da sind die Chinesen leider auf dem Vormarsch.
Wenn Du Dir ein chinesisches Modell kaufen willst, achte darauf, nicht auf irgendwelchen Fotoläden, Internetseiten oder sonstigen dubiosen Ebay-Angeboten hereinzufallen. Gute Mikroskope kosten ein wenig, und in der Range um 500 Euro bekommst Du sicher was ordentliches. Lass auch die Finger von Gebrauchtmikroskopen. Gerade billige Gebrauchte sind Schrott, denn gute Mikroskope verkauft keiner für kleines Geld. Achtung vor Mikroskopen mit Namen wie Bresser, Celestron, oder weitere seltsame Namen von hochmodernen Optik-Shops. Das sind alles umgelabelte Optiken die auf meist veralteten Modellen beruhen. Wenn SMZ im Namen auftaucht sind es meist Klone der Olympus oder Nikon-Mikroskope.
Leica, Zeiss, Olympus und Nikon sind Spitzengeräte, die dir auch den Unterschied deutlichst aufzeigen. Diese Geräte zeigen eine höhere Schärfe, mehr Kontrast und ein viel größeres Gesichtsfeld, aber dafür halten die Hersteller auch tüchtig die Hand auf. Gebrauchte Geräte der Leica-Klasse fangen günstigstenfalls so um die 2000 Euro an..wie gesagt, da fangen die an. Ein S8-Apo kostet nochmal gut das drei bis vierfache. Nur so als Orientierungspunkt. Ok, dann hast Du auch was Reelles, aber das ist schon ein Haufen Zaster!
Ich empfehle Dir folgenden Link
http://www.teleskop-austria.at/shop/index.php?lng=de&m=1&kod=%2045&r=4&i=1&om=MIKROSKOPE (http://www.teleskop-austria.at/shop/index.php?lng=de&m=1&kod=%2045&r=4&i=1&om=MIKROSKOPE)
Lajos, der Eigentümer der Firma verkauft keinen Schrott und ist gerade was Optiken betrifft extrem penibel. Dem kannst Du vertrauen.
Die teuren Geräte ab 1500 Euro sind einer Leica-Serie sehr ähnlich, vermutlich 1:1-Kopien. die Geräte um 500 Euro sind meist Olympus-Clone. Die billigeren Mikroskope sind meist Euromex-Klone...und die waren damals schon grenzwertig!
Alternativ empfehle ich dir ein gebrauchtes, russisches MBS-10 (noch relativ oft in eBay zu finden). Sehr robust und auch heute noch sehr gefragt! Und ziemlich unverwüstlich
Das stimmt, das ist wirklich unverwüstlich. Ich hatte immer den Eindruck, das es aus guter alter russischer Panzerbautradition kommt. Sorry, Binokulare, also Stereomikroskop, geht anders. Das MBS hat ein kleines Gesichtsfeld und ziemlich gelbstichige Optiken. Lass die Finger davon. Früher, also so zu beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts war es ein viel gesuchtes Binokular, denn die Alternativen fehlten. Damals gab es kaum bezahlbare Binokulare, und schon ein simples Zeiss kostete Unsummen. Daher die Hype auf diese MBS-Gurken!
So, die Welt hat sich verändert, das kriegen viele nicht so schnell mit. Mittlerweilen können die auch ganz passable Optiken schleifen und auch die Mechanik ist nicht mehr so katastrophal wie in früheren Tagen.
Anders ausgedrückt. Die Chinesen sind durchaus in der Lage billige Optiken herzustellen. Gerade was sich da in den letzten 10 Jahren getan hat ist erstaunlich. Da die Top-Hersteller den Low-Budget-Markt nicht mehr bedienen sind diese chinesischen Kopien durchaus eine Alternative. Ich wäre damals froh gewesen hätte ich so ein Gerät bekommen.
ABER: Du darfst den Fehler nicht begehen dich an der optischen Oberliga zu orientieren. Leica, Zeiss, Olympus und Nikon sind Spitzengeräte, die dir auch den Unterschied deutlichst aufzeigen. Diese Geräte zeigen eine höhere Schärfe, mehr Kontrast und ein viel größeres Gesichtsfeld, aber dafür halten die Hersteller auch tüchtig die Hand auf. Gebrauchte Geräte der Leica-Klasse fangen günstigstenfalls so um die 2000 Euro an..wie gesagt, da fangen die an. Ein S8-Apo kostet nochmal gut das vierfache. Nur so als Orientierungspunkt. Allerding, egal welches Mikroskop man davon hat, das gibt man nicht wieder her!
So, ich hoffe Du kommst bald zu deinem Mikroskop.
Glück auf
Ulrich
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Vielen Dank Ulrich!
Dein Link habe ich mir schon angesehen.
Ich selbst kenne die Zeiss Mikroskope auch ( ich komme aus Jena ) und habe schon mit Ihnen arbeiten dürfen, doch leider liegen diese absolut über meinem Budget.
Ich werde mir wahrscheinlich ein Modell um 450€ kaufen.
Falls noch jemand Vorschläge machen kann, würde ich mich sehr darüber freuen.
Gruß
Philipp
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Was haltet ihr davon?
http://www.amscope.com/sm-4bz-80s.html
Ist das ein guter preis bzw. Gute Qualität oder nicht?
Bitte um Antwort
Gruß und danke schon vorab
Philipp
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Hallo Philipp,
on the same production line that makes optical instruments for Leca, Zess, Nkon and Oympus
Emails mit solcher Orthographie landen bei mir meist im Spamordner. Und: bei Amazon gibt es das gleiche Angebot günstiger.
Insgesamt ist über die Mikroskope dieser Serie nicht viel bekannt (was nicht schlimm sein muß, aber sein kann). Wenn Du Dich den o.g. Empfehlungen nicht stellen willst und das Geld über hast: probier es einfach und berichte dann hier. ;) Letztendlich zählen Deine individuellen Ansprüche, die hier keiner kennt, Du mußt es also ausprobieren. (Bei mir war es zuerst ein BMS, das so schnell wieder gegangen wie es gekommen ist. Meine Arbeitsmikroskope sind jetzt ein paar ältere CZJ, eins davon auch fürs Gelände im Kofferraum. Und ein besseres für langes Arbeiten von Wild-Heerbrugg, als Ersatz eine ausrangierte Individualfertigung aus der Industrie mit Leica-Optik.)
Glück Auf!
A.B.
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Danke für deine Tipps.
Welche Vergrößerung empfehlt ihr mir?
Gruß
Philipp
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Hallo,
das hängt von deinen Proben und Wünschen ab. Teste es!
Da kann dir vermutlich keiner helfen. Ich liebe den Bereich um 500x bis 15.000x am REM ;-) (SCNR)
LG
Frank
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Dank für deine Antwort, die mir leider nicht viel hilft.
Ich habe ein paar mineralien in MM Größe.
Gruß
Philipp
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Hallo,
was ich mit meiner leicht sarkastischen Antwort meint, ist dem Ratschlag einiger Kollegen zu folgen und das Gerät zu testen.
Das "beliebte" MBS-10 ist hier beschrieben:
http://www.mikroskopie-mikrofotografie.de/foto/mbs-10.htm
http://www.mikroskopie-mikrofotografie.de/foto/mbs-10_werte.htm
als Unterseiten dieser Seite.
LG
Frank
(S-wieder-NR: Wenn das REM nicht reicht gehe ich ans TEM)
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Mich interessiert welche max Vergrößerung ihr für sinnvoll haltet.
45x, 90x, 180x,...
Gruß
Philipp
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Je nach Fragestellung etwas zwischen 4x und 5000x (bei den Fragestellungen die bei mir auflaufen). Bei Frank wird das ähnlich sein. Wie es bei Dir ist: ??? Das kannst Du wohl nur selber beantworten.
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Hallo Philipp,
die kennst die förderliche Vergrößerung? Wenn du Wissens willst, welche Okulare du verwenden/kaufen willst, hilft dir das.
LG
Frank
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Hallo Philipp,
für optische Mikroskopie und MMs finde ich eine Vergrößerung von 5x bis 50x ausreichend. Hier und da nutze ich auch mal 100x, das ist aber die totale Ausnahme. Ein Zoom-Mikroskop wäre eine sehr nützliche Sache. Wichtig ist auch der Sichtfeldbereich, der nicht zu klein sein sollte.
Besten Gruß Stefan
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Hallo Stefan!
Ich habe ein Mikroskop mit 3,5x-90x Vergrößerung im Auge.
Könntest du Dir die Angaben anschauen und mir sagen ob dieses gut ist? Ich Wördehoff mich über deine Meinung freuen.
http://www.amscope.com/sm-4bz-80s.html
Bzw. brauche ich ein trinokular, um Fotos zu machen?
Danke schon mal vorab.
Philipp
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Hallo Phillip,
an deiner Stelle würde ich erst einmal zu einem Fachhändler fahren, bei dem du dir verschiedene Modelle ansehen kannst und der dich berät... dann kannst du auch eher sagen, was du GENAU suchst. Daher mein Fazit:
Lieber 50€ für Sprit investiert, statt 500€ in Schrott investiert. Für den Fall, dass es dann gar nicht den Erwartungen entspricht.
Zu den Fotos: Da kommts drauf an, welche Qualität du erziehlen willst. Sollen es Hochglanzabzüge werden oder nur zur Dokumentation?
Gruß Daniel
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Danke für deine Antwort Daniel.
Fotos will ich eher zur Dokumentation machen.
Gruß
Philipp
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Guten abend,
selbst auf die Gefahr hin das mich hier einige ausschimpfen werden, möchte ich dazu einen Kommentar abgeben.
"Nathan-Phillip" schreibt:
Ich habe ein paar mineralien in MM Größe.
Die Betonung liegt hier auf ein paar
und weiter:
Fotos will ich eher zur Dokumentation machen.
Mit ein paar Mineralien im MM-Bereich mach ich keine Dokumentation.
Ich kenn nicht viele MM-Sammler, aber die, die MM sammeln oder damit angefangen haben, haben ganze Batterien von Material zu Hause stehen / gehabt und haben sich dann nach einem Mikroskop umgesehen.
Nimm deine paar MM's Phillip und such dir einen Sammler in deinem Bereich der ein Mikroskop hat oder ein Mineralienhändler und teste das selber aus. Hinzu kommt, für MM's muss man geboren sein, die meisten verlieren nach kurzer Zeit das Interesse daran und so lange wie du nicht genügend Material hast erübrigt sich das Thema, auch als Anfänger.
Gruß Micha
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Auch Dir danke für deine Antwort.
Bisher bin ich immer in die Mineralogischesammlung Jena gegangen und habe sie mir dort u.a. angeschaut.
Doch nun bin ich leider umgezogen.
Eigentlich hast du recht, dass es sich nicht wirklich lohnt, aber da jetzt mehr oder weniger keine andere Chance habe und in Leipzig habe ich noch keinen "Mikroskop-Fachmann" gefunden.
Besonders die im Urlaub gefunden mineralien, sind oft zu klein, um sie mit einer Lupe zu betrachten.
Deshalb möchte ich mir ein Mikroskop kaufen, da ich ja noch einige Jahre sammeln will.
Gruß
Philipp
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Hi Philipp
Die "sinnvolle Vergrößerung" hängt auch von der Optik ansich ab: Erfahrungsgemäß sind billige Mikroskope mit Vergrößerungen über 50-fach schon überfordert, während ein hochwertiges Mikroskop selbst bei 100facher Vergrößerung noch gute Bildqualität liefert. Alles haben aber alle Mikroskope gemein: Je höher die Vergrößerung, desto geringer die Tiefenschärfe. Daher arbeite ich meistens im Bereich 10-25fache Vergrößerung, besonders, wenn ich Neufunde bearbeite. Erst wenn es an die hartnäckigen Bestimmungsfragen geht, kommt auch schon mal 50fach oder gar 100fach (wobei mein derzeitiges Mikroskop nur bis 50fach geht) zu Einsatz. Oberhalb 100facher Vergrößerung wird es bei Binokular-Auflichtmikroskopen erfahrungsgemäß ohnehin haarig, da hier die Bildqualität stark eingeschränkt ist (jedenfalls bei den Mikroskopen, die mir bisher unter gekommen sind) und solch hohe Vergrößerungen nichts mehr an Informationsgewinn bringen. Das ist wie bei astronomischen Teleskopen: Vergrößern kann man mit Linsen und Hilfslinsen bei jedem Mikroskop(Teleskop) beinahe beliebig, Informationsgewinn bringt jedoch nur ein kleiner Bereich. Was man bei 20facher Vergrößerung noch nicht sieht, wird man bei 100facher Vergrößerung meistens auch nicht sehen, alles ist nur größer, die Kontraste schlechter, die Bildfehler werden auffälliger (Farbsäume, Koma etc.).
Fazit: Nicht auf hohe Vergrößerung schielen, sondern lieber auf lichtstarke, gut korrigierte Optik achten und natürlich auch mal durchschauen, ob einem Einblickverhalten, Bedienung etc. gefallen. Alles wird man eh nie sehen können (auch nicht in Franks REM bei 15000facher Vergrößerung ;) ) und man bringt jedes Gerät irgendwann an den Poller...
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Danke für deine Meinung.
Ich habe mir nämlich auch schon die Frage gestellt, ob solch hohen Vergrößerungen sinnvoll sind.
Gruß
Philipp
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Hallo,
diese Frage ist genau die, die ich mit leerer/sinnvoller Vergrößerung meinte.
Das Objektiv macht eine Vergrößerung, z.B. 10x. Die numerische Apertur bestimmt aber die Detailgenauigkeit, dazu kommen optische Fehler. Das Zwischenbild wird mit dem Okular vergrößert angeschaut.
Als Beispiel: Du nimmst einen Geldschein (viele kleinste Details) und legst den auf den Kopierer und machst 20x Vergrößerung. Die Optik ist lange am Ende. Dann legst du die Kopie auf den Kopierer und drückst wieder 20x. Du wirst nicht die Details sehen, die rechnerisch bei 400x da sind.
Immer wenn ich ein Mikroskop (dienstlich) gekauft habe, kam eine Besichtigungsreihe der Geräte mit Okular- und Objektivtest an den Objekten. So wurde dann die Eignung getestet. Auch wenn es 10-15% mehr kosten mag: Ich empfehle dir einen Kauf vor Ort mit Besichtigung und Beratung.
Zum Thema "ich will doch nur dokumentieren": Als ich am REM, ein ganz Altes mit Wolframemitter, anfing, waren die Proben im Bereich um 100-200µm und darauf waren Details. Also mit 20x angefangen und gesucht, gefreut, gezoomt usw. Irgendwann kam die Frage warum geht das Bild nicht besser und ich war bei maximaler Vergrößerung. Dann kam ein neues REM - Faktor 3 in de Auflösung und dann der Quantensprung zu einem modernen Feldemitter :-). Die Auflösung war geil, die Elektronenoptik war geil - aber auch die reichte irgendwann nicht mehr. Genauso wird es dir gehen: Deine Ansprüche werden steigen.
Fazit: Schau dir wirklich mit den Proben die Geräte an und teste es. Vergrößerung ist -wie schon von cmd.powell angemerkt- nicht Auflösung. Und wer billig kauft, kauft zweimal.
LG + Meine Meinung
Frank
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Der "normale" Arbeitsbereich eines Mikromineralsammlers ist 10-60 fach - ansonsten wie cmd.powell ausgeführt hat.
Gruß
Kluftknacker
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Hallo, ich habe meineMikroskop vor rd. 30 Jahren schon gekauft, als ich noch lange keine Mikromounts gesammelt habe, denn man kann, mancher scheint das nicht zu wissen, auch auf Handstufen kleine interessante Mineralien entdecken. Natürlich braucht man für Achate und Fluorite in der Regel kein Mikroskop, aber wer ernsthaft Erzmineralien sammelt, für den ist es schon nötig. Ich glaube nicht, daß ich ohne Mikroskop nach 40 Jahren Sammeltätigkeit noch solch ein Interesse an der Sammelei habe. Inzwischen tendiere ich mehr zu den kleineren Stücken, weil die Kristalle meistens schöner oder perfekter sind.
Ich benutze aber fast ausschließlich 20-fache und 50-fache Vergrößerungen, obwohl ich bis 150-fach die Möglichkeit habe. Was ich mit 50-facher Vergrößerung nicht mehr richtig erkenne, werfe ich weg.
Freundlichst
willi
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Vorschlag
Schau doch mal bei der Bucht vorbei.
Der Händler "1apauly" hat den selben Firmensitz wie ein bekannter deutscher Hersteller.....
Und der Preis dürfte eher Deinem Budget entsprechen!?
Zuhause in Ruhe testen, zur Not gibt es ein Widerrufsrecht!
Viele Grüße
Hans
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Vielen Dank für euren Antworten!
Das Problem was ich habe ist, dass ich nur ein bestimmtes Budget habe und ich kann nicht 1200€ für ein Zeiss-Mikroskop ausgeben. Ich kenne die Qualität dieser Mikroskope zwar, doch liegt der Preis leider weit über meinem finanziellen Rahmen.
Ich denke, dass ein Mikroskop mit max 45x Vergrößerung eigentlich ausreichen sollte.oder?
Gruß
Philipp
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Was die Vergrößerung angeht stimme ich Klufknacker voll zu, ne möglichkeit um die Minerale zu fotografieren
wäre natürlich ideal. Ich selbe habe ein billiges USB Mikroskop u. bin damit garnicht zufrieden. leider geht es mir wie dir was gutes kann ich mir nicht leisten.
Wenn du eins bekommst, berichte doch mal bitte.
Gruß Klaus aus Sachsen
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Hallo,
ist nicht das erste Mal, dass es hier um Mikroskope geht. Vor ein paar Monaten gab es folgenden Threat: http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,31722.msg245347.html#msg245347
Ich habe mir daraufhin das Bresser Advanced ICD gekauft und bin damit recht zufrieden.
Glück Auf
Ralf
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Was ich mit 50-facher Vergrößerung nicht mehr richtig erkenne, werfe ich weg.
Da gehe ich konform! Meine Grenze liegt im Normalfall schon bei 40-fach. Nur bei einem Thorit auf Synchisit musste ich mal die 120-fache Vergrößerung "bemühen".
Glück auf!
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Vielen Dank für eure Antworten.
Doch ich glaube, dass >100 nicht ganz sinnvoll für mich seien wird, da ich nicht ganz so kleine Kristalle betrachten muss.
Gruß
Philipp