Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: loismin am 06 Dec 13, 19:37
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Hallo.
Hat hier jemand Erfahrung mit den Sulfosalzen von Lengenbach ??
Ich weiß schon , daß man die nicht ohne Untersuchung bestimmen kann !
Aber weiß jemand zufällig welche Sulfosalze von dort ganz dunkelrote Innenreflexe haben aber außen komplett schwarz
wirken und muscheligen Bruch haben !!
Ich habe da altes Material von dort von ca 1976 - 85 und da sind einige dabei !!
Loismin
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Hallo,
da kommen an Thallium-haltigen Mineralen in Frage: Hatchit, Wallisit, Hutchinsonit. Nicht mit Thallium aber vielleicht auch möglich: Trechmannit. Also genug Möglichkeiten zum Würfeln ;) Die richtig roten Minerale scheinen ja nach deiner Beschreibung nicht in Frage zu kommen.
bis denn
Günter
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Hallo,
Smithit ist dunkelrot im Inneren und äußerlich manchmal grauschwarz. Sind deine Aggregate (xx) oder xx oder oo?
Gruß Philip
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Smithit bricht aber glatt und Alois sagt, dass er muscheligen Bruch hat.
Günter
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Hallo,
könnte auch Skleroklas (Sartorit) sein. Der hat auch rote Reflexe und ist schwarz.
Aber bei diesen Mineralien am besten die Spezialisten fragen.
Gruß
Stefan
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Hallo alle.
Erst schonmal vielen Dank für eure Beteiligung !!
Ich werde heute mal versuchen ein Bild davon zu machen !!
Also Smithit schließe ich definitiv aus wegen der Spaltbarkeit, die ja beim Smithit zumindest in einer Richtung sehr gut ist !
Es sind da wirklich nur sehr schwer erkennbare rote Innenreflexe im Bruch erkennbar sonst ist das Mineral schwarz !!
Sartorit wäre ein guter Gedanke, da wußte ich z B. nicht, daß der auch rote Reflexe hat !!
Loismin
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Hallo
Hier mal das Stück, bei dem die xx am besten zu erkennen sind !!
Man kann auch die an manchen Stellen die tiefdunkelroten Innenreflexe erkennen !!
Loismin
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Hallo.
Könnte das Metastibnit sein ?
Das sind schwarze nadelige xx die z. T. knallrot sein können !
Ich dachte da an Antimonit feinnadelig mit Übergängen zum Kermesit ? oder Metastibnit !!
Loismin
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Hallo Loismin,
zu Bild 1 könnte es sich nicht um Rutil handeln??
Fiel mir jedenfalls spontan beim betrachten des Bildes ein.
GA
Detlef
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Hallo,
Rutil vom Lengenbach ist eher sehr kurz-prismatisch, passt also nicht so gut. Ein Sulfosalz halte ich bei dem Stück schon für den richtigen Ansatz, aber welches?
Zu dem anderen Foto: ich weiß zwar nicht, was das ist, aber Antimon ist am Lengenbach stark unterrepräsentiert gegenüber Arsen. Antimon-dominante Mineralien sind eher vom Turtschi-Aufschluss bekannt. Von daher würde ich das rote eher als Verwitterungsbelag ansehen oder eben ein rötliches Sulfosalz. Kann man aber auf dem Foto nicht erkennen.
Günter
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Hallo,
das Sulfosalz auf dem ersten Foto würde ich auch für Sartorit halten,vergleichbares Material in meiner Sammlung zeigt auch neben muschligem Bruch häufig tiefrote Innenreflexe.
Das zweite könnte feinstfasriger Dufrenoysit sein, der wirkt oberflächlich dann manchmal so rötlich.
Gruß Haubi
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Hallo Uwe.
Vielen Dank für deine Ideen !!
An alle anderen natürlich auch !!!
Das 2. könnte tatsächlich Dufrenoysit sein, im Mindat auf Seite 5 zeigt der Wolfsried auch sowas ähnliches !!
Wenn denn da die Bestimmung richtig ist !
Ich werde es mal als Arbeitsbezeichnung mit ? versehen anschreiben !!
Und Sartorit , wenn der bei dir auch so rote Innenreflexe hat wäre auch ein guter Ansatz, da ja in den Anfangsjahren
dort eher viel Sartorit, Rathit und Liveingit gefunden worden sein soll !!
Loismin
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Hallo.
Das ist zwar nicht rot innen aber ich zeige es trotzdem mal !!
Kann das der Tennantit ( Binnit ) sein !!
loismin
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Hallo Alois,
könnte schon sein, aber ich würde auch die selteneren nicht-stengeligen Sulfosalze nicht ausschließen wollen.
Günter
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Hallo Günter.
Ja ich weiß schon, aber da trau ich mich nicht das in die Runde zu werfen !!
ich weiß ja, daß das mit den optischen Bestimmungen sehr schwireig und ungenau ist, drum tippe ich erstmal auf die häufigeren Mineralien.
Loismin
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Hallo Alois,
soweit ich weiß, sind gut ausgebildete Tennantit/Binnit-Kristalle gar nicht so häufig. Und der Kristall sieht schon ein wenig abgeplattet aus.
Günter
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Hallo Alois,
also ich halte letzteres Foto ziemlich sicher für Binnit, gelegentlich zeigt sogar dieser in winzigsten Splittern rote Innenreflexe.
Im Lexikon sind schon einige gute vergleichbare Fotos drin,trotzdem zeige ich unten zum Vergleich ein Foto von mir, da sind zwei Binnite ineinander verwachsen.
Leider konnte ich heute aus dienstlichen Gründen nicht die Mineralienbörse in Basel besuchen,sonst hätte ich da den Lengenbach-Experten Dr.Thomas Raber treffen und deine Bilder zeigen können - schade !
Glückauf. Haubi
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Hallo Alois,
leider ist ohne Analsyen häufig nicht viel sicher zu sagen, aber hier meine vorsichtigen Vermutungen:
Bild 1: Halte ich auch für Sartorit. Die pseudo-orthorhombische Ausbildung ist recht typisch. Es zeigen darüber hinaus auch weitere Sulfosalze (u.a. Baumhauerit) bei Tl-Einbau rote Innenreflexe.
Bild 2: Wie guefz schreibt sind Sb-Phasen am Lengenbach untypisch. Der von Haubi genannte Dufrénoysit ist sehr wahrscheinlich. In der feinfaserigen Ausbildung wird dieser auch manchmal als Sollyit bezeichnet. Die sollen in der alten Grube gar nicht so selten gewesen sein.
Bild 3: Binnit halte ich für möglich.
Schau mal in Deinen Posteingang.
Glück Auf!
Micha
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Ich habe gerade eben nochmal einen Blick in die verfügbare Literatur werfen können. Demnach könnte das rötliche fasrige asbestartige Material auch Jordanit sein. So wird es beschrieben im Heft Der Aufschluß Nr.5/6 2005 auf Seite 325, auf Seite 327 ist auch ein Foto davon abgebildet.
In Rohmaterial von Lengenbach,das mir vor einigen Jahren bei einer Sammlungsauflösung zugelaufen ist, findet sich derartiges Material auch recht häufig.
Glückauf. Haubi