Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Artefakte - Fundstücke / artifact - findings / artefactes - objeto hallado => Thema gestartet von: jovenat am 16 Jan 14, 10:01
-
Ich habe bei einer Feldbegehung im Kärntner Rosental einen Hornstein gefunden, den ich für bearbeitet und benutzt halte. Der Stein läge in seiner vorliegenden Form zum Schaben auch richtig gut in den Fingern. Was denkt ihr? Hier sind einige Fotos:
-
bearbeitet sieht das Stück auf jeden Fall aus - mehr trau ich mich nach den Fotos nicht zu sagen.
Leider sind die Bilder der Fotomontage sehr klein, aber zumindest 2 Kanten sehen sehr stark bestoßen / zerrüttet aus. Eventuell wurde das Artefakt zum Feuerschlagen verwendet (Pinkstein), möglicherweise in Sekundärverwendung, wenns nicht überhaupt ein Flintenstein ist (die gibts auch in sehr unregelmäßiger Form).
Aufgrund der vielen hellen Flecken könnte es sich um südalpines / norditalienisches Material handeln, aber wie gesagt, ohne es selbst in der Hand - oder besser unter dem Bino - gehabt zu haben, können das bestenfalls Vermutungen sein.
-
Hallo,
Schaut sehr nach Flint (Feuerstein) aus. Könnte mit Vorbehalt schon ein Stück aus einer alten Flinte sein.
Glück Auf!
Sebastian
-
Hallo,
ich hab als Jugendlicher auch mal solche Schaber und Pfeilspitzen gefunden und sie meinem Lehrer gezeigt. Da dieser nebenbei auch noch unser Heimatmuseum geleitet hatte, war die Bestimmung recht einfach und er hatte sich wie ein Schneekönig darüber gefreut.
Um ganz sicher zu sein würde ich Dir raten den Stein beim nächsten Heimatmuseumbesuch einmal mitzunehmen und dort vorzeigen. Wenn dort jemand mit entsprechender Erfahrung ist, wird er Dir sicherlich helfen, wenn nicht kennt er oder sie sicher einen entsprechenden Kontakt.
Es ist richtig, das nicht jeder angeschlagene Flint oder Hornstein auch ein Schaber oder ähnliches ist, aber anhand von recht carakteristischen Schlagspuren und auch der Gestalt des Steines kann man eine diesbezügliche Bearbeitung nachweisen. Das geht aber am besten wenn man den Stein genauer untersucht.
Bis dann
Roadrunner
-
...und danke für die Bestimmungshilfe. Ich werde den Stein nach eurer Einschätzung also im Frühjahr bei der Begehung der vermutlich Eisenzeitlichen Fundstelle durch die zwei Archäologen von Landesmuseum und Bundesdenkmalamt den Herren vorlegen. Für die seit Oktober 2013 von mein Haus umgebenden Äckern und Maulwurfshügeln von mir aufgelesenen Keramikscherben gibt es diese erste Bewertung des zuständigen Urgeschichtlers am Landesmuseum. Hier sind Fotos von einem Teil der Keramikscherben und weiteren "Funden (Eisenfragmente, Schlacken, angebrannte Steine, usw..." aus diesem bisher unbekannten Fundgebiet im Rosental (in der Nähe des Fröger Hügelgräberfeldes). Die blaue Glasperle (bei den Keramikscherben) hat der Urgeschichtler übrigens der Karantanenzeit (ca. 8 Jh.n.Chr.) zugeordnet.
-
Habe den Hornstein einem Archäologen gezeigt. Die Einschätzung, dass es ein Flintenstein aus einem Gewehr ist, war korrekt.