Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Gringo am 30 Jan 14, 07:41
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Liebe Freunde,
diese Stufe hat mich zu euch gebracht und meine Neugierde geweckt. Von nun an will ich mehr wissen und wende mich an euch.
Sie zeigt regelmäßige Riefen (wie Baumringe). Ich bin Botaniker und frage mich nun, ob man an ihnen auch erkennen kann, wie lange es gedauert hat, bis dieser Bergkristall ausgewachsen war.
Vielen Dank ;)
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Hallo,
das ist schwer zu sagen, im Labor im Bereich Wochen ;-)
Das du siehst sind Wachstumsterrassen. Die Flächen sind die Richtungen in denen der Kristall am langsamsten wächst.
Vielleicht hilft:
http://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/experimente/effekt/photo_kristalle.htm
LG
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Hallo,
Die Streifung ist nicht mit den Wachstumsringen eines Baumes zu vergleichen.
Es sind auch nicht alle Kristallflächen betroffen, wenn ich das auf Deinem Bild richtig sehe.
Zum Thema Streifung von Mineralien gibt es eine Lexikonseite:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Streifung
Wie man das Alter ein Quarzes ohne radiometrische Methoden eingrenzt, wüsste ich auch gern,
zumal die Bildungsgeschwindigkeit von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird.
Vielleicht wäre eine Fundortangabe dazu nützlich.
Bin gespannt auf weitere Antworten.
Norbert
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Das ist die Fundstelle.
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Hallo Mario
Das Alter von Bergkristallen kann sehr unterschiedlich sein und dessen Wachstumsdauer ebenso. Frei interpretiert könnte dein Fundort in den Alpen liegen, dann haben die Kristalle in der Regel ein Alter von 15-25 Mio. Jahren. Liegt sie aber in anderen Gebirgen oder Gesteinsformationen, können dies auch völlig andere Zahlen sein. In miarolitischen Hohlräumen habe ich schon Quarze mit einem alter von 300 Mio. Jahren gefunden. Also, das Foto sagt zu wenig aus, es geht um den Fundort und das benachbarte Gestein, um eine Grobe Schätzung machen zu können.
Übrigends, die deutlichen Suturen und der Habitus deines Kristalls deuten auf leicht höhere Bildungstemperaturen hin... ich tippe auf die Südalpen... kann mich aber auch völlig irren...
Grüessli
Christian
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Hallo Christian,
ich war im Süden Taiwans (Maolin) unterwegs und hab mich hier angesteckt. Allerdings plagt mich schon ein schlechtes Gewissen - man zerstört auch ziemlich viel. Ich komm mir vor wie ein Elefant im Porzellanladen.
Macht es eigentlich noch Sinn hier weiter zu suchen - ich find immer nur die gleichen Sachen. Brauch ich mehr Geduld oder sollte ich besser die Region wechseln und mich näher an den Yangmingshan ranschleichen, um mal was anderes zu finden.
Mir ist auch aufgefallen, dass viele von den Bildern hier eine Sonderausstattung erfordert haben müssen. Brauch ich denn eine hochauflösende Lupe beim Suchen. Ich hab bis jetzt nur Hammer und Meißel dabei und eine tolle Kamera oder ein Binokular mit Fotoaufsatz habe ich auch nicht.
Es gibt so viele Fragen und die sind so weit weg von dem, womit sich die Profis beschäftigen.
Angefangen hatte ich eigentlich mit der Suche nach geeigneten Kristallen für meine Wasseraufbereitungsanlage. Die hatte ich mir damals noch gekauft und in die Filterröhren gestopft. Und als ich dann durch Zufall Kristalle an einer Felswand fand, war ich ganz verblüfft von der Schönheit, die diese ausstrahlen, wenn man sie selber findet.
Siehst du die Mineralien eigentlich als Forschungsobjekte oder gibt es auch einen spirituellen Hintergrund bei all der Wissenschaft.
Ich bin eigentlich schon davon überzeugt, dass Kristalle Wasser vitalisieren können. Was meinst du?
Bin schon sehr gespannt, wohin die Reise wohl noch gehen wird.
Viele Grüße aus Taiwan
Mario