Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Aufbewahrung, Präsentation / Presentation, Keeping => Thema gestartet von: Hg am 24 Feb 14, 20:18
-
Hallo,
ich bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach gutem Material für Sockel.
Die üblichen Sockel bestehen aus Plexiglas (Polymethylmethacrylat). Mein Problem bei dem Kunststoff war bisher immer schöne glatte Kanten zu bekommen. Hierfür habe ich bisher die mit Schmirgelpapier abgeschliffenen Schnittkanten mit einer heißen Flamme (Acthylen) kurz erhitzt (geflammt) und damit schöne glatte Flächen erreicht.
Jetzt habe ich neues Material bekommen (Polycarbonat). Aus Abfallstücken wurden Sockel der gewünschten Größe geschnitten und wie beim Plexiglas die Schnittflächen mit Schmirgelpapier die gröbsten Macken herausgeschliffen. Am Ende werden die geschliffenen Kanten einfach mit einem Pinsel mit geeignetem Lösungsmittel vorsichtig dünn bestrichen und sofort hat man schöne klare Flächen :D
Ich bin begeistert :D
Also auf jeden Fall eine gute Alternative zu den bekannten Plexiglassockel.
Auf dem Bild sieht man vorher (links) und nachher (rechts).
Grüße,
Andreas
-
Sehr schön, sehr schön. Welche Körnung benutzt Du beim Schmirgeln? Und, was ist ein "geeignetes" Lösungsmittel?
-
Erster Schritt 150er, zweiter Schritt 280er. Feiner braucht man garnicht zu gehen.
Knackpunkt wird das Lösungsmittel sein. Ich verwende Dichlormethan :-X ;D
-
Hallo Andreas,
wie viel kostet das Ganze pro Sockel? Kann man auch andere Substanzen als Dichlormethan verwenden?
Sieht auf jeden Fall gut aus!
Gruß
Philipp
-
Hallo Philipp.
mich hat das dank guter Kontakte nix gekostet. Wie die Kosten für die Rohmaterialen auf dem freien Markt aussehen kann ich nicht beurteilen.
Mich begeistert die Verarbeitung weil ich für Schleifen und Endverarbeitung pro Sockel nicht viel mehr als 5 Min brauche und es absolut mühlelos geht!
Wie die Verarbeitungsqualität mit anderen Lösungsmittel als DCM aussieht......denke eher weniger prickelnd.... :-\.....das Zeug geht auf der Oberfläche wie ein warmes Messer durch Butter....
Gruß,
Andreas
-
Vielleicht geht ja Ammoniak?
Gruß
Philipp
-
Vielleicht geht ja Ammoniak?
Also zwischen Ammoniak und DCM gibt es chemisch sehr wenig Ähnlichkeiten (gibt es welche?). Da sage ich klar NEIN.
Würde schon auf der Schiene polychlorierte KW bleiben.....die längerkettigen vermutlich weniger.
Ansonsten bleibe ich bei meiner Aussage....total easy ;)
-
Hallo Andreas,
http://de.wikipedia.org/wiki/Polycarbonate
Siehe Eigenschaften 2. Absatz.
Glaub ich aber auch nicht wirklich.
Gruß
Philipp
-
Ich glaube ihr redet aneinander vorbei...
Andreas hat schon Recht.
Gruß Sebastian
-
Hallo Andreas,
Hoffentlich kennst Du das Sicherheitsdatenblatt von DCM (http://www.carlroth.com/media/_de-ch/sdpdf/7334.PDF) und machst alles unter dem Abzug... >:D
Ich finde nicht, daß man dafür Empfehlungen im Forum geben sollte.
Ich lasse mir die Sockel von Kollegen aus Plexiglas-Resten schneiden und poliere mit
mit Acrylglas-Polierpaste die Kanten glasklar und es geht schnell. Dieses Zeug (http://www.ebay.de/itm/271258509481?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1423.l2649).
Norbert
-
Hallo Norbert,
mir ist natürlich bewusst welche Eigenschaften DCM hat und ich bin davon ausgegangen, dass man bei der Verarbeitung auch sorgsam damit umgeht. Es wird keine chem. Reaktion geben, die einem außer Kontrolle gerät.
Was Empfehlungen im Forum angeht habe ich schon deutlich kritischeres hier gelesen. Wenn empfohlen wird mit kochender konz. Schwefelsäure zu hantieren oder Bilder gezeigt werden auf denen ein qualmender Topf gezeigt ist, mit einem kochenden Säuregemisch um Steine auszusäuern ist das in meinen Augen gefährlicher, oder?
Achja.....Ammoniak macht die Oberfläche eher blind und löst Polycarbonat nicht an.
Gruß,
Andreas
-
Ein Hinweis auf karzinogene, flüchtige organische Lösungsmittel wird auch durch leichtfertigen Umgang von Hobby-Chemikern mit
Schwefelsäure nicht entkräftet. Zum Vergleich die vorgeschriebenen Betriebsanweisungen von Dichlormethan (https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&cad=rja&ved=0CEkQFjAF&url=https%3A%2F%2Fwww.uni-hamburg.de%2Fbeschaeftigtenportal%2Fservices%2Farbeitssicherheit-umweltschutz%2Fgefahrstoffe%2Fbetriebsanweisungen%2Fdichlor.pdf&ei=_FAMU-j2GcqytAbY7IDIAw&usg=AFQjCNFbvBOezuY1e5MID6Qdbh67MdH92g&bvm=bv.61725948,d.Yms) und Schwefelsäure (https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&sqi=2&ved=0CFUQFjAF&url=https%3A%2F%2Fwww.uni-hamburg.de%2Fbeschaeftigtenportal%2Fservices%2Farbeitssicherheit-umweltschutz%2Fgefahrstoffe%2Fbetriebsanweisungen%2Fschwef-96.pdf&ei=KlEMU-2DKoeotAbUhIHgCA&usg=AFQjCNEb7D4Sfi5hOwdOMqD6xd-lCrJFGg&bvm=bv.61725948,d.Yms&cad=rja).
Gruß
Norbert
-
Hallo,
Carzinogen??? Dichlormethan??? Korrekt ist Verdacht auf krebserzeugende Wirkung.
http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll/gestis_de/012630.xml?f=templates$fn=default.htm$3.0
und das sind viele Stoffe... Dichlormethan ist kein Kinderfasching, gerade weil es normale Handschuhe durchdringt.
H315: Verursacht Hautreizungen.
H319: Verursacht schwere Augenreizung.
H335: Kann die Atemwege reizen.
H336: Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.
H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen.
H373: Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
Da sind Borate und Quarzstaub ähnlich in der Wirkung.
MfG
-
Servus,
es ist wieder einmal faszinierend zu lesen, wie der urspruengliche, sehr interessante Beitrag von Hg sich vom eigentlichen Thema "Polycarbonat-Sockel" sich zu einer geradezu absurden Diskussion um die von Chemikalien ausgehenden Gefahren entwickelt hat.
Es ist wichtig, sich potentieller Risiken bewusst zu sein und ggf. entsprechende Ausruestung und Schutzkleidung zu benutzen, aber wer faehrt schon in der Sommerhitze mit Maske (oder besser: umluftunabhaengigem, schwerem Atemschutz), loesungsmittelresistenten Handschuhen und Overall an die Tankstelle um den Tank mit Superbenzin zu befuellen ? Ottokraftstoff ist sicher alles andere als harmlos und wird nicht gerade in Mindermengen benutzt.
Zudem gibt es hier im Forum vermutlich nicht wenige Personen, die auf Grund ihrer Ausbildung/ihres Berufes sowohl die noetige Sachkenntnis als auch geeignete Arbeitsmittel zum sicheren Umgang mit Chemikalien haben.
Wer hingegen nicht ueber die entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten verfuegt, sollte besser seine Haende vom Umgang mit chemischen Produkten (z.b. fuer die Mineral-Reinigung) lassen - in diesem Fall hilft auch das Halbwissen aus Wikipedia oder dem WWW nicht wirklich weiter.
In diesem Sinne: wollen wir doch die Kirche im Dorf lassen (wie man bei uns in Bayern sagt).
GA
Harald
-
... in diesem Fall hilft auch das Halbwissen aus Wikipedia oder dem WWW nicht wirklich weiter.
Ich bin u.a. Laborsicherheitsbeauftragter in einer bekannten Forschungseinrichtung und habe Umgang mit DCM.
Auf Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung habe ich aufmerksam gemacht. Eine Alternative hatte ich auch erwähnt.
Was ihr daraus macht, ist eure Sache.
Für sinnlose Forum-Diskussionen habe ich keine Zeit.
Thema für mich beendet.
Norbert
-
Ok, da ist meine Absicht eine andere Möglichkeit vorzustellen wohl gründlich am Ziel vorbeigeschossen. Schade. Das wird dann mein letzter Versuch/Vorschlag in eine solche Richtung gewesen sein.
Gruß,
Andreas
P.S.:
Danke Harald!
edit:
eigentlich hatte ich mir gestern überlegt dazu einen kleinen Artikel im Lexikon zu schreiben weil ein solches Thema komplett fehlt...
-
Nee, nee, die Idee ist sehr gut. Danke für's Vorstellen. Nicht davon abschrecken lassen; man kann es leider nicht allen Recht machen.
Glück auf!
Kluftknacker (greift auch mal blank in konz. HCl 8) )
-
Hallo Andreas,
ich finde Deinen Beitrag sehr lesenswert: nicht entmutigen lassen, Besserwisserei ignorieren und weitermachen wie bisher (Zitat: "... dazu einen kleinen Artikel im Lexikon zu schreiben weil ein solches Thema komplett fehlt ...").
VG
Claudia
-
Hallo Zusammen,
es wurde in dem Beitrag auch nach Kosten gefragt. Polycarbonat ist in Plattenform geschätzte 50% teurer als Acrylglas, wobei sich die Frage bei Materialresten, die man bei Kunststoffhändlern bekommt eventuell gar nicht stellt.
Eine Alternative stellt das PC gegenüber dem PMMA sicherlich dar, wobei das PMMA einen brillianteren Eindruck (höherwertigen Eindruck) vermittel. Kratzfester ist das PMMA übrigens auch noch.
PC widerrum ist "komplett" bruchfest, was sich aber bei den kleinen Sockeln nicht auswirkt.
Wenn ein Sockel runterfällt, werden beim PMMA die Kanten abgeschlagen und beim PC eher eingedrückt.
Hoffe hier den Unterschied zwischen den beiden Kunststoffarten objektiv dargestellt zu haben :)
Grüße
Michael
-
Hallo Andreas,
Deine Alternative ist einfach, schnell und sieht sehr gut aus. Allerdings ist der Nachteil, dass man Dichlormethan dafür benötigt. Für Personen, die sich mit Chemikalien auskennen bzw. damit Erfahrungen haben ist das sicher kein besonderes Problem. Aber wenn Du den Artikel im Lexikon schreibst, solltest du auf die Gefahren beim Umgang mit DCM hinweisen. Ich hoffe, dass die Diskussion um die Gefährlichkeit von DCM damit abgeschlossen ist.
Gruß
Philipp
-
Ok, nachdem jetzt einiges über PM geklärt ist, noch ein paar Worte meinerseits.
An das von mir vorgeschlagene Lösungsmittel kommt man als nicht-fachkundige Person vermutlich nicht so einfach. Generell ist es schon so, dass mit Chemikalien jeder Art nicht sorglos umgegangen werden soll.
Wenn es wirklich von Interesse ist, kann ich mich mal bei Gelegenheit hinsetzen und mir Gedanken dazu machen, wie man einen Artikel gestalten könnte.
Grüße,
Andreas
-
Seife ähh Glycerin und Orangensaft mhh wie war das noch mal mit dem Sprengstoff bei MacGyver. ;D
Haushaltsreiniger sind theoretisch auch sehr gefährlich.
-
So, nach einigen Versuchen alles passend zu machen, ist die Seite fertig. Vielen Dank auch an die entsprechenden Leute für's inhaltliche Prüfen :)
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Sockel%20aus%20Polycarbonat
Mal schauen, ob wir irgendwann auch eine Seite mit Plexiglas hinbekommen ;)
-
Hallo grüsse an alle.
Hab auf sehr viel mit polycarbonat zu tun. Aceton macht das ebenfalls an den Kanten weich wenn man es aufstreicht und es ist auch eine typisch verwendete Chemikalie wo kein schlimmes nebenprodukt ausser der normalen acetondämpfe erzeugt wird. Aber behutsam anwenden das macht das sehr schnell weich an den stellen am besten mal bisl probieren.
Gruß farbenfroh
-
Hallo Farbenfroher :)
Aceton hatte ich natürlich aus schon ausprobiert, weil es für mich auch "angenehmer" gewesen wäre. Das Ergebnis ist allerdings in keiner Weise vergleichbar (leider).
Ich habe schon ein paar Ideen zugesteckt bekommen, die es durchaus wert sind mal auszuprobieren. Wenn's funktioniert, kann ich es ja ergänzen.
Grüße,
Andreas
-
Hallo Andreas,
Glückwunsch zu dem tollen Artikel,
er ist dir wirklich gut gelungen.
Gruß
René
-
Find ich auch, sehr gute Arbeit!
Bis dann
Gruß
Roadrunner
-
Danke für die Blumen!
Mit ein klein wenig Text umbauen haben wir jetzt auch eine "gesündere" Anleitung für Plexiglas :D
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Sockel%20aus%20Plexiglas
Ist ein klein wenig mehr Aufwand, funktioniert aber auch. Was bei den Polycarbonat-Sockeln mit dem Lösungmittel am Schluss gemacht wird, funktioniert nicht beim Plexiglas. Umgekehrt kann man leider polieren wie ein Bekloppter beim Polycarbonat ohne wirklichen Erfolg.
Grüße,
Andreas
-
Sehr schön Andreas!
Gruß
Philipp
-
Hi Andreas,
ein schön geschriebener, leicht verständlicher Artikel :)
Gruß Philip
-
Super Andreas
Sehr gut dargestellt, nachvollziehbar geschrieben und für eine Vielzahl von Mitliedern nützlich, TOLL !
Grüessli
Christian
-
Hallo an die Praktiker, aus meinen Erfahrungen aus der Vergangenheit habe ich noch in Erinnerung, dass Plexiglas beim Sägen warm wird und zu schmieren beginnt. Tritt das bei Macrolon auch auf? Welche Sägetechnik (Sägeblätter Material, Verschränkung der Zähne?, Vorschub) wäre die richtige bei Plexiglas und bei Macrolon? Ist eine Kühlung angebracht?
Danke für die tolle Diskussion
Glück Auf J.
-
Hallo, Jürgen
Du sprichst einen Schwachpunkt bei den Sockel-Seiten für Polycarbonat (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Sockel%20aus%20Polycarbonat) und Plexiglas (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Sockel%20aus%20Plexiglas) an. Andreas und ich haben das auch schon via PM festgestellt.
Die Rohlinge sind nicht selbst gesägt.
Andreas hat die Möglichkeit, sich Rohlinge aus Polycarbonat-Resten schneiden zu lassen, bei mir ist es Plexiglas.
Ich weiß nicht, wie sich die ganze Geschichte rechnet, wenn man den Zuschnitt regulär in Auftrag gibt.
Hängt ja auch von der Stückzahl ab.
Zum Zuschnitt von Polycarbonat habe ich leider keine Infos, Vielleicht kann Andreas da noch Infos nachlegen.
In meiner Bezugswerkstatt wird nur mit Plexiglas gearbeitet. Ich habe mich heute nach Deiner Anfrage zum Sägen dort erkundigt.
Es gibt eine Vielzahl von in Frage kommenden Sägeblättern.
Für Plexiglas mit Tischkreissäge werden ungeschränkte Hartmetall-Sägeblätter mit einer möglichst hohen Anzahl von Zähnen verwendet.
Es wird in dieser Werkstatt nicht gekühlt. Meist mittlerer Vorschub, das sei aber Erfahrungssache, wurde mir gesagt.
Das ist sehr allgemein gefasst, daher habe ich danach noch weiter gegoogelt. Es gibt sehr viele hits zu dem Thema, z.B.
http://www.plastico-bohner.de/download/plexiglas/plexiglas_verarbeitung.pdf
http://www.plexiglas-zentrale-bochum.de/verarbeitung/saegen
http://www.plexiglas-shop.com/DE/de/man_info/verarbeitungshinweise-fnbcb65zznu.htm
Bei mir werden die gesägten Rechtecke anschließend überfräst und ich bekomme die Rohlinge noch mit Schutzfolie.
Dann erfolgt die Politur mit der erwähnten Polier&Repair-Paste.
Habe ausprobiert, wie Polieren mit nur gesägten Stücken wird: ebenfalls glasklar, aber mit leichtem Wellenmuster der Säge.
Wenn das jemanden stört, sollte mit feinem Schmirgel nachgearbeitet ( und Kanten abgerundet) werden. Ich kann damit leben.
Ich habe mich übrigens sehr darüber gefreut, daß ich mit Andreas hinter den Kulissen einen sehr konstruktiven Austausch
zu dem Thema hatte. So habe ich gestern von ihm ein paar Polycarbonat-Rohlinge zum experimentieren bekommen.
Andreas hat - wie er schon schrieb - die Polierpaste für Polycarbonat probiert. Das geht leider nicht, da wohl zu hart.
Ich habe mich umgekehrt - angeregt durch die Anwendung von Dichlormethan - daran erinnert, daß man Plexiglas mit Chloroform kleben kann,
also muss es eine Oberflächen-Anlösung geben.
Daher habe ich die Pinsel-Methode mit Chloroform auf Plexiglas probiert. Geht im Prinzip auch, wird aber nicht so klar, wie poliert.
Für den Umgang mit Chloroform würden im übrigen ähnliche Sicherheitsstandards gelten wie für Dichlormethan,
da aber für Plexiglas die harmlose Polierpaste das bessere Ergebnis liefert, möchte ich darauf nicht weiter eingehen.
Es war aber einen Versuch wert und sei es nur um zu sehen, daß es nicht funktioniert...
Grüße,
Norbert
-
Hallo Norbertb,
ich verfolge dieses Thema mit Spannung ; also - wenn es denn wirklich mit Chloroform ginge ,so würde ich es auf jeden Fall dem Dichlormethan vorziehen ,denn : Chloroform ist im Gegensatz zu Dichlormethan nicht cancerogen !
und tschüß
Ulrich
-
Bei beiden besteht ein Verdacht... Cancerogen sind beide (offiziell) nicht.
Gruß Daniel
-
Hallo,
dann muss es sich wieder (unwarscheinlich )geändert haben ,denn ich arbeitete in der Chemie ,und dort wurde es so gehandhabt .
und tschüß
Ulrich
-
Och, nöh, bitte nicht wieder die Chemikaliendiskussion !
Ich habe das nur erwähnt, um euch zu zeigen, daß die Experimente im Hintergrund weiter liefen
und jeder die Vorschläge des anderen aufgeriffen hat.
Die Essenz der Debatte hat Andreas in den Lexikonseiten doch wunderbar auf den Punkt gebracht. :D
Egal für welches Material sich jemand entscheidet, übrig blieb die Frage: wie kommen die Rohlinge zustande?
Norbert
-
Ergänzende Info meinerseits zum Thema Plexiglassockel:
In der Industrie wird Acrylglas (z.B: Plexiglas, Altuglas,etc.,...) nie chemisch poliert. Es gibt im Prinzip 3 Methoden dafür:
1) geschnittene Sockel werden miitels Gasflame oberflächlich aufgeschmolzen und dadruch "poliert". Das ist eine sehr alte und nicht sehr effiziente Methode
2) geschnittene Sockel werden mittels Diamantfräser polieret. Hat den Vortal, dass entsprechend dem Diamantfräserdurchmesser meherer Sockel übereinander gestapelt werden können.
3) Mit geeigneten Fräsern und Fräserdrehzahl werden die Sockel gleich aus dem Plattenmaterial herausgefräst und haben automatisch eine polierte Kante.
Mit Polycarbonat (z.: Makrolon, Lexan, etc.,..) sind keine polierte Kanten möglich - ausser eben mittels Chemikalien.
.... und ob man sich das antut bleibt jedem selbst überlassen ;D
Grüße
Michael
-
Ich habe mich übrigens sehr darüber gefreut, daß ich mit Andreas hinter den Kulissen einen sehr konstruktiven Austausch
zu dem Thema hatte. So habe ich gestern von ihm ein paar Polycarbonat-Rohlinge zum experimentieren bekommen.
Hallo Norbert,
das waren keine Rohlinge sondern bereits fertige Sockel ;D
Was das Sägen anbetrifft, muss ich mich mal schlau machen. Ich bekomme wie gesagt die fertigen Rohlinge in die Hand gedrückt. Das kann aber jetzt ne Weile dauern bis ich mich darum kümmern kann.
Ansonsten braucht man das Chemikalienzeugs nicht wieder aufkauen. Steht alles hoffentlich zur Genüge in den entsprechenden Seiten und es muss ja auch keiner machen ;)
Grüße,
Andreas
-
Zum Thema Schleifen, ich erinnere mich, dass mein Vater zwischen dem Trockenschmirgeln und dem Feinpolieren bei Plexiglas noch eine Nassschleifphase mit Nassschleifpapier und Wasser eingelegt hatte. Er hat Hauben für Segelflugzeuge und auch Modellflugzeuge damit gebaut.
Glück Auf Jürgen
-
@Andreas,
das waren keine Rohlinge sondern bereits fertige Sockel ;D
Sorry, habe das Tütchen gestern spät abends aus dem Briefkasten geholt, aber nicht mehr geöffnet.
Hatte also etwas voreilig von Rohlingen geschrieben. Habe soeben erst gesehen, daß es 2 fertige Sockel enthält.
Eine leichte Streifung vom Pinsel, aber glasklar! Gefällt !
Besten Dank :)
Norbert
-
Bloß mal so als Idee warum die rohlinge nicht aus polycarbonat gleich selber gießen? Der optimale schmelzpunkt für makrolon in reinform liegt zwischen 300 und 320 Grad und da ist es auch richtig langsam aber sehr gut fließend und wenn Mann es in eine polierte edelstahlform gießt dann braucht man auch nix polieren da es dann glasklar ist. Und das herauslösen ist auch kein Problem da dem makrolon schon ein spgenanntes Trennmittel beigefügt ist.
Man kann wirklich tolle sachen damit machen...
Gruss :)
-
Mir ist da noch was eingefallen zum Thema bearbeiten von makrolon also polycarbonat. :)
Also erstmal bin ich mir fast sicher das die polycarbinatsockel im Stück gegossen werden wie alles aus diesem Material. Die Eigenschaft von polyc. ist unter anderem das es bei 310 Grad ca. so flüssig ist das es in grobe Formen fließt oder in 100stel mm mit Druck gepresst werden kann und es sich damit perfekt für die Herstellung von gießteilen jeder Art wie Cds, plastikteller, oder schutzglasscheiben und Lampen usw. eignet. Desweiteren hat die Sorte makrolon so eine Reinheit das es nach richtigem erhitzen und abkühlen glasklar ist und man hindurch sehen kann. Es ist also perfekt für den Einsatz bei spritzgiesmaschienen.
Es ist ja wie gesagt bei Ca 300 Grad am flussigsten als aggregatzustand also ist es ganz sicher das es schmiert wenn es beim trennen heiß wird also wäre ne Kühlung das beste da es da hart bleibt. Und zur nachbearbeitung für raue Kanten geht auch wieder Hitze am besten da es sich wieder verflüssigt und eine glatte Schicht entsteht die dann auch wieder glass klar ist.
Man kann mit Geschick und nem gasbrenner oder löter wirklich gute Ergebnisse hin bekommen aber die Flamme darf das carbonat nicht verbrennen sondern nur erhitzen da könnte man azch nen heißluftfön versufhen wobei ich die themperatur von so einem ding nicht kenne.
Und noch ein Tipp um bisl mit dem zeug rumzuprobieren es hat nämlich jeder in Massen zu Hause.
Jede cd besteht aus reinem makrolon und ner Datenlackschicht, Reflektionsschucht und uv lack schicht.
Wenn ihr die nicht gerade verbrennt könnt ihr an alten CDs auch die fließeigenschsften testen. Wer bedenken wegen der lacke hat einfach oben auf der cd die reflektionschicht runter kratzen bis die cd durchsichtig ist das geht leicht. Damit ist der uv lack schon mal komplett weg da damit die reflschicht versiegelt und geschützt wird. Bei gekauften CDs wo Daten vom laden aus drauf waren haben wir jetzt das 100% reine polycarbonat was immer wieder erwärmt und in neue Form gebracht werden kann nachdem es auf die Ca 300 Grad erhitzt wurde. Bei cd rohlingen ist nach der reflektionsschicht entfernung oben ist nun auf der cd ebenfalls obendrauf noch der Grüne Datenlack weshalb die durchsichtige cd grünlich aussehen dürfte und musste. Denn könnt ihr mit warmen Wasser runter waschen oder schruppen das ist auf die menge gesehen da es eine Hauch dünne Schicht ist gegen null und ist nicht hochgiftig oder so deshalb sind CDs auch normaler plastikmull. Und nun habt ihr hier ebenfalls ne klare durshsichtige 100 % reine makrolonscheibe die auch geschredert oder kleingemacht und erhitzt und in ne Form gebracht werden kann. Aber bitte keine DVDs nehmen da der rötliche datenlack ganz anders und schlimmer ist und noch ein bondlack zum verkleben der 2 Scheiben aus denen jede DVD besteht verwendet wird. Mit ner cd ist das alles nicht und einfacher und sicher und da kann man such an paar alten mal versuchen man muss Sie nur vorm erhitzen am besten granulatartig klein bekommen ist besser damit es gleichmässig flüssig wird und es nicht zu lange den 300 Grad ausgestzt ist als wie nötig um alles flüssig zu machen da es sonst mit der Zeit gelblich und dann bräunlich wird.
So in dem sinne viel spass beim probieren :)
-
Sorry für die vielen schreibfehler hab das nur noch fix mit dem Telefon geschrieben und die wortvorschläge tun ihr bestes und der Text war eh schon lang :)
-
Hallo Frank,
anbei ein paar Bemerkungen zu deinen Ausführungen:
Bloß mal so als Idee warum die rohlinge nicht aus polycarbonat gleich selber gießen? Der optimale schmelzpunkt für makrolon in reinform liegt zwischen 300 und 320 Grad und da ist es auch richtig langsam aber sehr gut fließend und wenn Mann es in eine polierte edelstahlform gießt dann braucht man auch nix polieren da es dann glasklar ist. Und das herauslösen ist auch kein Problem da dem makrolon schon ein spgenanntes Trennmittel beigefügt ist.
Das klappt nie und nimmer! Das Material ist als Schmelze ein zähflüssiges Zeug d.h. du kannst es nicht einfach in ein Form gießen. Es wird erst für die Verarbeitung brauchbar wenn es eine niedrige Viskosität hat und dazu braucht es neben Temperatur auch Scherung.
Abgesehen davon würdest du mit deiner Methode jede Menge Luftblasen mit in die Gußmasse einbringen d.h. du müsstest noch zusätzlich unter Vacuum arbeiten.
Mir ist da noch was eingefallen zum Thema bearbeiten von makrolon also polycarbonat. :)
Also erstmal bin ich mir fast sicher das die polycarbinatsockel im Stück gegossen werden wie alles aus diesem Material. Die Eigenschaft von polyc. ist unter anderem das es bei 310 Grad ca. so flüssig ist das es in grobe Formen fließt oder in 100stel mm mit Druck gepresst werden kann und es sich damit perfekt für die Herstellung von gießteilen jeder Art wie Cds, plastikteller, oder schutzglasscheiben und Lampen usw. eignet. Desweiteren hat die Sorte makrolon so eine Reinheit das es nach richtigem erhitzen und abkühlen glasklar ist und man hindurch sehen kann. Es ist also perfekt für den Einsatz bei spritzgiesmaschienen.
Die Sockel die viele von uns daheim haben - sei es nun aus Acrylglas oder aus Polycarbonat - wurde alle aus Halbzeug, sprich Plattenware hergestellt d.h. es handelt sich hier um extrudierten Kunststoff der nachträglich mechanisch berabeitet wurde und nicht um spritzgegossene Sockel. Lediglich die Sockel aus Acrylglas könnten aus gegossenen Platten stammen, die gibt es nämlich auch und werden in Formaten von ca. 2x3m hergestellt. Das hat den Sinn, dass gegossene Acrylplatten spannungsärmer als extrudierte Platten sind. Das bringt Vorteile beim Einsatz von Klebstoffen oder z.B: bei Chemiekalienkontakt, da dann keine oder weniger Spannungsrisse im Bauteil enstehen.
Grüße
Michael
-
Hallo,
färbt sich das Material nicht auch gelb, wenn es "einfach so" erwärmt wird?
LG
-
Hi Fabian erstmal Nein es wird nur gelblich bei zu langer Erwärmung bei hoher themp.
Und grüsse Michael bist du dir bei dieser Aussage ganz sicher?
"Die Sockel die viele von uns daheim haben - sei es nun aus Acrylglas oder aus Polycarbonat - wurde alle aus Halbzeug, sprich Plattenware hergestellt d.h. es handelt sich hier um extrudierten Kunststoff der nachträglich mechanisch berabeitet wurde und nicht um spritzgegossene Sockel."
Wenn man in Betracht zieht das die ne spritzgiesmaschine für polycarb. in weniger als 0,5 s so ein Sockel komplett nachbearbeitunsfertig spritzen kann so glaube ich nicht das das über geschnittene platten so schnell klappt
Gruss