Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Schweiz / Switzerland => Thema gestartet von: vanderheide am 23 Mar 14, 21:50
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Hallo Miteinander,
Abbildungen 1 – 3 zeigen der Rohling, so wie ich ihn auf der nördlichen Seite des Grimselpass, Schweiz, gefunden habe. Grösse des Steines: 200 x 115 x 90 mm (3.6 Kg).
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Im geschliffenen Zustand zeigt sich dieser Stein wie auf den Abbildungen 4 – 6
Ich denke: eindeutig ein Granat Glimmer Schiefer
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Die Details zeigen mehr und werfen bei mir Fragen auf:
Die Granate sind relativ gross und zeigen eine deutliche Rotfärbung (Abb. 7)
Spricht man hier auch von einem Pyrop?
Abbildung 8 zeigt ein „Gemisch“ von vielem. Davon folgendes Detail Abb. 9
Was für Einlagerung ist das? Ist diese von Eisen bräunlich gefärbt?
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Abb. 10 ist die weissliche Substand Albit?
Abb. 11 sieht aus wie eine fliessende Bewegung mit lauter Einzelteile. Kann das tatsächlich fliessend gewesen sein?
Weiss jemand etwas um diese Gesteinsart?
Gruss
Hans
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Hallo,
Das sieht mir wie ein Granatglimmerschiefer aus.
Diese Fließtexturen sind die typische Foliation. Da es sich um metamorphes Gestein handelt.
(Metaplutonit oder Metasedimentit) ist ein Fließgefüge auszuschließen im Sinne von Magma.
Gruß Sebastian
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Hallo,
ist ein hübsches Stück.
Die Details zeigen mehr und werfen bei mir Fragen auf:
Die Granate sind relativ gross und zeigen eine deutliche Rotfärbung (Abb. 7)
Spricht man hier auch von einem Pyrop?
Die Farbe der Granate sagt nicht allzu viel aus. Das kann Almandin, Spessartin oder auch Pyrop sein. Auch andere Granate gibt es in rot, wenn auch nicht in einem solchen Gestein.
Abbildung 8 zeigt ein „Gemisch“ von vielem. Davon folgendes Detail Abb. 9
Was für Einlagerung ist das? Ist diese von Eisen bräunlich gefärbt?
Das helle wird ein Feldspat sein und ja, das braune ist durch Eisen verfärbt.
bis denn
Günter
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Die Bildungsumstände der Gesteine rund um die Grimsel sprechen gegen das vorhandensein von Pyropen...
Grüessli
Christian
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Besten Dank für die Hinweise.
Danke Sebastian: Wieder was Neues gelernt - Foliation - (das werden viele dünne Lagen sein und ich denke, diese sind durch Druck in verschiedenen Richtungen dann zu einander verschoben). Ich werde dieses Wort als Suchbegriff benutzen um weiter zu kommen. Aber eindeutig ist: kein Fliessgefüge.
Danke Günter: Ja, die Granatgeschichte muss ich mich auch mal vornehmen. Mit Feldspat wäre ich zufrieden, denn beim Schleifen war es wirklich nicht so hart, wie zB. Quarz ist.
Danke Christian: Eben! Woher ist dieser Stein? Das habe ich mir auch gedacht. Er lag ganz klar zwischen Geschiebe, das nur aus Granit bestand. Da kann die Reise dieses Steines vielleicht noch weit in die Geschichte zurückgehen. Ich habe das Umfeld auf der Geologischen Karte noch nicht untersucht. Dieses Umfeld ist natürlich riesig, geht ins Tal vom Oberaarsee und hoch bis zum ganzen Bergmassiv. Wenn aber auch Steine aus dem Saastal (Wallis) den Weg fanden zur Jura (!), ja, dann ist natürlich alles möglich!
Gruss
Hans