Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Lebewesen / Life forms => Bernstein - Fossiles Harz / Amber - Fossil resin => Thema gestartet von: daniel d. am 15 Apr 14, 10:28
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Hallo zusammen.
Ich habe mich letztens mit einem Bekannten über Bernstein unterhalten.
Er sagte, er habe gelesen, es könnte (?!) möglich sein, dass Bernstein nicht nur versteinert sondern auch verkieselt.
Mich lässt dieser Gedanke nicht mehr los.
Ist das möglich, dass Bernstein verkieselt?
mfg daniel
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Hallo Daniel, von verkieselten/versteinerten Bernstein, so wie du das bezeichnest, hab ich noch nie etwas gehört oder gelesen.
Gruß aus der Niederlausitz
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Er sagte, er habe gelesen,
hallo,
eine Angabe der Literaturstelle seitens deines Bekannten wäre sicher interessant + hilfreich.
Ansonsten habe ich, wie Lausitz, auch noch nie was davon gehört.
Aber unmöglich ist ja bekanntlich fast nichts ;)
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Auch noch nie was davon gehört.
Aber wie soll man auch einen theoretisch verkieselten Bernstein von einem abgerollten Quarzbrocken unterscheiden?
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Hallo Oliver. Zu der Literaturquelle kann ich nur wiedergeben was er gesagt hat; er habe das mal irgendwo gelesen. Ich kann aber gerne beim nächsten Besuch mal genauer nachfragen...
Hallo heli. Ich kann da nicht genau was zu sagen, aber ich denke äusserlich wird man da nichts unterscheiden können. Vielleicht kann man aber nach einem Schnitt, ähnlich wie bei verkieseltem Holz, was erkennen...
Besteht den überhaupt die Möglichkeit, dass Bernstein verkieselt werden kann?
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Er kann mit Sand zusammen verklumpen...das wäre evtl eine Art Verkieselung (sehr weit hergeholt).
Er kann auch Baum und Astfragmente ersetzen...(Dominikanischer Bernstein) oder sich in bestimmten Gesteinsschichten einlagern...(Schweizer Bernstein).
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Ich hab grad nochmal die Broschüre "Lausitzer Bernstein" gewälzt, aber es ist kein Ansatz auf verkieselten Bernstein zu finden. Mitautorin dieses Werkes ist immerhin Frau Prof. Dr hab. Barbara Kosmowska-Ceranowicz, eine Expertin auf dem Gebiet der Bernsteinkunde.
Gruß
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Hallo,
ich bin mir nicht sicher ob das überhaupt chemisch und physikalisch möglich ist.
Als amorphes organisches Mineral besteht Bernstein nun mal aus recht langkettigen Kohlenwasserstoffen und die haben erstens eine recht beachtliche Größe und sind nicht kristallin angeordnet. Ich bin mir nicht ganz sicher aber aus diesen Gründen erscheint es mir doch als sehr unwahrscheinlich das Bernstein von Kieselsäure überhaupt verdrängt werden kann.
Glück auf!
Roadrunner
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Hallo Roadrunner.
Vielen Dank für diese Antwort.
Ich habe nun mal ein wenig "gegoogelt" nach kristallinem Inhalt in Bernstein & bin dabei auf Bernsteinsäure gestoßen. Diese ist, soweit ich das verstanden habe, kristallin.
Zitat Wiki;
Bernsteinsäure, auch Succinylsäure, Succinat oder Butandisäure, E 363, ist eine farblose, kristalline aliphatische Dicarbonsäure.
Kann dieser Gedanke von mir verworfen werden, oder als weiterführende Idee mit eingebracht werden?
Leider habe, ich um diese ganzen Texte zu verstehen, nicht die richtige Schule besucht....
mfg daniel
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was ich mir eventuell vorstellen könnte, wäre eine Einkieselung.
Andere Bernstein-Varietäten (bzw. allgemeiner fossile Harze) als der dichte baltische (z.B. solche aus Gosau-Sedimenten, aus dem Flysch, etc.) sind ja oft sehr porös bis bröselig. Wenn da die Sedimente nachträglich von SiO2-hältigen Lösungen infiltriert werden, wäre es denkbar, dass das SiO2 in den Hohlräumen auskristallisiert bzw. ausgefällt wird, und so die Bernsteinanteile "verkittet". Ob es das aber in natura tatsächlich so gibt - keine Ahnung !