Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: gladhammar am 15 Apr 14, 20:45

Titel: Östergötland, Provinz / Finspang / Sätra Grube
Beitrag von: gladhammar am 15 Apr 14, 20:45
Hallo Gemeinde,

habe mal eine Bestimmungsanfrage zu einem Mineral vom obigen Fundpunkt.
Strichfarbe des Minerales ist weiß, die Härte liegt bei 4 und die Dichte bei 2,22
toleranz +/- 0,3. Ist nicht Wasserlöslig, aber in HCl. Dbei entsteht eine orangene Lösung.
Habe mir hier und bei Mindat einen sogenannten Wolf gesucht ohne Ergebnis.
Vielleicht hat von euch einer eine Idee um was es sich handeln könnte.
Und hier noch das Bild dazu - ist leider nicht so besonders hoffe aber das es reicht.

Danke für eventuelle Hinnweise und Glück Auf
Detlef

Titel: Re: Östergötland, Provinz / Finspang / Sätra Grube
Beitrag von: CRYSTALLOGIC am 17 Apr 14, 22:10
Hallo,
interessant. Infos zur, oder/und Bilder von Matrix und Begleitmineralisation wären hier sicher nicht von Nachteil  ;

Gruß
Titel: Re: Östergötland, Provinz / Finspang / Sätra Grube
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 17 Apr 14, 22:51
Erinnert etwas an schlecht ausgebildeten Gips, aber dafür wäre die Härte zu hoch.
Wie ist Spaltbarkeit und Biegsamkeit?
Titel: Re: Östergötland, Provinz / Finspang / Sätra Grube
Beitrag von: loismin am 18 Apr 14, 08:07
Hallo.

Darf ich fragen, wie du bei so einem Überzug die Härte genau feststellen kannst ?
Ich hätte auch als erstes mal von der Optik her Gips gesagt !

Loismin
Titel: Re: Östergötland, Provinz / Finspang / Sätra Grube
Beitrag von: gladhammar am 18 Apr 14, 09:05
Hallo und danke für eure Antworten.
An Gips habe ich bei meiner Suche überhaupt nicht gedacht. Ab er der ist es wohl.
Hab mir nochmal die Kristalle angesehen und dabei auch einige wenige gefunden welche typisch für Gips sind.
Auf Grund der Größe (ca. 0,3mm) der Kristalle kann ich keine Aussage zur Biegsamkeit treffen. Die Kristalle splittern aber offensichtlich beim brechen was auch für Gips spricht. Es schien sich auch um eine sekundäre Bildung zu handeln, da größere Bereiche der Wände mit diesen Belägen und Kristallen überzogen waren.
Die Härte war von mir mehr geschätzt, da man die bei der Kristallgröße nicht wirklich exakt bestimmen kann. Da lag ich daneben.
Werde es als Gips einordenen.

Glück Auf
Detlef



Titel: Re: Östergötland, Provinz / Finspang / Sätra Grube
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 18 Apr 14, 16:41
Angesichts der Primärmineralisation der Erzlagerstätte (http://www.mindat.org/loc-10735.html) sollten dort auch diverse weitere Fe-Sulfate als Sekundärbildung vorkommen (können).
Titel: Re: Östergötland, Provinz / Finspang / Sätra Grube
Beitrag von: gladhammar am 19 Apr 14, 00:01
Hallo Uwe,

ja das war bekannt. Jedoch passt da keines der Minerale wirklich auf die Merkmale des hier eingestellten Minerals.
Im Gegensatz zur Härte war die Dichte nicht geschätzt, die war mittels Pyknometer gewogen und berechnet.
Hatte ja genug Material. Gips passt da schon recht gut. Entsteht ja u.a. auch bei der Verwitterung sulfidischer Lagestätten. Hatte bloß an Gips überhaupt nicht gedacht und in alle möglichen Richtungen gesucht.

Danke und GA
Detlef
Titel: Re: Östergötland, Provinz / Finspang / Sätra Grube
Beitrag von: heli am 19 Apr 14, 08:47
Hallo Detlef,

wie schon Uwe (als Profi) festgestellt hat, ist zu vermuten, dass die Mineralienliste in Mindat wegen fehlender Sekundärmineralien unvollständig ist.

Grüße
Helmut 
Titel: Re: Östergötland, Provinz / Finspang / Sätra Grube
Beitrag von: gladhammar am 19 Apr 14, 21:41
Hallo Helmut,

davon bin ich ja auch ausgegangen das die Mineralienliste nicht vollständig ist.
War ja auch was ich im Eingangspost meinte das ich mir einen Wolf gesucht hatte, in der Annahme ein dort nicht gelistetes Mineral zu finden auf welches die Merkmale zutreffen. Eines was wohl noch in Frage kommt ist Pitticit.
Würde als sekundäres Eisenarsenat in einer Eisenmine auch Sinn machen. Aber das würde ich fast ausschließen, da es
hier in Schweden nur in Falun nachgewiesen ist. Ein Weiteres wäre noch Heulandit wo fast alles passt, jedoch ist die Kristallform sehr anders. 
Das Uwe ein  Profi ist ist mir sehr wohl bekannt. Sollte es so rüber gekommen sein das ich seine Kompetenz anzweifele - das tue ich absolut nicht.

Glück Auf
Detlef