Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Österreich / Austria => Fundstellen / Locations => Kärnten => Thema gestartet von: Erik am 22 Feb 05, 06:42
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Hallo,
habe gestern in einer Lapis-Ausgabe von '90 einen Artikel zum (Versuchs-) Bergbau auf Spodumen am Brandrücken/Koralpe, Kärnten, Österreich gelesen...jetzt würde mich interessieren ob es da noch Möglichkeiten zum Sammeln gibt??
Kennt jemand die Fundstelle?
Danke & Gruß, Erik
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Hallo Erik,
Ich habe die Fundstelle nie aufgesucht, jedoch war ich jedes Jahr in Kaernten zum sammeln.
Die Grund dafuer ist dass die Halden eingeebnet und angepflanzt sind nachdem die Versuchsexploration eingestellt wurde. :( Inklusiv Sammelverbot (und grabungsverbot))
Literatur sagt das ein Teil der Halde damals zwecks Mineraliensammeln in eine nahe Steinbruch gebracht wurde, jedoch ist dass schon 10 Jahre her, so dass de Fundmoeglichkeiten da gleich nul sind.
Hatte dir gerne eine bessere Nachricht gegeben. :-\
Jedoch bin ich immer interessiert in das auswechseln von Aktuelle Fundstelle Infos oder Gemeinsamen Sammelterminen (bin da wieder die erste zwei Wochen von August) :D
Eine superseite im Internet m.B. auf Sameln in Kaernten:
http://www.indra-g.at
Gruesse aus der Niederlande
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Hallo Jos,
ich hab's befürchtet, daß da nichts mehr zu finden ist - Schade!
Da das Vorkommen nicht allzu hoch liegt dürfte auch die Umgebung wahrscheinlich nicht viel liefern...
Trotzdem vielen Dank für Deinen Hinweis! Ich denke ich werde auch im August dort unten in der Gegend sein, aber bisher ist da noch nichts genaues geplant - mal schaun.. ;)
Gruß, Erik
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Hallo,
aus Anlass von Urlaubsvorbereitungen fiel mir dieser Fund von 2014 durch A. Passath wieder in die Hände! Hallo Fred--- ich komme wieder ;) :D ;D
Gruß Conny
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1498380492.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1498380492.jpg)
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Hallo,
Im Link sind die Gründe für die erneuten Fundmöglichkeiten im Jahr 2014 beschrieben:
http://www.kleinezeitung.at/kaernten/lavanttal/4093440/Stollen-nach-25-Jahren-wieder-geoeffnet (http://www.kleinezeitung.at/kaernten/lavanttal/4093440/Stollen-nach-25-Jahren-wieder-geoeffnet)
Die Koralpe wartet schon auf dich Conny!!! ;) ;D
Glück Auf
Fred
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Hallo,
hier mein "erster Fund" aus der südl. Koralpe ;D von Soboth ;)
Gruß Conny
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Hallo,
so sah es im Juli 2017 aus (vgl. Bild Beryllbrand 3 von 2014). Fundmöglichkeiten gegen 0. Noch kein Abbau, obwohl die Forststraßen neu ausgebaut wurden.
Gruß Conny
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Hallo,
eine Exkursion führte ich traditionell mit Alfred Passath (Superalf) durch. Wir hatten uns wieder den Brandrücken vorgenommen, wo 2014 dank vorherigem Abbau ganz gut gefunden wurde. Außerdem gab es Hinweise zu zwei weiteren Fundstellen in der Umgebung des Spodumenbergbaues (Beryll und Holmquistit) aus einer schon etwas älteren Literatur. Wie ich aber im Nachhinein feststellte war zum Bsp. die Fundstelle für Holmquistit schon vor 1990 bekannt und bestand wohl nur aus einem pegm. Block mitten im Waldgelände. So war es auch kein Wunder, dass wir keine Spur mehr davon fanden (trotz Karte und Koordinaten). Gleiches traf auf den Wegeanschnitt mit Beryll oberhalb des Spodumenbergbaues zu. Hier waren die Funde leider nur von Belegmaterial (ohne Beryll). Oder wir waren eben nicht an der richtigen Stelle? Es war trotzdem eine schöne Exkursion die später dann doch noch mit einem tollen Erfolg endete. ;)
Gruß Conny
Hier ein paar Bilder:
2: Der Weg wo es den Beryll geben sollte
3: Wo soll hier mitten im Wald die Fundstelle sein ? (Holmquistit)
4: Spodumenbergbaustollen
5: Blick vom Stollen (Belegmaterial für Spodumen ist aber ohne Probleme dort auflesbar)
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Hallo!
Gemäß neuester Präsentation ( 19.Juli 2017) der Betreiberfirma European Lithium geht man derzeit von einem Beginn der Produktion von Lithium Carbonat/Hydroxide für die Batterie Industrie mit Ende 2019/Anfang 2020 aus.
Interessanter Weise gibt es im vorgestellten Zeitplan den Punkt - 2. Halbjahr 2018 - Beginn der Produktion von Konzentrat für die Glas Keramik Industrie.
Bin gespannt, ob das hält. Befürchte aber, das ersten der Zeitplan weiter nach hinten wandert und das dann das Sammeln dort nicht mehr möglich sein wird, denn dann wird das Gelände sicher abgezäunt.
2 entscheidende Faktoren, für die es bis jetzt keine verlautbarten Lösungen gibt:
1.) die sehr hohen Abbaukosten aufgrund der Lage und der vorhandenen Verkehrswege, man denke nur an den Winter. Die Straße zur Weinebene ist bei Schneelage gerade mit einem PKW noch befahrbar. Mit schweren LKWs?
2.)vor allem die Aufarbeitung, bzw. das herauslösen des Lithiums aus dem Gestein ist noch immer nicht wirtschaftlich gelöst. Hier müssen riese Volumen ins Tal geschafft werden, im feinkörnigen Lithium Pegmatit ist der Spodumen nicht sichtbar. Dann mühsam getrennt und dann die tauben Berge deponiert werden. Das geht so ins Geld, das vermutlich derzeit kein wirtschaftlicher Abbau betrieben werden kann. Abgesehen davon werden riesige Wassermengen benötigt, die zumindest im Lavanttal derzeit nicht erschlossen sind.
Selbst wenn die Weltmarktpreise für Lithium kontinuierlich steigen, derzeit sind die bekannten Lagerstätten im Abbau und Verhüttung wesentlich günstiger.
Diese Problemen sind schon in den ersten Untersuchungen Mitte der 1980 Jahre erkannt worden, und wirkliche Lösungen gibt es dazu bis jetzt nicht.
Strategisch ist die Lagerstätte natürlich äußerst wertvoll.
LG Markus
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Hallo,
wieder mal Nachrichten vom Lithiumbergbau auf der Weinebene - derzeitiger Stand: frühester Start des Abbaues (falls überhaupt) Ende 2022 - nähere Infos im Link.
https://www.krm.at/mit-video-lokalaugenschein-im-lithium-bergwerk-auf-der-weinebene/?fbclid=IwAR0rCX2r8nY6HiQ87q3tDwOzH1EG61GPBAbESusC2GVEyYjcxGDDE5oItkw (https://www.krm.at/mit-video-lokalaugenschein-im-lithium-bergwerk-auf-der-weinebene/?fbclid=IwAR0rCX2r8nY6HiQ87q3tDwOzH1EG61GPBAbESusC2GVEyYjcxGDDE5oItkw)
Glück Auf
Fred
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https://kaernten.orf.at/stories/3071484/
Da drinnen findet sich, warum wieder Werbung für einen Bergwerksbetrieb läuft.
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Danke an alle für die Infos.
Ich war vor etwa 20 Jahren mal dort auf Kartierkurs und finde es immer interessant, wenn es von dort Neuigkeiten gibt.
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Hallo,
wenn ich das höre (Hallo Alfred :D), denke ich wieder an 2014 und 2017: Da waren wir auch dort:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,3638.msg52333.html#msg52333
und hier ;D.
Gruß Conny
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Beginn des geplanten Abbaus nun 2025:
https://kaernten.orf.at/stories/3210150/
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Interessanter Artikel zum aktuellen Stand des Lithium Bergbauprojektes in Kärnten.
https://www.wienerzeitung.at/a/wie-das-weisse-gold-der-weinebene-verspielt-wird?utm_source=pocket-newtab-de-de (https://www.wienerzeitung.at/a/wie-das-weisse-gold-der-weinebene-verspielt-wird?utm_source=pocket-newtab-de-de)
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Zum Thema gabs Ende Mai auch einen ORF-Bericht – mit ein paar ebenfalls bemerkenswerten Passagen:
https://kaernten.orf.at/stories/3258518/
z.B.:
„Nach der Aufbereitung in Saudi Arabien werde das batteriefähige Lithium wieder dem europäischen Markt zugute kommen, so Wanke:“
„Aus dem Berg gebracht werden soll das Lithium nicht vor dem einst um 70 Millionen Schilling aus Steuergeld errichteten Traudistollen, sondern gegenüber“
„Dadurch, dass die ganzen Trassen für Stromversorgung, Gasversorgung neu gewählt wurden,“
„Wanke sagte, als Nachtrag sei nun der Energiekorridor eingebracht worden, der fast 20 Kilometer lang sei.“
Also von „zumal versichert wurde, dass der Abbau geräuscharm und umweltschonend über die Bühne gehen würde.“ (in dem von Staubi verlinkten Wienerzeitung-Beitrag) scheint da nicht viel übrigzubleiben …..
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Glück auf,
Zum Lagerstättentyp habe ich auf die Schnelle erstmal nur das hier gefunden.
https://www.mineralienatlas.de/?l=11563 (https://www.mineralienatlas.de/?l=11563)
In den Pressemitteilungen wird dieser Punkt nämlich völlig ausgespart.
Ein weiterer Punkt:
Viel Spekulation. Kuxscheinblasen sind aber schon lange lange vorbei.
Rohstofferschließung bis hin zum Angebotsprodukt) ist für Privatkapital (wie groß auch immer) ohne langfristige Abnahmeverträge (mit wem auch immer) zur eigenen kalkulierten Inputdeckung (wie hoch auch immer) plus Renditeversprechen uninteressant.
Die tückische Asynchronität zwischen Erschließungsdauer und Markterfordernissen und politischen Gängen hat den Bergbau über Jahrhunderte gepeinigt und viel Kapital unproduktiv umverteilt. Der heutige Rohstoffweltmarkt trägt diesen Risiken schon lange Rechnung.
Es kann dann höchstens sein, dass man ohne Investitionsabsicht öffentliche Mittel im Visier hat(te).
Viele Grüße Uwe
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Vielleicht kann man den neuen Beitrag an den schon seit vielen Jahren laufenden anhängen/umhängen.
Dann kann der Verlauf des (Nicht) Abbaues schön verfolgt werden.
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,3638.msg52333.html#msg52333
Die von mir dort im Jahr 2017 angeführten zwei Hauptprobleme sind vermutlich noch immer nicht gelöst.
Das Transportproblem sicher überhaupt nicht.
Bezüglich des Aufbereitungsproblems kenne ich keinen aktuellen Stand.
Vor allem die nicht gelöste Aufarbeitung war nach dem ersten Versuchsabbaues durch die Fa. Minerex einer der Hauptgründe für die Aufgabe und den Verkauf der Rechte um damals 1 Schilling(!) an das Kärntner Bergbauunternehmen.
Die Lagerstätte weist ja zwei verschiedene Lithiumpegmatite auf. Einerseits den grobkörnigen mit den sehr großen Spodumenkristallen, sehr gut sichtbar.
Und dann den feinkörnigen Spodumenpegmatit, wo eben der Spodumen feinkörnigst im Pegmatit verteilt ist und nicht mit freiem Auge sichtbar ist. Dieser Typ macht aber einen sehr großen Teil der Lagerstätte aus, und da muss eine Methode gefunden werden, den Spodumen oder gleich das Lithium wirtschaftlich heraus zu bekommen. Es wäre ja auch geplant, die restlichen Materialien (Feldspat, Glimmer,...) zu verwerten. Zu dem Zweck muss aber das ganze Material ins Tal gebracht werden, bzw. nach derzeitigem Stand sogar nach Saudi-Arabien geführt werden. Die nicht pegmatitischen Gesteine waren beim Versuchsbergbau bzw. dann in weiterer Folge auf der Halde nur ein sehr geringer Teil, der überwiegende Teil war Spodumenpegmatit in beiden Ausbildungen.
LG Markus
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Vielleicht kann man den neuen Beitrag an den schon seit vielen Jahren laufenden anhängen/umhängen.
Dann kann der Verlauf des (Nicht) Abbaues schön verfolgt werden.
ja, und es gibt ja noch weitere threads dazu. Da muss ich aber erst kontrollieren, ob sich da eh nix zeitlich überschneidet - sonst haben wir beim Zusammenführen einen "Salat".
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,52358.0.html (14.10.2020)
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,27279.0.html (28.5.2011-19.10.2013)
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,47733.0.html (25.10.1018-27.10.2018)
und eben den von Markus verlinkten:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,3638.0.html (22.2.2005-03.6.2023)
edit:
die ersten drei sind also Parallalstränge zum vierten - alle zusammen geht also nicht. Aber ich könnte die ersten 3 zusammenhängen, und dieses aktuelle Thema mit dem vierten - dann gäbe es wenigstens nur zwei Threads zu diesem Thema, anstatt gleich fünf .....
edit 2:
Vorschlag von Markus umgesetzt.
edit 3:
und die drei anderen threads sind jetzt auch nur mehr einer: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,27279.0.html
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Rohstofferschließung bis hin zum Angebotsprodukt) ist für Privatkapital (wie groß auch immer) ohne langfristige Abnahmeverträge (mit wem auch immer) zur eigenen kalkulierten Inputdeckung (wie hoch auch immer) plus Renditeversprechen uninteressant.
Die tückische Asynchronität zwischen Erschließungsdauer und Markterfordernissen und politischen Gängen hat den Bergbau über Jahrhunderte gepeinigt und viel Kapital unproduktiv umverteilt. Der heutige Rohstoffweltmarkt trägt diesen Risiken schon lange Rechnung.
Es kann dann höchstens sein, dass man ohne Investitionsabsicht öffentliche Mittel im Visier hat(te).
Viele Grüße Uwe
Ich versteh nur Bahnhof.
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Glück auf Jule,
Rohstofferschließung bis hin zum Angebotsprodukt) ist für Privatkapital (wie groß auch immer) ohne langfristige Abnahmeverträge (mit wem auch immer) zur eigenen kalkulierten Inputdeckung (wie hoch auch immer) plus Renditeversprechen uninteressant.
Die tückische Asynchronität zwischen Erschließungsdauer und Markterfordernissen und politischen Gängen hat den Bergbau über Jahrhunderte gepeinigt und viel Kapital unproduktiv umverteilt. Der heutige Rohstoffweltmarkt trägt diesen Risiken schon lange Rechnung.
Es kann dann höchstens sein, dass man ohne Investitionsabsicht öffentliche Mittel im Visier hat(te).
Viele Grüße Uwe
Ich versteh nur Bahnhof.
Für Dich ;D
Man buddelt nicht einfach was aus ,nur weil Lithium drin und Lithium in ist ;D
Bevor Du Kapital in eine Rohstofferschließung steckst, solltest Du gut ausgerechnet haben, welchen (Kapital)aufwand Du betreiben musst (Pacht, Abbau, Lagerung, Aufbereitung, Transport, Energie, Personal, Umweltauflagen etcpp.) und dann sicherstellen, dass Du, wenn Du in sagen wir mal 3 Jahren liefern kannst, sichere und rentierliche Abnehmer hast.
Viele Grüße Uwe
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Manchmal fragt man sich, warum es in Ö überhaupt eine UVP gibt, wenn dann ohnehin für nichts eine benötigt wird - nicht einmal für den (geplanten) Lithiumabbau:
https://kaernten.orf.at/stories/3282135/
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Glück auf,
Soweit ich aus D meine Einordnung auf A übertragen kann, ist es noch unterste Ebene. Aus der verlinkten Nachricht:
Lithiumabbau nicht „automatisch“ genehmigt
Damit sei der Lithium-Abbau aber nicht „automatisch" genehmigt, hieß es aus dem Büro Schuschnig. Der Projektwerber müsse nun sämtliche Bewilligungen nach dem Bundes- und Landesrecht erwirken. In diesen zahlreichen Bewilligungsverfahren würden sämtliche Auswirkungen des Vorhabens umfassend geprüft.
Allerdings erscheint mir fast alles in dieser Meldung ziemlich allgemein, um nicht zu sagen schwammig. Es fehlt die Fachinformation.
Dann sind noch die Einsprüche abzuwarten. Vielleicht werden mit diesen ja noch echte Sachpunkte öffentlich.
Viele Grüße Uwe
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etwas späte Ergänzung:
https://zackzack.at/2024/10/15/wirbel-um-kaerntner-lithium-grossprojekt-behoerde-plant-kein-uvp-verfahren
und aktuell:
https://kaernten.orf.at/stories/3284249/
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und:
https://zackzack.at/2024/12/06/vision-2030-saudis-wollen-mit-kaerntner-lithium-reich-werden
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update:
https://www.derstandard.at/story/3000000251026/geplantes-lithium-bergwerk-in-kaernten-anrainergemeinden-ziehen-gericht