Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Stefano89 am 21 Jul 14, 12:42
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Hallo miteinander!
Ich möchte mich an dieser Stelle kurz vorstellen, bevor ich euch mein erstes Mineral vorstelle und diesbezüglich gleich ein paar Fragen habe.
Mein Name ist Stefan, ich bin 25 Jahre alt und komme aus der Wetterau in Hessen. Ich interessiere mich schon länger für Mineralien, habe jedoch jetzt erst meinen ersten Kauf getätigt. Ich freue mich auf viele interessante und spannende Diskussionen hier im Forum und bin mir sicher, dass ich mit eurer Hilfe mein Wissen rund um dieses faszinierende Sammelgebiet erweitern kann.
Nun möchte ich euch mein erstes Mineral vorstellen, hierbei handelt es sich um einen 1,8 kg schweren Pyrit (13 x 12 x 5,5 cm) aus La Rioja, Spanien. Der größte Kristall dieses Stückes besitzt eine Abmessung von 3,3 x 3 cm.
Ich habe mich bereits bezüglich der Reinigung eines Pyrits schlau gemacht. Hierbei bin ich jedoch auf so viele unterschiedliche Meinungen gestoßen, dass ich mich auf keine dieser blind verlassen möchte, sondern mich entschlossen habe, direkt hier bei euch anzufragen.
Zwischen den einzelnen Kristallen befindet sich festsitzender Staub. Diesen möchte ich entfernen. Des Weiteren stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoll erscheint, die Kristalle mit einem Mittel zu bestreichen oder in einer anderen Art und Weise zu behandeln, damit diese etwas stärker glänzen? Oder würdet ihr das gute Stück so lassen sie es derzeit aussieht?
Ich freue mich auf eure Antworten und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Stefan
EDIT: Einen ersten Erfolg im Reinigen der Kristalle konnte ich bereits dadurch erzielen, dass ich diese mit einem trockenen Tuch abgerieben habe. Die Kristalle glänzen nun deutlich stärker. In die Ecken und Vertiefungen komme ich auf diese Weise jedoch nicht ran.
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Moin
Sieht doch gut aus. Den staub in den zwicheln würd ich mit druckluft oder nem hochdruckreiniger entfernen.
Gruß Boris
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Mit Hilfe einer alt ausgedienten Zahnbürste oder einer anderen weichen Bürste unter fließend Wasser auch leicht zu reinigen.
Evtl. leichtes Spülmittel und dann aber gründlich abspülen.
Gut abtrocknen lassen.
Am besten an der Luft ein paar mal wenden (Tuch etc. unterlegen).
Regentonnenwasser und weiche Bürste steht bei uns auf der Terrasse immer parat! 8)
Von Behandlungen in Form von Lack etc. würde ich dringend abraten.
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Danke für eure hilfreichen Antworten. Ich meine gelesen zu haben, dass manche Pyritstufen Risse bekommen können, wenn diese in Kontakt mit Wasser geraten. Dies scheint bei meiner Stufe dann wohl nicht der Fall zu sein?
Destilliertes Wasser eignet sich für Arbeiten an Mineralien sicherlich auch, oder?
Ich werde mich dann mal an die Reinigung machen und euch das Ergebnis präsentieren.
Grüße
Stefan
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Hallo!
Es gibt auch diese Pyrit-Konservierer zu kaufen (ich glaube chem. Thioglycolsäure). Über die Anwendung kann ich leider nichts sagen, ist nicht mein Fachgebiet. Aber folgendes Buch sollte auch hilfreich sein: http://www.lapis.de/mineralien_buch/de/Mineralogie/Sammeln/suchen/reinigen/Duthaler-R-Weiss-St-Mineralien-reinigen-und-aufbewahren.html
Gruss
Frank
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Hilfreiche Tipps gibt es auch hier: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Reinigen%20und%20Konservieren%20von%20Mineralien?redirectfrom=MineralReinigung&memberid=
Für den Fall, daß Du auch mal anderes suchst und findest.
Übrigens schön, daß Dich der "Virus" auch befallen hat.
Den einen früh, den anderen spät.....
Daher: willkommen im Team! ;)
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Ich werde es morgen mit Bürste und Wasser probieren. Ich hoffe, dass sich alles ohne Chemie beseitigen lässt, wovon ich jedoch stark ausgehe.
Das Buch "Mineralien reinigen, präparieren und aufbewahren" konnte ich für 9 Euro auf eBay ersteigern, super! :)
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Hallo Stefan
ich will Dich nicht enttäuschen, aber das gute Stück ist wohl zu 99%-iger Sicherheit nicht aus der Rioja in Spanien, sondern eine Erzstufe aus Peru (wo immer auch).
Mach Dich doch mal schlau und schau Dir hier im Atlas (Mineralienportrait Pyrit) richtige Pyritstufen aus Rioja an und vergleiche sie mit den charakteristisch gestreiften Kristallen (wie Deinen) aus Peru.
Gruß
collector
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Hallo Peter,
danke für Deinen Hinweis. Ich habe den Unterschied nun auch gesehen, definitiv erkennbar. Stellt dies eine Qualitätsminderung dar? Weil Du das Wort "leider" verwendet hast. Handelt es sich somit nicht um einen reinen Pyrit, oder was meinst Du genau mit der Bezeichnung "Erzstufe"?
Grüße
Stefan
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Hallo Stefan
nein, das ist absolut keine Qualitätsminderung.
In der Rioja (Navajún) und nebendran in Ambasaguas werden seit Beginn der Grabungen nur Pyrite für Sammler gesucht und gefunden - also kein kommerzieller Erzabbau mit dem Ziel der Verhüttung.
In Peru gibt es - bis auf ganz wenige Ausnahmen - so gut wie keinen Abbau von Sammlermineralien. Pyrite aus Peru werden zu Millionen Tonnen seit Beginn des Bergbaus als Erze gefördert, mit dem Ziel, daraus industrielle Rohstoffe (wie z.Bps. Schwefelsäure) zu gewinnen.
Sowohl die spanische Stufe aus der Rioja und das Erz aus Peru sind beide Pyrit - die erste Stufe wird im Rahmen des "specimen mining" (Abbau von Sammlerstufen) gewonnen, die zweite Stufe aus Peru ist ein Massenprodukt, was dank einiger Bergleute (oft gegen das Verbot der Minengesellschaften) aus dem Abbau auf die Märkte gelangt.
Beide Pyrite, spanische und peruanische, haben ihre Liebhaber und beide können in fantastischen Kristallen auftreten. Stufen wie Deine kamen in sehr großer Menge aus dem Bergbaurevier von Huanzalá.
Besten Gruß
Peter
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ich will Dich nicht enttäuschen, aber das gute Stück ist wohl zu 99%-iger Sicherheit nicht aus der Rioja in Spanien, sondern eine Erzstufe aus Peru (wo immer auch).
Das sehe ich auch so. Wegen der Streifung war mein erster Gedanke Cerro de Pasco, Peru, etwa in dieser Art
http://www.mindat.org/photo-590040.html
Es kommen aber noch andere Fundstellen in Peru in Frage.
Zweifelsohne eine schöne Stufe. ;)
Was die Behandlung angeht, hat steinfroilein in ihrer ersten Antwort schon alles auf den Punkt gebracht.
Glückauf
Norbert
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Vielen Dank für die ausführliche Erklärung, Peter! :) Auch Dir, Norbert, danke ich für die Bestätigung der Annahme.
Die Reinigung des Pyrits mit Bürste und Wasser hat wunderbar geklappt. Das Mineral ist wieder komplett trocken und poliert. Seht selbst! ;)
Grüße
Stefan
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Pyrite aus Navajún sind über das Internet gar nicht so leicht zu bekommen, kann das sein? Eine ordentliche Stufe in einer Größe von 10x10 cm mit schönen Kristallen kann ich nicht auffinden. Sind Mineralienbörsen für den Erwerb dieser speziellen Pyrite sinnvoller?
Grüße
Stefan
P.S. Ein Kristall meines Pyrits aus Peru besitzt eine merkwürdige Verfärbung. Worum kann es sich hierbei handeln und wie kann ich dies entfernen?
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Hallo
Das sind Anlauffarben die bei einigen sulfidischen Mineralen, z.B. Chalkopyrit,
völlig normal sind. Guck mal im Lexikon, da sind einige Bilder zu sehen.
Gruß Maibolte
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Hallo Stefan,
auf großen Börsen wie München oder Ste. Marie, um nur zwei zu nennen, werden Pyrite aus Rioja regelhaft angeboten, kosten aber je nach Größe der Kristalle und Aufbau der Stufe unter Umständen richtig Geld. In Navajun kommen sie nur in Würfelform vor, in Ambasaguas trifft man auf eine große Formenvielfalt; nach Angeben des Minenbetreibers in Ambasaguas kommen dort sämtliche Kristallformen des Pyrits vor, wir haben vor ca. 4 Jahren aber "nur" Würfel und Pentagondodekaeder sowie ganz verrückte Mischformen der beiden gefunden.
Ich habe noch jede Menge Material von beiden Fundstellen im Keller und kann Stufen und Einzelkristalle anbieten. Bei Interesse bitte PM mit E-Mail-Adresse, dann würde ich Bilder machen und zuschicken - es sollte aber nicht pressieren.
Gruß
Robert
P.S.: Die Anlauffarben auf der Pyrit-Stufen sind doch ganz hübsch. Ich würde nicht darüber nachdenken, ob und wie ich sie wegkriege.
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Danke für die Aufklärung. Ich dachte, dass es sich eher um eine ungewünschte Verfärbung handelt.
Bei einer Anlauffarbe, wie sie hier auf dem verlinkten Foto (http://shop.westgem.com/images/dbimages/artikel_0000739_b_1.JPG) zu sehen ist, erscheint es mir offensichtlicher, dass diese nicht zu entfernen ist.
Ich danke Dir für Dein Angebot und werde bei Zeiten bestimmt auf Dich zurückkommen. :)
Grüße
Stefan
P.S. Eine weitere Frage. Sind diese Achat-Scheiben (http://www.ebay.de/itm/2C-Achat-Achatdruse-0-476-Kg-JLQ-8-/321469590681?pt=Mineralien_Fossilien&hash=item4ad914ac99) eigentlich gefärbt worden? Der Verkäufer ist mit knapp 2000 Artikeln auf eBay sicher einer der bekannteren Anbieter. Auf der Suche nach ein paar schönen Scheiben bin ich bei ihm gelandet. Was meinen die Profis? :)
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Zu deiner Frage: DIESER Achat ist sicher nicht gefärbt! Sieht hübsch aus.
stoanklopfer
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Hallo,
...P.S. Eine weitere Frage. Sind diese Achat-Scheiben (http://www.ebay.de/itm/2C-Achat-Achatdruse-0-476-Kg-JLQ-8-/321469590681?pt=Mineralien_Fossilien&hash=item4ad914ac99) eigentlich gefärbt worden?
Ich vermute ja, schon wegen des Preises. Bei Deinem Beispiel ist es aber noch recht dezent. Ich tippe hier auf Färbung bzw. Farbintensivierung nur durch erhitzen.
Derselbe Anbieter hat aber auch viele Angebote, die eindeutig mit Anilinfarben sehr stark verfärbt sind (schauder...)
Beispiele in pink (http://www.ebay.de/itm/34A-Achat-Achatdruse-Teelichter-Q-A-JNI-25-/221503496977?pt=Mineralien_Fossilien&hash=item3392a32311) und blau (http://www.ebay.de/itm/5R-Achat-Achatdruse-0-784-Kg-JMT-7-/221501850790?pt=Mineralien_Fossilien&hash=item33928a04a6).
Es gibt verschiedene Methoden, Achate zu färben. Erhitzen, Anilinfarben, Säurebehandlung etc.
Schon die alten Römer ( oder waren es die Griechen... 8) ) haben in Honig mit Hitze braun gefärbt.
Habe zuhause ein Foto von einer Achatscheibe, die in verschiedene Stücke zersägt wurde und bei der jedes Stück
auf verschiedene Arten nachgefärbt wurde. Das Stück ist aus der Sammlung der TU Berlin.
Ich schiebe das Foto heute abend nach.
Gruß
Norbert
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Da muss man ja wirklich aufpassen. Nachträglich behandelte oder chemisch verfärbe Mineralien sind ein absolutes No-Go für mich! Gut, dass ich nochmal nachgefragt habe.
Ich bin gespannt auf Dein Foto. :)
Grüße
Stefan
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Ich bin gespannt auf Dein Foto. :)
Na dann, wie angekündigt.
Wie erwähnt, ist das Stück aus der Schausammlung der TU Berlin (http://www.universitaetssammlungen.de/sammlung/193),
fotografiert durch die Scheibe der Vitrine mit entsprechenden Licht-Reflexen. :(
Die knallige Färbung mit Anilinfarben ist nicht dabei.
Natürlich gibt es es auch phantastische, unbehandelte Achate.
Die werden auf Börsen auch entsprechend hoch gehandelt.
Im Lexikon findest Du solche Achate z.B. von den Achatsammlern Claudia und Ricardo Birnie (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MediaDataShow?Sammlung=Ricardo%20und%20Claudia%20Birnie%20%28patagonianstar%29&backlink=UserHomepage&memberid=12365) aus Argentinien ( forum-user patagonianstar).
Die Achate von Roland Noack möchte ich auch erwähnen. Hier ein Beispiel:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1195053751.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1195053751.jpg)
Viel Spaß beim Stöbern
Norbert
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Hallo,
ein anderes Beispiel für künstlich gefärbten Achat - mit knallbunten Farben - hab ich hier im Atlas direkt auf der Achatseite gefunden.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1130859906.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1130859906.jpg)
Viele Grüße
Pit
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Sehr interessante Stücke habt ihr da gezeigt, vielen Dank!
Ich denke mit der Meinung, sich rein auf das Sammeln natürlicher Mineralien ohne nachträgliche Veränderung zu beschränken, stehe ich sicherlich nicht alleine da, oder wie handhabt ihr das? Solch ein spezielles Stück, dass die möglichen Färbungen zeigt, natürlich ausgenommen.
Inzwischen habe ich mir übrigens das gesamte Pyrit-Mineralienportrait ausgedruckt und durchgelesen. So werde ich nun bei jedem neu erworbenen Mineral vorgehen, um mehr über Entstehung, Zusammensetzung, Verwendung und Fundorte zu erfahren. Mit vielen fachterminologischen Begriffen kann ich zwar noch nichts anfangen, doch ein kurzer Blick ins Lexikon hilft oft ungemein. ;)
In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Start ins Wochenende und glaube laut aktueller Sendungsverfolgung bereits ankündigen zu können, dass morgen interessante Stufen bei mir eintreffen werden, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. :)
Grüße
Stefan
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Hier ist eine weitere Stufe. Ein Bergkristall aus Brasilien. Die Stufe misst 15,5 cm x 10 cm x 2,7 cm und wiegt 710 Gramm. Ich habe sie mit Spülmittel unter fließendem Wasser gereinigt, getrocknet und anschließend auf einem meiner neu erworbenen Mineralienständer platziert - sieht doch super aus! 8)
Kleine DIN A7 L-Aufsteller aus Acryl (Bezugsquelle: Bals Displayzentrum (http://www.displayzentrum.net)) habe ich mir noch angeschafft, um die wichtigsten Infos der jeweiligen Stufe sichtbar zu machen.
Grüße
Stefan
P.S. Ich füge ein weiteres Foto einer erworbenen Stufe hinzu. Als "Calcit auf Dolomit"-Stufe wurde sie verkauft. Auf der Rückseite des Steines habe ich jedoch einen kleinen Aufkleber vorfinden können, welcher das Mineral als Siderit benennt. Nun bin ich verwirrt. Handelt es sich um eine "Calcit auf Dolomit"- oder um eine "Calcit auf Siderit"-Stufe? ???
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Hallo,
Das letzte Stück schaut eher nach Siderit aus. Ist aber immer recht schwierig, weil Dolomit bis zu einem gewissen Grade auch Eisen für Magnesium einbaut und dann ebenfalls braun gefärbt ist. Es gibt auch (wenn auch vergleichsweise selten) Calcium-Eisen-Karbonat (Ankerit), doch erweisen sich viele der Ankerite (sog. Braunspäte) im Nachhinein als eisenhaltiger Dolomit. Ohne Analyse ist da leider kaum was zu machen.
Glück Auf!
Sebastian
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Hallo Sebastian,
danke für Deine Einschätzung.
Wie kann ich denn herausfinden, ob es sich eindeutig um Dolomit oder Siderit handelt? Das würde mich schon interessieren, schließlich möchte man ja auch wissen, was man so in seiner Vitrine stehen hat.
Fundort: Erzberg in Österreich
Grüße
Stefan
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Ich würde auch zu Siderit tendieren.
Vielleicht hilft der Fundort bei der genauen Bestimmung weiter.
Gruß
Philipp
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Hallo Stefan,
Fundort: Erzgebirge in Österreich
Du meinst sicher Erzberg in Österreich.
ich würde das Stück hierher sortieren: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/LokationMineralData?param=21933,3515,0 (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/LokationMineralData?param=21933,3515,0)
Grüße
Stefan
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Hallo Philipp,
danke vielmals. Schaut euch mal das drittletzte Foto ganz unten auf dieser Seite (http://www.vogtlandkristall.de/die_minerale_vom_stbr_glockenpohl.html) an.
Ich finde dieser grünliche Siderit sieht meiner Stufe recht ähnlich.
Grüße
Stefan
P.S. Stimmt, ich meine natürlich Erzberg in Österreich. ;) Danke für den Link, Stefan! :)
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Hallo,
Bei den genannten Fundorten tendiere ich zum Siderit.
Eindeutige Bestimmung von derartigen Karbonaten setzt die Bestimmung des Verhältnisses Eisen zu Magnesium zu Calcium voraus. Im Siderit dominiert Eisen extrem über Calcium und Magnesium, im Dolomit ist Calcium>Magnesium>Eisen, im Ankerit Calcium>Eisen>Magnesium.
Glück Auf!
Sebastian
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Bereits jetzt hat es sich ausgezahlt hier im Forum einen Account registriert zu haben. Die Hilfsbereitschaft ist wirklich super! :)
Da ich als Einsteiger zu (fast) jeder Stufe die ein oder andere Frage habe, hoffe ich, dass es in Ordnung geht, wenn ich all diese hier in meinem Thread stelle.
Bei der nächsten Granat-Stufe (18 cm x 9 cm x 4 cm, Fundort Zillertal in Österreich) habe ich bereits recherchiert und meine sagen zu können, dass es sich um Almandin-Granat handelt. Könnt ihr das bestätigen?
Grüße
Stefan
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Hallo Stafan,
das es sich um Almandin-Granat handelt, kann ich bestätigen.
BG
Fritzi
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Da kann ich nur zustimmen!
Gruß
Philipp
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Anbei eine Baryt-Stufe (13 cm x 9 cm x 7,5 cm) aus der Grube Clara im Schwarzwald. Sollte ich Eurer Meinung nach eine gründlichere Reinigung vornehmen? Handelt es sich hierbei eigentlich um die Varietät Meißelspat?
Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
Meißelspat sieht anders aus (nämlich wirklich wie Flachmeißel), es handelt sich um ganz "normalen" Baryt. Ich würde die Stufe aufgrund des farblichen recht netten Kontrasts so lassen.
Beste Grüße
Robert
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Hallo Robert,
der Kontrast könnte durch eine intensivere Reinigung verloren gehen, das sehe ich auch so. Worum handelt es sich denn bei den dunkleren Stellen? Kann man dies so ohne Weiteres benennen?
Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
ich nehme an, dass es sich um Limonitbeläge handelt. Es wäre auch kein Problem, sie chemisch mit Natriumdithionit oder verdünnter Salzsäure zu entfernen, die Stufe verlöre aber in meinen Augen an Leben.
Glück Auf
Robert
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Hallo miteinander,
in meinem Mineralien-Bestimmungshandbuch werden folgende Abarten des Minerals Gips aufgeführt:
- Marienglas (größere durchsichtige Platten)
- Selenit (faserige Aggregate)
- Wüstenrosen
- Alabaster
Demnach müsste es sich hierbei um Selenit handeln? Die rotbraune Farbe kommt durch Eiseneinlagerungen zustande, ist das korrekt?
Die Handstufe stammt aus Teutschenthal in Sachsen-Anhalt.
Stimmen die chemischen Eigenschaften (Härte, Dichte, etc.) mit Gips überein?
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Hallo,
Das letzte Stück ist eindeutig Gips. Selenit ist als Bezeichnung auch richtig, wenn auch die Bezeichnung Selenit (engl. selenite) für Gipskristalle eher im angelsächsischen Sprachraum kultiviert wird.
Das gelbliche/braune ist Limonit (FeOOH), also eine Eisenverbindung.
Glück Auf!
Sebastian
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Stimme Sebastian zu.
Gruß
Philipp
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Danke für die Bestätigung! Die Farbe ist auf dem Foto etwas verfälscht dargestellt, in Wirklichkeit handelt es sich um ein dunkleres rotbraun.
Einerseits scheint es sich bei dem Begriff Selenit um Gips, andererseits um seine nadelige Varietät zu handeln? ???
Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
Ich bin ein Sammler von Mineralien aus Spanien Collector und wie Sie sagten, bedeutet das nicht wie Pyrit La Rioja - Spanien scheinen - Spanien, Kristalle sind in der Regel perfekten Würfel.
ein Gruß
Jose Luis
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Bei der auf dem Foto links zu sehenden Stufe handelt es sich um Siderit mit Chalkopyrit aus Dreislar im Sauerland.
Die rechte Stufe habe ich beim Kauf kostenfrei dazu erhalten, leider jedoch ohne Fundortangabe und Beschreibung. "Dito" stand auf einem beigelegten Zettel, aber besonders ähnlich sehen die beiden Stufen ja nicht aus.
Informationen zur rechten Stufe (Fundort, Mineralien) wären super.
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Hallo,
Dreislar als Fundpunkt für beide Stufen ist wohl richtig, aber die rechte Stufe ist Baryt mit Chalkopyrit.
Gruß Jürgen
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Super, genau das habe ich mir auch gedacht, ich freue mich über die Bestätigung! :) Danke vielmals.
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Hallo,
Bist du links sicher mit Siderit? Ich würde eher derben Baryt annehmen.
LG
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Hallo Stefan,
schau doch mal die Mineralienliste von Dreislar an.
Vielleicht kannst du dann Fabian zustimmen so wie ich.
Glück Auf
Reinhold
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Der Linke sieht nach Siderit aus.
Gruß
Philipp
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Hallo,
die weisse Grundmasse?! Oder die grünlich-blau schimmernden Kristalle?
LG
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Die sattelförmigen XX
Gruß
Philipp
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sehe ich leider nicht - vielleicht solltest du die stelle markieren und wir fordern ein Detailbild oder den Säuretest!
LG
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Hallo zusammen,
vielleicht helfen diese drei Detailaufnahmen bei der näheren Bestimmung. Verkauft wurde die Stufe mit der Bezeichnung "Siderit - Kupferkies".
Baryt oder Siderit? Weitere Meinungen sind gerne erwünscht. :)
Schaut dieser Stufe (http://www.michel-mineralien.de/de/schaustuecke.html?page=shop.product_details&flypage=flypage.tpl&product_id=835&category_id=18) sehr ähnlich, oder?
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Hallo,
die Stufe sieht so auf keinen Fall nach Baryt aus. Für einen Siderit sind mir die Bruchkanten in Bild 3 zu farblos/hell. Tippe da eher auf einen Dolomit mit Eisenanteilen.
LG
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Hallo,
Tippe auch eher auf Dolomit. Ist von Dreislar bekannt.
Glück Auf!
Sebastian
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Stimmt, Dolomit passt von der Farbe her besser.
Gruß.
Philipp
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Hallo!
Das kann vom Foto her täuschen, aber es kann sich hier auch um gesäuerte Ware handeln, oder?
Ich habe noch keinen Siderit in der Säure gehabt,aber könnte mir durchaus vorstellen,daß das Eisen hier gelöst wurde,da die weißen Kristalle etwas blaß daherkommen.
Gruß Jens
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Hallo
Siderit in der Säure wird eher brauner. Du löst Eisen(2+) und beim Neutralisiern entsteht Fe3+ als Hydroxid und fällt aus. Also eher imho nicht.
LG
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Und wie ist das bei Ankerit? ???
An der Stufe sind links so braune Reste bzw. Spuren zu sehen,so als wenn da ursprünglich mal mehr Eisen vorhanden war.
Gruß Jens
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Hallo
Siderit wird durch Behandlung mit Salzsäure sicher nicht entfärbt, eher entfernt, wenn auch nur sehr langsam. Bei Ankerit sieht es ähnlich aus. Es gibt zwar sehr helle Siderite, aber auch die sind niemals so hell wie die auf dem Foto. Ankerit käme da schon eher in Betracht. Ich denke, es handelt sich um Dolomit, welcher stellenweise einen dünnen Überzug von Eisenoxiden hat und deshalb etwas rötlich verfärbt ist. Die Eisenoxide könnten aus dem Chalkopyrit stammen, wenn dieser anfängt zu verwittern.
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Danke für die vielen Antworten. Die Kompetenz hier im Forum ist wirklich hoch und ich freue mich von Euch so große Unterstützung zu bekommen.
Zwei neue Stufen sind eingetroffen. Zur Turmalin-Orthoklas-Stufe aus Namibia gibt es keine Fragen, doch bei der zweiten Stufe gibt es eine:
Wie kann man herausfinden, ob es sich um Stilbit-Ca oder Stilbit-Na handelt?
Fundort: Jalgaon, Maharashtra, Indien
Größe: 15 x 10 x 10 cm
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Ich würde sagen, dass es sich um Stilbit-Ca handelt, da diese deutlich häufiger sind.
Gruß
Philipp
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Ich würde sagen, dass es sich um Stilbit-Ca handelt, da diese deutlich häufiger sind.
Gruß
Philipp
"Die bekannten großen Stilbit-Ca-Kristalle, wie sie z.Bsp. aus Indien oder Island bekannt sind, wurden niedrigtemperiert hydrothermal gebildet und kommen charakteristisch in Spalten und Hohlräumen basaltischer und andesitischer Gesteine [...] vor."
Der Eintrag im Lexikon des Mineralienatlas unterstützt Deine These. Dann werde ich die Stufe als Stilbit-Ca in meine Sammlung aufnehmen. :)
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Hallo Stefan
Ich würde sagen, dass es sich um Stilbit-Ca handelt, da diese deutlich häufiger sind.
Gruß
Philipp
Ich würde sagen: Raten wir doch mal anhand eines Fotos den Anteil eines Elements in meinem Mineral? Grundsätzlich würde ich für solch einen Zusatz nur einer Analyse exakt dieser einen Stufen vertrauen. Bei indischem Stilbit wär mir dieser, salopp gesagt, völlig wurscht. Hier wäre z.B. der exakte Fundort weitaus interessanter. Leider wird man diesen nicht weiter als "Dekkan Trapp-Basalt", eingrenzen können. Diese Flutbasalte erstecken sich über eine Fläche weit größer als die Bundesrepublik Deutschland. Jede nähere Eingrenzung ist, wenn du die Stufe nicht selbst geborgen hast, Raterei. Aber immerhin haben wir ein -Ca oder -Na hinter dem Mineralnamen... ;)
Der Beitrag ist nicht böse gemeint, auch wenn er wohl so klingt. Ich will lediglich auf den Sinn und Wert eines solchen Zusatzes für den "Normalsammler" hinweisen.
Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
danke für den Beitrag. Dass die Angabe des Fundortes wichtig ist, habe ich gleich zu Beginn meiner Sammelaktivität erfahren. Einen Fundort (die Stadt Jalgaon) kann ich in diesem speziellen Fall ja auch nennen. Stufen ohne bekannten Fundort interessieren mich erst gar nicht.
Dass für die einwandfreie Bestimmung der Stufe eine Analyse notwendig ist, glaube ich Dir natürlich.
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Nun hat sich doch noch eine Frage zu der Turmalin-Orthoklas-Stufe ergeben.
Die Stufe stammt von der Farm Davib Ost aus Erongo in Namibia.
Ich meine, dass es sich hierbei um Skoryl handelt, kann dies jemand bestätigen?
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Hallo Stefan,
wenn Du mit Skoryl Schörl meinst, dann stimme ich Dir zu.
Gruß
Philipp
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Hallo,
...Dass die Angabe des Fundortes wichtig ist, habe ich gleich zu Beginn meiner Sammelaktivität erfahren. Einen Fundort (die Stadt Jalgaon) kann ich in diesem speziellen Fall ja auch nennen. Stufen ohne bekannten Fundort interessieren mich erst gar nicht...
Bei den Fundortangaben zu indischen Mineralien speziell aus dem Bereich der Dekkan Trapps mit den 500000 km2 bin ich mittlerweile sehr vorsichtig geworden.
Ist fast immer Poona, Jalgoan, Bombay oder Nasik .
Häufig erscheint statt des Fundortes der Umschlagplatz.
Sehr empfehlenswert dazu der Beitrag mit Insider-Kenntnissen von Collector von 2011... ;) ;)
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,28679.msg221524.html#msg221524
Norbert
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Hallo,
bei den Turmalinen vom Erongo (aber auch allgemein) musst du vorsichtig sein, die sind durch ihre Farbe nicht voneinander zu unterscheiden. Kann in diesem Fall auch Foitit sein. Am besten einfach Turmalin dran schreiben.
Gruß Daniel
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Dann werde ich als Fundort wohl einfach "Dekan-Trapp, Indien" angeben und es bei der allgemeinen Bezeichnung "Turmalin auf Orthoklas" belassen. Das erscheint mir wissenschaftlich korrekt.
@Nathan
Ja genau, ich meinte Schörl.