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Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: steinfroilein am 05 Aug 14, 15:23
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In der Nähe Edelsheim Südliche Weinstrasse gefunden.
Die Smaragde haben sich als Flaschensplitter herausgestellt, obwohl sehr dickwandig, vermutlich Magnum-Sektflaschen....
Im Schotter zwischen den Weinbergen fand man ebenso Reste aus Waldhambach und das eine oder andere nette kleine Achat-Stück war auch dabei.
Was aber ist dies?
(http://)
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Hallo Ingrid,
das ist Flint (Feuersteine) wie schon richtig von Dir (in der Überschrift) vermutet.
Gruß
Silvio
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Danke Silvio.
War mir nicht ganz sicher, aber toll, daß Du es mir bestätigen konntest.
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Hallo,
...oder vielleicht Schlackenreste aus der Glasschmelze ? ,nicht jedes Stück - wird auch Feuerstein dabei sein
und tschüß
Ulrich
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Hallo,
Flint ist das definitiv nicht.
Wie Ulrich schon geschrieben hat, wird dieses Material aus alten Glashütten stammen. In meiner Gegend nennt man es Waldglas.
Grüße,
Michael
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Hallo,
ich glaub ich brauch nen neuen Monitor plus Brille ::)
Sorry Ingrid!
Gruß
Silvio
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Hallo,
Glasschlacke könnte in die Gegend passen. Allerdings kann es auch moderne Eisenschlacke sein. Wurde jede Menge in der Gegend produziert und dann teilweise auf die Äcker gebracht.
Schöne Grüße
Gerdchen
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Wenn Silvio überstimmt wird, werde ich mich wohl der Mehrheit fügen müssen..... ;)
Danke, daß ihr nochmals drüber geschaut habt.
Mich wunderte stellenweise die Kruste.
Steinreiche Grüße
Ingrid
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Mich wunderte stellenweise die Kruste.
Steinreiche Grüße
Ingrid
bei meinen Funden von Waldglas sieht die Kruste so aus:
Und das steckt unter der Kruste:
Grüße,
Michael
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Hach, wenn die Dingerchen immer gleich so "abgerollt" schön gleichmäßig mit Kanten glatt (man könnte auch facettiert sagen 8)) unter der Kruste verborgen liegen würden.....
Danke Michael. Schön, den Ursprung zu sehen und, was man damit machen kann.
Übrigens, wenn ich die Steine ohne Kruste in die Sonne halte, sieht man eine dunkelolive bis graubraune Farbe. Und zwar ungleichmäßig.
Normal betrachtet scheinen sie wie ganz dunkler Morion. Dann hab ich noch, probiert Glas zu ritzen. Geht. Hat demnach eine höhere Härte als Glas!
Welche Härte hat eigentlich Flint, Feuerstein?
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Hallo Ingrid,
die Kruste ist bei den Glasbrocken generell härter als das Innere. Auch die Kruste von meinen Funden ritzt Glas.
Sollte das Innere von Deinen Fundstücken auch Glas ritzten, dann ist es wohl Eisenschlacke.
Flint hat Härte 7.
Grüße,
Michael
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Ja, das Innere ritzt Glas. Hatte ja auch Stücke gefunden ohne Kruste. Muscheliger Bruch und ritzt Glas.
Eisenschlacke sieht so aus?
Silberschlacke kenne ich von den Äckern aus'm Arzgebirg ;) aber Eisenschlacke ist mir neu (vom in der Hand halten).
Welche Tests könnte man noch machen?
Magnetismus?
RI?
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Eisenschlacke sieht so aus?
Eisenschlacke kann so aussehen.
Es gibt viele unterschiedliche Formen/Arten von Eisenschlacke, je nach dem von welchem Produktionsprozess sie stammt.
p.s.:
Verhüttungsschlacke (Rennofenschlacke, Hochofenschlacke, ...), Ausheizschlacke, Schmiedeschlacke, ......
manche Schlacken sind plattig, andere kalottenförmig, manche glasig, andere metallischer, und sogar blaue Schlacke kann aus der Eisenproduktion stammen (und nicht nur von der Kupferverhüttung)
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Hallo Ingrid,
Eisenschlacke gibt es gerade in der Gegend häufig. Schon die Römer haben dort Eisenerz verhüttet. Diese Schlacke sieht aber anderst aus. Speziell Gienanth hat von Nothweiler aus bis nach Kaiserslautern zu späterer Zeit Eisenerz verhüttet. Er setzte schon Hochöfen ein und von dort kommt auch die bekannte "Blaue Schlacke" die speziell in der Gegend von Nothweiler noch zu finden ist. Sie wurde auch zum Wegebau eingesetzt. Noch modernere Schlacke ist sehr häufig auf den Äckern zu finden. Sie stammt aus einer noch gründlicheren Verhüttung und der Eisenanteil der für die Farbe der "Blauen Schlacke" verantwortlich ist, fehlt fast gänzlich und es es kommt zu der Farbe, die deine Stücke haben. Sie kann fast schwarz sein aber auch grau oder schwarz mit grauen Schlieren. Oftmals wurde die Schlacke auch in neuerer Zeit einfach auf die Felder der Bauern gefahren und eingepflügt um die Böden aufzulockern. Oder man verwendete sie zum Wegebau. Angeblich soll Gienanth die Strasse von Nothweiler nach Trippstadt (Verhüttungsstelle) mit Schlacke unterbaut haben.
Untersuchen kannst du diese nicht mit der Ritztechnik, da ja nicht nur Glas darin ist, sondern auch alle anderen Stoffe die bei der Verhüttung angefallen sind. Selbst Eisenanteile befinden sich noch darin. Ganz alte Rennofenschlacke kann unter Umständen etwas magnetisch sein, deine Schlacke aber sicherlich nicht. Die moderne Eisenschlacke ist glasig und hat eventuell kleine Luftbläschen eingeschlossen.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen
Gruß
Gerdchen
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Das Interesse an der Verhüttung ist geweckt! ;)
Ich werde versuchen, mich in das Thema mal gründlicher einzulesen.
Hier im Forum gab es ja schon den einen oder anderen Beitrag älteren Datums zu Schlacken, aber meist ohne Bilder bzw. Links, die leider nicht mehr funktionieren. Der Lernfaktor ist meiner Meinung nach größer, wenn man auch entsprechende Belegstücke sieht.
Daher: Danke Euch allen für die ausführliche Antworten und Erklärungen.
Ich finde es toll, wenn man sich wegen oftmals Kleinigkeiten trotzdem dem Thema Unwissender widmet.
Ein schönes Wochenende Euch allen,
Ingrid