Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Collector am 06 Aug 14, 19:01
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Hallo
hier mal ein link zur "anderen" Seite des Mineralien-"Sammelns" - von unserer Sammlerszene so weit entfernt wie der Saturn von der Erde.
Die Exponate des im Oktober 2013 neu eröffneten Mineralienmuseums MIM in Beirut im Libanon dürften wohl zu den außergewöhnlichsten Stufen gehören, welche in internationalen, sogar den renommiertesten Museen gezeigt werden. Alle sind - laut "Expertenmeinung" größer, schöner und besser als alle anderen ....??? (und wahrscheinlich auch um viele tausende von US$ teurer als die bisher als beste bekannten Vertreter ihrer Art, alles in allem etwa im zweistelligen Millionenbereich).
Und hier gehts zur Show:
http://nhminsci.blogspot.com.es/2013/10/opening-of-mim-museum-in-beirut-lebanon.html (http://nhminsci.blogspot.com.es/2013/10/opening-of-mim-museum-in-beirut-lebanon.html)
Mich würde mal interessieren, wie so mancher "normale" Mineraliensammler über solch eine Darbietung denkt.
Gruß
collector
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Also ich sehe da nur ein Mineralienmuseum mit schönen Exponaten- ganz ohne verbissene Hintergedanken.
Gruß Daniel
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Ich stimme Daniel zu. Ist doch schön, wenn die Stufen der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Gruß
Philipp
edit: natürlich wäre auch mir eine historische, wissenschaftliche oder lokale Sammlung wesentlich lieber.
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Na ja, so sieht eben das Ergebnis aus wenn man in relativ kurzer Zeit eine Ausstellung (in meinen Augen keine "Sammlung") nach rein ästhetischen Gesichtspunkten zusammen kauft und Geld dabei keinerlei Rolle spielt, ähnlich wie bei der Terra Mineralia. Es sieht schön aus, man schaut es sich einmal an und gut, auf zur nächsten Attraktion ???.
Eine echte Sammlung mit wissenschaftlichem und historischem Hintergrund ist mir da hundert mal lieber, aber mit so etwas lässt sich die Öffentlichkeit nicht beeindrucken und solch eine Sammlung wird auch nicht medienwirksam vermarktet.
Jürgen
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Ich sehe das schon auch so wie Peter und Jürgen - und würde es vieleich sogar noch etwas schärfer formulieren --- >:D >:D
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Eine echte Sammlung mit wissenschaftlichem und historischem Hintergrund ist mir da hundert mal lieber
Geht mir auch so. Ich wäre da wahrscheinlich in 15 Min durchgelaufen und würde mich letztendlich ärgern, den Eintritt gezahlt zu haben. Naja, Geschmäcker sind halt verschieden..
Gruß, Erik
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Meiner Meinung nach gibt es ja durchaus verschiedene Aspekte, unter denen man sich mit Mineralien beschäftigen kann. Einer davon ist ganz sicher auch die Ästhetik und die schlichte Freude an interessanten, verblüffenden oder einfach nur schönen Formen und Farben. Warum haben die Leute denn im Laufe der Geschichte irgendwann mal angefangen Mineralien zu sammeln oder sich dafür zu interessieren? Wegen der optischen Präsenz eines Cobaltlotharmeyerit? Wegen der spannenden Mischkristallreihen von Krustenmineralien? Vielleicht, ich persönlich halte das aber eher für unwahrscheinlich.
Deswegen sehe ich dieses Museum auch völlig neidlos als interessante und (mutmaßlich) faszinierende Präsentationsfläche für optisch sehr ansprechende Stufen, aus den sicherlich teuersten Bezugsquellen der Welt. So what. Wer hat, der kann. Wenigstens werden die Stufen damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und verrotten nicht in irgendwelchen feuchten Kellern oder fristen ihr Dasein in abgeschirmten Privatsammlungen. Und warum sollte man sich als Sammler ärgern, wenn man die Gelegenheit hat, sich Weltklassestufen anzusehen, wenn genau das die einzige ernsthafte Erwartungshaltung an eine solche Ausstellung sein kann? Da wäre ich doch eher enttäuscht, dort eine vollständige Systematiksammlung der Tsumcoritgruppe in MM-Dosen vorzufinden.
Und wenn sich durch den optischen Impact dieser Sammlung wieder ein paar mehr Leute mit Mineralien zu beschäftigen beginnen, hat doch auch die globale Sammlergemeinde etwas davon.
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Hallo,
ich bin der Meinung, man muss über eine solche top Sammlung überhaupt nicht diskutieren. Über eine öffentliche Sammlung in Deutschland oder sonst wo diskutiert man auch nicht. Wer die Sammlung nicht komplett gesehen hat, darf sich über den wissenschaftlichen Wert keine Meinung bilden ( meine Meinung). Ich selbst habe sie auch noch nicht gesehen, weiß aber, dass aus meinem Sammlungsgebiet top Stücke enthalten sind (Neid). Jeder der Mineralien sammelt und Geld hat/hätte würde versuchen eine ästhetisch "wertvolle" Sammlung zusammenzutragen. Ist doch schön, dass sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Leider werden aus "hiesigen Sammlungen" keine Auszüge im Netz gezeigt. Schade eigentlich. Warum wohl?
Schöne Grüße
Gerdchen
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Hallo,
zu diesem Thema passt ganz gut eine Diskussion die Stefan (Administrator) 2005 http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,5523.0.html (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,5523.0.html) „Neid unter den Sammlern„ angefangen hat und Neid ist, speziell in dem Sammelgebiet des Mineralien Sammelns sehr ausgeprägt, gerade in Deutschland stelle ich das immer wieder fest, denn oft genug bekommt man den Eindruck, dass Gleichgesinnte, die aber auch auf viele andere Lebensbereiche zutreffen, denken, der hat was, was ich nicht habe und weil er was hat, weil ich es nicht habe, ist es „Müll“ oder was überhand genommen hat, die Aussage zu treffen, es ist zu teuer.
Derartige (An)Sammlungen von absoluten Topstücken sehe ich mir lieber an, als eine (An)Sammlung von "Straßenschotter“. Den Begriff "Straßenschotter“ möchte ich an dieser Stelle mal nicht weiter erklären, weil es bei dieser Diskussion nicht darum geht, da jeder bei seiner Sammel“LEIDENSChAFT" andere Kriterien zugrunde legt, aber wie Stefan 2005 schon erwähnt hat „Wo sind denn die Argumente der Neider und Nörgler?“
, geht es gerade bei Topstücken oder Schaustufen um eine menschlich (deutsche) ausgeprägte "Unart“ Sammlungsmaterial schlecht zu reden und in vielen Fällen den Anbieter, Sammler sogar zu meiden oder Sammlungen in Museen, die einmalig sind, schlecht zu reden.
Netten Gruß
Micha
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Für ein Land wie Libanon ist es ein Schritt in die "Normalität", was für uns als das Alltägliche darstellt ist dort schon eine Sensation.
Ob die Stufen zusammgekauft, getauscht oder sonstwas sind ist mir völlig schnuppe......schöne Ausstellung und für die Gegend endlichmal ein Zeichen ohne Kalaschnikow oder RPG.
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Hi,
Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass Beirut derzeit keine anderen Probleme hat, finde ich die Ausstellung sehr gelungen.
Man sieht auch am internationalen Fachpublikum, welche (Privat-)Schatullen sich auf wundersame Weise geöffnet haben.
Es bleibt zu hoffen, dass die Eintrittspreise so gestaltet sind, dass auch Otto Normal-Libanese was von der großen weiten Mineralienwelt hat. Alles in allem schon ein guter Querschnitt an klassischen Fundstellen weltweit, nur was ich langweilig finde: Nix von der Grube Clara, folglich werde ich persönlich mir die langweilige Ausstellung nicht ansehen :)
Grüßle und Glück Auf!
GEOMAXX
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Die Eintrittspreise stehen auf der Facebook Seite des Museums: umgerechnet 3 EUR für Erwachsene, 1.50 für Studenten, 1 EUR für Jugendliche, unter 12 J gratis. Der Median für das monatliche Durchschnittseinkommen im Libanon liegt bei 1235 EUR (Quelle siehe unten). Nicht gerade günstig, aber sicher nicht unerschwinglich.
Museum @ Facebook: https://www.facebook.com/mim.museum (https://www.facebook.com/mim.museum)
Gehaltsrechner: http://www.salaryexplorer.com/salary-survey.php?loc=119&loctype=1 (http://www.salaryexplorer.com/salary-survey.php?loc=119&loctype=1)
(im Vergleich Terra Mineralia 8 EUR zu 3500 EUR median monthly income)
Gruss,
Stefan
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Hallo aus Mittelfranken
Also ich finde es einfach toll ! Toll, das jemand VIEL Geld in die Hand nimmt, um damit ein exklusives Museum mit dem Thema Mineralien zu erbauen und damit letzthin die Akzeptanz der Mineralogie und Geologie...und der Mineraliensammler ! - zu fördern. Hut ab vor diesem Engagement, das seinesgleichen sucht !
Und es gibt wahrlich weitaus schlechtere Möglichkeiten, sein Geld auszugeben...
Ein kräftiges Glück Auf dem Stifter dieses Museums !
Thomas
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Hallo,
Eine echte Sammlung mit wissenschaftlichem und historischem Hintergrund ist mir da hundert mal lieber
Stücke wie die Aztec Sun gehören einfach nicht in eine Privatsammlung sondern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und sind, auch wenn sie nicht aus dem Erzgebirge o.ä. stammen mögen, ebenfalls als historisch wertvoll einzustufen!
Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung eine solche Sammlung zusammengetragen und vor allem, die Stücke dem interessierten Publikum zugänglich gemacht zu haben. Wieviel "money, money, money" darin steckt ist meines Erachtens eine Nebensächlichkeit, die hinter dem Engagement, dem Aufwand und der Arbeitszeit unerheblich ist und, da für eine öffentliche Einrichtung aufgewendet, nur noch höher zu schätzen ist, wenn man bedenkt, wie viele "schwarze Löcher" ähnlich hohe Summen aufbringen und niemand je eine Stufe davon zu Gesicht bekommt...
Grüße
Stefan
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Aldo ich sehe es auch so wie Thomas. Schön, daß jemand viel Geld ausgibt um solche Minerale der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die günstigen Eintrittspreise sprechen auch für dieses Museum.
Bedenklich finde ich aber, daß die recht großen Proustitkristalle voll angestrahlt werden. Lange werden die nicht so leuchten.
Gruß
Uwe
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Hallo!
Mich würde mal interessieren, wie so mancher "normale" Mineraliensammler über solch eine Darbietung denkt.
http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CCAQqQIwAA&url=http%3A%2F%2Fwww.sueddeutsche.de%2Fpolitik%2Fis-extremisten-in-libanon-ploetzlich-waren-sie-da-1.2078188&ei=_sjjU_2BLobmyQPfsYGwCQ&usg=AFQjCNEw3Byj5eiAUlWLS1JpGrtUVIK6VQ&sig2=DQx9AdjCfW0doGmbQStgHQ&bvm=bv.72676100,d.bGQ
Die holen sich das schon weg!
Genau wie in Ägypten,wo sie die Museen geplündert hatten und dann kommts wieder in Privatsammlungen und ist vernünftig gelagert und gesichert. 8)
Gruß Jens
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Hi Leute,
Die holen sich das schon weg!
Genau wie in Ägypten,wo sie die Museen geplündert hatten und dann kommts wieder in Privatsammlungen und ist vernünftig gelagert und gesichert.
Genau darin liegt meines Erachtens das Problem. Man macht sich ja eigentlich keine Gedanken um das Museum an sich, würde es nicht wie die Museen in Ägypten, Objekte beinhalten, die als ein Erbe der Menschheit betrachtet werden müssen. Ok, Beirut hat es verdient wieder in die Normalität zu gelangen, aber um Beirut herum tobt der Religionswahn. Und religiöse wie politische Fanatiker haben selten das Bedürfniss Objekte des "Feindes" als schützenswert zu betrachten. Einfach gesagt, repräsentiert das MIM-Museum den Reichtum und Lebensstil der westlichen Welt. Und wer voller Haß, Maschinengewehrsalven abfeuernd durch die Strassen rennt, hat wenig Freude an der welt größten Legrandit-Stufe.
Im günstigsten Fall werden die Sachen geraubt um sie zu Geld zu machen. Dann verschwinden sie für immer, denn erstens müssen sie "abkühlen", werden also in irgendwelchen Kisten irgendwo im Dreck gelagert. Das ist für deren Qualität sicher nicht förderlich. Sind sie dann kalt, verden sie angeboten. Der Käufer kann sie aber nicht herzeigen, denn dann würde er bekennen, das er die marodierenden Mörderbanden unterstützt hat. Also, futsch ist futsch..auf Nimmerwiedersehen.
Der Gründer des MIM-Museeums hätte sich eher für einen Standort in einem frei zugänglichen Land mit stabiler politischer Situation entscheiden sollen, so sehe ich diese Stufen in Gefahr.
Übrigens, was passiert wenn der Gründer stirbt?
Hoffen wir das Beste!
Ulrich
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Genau darin liegt meines Erachtens das Problem. Man macht sich ja eigentlich keine Gedanken um das Museum an sich, würde es nicht wie die Museen in Ägypten, Objekte beinhalten, die als ein Erbe der Menschheit betrachtet werden müssen. Ok, Beirut hat es verdient wieder in die Normalität zu gelangen, aber um Beirut herum tobt der Religionswahn. Und religiöse wie politische Fanatiker haben selten das Bedürfniss Objekte des "Feindes" als schützenswert zu betrachten. Einfach gesagt, repräsentiert das MIM-Museum den Reichtum und Lebensstil der westlichen Welt. Und wer voller Haß, Maschinengewehrsalven abfeuernd durch die Strassen rennt, hat wenig Freude an der welt größten Legrandit-Stufe.
Im günstigsten Fall werden die Sachen geraubt um sie zu Geld zu machen. Dann verschwinden sie für immer, denn erstens müssen sie "abkühlen", werden also in irgendwelchen Kisten irgendwo im Dreck gelagert. Das ist für deren Qualität sicher nicht förderlich. Sind sie dann kalt, verden sie angeboten. Der Käufer kann sie aber nicht herzeigen, denn dann würde er bekennen, das er die marodierenden Mörderbanden unterstützt hat. Also, futsch ist futsch..auf Nimmerwiedersehen.
Der Gründer des MIM-Museeums hätte sich eher für einen Standort in einem frei zugänglichen Land mit stabiler politischer Situation entscheiden sollen, so sehe ich diese Stufen in Gefahr.
Übrigens, was passiert wenn der Gründer stirbt?
Kurze Zwischenbemerkung:
Ich bin fasziniert über alle Kommentare zu meiner eigentlich ganz simplen Frage, was "normale" Mineraliensammler zu der Darbietung dieser Schausammlung in Beirut meinen.
Meine Frage hat, wie deutlich ersichtlich, nichts mit dem "Sammlerneid" der Deutschen zu tun (lieber Woelsendorfer) noch mit jeglicher anderen Unterstellung zu diesem Projekt. Und - lieber Thomas - ich kann bei der Initiative des Museums- und Sammlungsfinanziers überhaupt kein nachvollziehbares vernünftiges Engagement erkennen - lediglich eine Selbstdarstellung und ein Denkmal für seine Finanzomnipotenz oder die Errichtung eine goldenen Kalbes, welches er auf seine Kosten von den Fürsten der Zunft (siehe Bilder der Show) umtanzen und beteuern lässt. ("There' s no business, like show business ....").
Allen Respekt jedem Mineralieninvestor, der frei mit Multimillionen US$ die weltbesten und weltgrößten Stufen und Kristalle per App ordern kann und diese Stufen dann in seinem Heimattempel in architektonisch ansprechender Umgebung ausstellt.
Mir gehts wesentlich um die Frage, ob Beirut wohl der beste Standort für die Sammlung der weltbesten Stufen (engl "Paramount-Collection") ist, angesichts der Ungewissheit der gegenwärtigen und zukünftigen politischen Geschehnisse im Nahen Osten.
Bei allem Respekt: Wenn schon "Paramount"-stufen, dann wäre es wohl sicherer, diese irgendwo in L.A., Denver, Tokyo oder Paris zur Schau zu stellen. Oder anstelle des Mammut-Aufwands, solch ein Museum in einem Hot-Spot im Nahen Osten zu errichten, diese "Paramount"-Mineralstufen den bereits existierenden renommiertesten Museen in einem politisch stabilen Land zur Verfügung zu stellen.
Mit neidfreiem Gruß
collector
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Das gibt es zu seiner Motivation :
"
“mim” is a private museum in Lebanon, located on the Saint-Joseph University Campus in Beirut. More than 1500 minerals are exhibited there, representing more than 300 different species from over 60 countries.
Mr. Salim Edde has built up this collection since 1997. There you can discover pieces originating from a number of renowned collections --both old and more recent-- as well as from the major mining discoveries of our era. It is now considered to be one of the world's paramount private collections for the variety and quality of its minerals.
A didactic circuit, accompanied by screens showing films and scientific applications of mineralogy, will reveal a world of unsuspected marvels--priceless both from an aesthetic and scientific point of view.
"
LG
Michael
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Hallo aus Mittelfranken
Was die Lage des Museums in Beirut anbelangt :
Nun, Herr Eddé ist Libanese, da ist es nur zu verständlich, das er die Hauptstadt seines Heimatlandes als Standort für sein Museum gewählt hat.
Natürlich wäre ein anderer Standort auch nicht schlecht. Aber zum einen gibt es bereits bedeutende mineralogische Sammlungen in vielen Hauptstädten der Welt : Paris, London, Wien, Prag um nur einige zu nennen.
Zum anderen muss man sich fragen, welcher Platz für ein solches Museum wirklich "sicher" (was immer das auch heißen soll...) ist. Man stelle sich einmal vor, ein bedeutender amerikanischer Mäzen wäre im Jahr 1998 auf die Idee gekommen, ein großes mineralogisches Museum mit Weltklasse - Stufen im Foyer des World Trade Centers einzurichten...
Warum also nicht Beirut, eine Stadt die ja auch als Paris des Ostens bezeichnet wird ?
Glück Auf
Thomas
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Hallo,
die Essenz aus den ersten Beiträgen von Schluchti, Wölsendorfer und skibbo spiegelt auch meine Meinung dazu wider. Manche der Stücke waren ja durchaus auch in Deutschland zum Verkauf angeboten worden (zumindest sind mir Erzgebirgsstücke bekannt), nur hatten die Leut´ entweder nicht das passende Wechselgeld oder waren seinerzeit zu knauserig (heute beißt sich mancher da hin, wo er gar nicht hinkommt...).
Fazit: Geltungssucht und Eitelkeit können schlimmere Auswüchse haben als ein Mineralienmuseum ;)
Gruß
Andreas
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Hallo zusammen,
ich kann insbesondere der letzten zusammenfassenden Darstelllung
von " Collector" nur zustimmen.
Welcher Ort sei sicher?
Keiner! Aber die Wahrscheinlichkeit der Unsicherheit steht da doch eher
schnell in einem anderen Licht dar.
Zumindest wäre für mich nicht Beirut als sicherer Ort die Wahl gewesen.
Geld regiert dei Welt.
Warum da dann dort soviel Geld zur Verfügung steht und nicht in anderen Ländern,
ist ein ganz ganz anderer Aspekt!
Und unter den Gästen ganz vorn halt die Top Seller der Mineralien.
Und wer das eine oder andere Bild genau betrachtet, der erkennt auch die nicht ganz lockeren
Gesichtsausdrücke bei ein paar Gästen umgeben von etlichen Sicherheitsleuten bei einem der Vorträge (so zumindest mein Eindruck).
Ich habe auch selten so viele Top Stück auf einem Ort zusammen (gekauft) gesehen.
Hoffentlich werden diese nicht Opfer von irgendwelchen Unstimmigkeiten dort.
Auch ohne Neid
und mit
Gück Auf
Kay
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Hallo Peter,
ich habe in meinem Statement ganz bewusst das Wort Beirut bzw. den Nahen Osten weggelassen, weil deine Ursprungsfrage war:
wie so mancher "normale" Mineraliensammler über solch eine Darbietung denkt
und nicht wie du dann anschließend schreibst:
was "normale" Mineraliensammler zu der Darbietung dieser Schausammlung in Beirut meinen
… und schreibst dann weiter wie folgt:
Mir gehts wesentlich um die Frage, ob Beirut wohl der beste Standort für die Sammlung der weltbesten Stufen (engl "Paramount-Collection") ist, angesichts der Ungewissheit der gegenwärtigen und zukünftigen politischen Geschehnisse im Nahen Osten
und weiter:
diese "Paramount"-Mineralstufen den bereits existierenden renommiertesten Museen in einem politisch stabilen Land zur Verfügung zu stellen
bevor
solch ein Museum in einem Hot-Spot im Nahen Osten
errichtet wurde.
Von daher ist deine Frage erst bei deiner "kurzen Zwischenbemerkung" deutlich ersichtlich :).
Dazu folgendes: In einem Mineralienforum sich zu politisch stabile Verhältnisse, was eine Mineralienausstellung –museum angeht, in einem Land oder einem Gebiet zu äußern ist ein sehr "windiges Ei“, da ich (man) erstens die Lage nicht einschätzen kann und zweitens den sogenannten freien Medien nicht entnehmen könnte ob so eine Sammlung besser in politisch stabilen Ländern besser aufgehoben wäre.
Dazu nur so viel. Ich bin aufgrund meiner Freundin und einiger Arbeitskollegen, die aus der Ostukraine kommen, im weitesten Sinne Betroffener der dortigen Situation, nur was die Medien mir da vorgaukeln hat nicht viel mit dem zu tun was wirklich Sache ist.
Netten Gruß
Micha