Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: Nathan am 14 Aug 14, 16:41
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Hallo,
ich habe mir überlegt auch endlich mal ein Ultraschallreinigungsgerät zukaufen.
Alle Themen, die ich dazu im Forum gefunden habe sind schon etwas älter.
Meine Frage wäre, welche billigen Geräte könntet ihr mir empfehlen?
Natürlich weiß ich, dass die treueren Gärten besser sind, aber für die paar lohnen sich 200€ und mehr einfach nicht. Vielleicht hat auch jmd. ein's rumstehen und kann es abgeben.
Gruß und vielen Dank
Philipp
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Hallo Philipp,
Aldi hat ab und zu ein Reinigungsgeräte für die 3. Zähne.
Die sind gar nicht so schlecht zum Reinigen und wenn Du keine allzu große Brocken hast geht
das sicher auch. Der Preis lag so bei ca. 20 Euro.
Gruß
Gerhard Niceus
(geni 8))
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Hallo Philipp,
die Aldi-Teile sind ganz nützlich und preiswert, gehen aber nur für kleinere Stufen - wenn's a weng mehr sein derf: habe mir heuer über die Bucht bei einer seriösen Anbieterin das Ultraschall Reinigungsgerät JPL Ultra 8050 mit 2,5 l Fassungsvermögen, 2,1 l empfiehlt der Hersteller als Maximum, zugelegt und schon sehr häufig damit gearbeitet. Bin absolut zufrieden, der Preis lag damals bei 135.- EUR und ich meine, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.
Gruß
Robert
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Hallo Philipp,
ich habe seit fast 10 Jahren den Ultraschallreiniger von Pearl ("Ultraschall-Reiniger newgen medicals HighStandard" 70 W, bei www.pearl.de (http://www.pearl.de)). Das ist zwar ein ein recht einfaches China-Teil, aber seine 79 Euro allemal wert. Das Gerät ist zumindest bei mir bislang unkaputtbar, und es reicht für meine gängigen Reinigungsarbeiten an Mineralien,Tuschestiften etc. locker aus.
Viele Grüße,
Helge
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Hallo,
weiß jemand wie hoch die Betriebsfrequenz beim Bandelin Sonorex RK 31 ist?
Kann 35 kHz stimmen? Andere billige Geräte Arbeiten laut den Angaben doch mit 42 kHz. Oder ist das beim reinigen von Mineralien quasi egal? Bandelin Ultraschall Reinigungsgeräte sind ja qualitativ sehr hochwertig.
Gruß
Philipp
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Noch eine Frage:
Welche Erfahrungen habt ihr mit Ultraschallreinigern von der Firma qteck (speziell Ultrasonic Cleaner P4500).
Sollte man bei 10 € zuschlagen oder doch ein Bandelin Sonorex RK 31 für 120€ kaufen?
Gruß
Philipp
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Noch eine Frage:
Welche Erfahrungen habt ihr mit Ultraschallreinigern von der Firma qteck (speziell Ultrasonic Cleaner P4500).
Sollte man bei 10 € zuschlagen oder doch ein Bandelin Sonorex RK 31 für 120€ kaufen?
Gruß
Philipp
...wo gibt es den Bandelin Sonorex RK 31 für 120€ ? Neu?
Grüße,
Michael
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Hallo Michael,
leider nicht neu.
Habe mit dem Verkäufer auf 106€ inkl. Versand verhandelt; mich jetzt aber doch für ein anderes entschieden.
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/bandelin-sonorex-rk-31-ultraschallgeraet-inkl-korb-und-deckel/230766615-224-5697?ref=search
Sonst gäbe es auch noch ein gleiches Modell für 150€.
Gruß
Philipp
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Hallo,
es wird hier zwar nach einem Ultraschallgerät gefragt, dennoch möchte ich diese Alternative vorstellen, mit der ich sehr zufrieden bin:
=detail&tx_wproducts_product_detail[controller]=Product&cHash=a4413db26b4f5b160eea7da3bfbd352f]http://www.wagner-group.com/produkte/wagner-heimwerker/produkt/handspritzpistole-w-450-se/?tx_wproducts_product_detail[action]=detail&tx_wproducts_product_detail[controller]=Product&cHash=a4413db26b4f5b160eea7da3bfbd352f (http://www.wagner-group.com/produkte/wagner-heimwerker/produkt/handspritzpistole-w-450-se/?tx_wproducts_product_detail[action)
Wo bei meinen Reinigungsversuchen das Ultraschall versagt hat, beginnt hier der Spaß erst. ;D
Auch bei filigraneren Stücken (zuletzt z.B. Millerit) hatte ich (nach etwas Übung) bislang keine Verluste. Und bei hartnäckigen Verschmutzungen hilft eine zusätzliche Strahldüse, mit der man sogar z.B. Calcit entlang der Spaltbarkeit "runterschießen" kann.
Ist zwar laut wie ein getuntes Moped, säubert die Stücke aber bis in die Ritzen.
Wichtig ist, immer eine Schutzbrille zu tragen und bei dem Düsenaufsatz nicht auf Körperteile (z.B. Finger) schießen.
Grüße,
Stefan
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Hi
Ein allgemeiner Tip aus bisher 10 Jahren Ultraschallerfahrung: Schenk Dir den Korb, den braucht man nicht, da man, um optimale Ergebnisse zu erzielen, jedes zu reinigende Stück einzeln in die Ultraschallwanne halten muss ! Die meisten machen den Fehler, die mitgelieferte Wanne bis oben voll mit Steinen zu packen und dann rein in den Ultraschaller. Da passiert fast nix ! Optimale Ergebnisse erhält man, wenn man zunächst die Schwingungsknotenpunkte sucht. Diese zeigen sich in Form von kleinen Beulen auf der Wasseroberfläche und man sieht dort tanzende Bläßchen sowie Anzeichen von Strömung. Dort hält man das zu reinigende Stück rein (entweder mit einem Greifwerkzeug (kleine Stücke) oder mit der Hand (große Stücke)) und man sieht augenblicklich Schlieren von Dreck aus dem Stein quellen. Irgendwann hört das dann auf und man dreht den Stein etwas oder bewegt ihn hin und her. Dann quillt wieder Dreck hervor, warten, Stein bewegen etc.. Das kann schon mal bis zu 15 Minuten dauern. Die Größe der Stücke sollte dabei (im Idealfall) nicht mehr als 10% des Wannenvolumens einnehmen (woraus resultiert, das man mit einer 0.9 l Wanne praktisch nur Mikros reinigen kann - auch ein Grund dafür, weshalb ich inzwischen bei einer 40 l-Wanne angekommen bin). Zudem sollte man regelmäßig das Wasser wechseln, da jedes Schmutzpartikel, und noch mehr jedes abgebrochene Bröselchen Schwingungleistung verschluckt.
Allen Problemen und Einschränkungen zum Trotz bin ich doch recht überzeugt vom Ultraschallen. Letztlich für oft nur die Kombination von verschiedenen Methoden zu einem brauchbaren Ergebnis, daher habe ich nebenbei auch noch Zahndusche, reichlich alte Zahnbürsten sowie einen Hochdruckreiniger...
P.S.: Recht effektiv sind auch die Ultraschallvernebler; die können auch in tiefe Hohlräume eindringen, wo ein normales Ultraschalbad oft nichts mehr bringt. Nachteil ist jedoch, das man nur einen wenige Quadratmillimeter großen Arbeitspunkt hat und eine Stufe quasi abrastern muss - was wirklich lange dauert. Aber dafür sind die Teile spottbillig (mehr als 15 Euro sollte man nicht ausgeben).
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Hallo Markus,
danke für den Tipp! Dass man nur wenige bzw. ein Stück hineinpacken sollte wusste ich schon, aber das mit den Schwingungsknotenpunkten war mir neu.
Ich habe mich letztlich für dieses Gerät entschieden, da es das größte Volumen und eine Heizung hatte (und es digital war):
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p4011_TRITON-Ultraschallreiniger-mit-Heizung---2-Liter-Tankvolumen.html
Wenn ich es habe, werde ich mal von meine Erfahrungen berichten.
Gruß
Philipp
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Hi Philip
Der schaut gut aus und bei dem Preis machts Du sicher nichts verkehrt. Was ich noch vergessen hatte: Eine Heizung wirst Du nicht benötigen. Bei Mineralien ist die Erwärmung meist eher schädlich als gewinnbringend. Digital ist auch nicht nötigt, bzw. durch An/Aus vorgegeben ;) Es reicht, wenn das Gerät dauerbetriebtauglich ist. Ansich sind die Ansprüche für den Sammler bescheiden: Keine Heizung, keine Reglung, kein Timer - nur möglichst groß sollte er sein und dauerbetriebtauglich.
Achso, das mit den Knoten wirst Du schon sehen, wenn Du das gute Stück zu ersten Mal anwirfst. Und Du wirst auch sehen, das nur in oder in der Nähe der Knoten eine merkliche Reinigungswirkung auftritt. Dort überlagern sich die Wellen der einzelnen Schwinger und verstärken sich. An anderen Stellen löschen sie sich durchaus auch gegenseitig aus und dort passiert - logischerweise - nichts. An den Schwingungsknoten zwickt es auch merklich bis schmerzhaft in den Fingern, da hält man sie freiwillig nicht rein. Außerhalb merkt man kaum was, weshalb man kleine Stück besser mit einer Zange oder großen Pinzette in die Wanne hält, wärend man große Stücke auch problemlos mit der Hand führen kann. Auf jeden Fall fallen einem nicht gleich die Finger ab, wenn man die in den Ultraschallreiniger steckt. Auch habe ich es bisher nicht geschafft, Blutergüsse oder ähnliches zu erzeugen. Es fühlt sich eigentlich nur sehr unangenehm an (ein bisschen als ob an in eine Steckdose fasst) und dann zieht man die Finger einfach weg...
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Hier mal eine kurze Zusammenfassung dem Gerät aus meinem letzten Beitrag:
Ich bin mit dem Gerät sehr zufrieden. Zwar habe ich kein anderes Gerät um die Leistung etc. zu vergleichen, allerdings sind die Ergebnisse sehr zufriedenstellend.
Trotz dessen, dass ich die Stücken nicht vorher (mehrere Stunden) einweichen gelassen habe, ist quasi aller Schutz innerhalb von 30s bis 1min weggegangen. Da ich die Stücke einzeln behandele und das Wasser spätesdens nach 10 Gängen erneuere, habe ich kein Problem mit Überhitzung. Auch die Größe des Tanks reicht für eigentlich alle Stücken.
Ich habe auch schon Stücke mit erheblichen Rissen behandelt, welche vom Dreck befreit werden konnten, aber nicht zubrochen sind.
Als Flüssigkeit verwende ich normales Leitungswasser mit ein wenig Seife.
Gruß
Philipp
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Nimm lieber mal destilliertes Wasser - ich denke Leipzig hat auch kalkhaltiges Wasser und
das kann ab und an "Kalkflecken" auf den Mineralien geben (sicher ist sicher).
Hier mal eine kurze Zusammenfassung dem Gerät aus meinem letzten Beitrag:
Als Flüssigkeit verwende ich normales Leitungswasser mit ein wenig Seife.
Gruß
Philipp
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Hallo,
mag sein, dass ich auf dem Auge blind bin, aber mir sind auf meinen Stücken, die ich mit dem Ultraschallreiniger bearbeitet habe, noch keine Kalkflecken aufgefallen. Ich habe hier in Köln regelmäßig Kalkablagerungen am Wasserhahn, aber der wechselt ja auch ständig zwischen nass uns trocken. Destilliertes Wasser verwende ich nur beim Dampfreiniger damit ich da nicht so viel Entkalker-Chemie brauche.
Günter
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Moin
Ich verwende auch "nur" normales Leitungswasser und bei uns im Norden von Hannover ist das Wasser ebenfalls recht hart. Kalkflecken habe ich auch noch nicht beobachtet. Wer dennoch Panik hat, kann ja nach dem Ultraschallen mit destilliertem Wasser nachspülen.
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Hallo,
ich habe auch noch nichts beobachten können. Aber ich habe meinen US-Reiniger ja erst seit dem ich nicht mehr in Jena wohne.
Gruß
Philipp
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Servus,
selbst wenn keine makroskopischen "Ablagerungen" zu sehen sein sollten, fallen beim Verdunsten des Wassers natuerlich alle darin geloesten Feststoffe (dies muss nicht nicht nur Kalk sein) wieder aus ;D.
Es macht nicht wirklich Sinn, (viel) Zeit und Geld auf die Reinigung von Mineralen zu verwenden, um diese dann in mehr oder weniger hartem Leitungswasser zu baden, zumal entmineralisiertes Wasser relativ preiswert ist.
Wie immer muss dies jeder fuer sich entscheiden. Die Wannen meiner US-Baeder werden stets mit entsalztem Wasser gefuellt, die eigentliche Reinigung erfolgt immer in entmineralisiertem Wasser.
GA
Harald
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Moin
@Harald: Du hast sicher recht mit Deiner Aussage, allerdings frage ich mich in wieweit es Sinn macht mit destilliertem Wasser zu reinigen, wenn sich dieses Wasser während der Reinigung mit allerlei mehr oder weniger gut löslichen Substanzen + dem abgelösten "Dreck" sättigt !? Reinige ich eine Calcitstufe im Ultraschallbad, wird sich das dest. Wasser sicherlich recht schnell mit Calcium- und Carbonationen sättigen, bei Gips dürfte es ähnlich sein. Bei allen anderen Mineralen kann der "Dreck" selbst entsprechende lösliche Substanzen enthalten. Hinzu kommt, das der "Dreck" als Schwebestoff im Bad verbleibt und somit auch die Stufe benetzt, weshalb man zwangsläufig spülen muss. Daher: Ultraschallen mit normalen Wasser und ggf. nachher nochmal mit dest. Wasser spülen, wenn man die Panik hat.
Bei recht gut wasserlöslichen Mineralen wie Gips könnte es andersherum schon beinahe sinnvoll sein, gesättigte Gipslösung zu verwenden, damit der zu reinigende Gips nicht während der Reinigung angelöst (= trübe) wird. Allerdings konnte ich bisher noch keine Trübung bei Gips beobachten, obwohl ich immer Leitungswasser nehme. Hmmm, wenn ich gerade darüber so nachdenke: Haben wir hier im Großraum Hannover eigentlich Carbonat- oder Sulfathärte ? Wenn es Sulfathärte ist, wäre das Leitungswasser schon stark gipshaltig und dann würden sich auch meine Gipse nicht so schnell auflösen. Also das mit dem Gips lieber nochmal selber ausprobieren !
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Hallo
du hast mehr gH als kH:
http://www.aquaristik-live.de/wasserchemie-f12/nur-gh-senken-aber-wie--t12213.html
zumindest in Garbsen. Die Werte können aber auch innerhalb eines Stadtteils gewaltig variieren.
MfG
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Servus,
es ist natuerlich richtig, dass sich jedes Reinigungsbad waehrend des Reinigungsvorgangs mit geloesten (und evtl. auch ungeloesten = suspendierten) Stoffen anreichert.
Reinigen ist im Prinzip nicht anderes als "die Verduennung von Verunreinigungen" unter ein vom Reiniger zu definierendes Niveau.
Daher empfiehlt es sich, die Reinigungsfluessigkeit sooft zu wechseln, bis keine Verfaerbung mehr zu erkennen ist bzw. keine suspendierten Schmutzpartikel mehr zu sehen sind.
Die Reinigung von merklich wasserloeslichen Substanzen wie z. B. Gips ist sicher eine gewisse Herausforderung - eine mit Calciumsulfat bei RT gesaettigte Reinigungsloesung koennte in der Tat helfen, das Anloesen der Gipskristalle zu unterbinden.
Schwierig wird es allerdings, wenn man diese relativ stark salzhaltige Loesung entfernen moechte um die evtl. Bildung von Belaegen zu vermeiden. Ich bin mir nicht sicher, ob ein sehr kurzes Tauchbad in entmineralisiertem Wasser, gefolgt von mehreren Tauchbaedern in Ethanol, den gewuenschten Erfolg bringt.
GA
Harald
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Hallo,
Gips würde ich im Zweifelsfall auch mit einer gesättigten Gips-Lösung behandeln. Die Löslichkeit ist immerhin so hoch, dass ein MM in 1 Liter bei genügend langer Einwirkdauer vollständig gelöst werden kann. Wenn ich's richtig im Kopf habe, so um 0,5 Gramm pro Liter, je nach Temperatur.
@Axinit
Ich verstehe Deine Bedenken nicht richtig. Wenn Du die Stufe oft genug in dest. Wasser badest, ist sie irgendwann weg, also nimm gesättigte Gipslösung, da kann sich nichts mehr zusätzlich drin auflösen. Dürfte ja auch soweit klar sein.
Wenn dann die Stufe abgespült wird, bleibt im "schlimmsten" Fall etwas Gipslösung zurück. Das gleiche passiert aber auch, wenn Du dest. Wasser auf die Stufe gibst bzw beim Trocknen noch drauf ist.
Der einzige Unterschied ist, dass es sich im ersten Fall so zu sagen um "fremdes" Material in der Lösung handelt und im 2. Fall das Material aus der Stufe selbst stammt.
Beim Verdunsten wird sich der Gips an die vorhandenen Kristalle mehr oder weniger geordnet anlagern.
Ich weiß auch gar nicht, warum Du so allgemein von Salzlösung spricht, es ist Gipslösung. Also eine Lösung des Minerals, das Du reinigen willst, quasi "arteigen". Da passiert doch nix!
Wenn Du also nicht genug spülst, hast Du irgendwann eine größere Stufe ... und wenn Du zu viel spülst, ist sie irgendwann ganz weg.
Das Ethanol bewirkt eine schlagartige Verringerung der Löslichkeit, und führt zu einer Fällung, so dass durch feinkristallinen Gips erst recht ein Belag entstehen kann. Würde ich also unbedingt weg lassen!
Im übrigen habe ich mit Belägen noch nie Probleme gehabt, wechsele relativ selten das Wasser (wenn ich den Wannenboden nicht mehr sehen kann), spüle die Stufen unter fließendem Leitungswasser gut ab. Mehr nicht. Ist aber bei nur 6-8°dH vielleicht nicht so problematisch.
Thomas
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Servus,
offensichtlich ist es nicht einfach fuer den Begriff "Reinigung" einen gemeinsamen Nenner zu finden: wenn zwei vom Gleichen reden, muessen sie noch lange nicht dasselbe meinen ;D.
Es ist sicher am Besten, wenn jeder ERGEBNISOFFEN Minerale so reinigt, wie es ihr/ihm eben moeglich ist !
Bevor dieser Thread zunehmend an Sinngehalt verliert, schlage ich doch vor, diesen zu schliessen.
GA
Harald
P.S.: Gips oder Kalk sind beide aus Ionen aufgebaut und daher Salze 8).
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Das Wort "allgemein" beschreibt nach meinem Sprachverständnis einen Oberbegriff und keinen Gegensatz ;)
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Hallo nochmal,
ich habe mich wohl doch etwas unverständlich ausgedrückt, deshalb noch mal zur allgemeinen Verständlichkeit der folgende Nachtrag.
Eigentlich wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass es doch völlig o.k. ist, wasserlösliche Minerale (Salze) in ihrer Mutterlauge -also einer gesättigten Lösung des Stoffe, aus dem sie selbst bestehen- gereinigt zu reinigen. So wie das von Markus (cmd.powell) ganz korrekt vorgeschlagen wurde.
Ebenso glaube ich da zwischen den Zeilen sowas wie "igitt-Salzlösung!!" gelesen zu haben. Das ist mir unverständlich.
Mit Axinit stimme ich aber in so fern überein, dass es selbstverständlich jedem selbst überlassen bleiben soll, welchen Aufwand er bei der Reinigung seiner Stufen für nötig und sinnvoll hält. Da will ich keinem rein reden!
Meine persönliche Meinung ist aber, dass hier vieles überbewertet wird und oft unnötiger Aufwand betrieben wird. Aus 'ner Krähe kann man eben nun mal keinen Singvogel machen! Man soll eben nicht päbstlicher sein als der Pabst - und alle seine Kardinäle zusammen. Wie gesagt meine persönliche Meinung! Ein Snob kann sich ja ruhig eine gesättigte Bariumsulfatlösung zubereiten um dann seinen Baryt darin zu reinigen. Hab ich ja nichts dagegen - seine Sache!
Gips ist allerdings so ein Grenzfall. Markus wäre da jedenfalls auf der sicheren Seite. Irgend eine Gefahr für die Stufe (Bildung eines Belages) kann ich da nicht erkennen. Etwaige Reste (die nach dem Spülen ohnehin minimal sind) oder im Spülwasser frisch gelöste Substanz dürften wegen des Fehlens von Kristallisationskeimen (die Stufe ist ja sauber!) an die vorhandenen Kristalle angelagert werden, ohne sichtbare Beeinträchtigungen hervor zu rufen.
Schwieriger wir's allerdings wenn Begleitminerale mit auf der Stufe sind. Wenn nach dem Spülen nicht zu viel Wasser auf der Stufe verbleibt, sollte bei der doch begrezten Löslichkeit (von Gips) in der Praxis nicht viel passieren.
Ethanol halte ich deshalb bedenklich, weil er eine Fällung auslöst, und auf dem Gips -nicht auf den Begleitminealen!- einen feinkristallinen Belag hinterlassen könnte, wenigstens theoretisch. Aber wenn man's schon ganz genau nehmen will...
Wer statt Wasser anderes (Alkohol) verwendet, braucht sich darum keine Sorgen machen, hat aber auch weniger Reinigungswirkung.
Ich hoffe, das war jetzt verständlicher.
GA
Thomas
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Hallo,
ich stimme euch zu.
Allerdings müsste man es erstmal ausprobieren was passiert, wenn man Gips in einer Calciumsulfatlösung reinigt.
@Thomas: das mit der Bariumsulfatlösung und dem Baryt ist ein sehr schlechtes Beispiel, da Bariumsulfat unlöslich in Wasser ist und somit keine Gefahr besteht, dass sich der Baryt im Wasser löst. :D
Grüße
Philipp
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Hallo Philipp,
Hab ich da was verpasst oder falsch verstanden ??? Wieso Natriumsulfat ??? Gips ist doch Calciumsulfat!
Das geht natürlich immer nur "stoffeigen", eben mit der Mutterlauge, aus der das Mineral auch kristallisieren würde. Klappt sogar mit leicht löslichen Sachen, wie Halit, Chalkanthit usw. Nur muss man da eben die gesättigten Lösungen von Kochsalz bzw. Kupfersulfat verwenden!
Bei exotischen Sachen, z.B. aus dem Fledermaus- oder Vogelguano, kann natürlich die Zubereitung der Mutterlauge etwas schwieriger werden ;D ;D ;D
Das mit dem Baryt war natürlich nicht ganz so ernst gemeint. Aber bekanntlich gibt es kein Salz, das völlig unlöslich ist, nur "schwer", "sehr schwer" und "praktisch(!) unlöslich". Eben was für "Snobs", die auch die Rosinen im Kuchen zählen ;D
GA
Thomas
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Hallo Thomas,
Sorry. Das war mein Fehler. Ist aber geändert.
So und damit sollte die Diskussion beendet sein. Das hat ja auch nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zutun.
Gruß
Philipp
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Wer statt Wasser anderes (Alkohol) verwendet, braucht sich darum keine Sorgen machen, hat aber auch weniger Reinigungswirkung.
Alkohol statt Wasser ist nicht unbedingt eine gute Idee, schließlich sind auch (vor allem niedere) Alkohole polare Lösungsmittel, die Ionenverbindungen lösen können. Ich habe da schon schlechte Erfahrungen gemacht, z.B. mit Ulexit in Isopropanol.
Gruß,
Klaus
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Moin Thomas
Beim Verdunsten wird sich der Gips an die vorhandenen Kristalle mehr oder weniger geordnet anlagern.
Genau das wird eher nicht passieren bzw. sehr viel weniger geordnet als erforderlich/erwünscht. Sobald ein Kristall aus seinem ursprünglichen Wachstummedium gebracht wurde gibt es an den Korngrenzen (allgemein für Kristallflächen und -begrenzungen) automatisch Gitterfehler, welche entsprechend auffallen werden (z.B. als trübe Zone im Kristall - vorausgesetzt er wächst noch merklich weiter). Je nach Stoff kann es auch zu chaotischer Neubildung von Kristallen kommen, so das man eine Kruste auf dem "alten" Kristall hat. Diese Punkte spielen aber bei der Reinigung eine vernachlässigbare Rolle.
Schwerwiegender ist - und ich meine darauf wollte Harald hinaus - das z.B. nach dem Herausnehmen des Gipses aus dem Bad mit Calciumsulfatlösung etwas von der gesättigten Lösung als Tropfen auf den Kristallflächen zurückbleibt. Diese Tropfen verdunsten und hinterlassen dann natürlich die darin gelösten Stoffe (um beim Beispiel zu bleiben: Gips). Je leichter ein Mineral in Wasser löslich, desto stärker ist dieser Effekt und umso schwieriger wird es, diesen zu vermeiden. Gips löst sich nur recht langsam, so das man durch kurzes Nachspülen mit dest. Wasser diese "Kalkränder" vermeiden können sollte, bevor es zu einer merklichen Anlösung der Kristalle kommt. Bei z.B. Kupfersulfat geht das nicht mehr, da dieses bei Nachspülen sofort sichtbar angelöst wird und die Lösegeschwindigkeit so hoch ist, das sich auch aus dem Nachspülwasser "Kalkränder" (die in diesem Falle freilich aus Kupfersulfat bestehen) bilden. Das kenne ich zur Genüge von meinen Kristallzüchtungsexperimenten. Bei so was hilft es nur mit reichlich Filterpapier (fasert wenig) auf die Jagd nach Tropfen zu gehen und diese möglichst vollständig vor dem Eintrocknen aufzusaugen.
Bei Gips und schätzungsweise 99.99% aller üblichen Minerale, die durch den Ultraschallreiniger wandern, muss man sich über so was aber keinen Kopf machen. Hier sollte man sich vielmehr vergegenwärtigen, das so manches Mineral die Ultraschallbehandlung generell schlecht verträgt. So habe ich mir z.B. ein paar Paralaurionite ruiniert, die im Ultraschallbad frecherweise matt geworden sind. Von der Grube Glücksrad hatte ich einen Fall, wo die zu reinigenden Kristalle (Langit) auf einer erdigen Schicht saßen; Leider hat sich diese Schicht vollständig aufgelöst, wodurch die Kristalle ihren Halt verloren und somit lagen sie unten in der Wanne - immerhin schön sauber...
Hier helfen oftmals Vorversuche an weniger guten Stücken. Inzwischen reinige ich nur noch dann mit Ultraschall, wenn ich sonst nicht weiterkomme.
@Klaus: Carnallit löst sich gut in Alkohol (Ethanol, 2-Propanol) - auch eine schmerzliche Erfahrung.
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Kleiner Hinweis an Thomas! :D
Aus 'ner Krähe kann man eben nun mal keinen Singvogel machen!
Raben und Krähen gehören zur Unterordnung der Singvögel