Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: klofrosch am 01 Oct 14, 16:20
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Hallo Allerseits,
ich habe aus einer Haushaltsauflösung dieses 25 cm großes und 8 cm im Durchmesser messenedes Glas mit Mineralien bekommen. Der Verstorbene war im Bergbau tätig.
da ich davon 0,00 Ahnung habe, würde mich folgendes interessieren:
Was sind das für steine
..welchen Wert haben diese?
danke!
klofrosch
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Hallo,
es könnte sich um wasserlösliche und hygroskopische Minerale handeln (Halit, Sylvin etc.). Solche sollten bei sachgemäßer Handhabung in so einem verschlossenen Behälter aufbewahrt werden.
Ist dir bekannt, in welchem Gebiet derjenige im Bergbau tätig war?
Gruß
Daniel
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Würde mich dem anschließen.
Gruß
Philipp
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Hallo,
kann mich noch an meine Schulzeit erinnern, da wurden Salzminerale (hygroskopisch) so aufbewahrt.
Gruß
stefan
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..es stammt aus dem Mansfeldischen Bergbau. In der Gegend um Lutherstadt Eisleben, Helbra, Hettstedt und Mansfeld. War damals bekannt für den Schiefer- und Erzbergbau. Große Abraumhalden prägen heute das Bild des Mansfelsder Landes.
Danke
klofrosch
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Aus dem Mansfelder Revier wohl eher nicht, da der Bergbau dort auf sog. "Kupferschiefer" und nicht auf Salze umging.
nwsachse
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Morjen,
ja, die Teile kenn ich auch noch aus der Schulzeit.
Aber woher das Salz stammt...?
Könnte aus dem Thüringer Raum (Bischofferode) oder auch aus S-A (Staßfurter Raum) stammen oder aber auch von irgendeinem anderen Salzabbau?? Wird wohl so einfach nicht festzustellen sein.
Gruß
Silvio
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Hallo Alexander,
bei den braunen Stücken handelt es sich um Kalisalze, das blaue und weiße Material ist wohl Steinsalz.
Kalibergbau gibt in der Nähe von Lengede bei Lehrte/Sende, Sarstedt und nordwestlich von Hannover. Historischer Kalibergbau ist in Vienenburg bei Goslar gewesen. In der Nähe von Helmstedt- Braunschweig ist das aktive Bergwerk Grasleben und das atom. Endlager Asse.
In Grasleben wird blaues Steinsalz gefunden. Dies beschränkt sich also nicht nur auf Thüringen und Hessen.
Gruß
Frank-Detlef Paul
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Hallo,
ja danach sieht es aus, Salze. Welche Grube, welches Revier - tja eher fraglich.
Zum Wert: Ich liebe dich wie das Salz in der Suppe ;-)
LG
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Hallo,
Ja, verschiedene Salze. Rot Sylvin oder Carnallit (Kalisalze) mit Hämatit, blau und weiß Halit (Steinsalz).
Ähnliches Material kenne ich u.a. aus Sondershausen. Wahrscheinlich aus dem Südharzgebiet (Sondershausen, Bleicherode, Bischofferode), das ist nicht allzu weit vom Mansfeldischen weg.
Glück Auf!
Sebastian
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Hallo,
das Salz kann natürlich von überall her sein. Dem Mansfeldischen am nächsten liegen Roßleben und "Krügershall" Teutschenthal.
Grüße,
Michael
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Hallo
Die Frage von Klofrosch war aber nicht nach dem Fundort, sondern was es ist und vor allen Dingen ( wie so oft bei Neueinsteiger ) was ist es Wert! Gruß Werner
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Wert, 3€ wegen der originellen Flasche ;)
Hier ein Vergleichsbild
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1232829682.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1232829682.jpg)
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Hallo,
wer ein Glas mit Salz hat, und es verkaufen möchte muss mir nur eine Nachricht senden
Glück Auf
Olaf
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Ich habe mir jetzt alle Beiträge noch mal durchgelesen, und kann dazu nur mit dem Kopf schütteln.
Im Mansfeldischen gab es zwei Kaliwerke die bis 1926 produziert haben. Die Möglichkeit das das Glas von dort ist besteht schon.
Wenn ein Glas unbeschriftet ist, ist die Fundortbestimmung schwierig aber nicht unmöglich.
Es kommt darauf an was für Salze im Glas sind.
Die Angabe Kalisalz ist rot und Steinsalz weiß trifft auch nicht zu.
Sylvinit und Carnallitit gibt es auch in weiß. Bei Steinsalz, je nachdem was noch enthalten ist- rot, braun, grau, farblos, blau, gelb,
grün, schwarz
Und was den Wert anbelangt, das kommentiere ich mal nicht weiter
Meine Meinung dazu: Wenn einem die Sachkenntnis fehlt, sollte man besser nichts schreiben
Glück Auf
Salzhase
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Hallo,
fehlt nur noch die Angabe, welche Kaliwerke das genau waren.
Nützlich wäre auch die Information von "Klofrosch", wo genau der Verstorbene im Bergbau tätig war, wobei seine Wohnortangabe "Lengede" ein Indiz sein könnte.
nwsachse
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Ich habe mir jetzt alle Beiträge noch mal durchgelesen, und kann dazu nur mit dem Kopf schütteln.
Im Mansfeldischen gab es zwei Kaliwerke die bis 1926 produziert haben.
Meine Meinung dazu: Wenn einem die Sachkenntnis fehlt, sollte man besser nichts schreiben
Glück Auf
Salzhase
...dann kannst Du ja ein wenig zur Förderung der Sachkenntnis beitragen und auch schreiben, welche beiden Kaliwerke das waren?
Grüße,
Michael
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Kaliwerke im Mansfeldischen:
Kaliwerk Eisleben mit den Schächten
-Wolf (Kaliförderung 1911-14)
-Dittrich
-Wachler
Kaliwerk Wansleben mit den Schächten
-Neumansfeld
-Georgi
Glück Auf
Salzhase
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Hallo...
"Salzhase" hat recht,was die Salzförderung im Mansfeldischen betrifft.
Beim Abteufen des "Wolfschachtes"(später "Fortschrittschacht I"),in Volkstedt bei Luth. Eisleben,wurde in ca. 430m Tiefe "...als Erstmaligkeit bei Kupferschieferschächten das in späteren Jahren noch eine Rolle spielende karnalitische Kaliflöz'Staßfurt' an."*1
Beim Abteufen des "Dittrichschachtes"(später"Fortschrittschacht II"),in Unterrißdorf bei Luth. Eisleben,traf man bei ca. 321m und 358mm Tiefe auf das Kalilager.Hier durfte aber das Salz,aus steuerrechtl. Gründen,nicht abgebaut werden.Deshalb teufte man nur wenige Meter neben dem "Dittrichschacht" den "Kalischacht" namens "Wachler" ab(geteuft ab 14.01.1913).Von dort führte eine Seilbahn,für das Kalisalz, über den "Wolfschacht" bis zur Kalifabrik am Friedrichsberg(nordwestl. Wimmelburg bei Luth. Eisleben?),wohl über die Oberhütte?Genauere Angaben zum Verlauf liegen mir nicht vor.
Ein weiter Salzschacht der "Mansfeld"war "Johannashall" bei Kloschwitz.Das ist oberhalb des südl. Saaleufers bei Wettin.
Wen es interessiert,noch was dazu:Zwischen der Luth. Eisleben und "Wansleben am See"(heißt heute noch so!)liegt der trockengelegte "Salzige See".Südlich,ungefähr die Mitte des See's liegt "Röblingen am See".Dort gab es 2 Schächte der Firma "Soas".Der östl. (Maschinenhaus steht noch)kam wohl nie zur Produktion.Der innerörtl. ist in Vergessenheit geraten.Zwischen Röblingen und Erdeborn liegt "Adlerkali".Eine ganz kleine Siedlung,in der sich der Schacht befand.
*1:"Wichtige Kupferschiefer-Schächte in der Mansfelder Mulde" von Dr. Günter Jankowski 1987 2. Auflage URANIA-Verlag
MfG