Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Storm am 19 Oct 14, 20:02

Titel: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 19 Oct 14, 20:02
Gefunden auf der Halde. Was ist das?

Natürlich meine ich die schwarze Maserung.  :)
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Walpurgin am 19 Oct 14, 20:05
Flussspat und Zinkblende.....vermute ich mal, die Fotos geben nicht wirklich viel her.
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: uwe am 19 Oct 14, 22:10
Lorenz Gegentrum war früher ein guter Fundpunkt für Schalenblende. Erfreulich, daß man offensichtlich heute noch welche findet.

Gruß
Uwe
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 19 Oct 14, 22:25
Also Schalenblende? Ich habe echt keine Ahnung... Leider.
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: smoeller am 20 Oct 14, 08:52
Hallo,

Schalenblende (Zinkblende) wäre möglich. Habe dort allerdings auch schon Markasit in der Ausbildung gefunden. Sollte dann einen goldenen Schimmer haben bzw. bronzeartig aussehen. Auch Verwachsungen von Zinkblende mit Markasit.

Glück Auf!
Sebastian
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: CRYSTALLOGIC am 22 Oct 14, 15:34
Hallo,

ja, den Bildern nach nicht zu entscheiden... der Vollständigkeit halber sei aber noch erwähnt, dass auch Galenit in nierig-schaligen Aggregaten von der Halde bekannt ist. (auch in Kombination mit Sphalerit, Markasit / Pyrit)

Gruß
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: geomueller am 22 Oct 14, 17:42
Sollte Schalenblende mit Fluorit sein. Wenn das Stück groß genug ist würde sich schneiden schleifen und polieren lohnen.

Gruß Jürgen Müller
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 24 Oct 14, 12:49
Glück auf!
Das Stück ist ziemlich groß.
16 cm breit, 9 cm hoch, 10 cm tief
Maximalste Tiefe der Maserung liegt bei 5 cm.
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: uwe am 24 Oct 14, 15:52
Na, dann würde ich mir einen Anschliff leisten. Das wird dann ein sehr schönes Stück aus dem Freiberger Revier.

Gruß
Uwe
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 24 Oct 14, 17:30
Sicher? Na,da werde ich es wohl mal versuchen.
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Nathan am 24 Oct 14, 18:36
Passt zwar nicht wirklich zum Thema, aber wie viel kostet eigentlich so ein Anschliff im Durchschnitt (Schneiden + Polieren)?
Gruß und vielen Dank
Philipp
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 25 Oct 14, 13:43
Keine Ahnung. Ich lass bei einem Freund sägen.
Mein Vater schafft seine Achate nach Geyer. Dort soll es nicht so teuer sein.

Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 16 Nov 14, 17:07
Wieder brauch ich mal Hilfe von euch.
Ist das Flourapatit? Oder irre ich da?

Beste Grüße aus Mittelsachsen,Roman
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 16 Nov 14, 17:09
Auch von der Halde. Keine Ahnung,was das sein soll
 ???
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 16 Nov 14, 17:30
Oder das.
Das Grundgestein ist ziemlich schwer.
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: steinfried am 17 Nov 14, 07:26
Hallo,
bei so vielen Bildern solltest du jedem eine Nummer geben. Deswegen fange ich mal unten an. Der schwere Brocken ist Baryt massiv bzw. grobkristallin obendrauf sitzt erdiger und blättriger Hämatit.

Gruß steinfried
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: steinfried am 17 Nov 14, 07:42
Hallo,

das Foto darüber mit der Nummer 16-16-12-45 ist grobkristalliner Baryt, das weiße Gängchen sind kuglige Barytaggregate quer gespalten, direkt darunter sitzen kleine grüngelbe metallische Kupferkieskristalle. Schwer zu erkennen.

Foto:16-15-47-19 darüber ist grobkristalliner Quarz in Drusenhohlräumen sitzen blättrige Barytkristalle.

Foto: 16-14-47-48 ist kein Fluorapatit, da würde ich denken verwachsene blättrige Barytkristalle.

Gruß Steinfried

Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 17 Nov 14, 16:59
Hallo,Steinfried,
ich danke dir für die Hilfe. Hast recht,ich hätte die Fotos nummerieren sollen. Sorry,war mein Fehler.
Was den verwachsenen Baryt betrifft,bin ich mir halt nicht sicher,da der Querschnitt,was auf dem Bild leider nicht zu erkennen ist,sechseckig ist.

Beste Grüße,Roman
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: steinfried am 18 Nov 14, 00:08
Hallo, also wenn die Kristalle einen sechsseitigen Querschnitt haben, dann  wirst du wohl recht haben. Auch die fehlende Spaltbarkeit und fehlender Oberflächenglanz sind Indizien für Fluorapatit. Im Lexikon sind einige Fotos davon auf der Gegentrumseite.

Grüße
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 18 Nov 14, 15:35
Hallo,und danke.
Wenn ich alles mit der Lupe ansehe,ist eindeutig ein sechseckiger Querschnitt zu sehen.
Ich versuche mal,es hier rein zu stellen,da ich mir wirklich nicht sicher bin.

Gruß,Roman
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 18 Nov 14, 16:33
Hallo Steinfried,
hier noch ein ein Foto. Leider habe ich mit der Kamera noch keine Erfahrung.
Entschuldige dies bitte!
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: uwe am 18 Nov 14, 18:29
Ja, jetzt sieht es schon wie Apatit aus.

Gruß
Uwe
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Sebastian am 18 Nov 14, 19:49
Hallo,
typischer sogenannter Pseudoapatit.
Gruß Sebastian
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 19 Nov 14, 12:52
Super. Danke für eure Hilfe.
 :D
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 19 Nov 14, 13:23
Hallo,
ich hab das,in Lorenz Gegentrum,gefundene Teil sägen lassen.
Dank an Axel.
Muss jetzt nur noch sehen,wie ich es,am preisgünstigsten und ohne viel Aufwand,schleife.

Beste Grüße,
Roman
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 19 Nov 14, 13:24
Und hier zwei Nahaufnahmen.
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 19 Nov 14, 13:42
Scheint Zinkblende und Markasit zu sein. Es ist deutlich ein goldener Schimmer zu sehen.
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: steinfried am 21 Nov 14, 23:00
Hallo sieht ja interressant aus, wenn das Stück geschliffen ist, solltest du das Stück immer schön Trocken aufbewahren. Also immer in der Wohnung, im Keller könnte der Markasit anfangen sich zu zersetzen(ausblühen).

Gruß Steinfried
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 22 Nov 14, 17:48
Hallo Steinfried,
die beiden Hälften befinden sich in der guten Stube. Schleifen muss ich sie noch. Die Frage ist nur,wie?
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 22 Nov 14, 17:58
War heute wieder da,und fand diesen Brocken.
Das Schwarze scheint Galanit zu sein. Meine Frage ist aber,was ist das Grüne darunter?
Bitte entschuldigt,aber,als Noch-Laie,habe ich wenig Ahnung,obwohl ich mir Mühe gebe.

Beste Grüße,Roman
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 22 Nov 14, 18:01
Ich weiß auch nicht,was dies ist.  ???
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: openpit am 22 Nov 14, 18:13
Hallo Roman,

die grünen Partien auf 0318 sind wohl Fluorit. Der Galenit auf dem Stück scheint kein purer zu sein, sondern als fein verteilte Aggregate in Quarz vorzuliegen, wie er dort häufiger vorkommt.

22 17-00-51 ist Baryt, sofern Du die weißen plattigen Aggregate meinst, welche bildbeherrschend sind. Aufgrund der geringen Schärfe kann ich jedenfalls nichts anderes erkennen.

Glück Auf!
Micha
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 22 Nov 14, 18:22
Hallo Micha,
danke für die schnelle Antwort.
Entschuldige bitte das unscharfe Bild!
Ich habe eben dieses Teil unter langwelliges UV-Licht gehalten,und einige Stellen fingen an,gelb zu leuchten.
Auch Flourid?

Gruß,Roman
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 22 Nov 14, 18:23
Na toll. :-[
Und ich dachte,das Foto ist freigestellt.
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: openpit am 22 Nov 14, 18:35
Wenn es fluoresziert, so ist Fluorit wahrscheinlich. Ich habe Material von dort aber noch nie unter UV betrachtet. Das Bild 0320 zeigt jedenfalls Fluorite neben Quarz.

Na toll. :-[
Und ich dachte,das Foto ist freigestellt.
Was meinst Du damit?
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 22 Nov 14, 18:38
Einige Stellen leuchten unter dem UV-Licht intensiv ,sagen wir mal,orange-gelb.
Mit dem Freistellen meinte ich,den schwarzen Rahmen.
Ich wollte das Bild ohne dem reinsetzen.
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 23 Nov 14, 11:44
Hab ich doch gestern,nach dem Säubern der Funde,dies entdeckt.
Also das Grüne. Ist definitiv kein Moos.
Was kann das sein?  ???

Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: harzgeist am 23 Nov 14, 18:05
Hallo Roman,

ich möchte vorweg schicken, dass ich mit dem Fundpunkt nicht sonderlich gut vertraut bin, war das letzte mal vor ca. 35 Jahren dort. Also kann ich hier nur allgemein was sagen.

Zu Deinem letzten Beitrag:
Bei der grünen Kruste auf dem 1. der drei Fotos scheint es sich um Pyromorphit bzw. Mimetesit zu handeln.
Die weißlichen Krusten auf den anderen beiden Fotos sind (für mich) so nicht zu identifizieren. Säuretest? Härte? Löslichkeit in NaOH ?

Zur Fluoreszenz:
Die Fluoreszenz(farbe) wird durch Spurenelemente verursacht und kann sehr verschieden sein oder auch ganz ausbleiben. Bis auf Ausnahmen lassen sich keine Rückschlüsse auf die Mineralart ziehen
Eine GELBE Fluorezenz konnte ich bei Fluorit noch nicht beobachten. Nur blau bzw. violett oder manchmal auch gar keine.
Baryt zeigt schon mal (insbesondere klare Kristalle) eine gelbe Fluoreszenz, meistens aber keine Reaktion.
Bei Calcit sind von weißlich gelb bis dunkel rot fast alle Farben möglich.
(Die kräftig gelbe Reaktion vieler Uranminerale ist ja bekannt, kommt aber hier nicht in frage)

Zum hexagonalen Kristall ("Fluorapatit"):
Da möchte ich doch mal vor einem übereilten Schnellschuss warnen und folgendes zu bedenken geben:
Thorsten (Steinfried) weist auf den fehlenden Oberflächenglanz hin. Sämtliche Fotos zum Fluorapatit hier im Atlas zeigen Pseudomorphosen, die (deshalb?) keine glänzenden Flächen besitzen. Dein Kristall zeigt dagegen sehr wohl einen starken Glanz!
Meiner Ansicht nach sind Pyromorphit und Mimetesit zwei ganz heiße Favoriten, die sich vom eng verwandten Apatit durch die geringere Härte leicht unterscheiden lassen, untereinander aber nur durch eine Analyse. Form und Farbe sind keine Identifikationsmerkmale und können allenfalls einen Hinweis auf eine gewisse Wahrscheinlichkeit geben. Es gibt sowohl grüne tönnchenförmige Mimetesite wie auch farblose Pyromorphite. Ebenso kann der Habitus der Kristalle sehr unterschiedlich sein. Die Palette reicht von plattig bis nadelig/faserig mit allen Zwischenformen. Sowohl Pyromorphit als auch Mimetesit kommen am Fundort vor, wobei dieser durch ersteren sogar bekannt (geworden) ist.
Diese Kristalle dürfte Deinen recht ähnlich sein: http://www.mindat.org/photo-613616.html
Weitere Fotos, die die gesamte Farben- und Formenvielfalt dieser Mineralgruppe -vom gleichen Fundort- zeigen, auch hier:
http://www.mindat.org/loc-21658.html

Zu Deiner geschnittenen und noch nicht polierten Stufe mit der Zinkblende:
Zinkblebe zu einer annehmbaren Politur zu verhelfen, ist sehr schwer, ich möchte sagen, die Königsdiziplin.
Entweder Du wendest Dich damit an einen erfahrenen Profi (der sicherlich auch seinen Preis hat) oder Du siehst das pragmatisch und lackierst die Stufe (vorerst einmal) auf der Schnittfläche, womit gleichzeitig auch der Markasit eine gewisse Versiegelung erhalten würde. Erfahrungsgemäß sind bei Markasit/Pyrit solche Schnittflächen (ob poliert oder auch nicht) besonders anfällig gegen Korrosion. Farbloser Nagellack, ggf. etwas verdünnt, sollte sich ganz gut eignen und ist auch leicht wieder zu entfernen.

Glück Auf
Thomas
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 25 Nov 14, 07:51
Hallo Thomas,
danke für deine ausführliche Antwort. Ist wirklich super.
Da ich noch, sagen wir mal, blutiger Anfänger bin, ist mir jede Hilfe recht.
Wie das Leuchten radioaktiver Mineralien angeht, weiß ich, dass es mehr ins grün/gelb über geht.
Z.B. Autunit. Das Mineral, welches ich aber da fand, leuchtet unter langwelligem UV-Licht orange.
Ich setz die Tage mal ein Bild rein.
Bei dem Apatit bin ich mir wirklich nicht sicher. Die Form hat das Kristall aber.
Thema Lackieren.
Käme ich da nicht besser, wenn ich Klarlack einfach spritze?
Ich hab ja beide Teile. Mehr, als versauen geht nicht.
Einen Versuch wäre es wert.

Glück auf und beste Grüße,

Roman
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: harzgeist am 26 Nov 14, 02:46
Hallo Roman,

wie schon gesagt, nur anhand der Fluoreszenzfarbe kann man keine Bestimmung vornehmen. Wichtiger wäre es deshalb, Du würdest uns ein Bild des fraglichen Minerals bei normalem Licht zeigen, wo man Kristalle (wenn vorhanden), Spaltflächen, Glanz, den Verlauf eventueller Risse (innerhalb diesen Minerals) usw. möglichst genau erkennen kann. Wichtig ist auch eine Größenangabe !! Das gilt aber generell hier auf diesen Seiten, nicht nur für Dich. Eventuell hilft ja auch ein Vergleich mit Dir bereits bekannten Mineralien, z.B. Calcit, Fluorit, Baryt, Quarz, Bleiglanz, Pyrit, Kupferkies usw. Dazu gehört auch die Beobachtung (das "Gefühl"), wenn die Probe mit einer Nadel angekratzt wird. Es muss nicht immer eine exakte Härtebestimmung sein!

Im Fall Deiner hexagonalen Kristalle wirst Du um eine genauere Härtebestimmung nicht drum rum kommen: Fluorapatit hat eine Härte von 5, Mimetesit / Pyromorphit von 3 1/2 bis 4. Fluorit hat eine Härte von genau 4 (Referenzmineral in der Härteskala). Da ich annehme, dass Deine Kristalle recht klein sind, kannst Du so vorgehen: Mit einer Nadel brichst Du vorsichtig ein winziges Stück heraus, (natürlich nicht vom schönsten Kristall). 1/2 mm reicht völlig, aber achte darauf, dass kein anderes Mineral mit dabei ist. Und lege Dir was drunter (dunkles Papier), damit Du das Krümelchen auch wieder findest. Wenn Du nun mit dem stumpfen Ende eines Bleistiftes drauf tippst, bleibt es wahrscheinlich daran haften. Wenn nicht, feuchte den Stift leicht an. Nun kannst Du damit auf der glatten (Spalt-)Fläche von einem Stück Fluorit reiben.
Apatit sollte deutliche Spuren hinterlassen, Mimetesit bzw. Pyromorphit keine oder nur ganz schwache.

Im übrigen denke ich, dass solche flachtafeligen Kristalle (egal als was es sich erweisen sollte) nicht ganz so häufig sind, also schon was besonderes. Andere (säulige) Formen sollten auch am Lorenz Gegentrum weitaus häufiger sein. Aber, wie schon erwähnt, ich bin kein Kenner dieses Fundortes. Diese Mineralgruppe tritt -jedenfalls hier- außerordentlich vielgestaltig auf. Alles bunt gemixt auf einer ganz kleinen Halde. Ob das auch dort so ist, weiß ich natürlich nicht. Aber sieh Dir mal diese und auch die folgenden Seiten an. Es müssen nicht immer die "typischen Pyros" sein. Wenn Du mal sowas am Gegentrum findest (Du bist ja wohl öfter dort), hast Du gleich eine "Richtung".
http://www.mindat.org/gallery.php?cform_is_valid=1&loc=21658&min=32349&cf_pager_page=1

Für Deine Zinkblende kannst Du selbstverständlich auch ein Lackspay verwenden. Wenn Du es mehrmals aufträgst, kannst Du es nach völliger(!) Trocknung sogar vielleicht sogar mit feinem Nass-Schleifpapier schleifen und polieren. Sieht dann nicht mehr so "künstlich" aus.

Glück Auf
Thomas
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 09 Dec 14, 16:32
Hallo Thomas,
hier entlich mal drei Bilder des fraglichen Minerals.
An einigen Stellen flouresziert es,unter langwelligem UV-Licht (Schwarzlichtröhre),intensiv orange.
Ich weiß nicht,ob man etwas erkennen kann,da ja das Tageslicht momentan nicht besonders ist.

Das Stück ist 9 x 6 cm groß.

Entschuldige bitte Bild 3!!!
Dort leuchtet es aber am meisten.

Desweiteren habe ich die Zinkblende mit Klarlack gespritzt. Sieht echt gut aus.
Danke für den Tip.

Glück Auf
Roman

Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: harzgeist am 10 Dec 14, 17:40
Hallo Roman,

kurze Antwort: Ich seh' nix :o

Mal im Ernst: Wenn's Deine Technik erlaubt, mach doch mal ein Bild von einem Detail unter UV und zum Vergleich genau(!) das gleiche Bild bei normalem Licht. Bei UV sind natürlich sehr lange Belichtungszeiten und deshalb ein Stativ erforderlich. Notfalls die Kamera irgendwie anders fixieren. Dann hätte man wenigstens einen Vergleich, um zu sehen was da denn überhaupt fluoresziert.

Für wahrscheinlich halte ich Calcit und Baryt (Unterschedung durch Säuretest). Baryt unterscheidet sich von Fluorit (den glaube ich erkannt zu haben) u.a. durch die Härte, ist weicher. Einfach mal mit ner Nadel dran kratzen (an beiden natürlich), wirst das dann später auch "gefühlsmäßig" einschätzen können.

Was sagen denn die Kenner des Fundortes? Hat da einer schon mal die angesprochene Fluoreszenz beobachtet?

Gruß
Thomas
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: CRYSTALLOGIC am 10 Dec 14, 20:15
...Was sagen denn die Kenner des Fundortes? Hat da einer schon mal die angesprochene Fluoreszenz beobachtet?...

Hallo,

unter LW-UV fluoreszieren bei meinem Material von dort einige Baryt(e) kräftig gelb (nicht orange!) und zwar ausschließlich die eher kleinen xx (bis5mm), alle größeren, oder derben Partien dagegen nicht. Manche Apatit xx M (nicht die Psm.nach Pyromorphit) fluoreszieren ähnlich stark, aber in einem etwas dunklerem Gelb-Ton (nicht orange!). Fluorit, Aragonit, Cerussit von dort, sind bei mir durchweg inaktiv (unter LW-UW).
Am häufigsten findet man fluoreszierende Partien dort, wo man sie, rein optisch, selbst unter starker Vergrößerung, nicht vom umgebenen Material (meist Quarz) zu unterscheiden vermag, also in Form von Ansammlungen winzigster Einschlüsse oder eben auch der Quarz ´selbst´.

Also, wie schon erwähnt wurde, ohne bessere Fotos mit erkennbaren signifikanten Details, oder aber die Beschreibung solcher, läßt sich hier wohl nicht mehr viel machen.

Gruß
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 14 Dec 14, 16:24
Danke für eure Hilfe.
Leider habe ich nicht die entsprechende Ausrüstung, um den Fund unter UV-Licht zu fotografieren.

Beste Grüße, Roman
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 28 Feb 15, 17:14
Ein Hallo aus Mittelsachsen,
ich habe wieder mal eine Bitte an euch.
Und zwar fand ich,bei meiner letzten Tour,auf der Halde,dies.
Ich habe leider keinen Plan,was es sein könnte,da es nur unter der Lupe zu erkennen ist.
Bin für jede Hilfe und jeden Ratschlag dankbar.

Beste Grüße,Roman
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: harzforelle am 01 Mar 15, 11:29
Hallo,
das könnten Barytkristalle sein. Aber ein paar mehr Angaben wären schon hilfreich(Säuretest gemacht?)

Gruß Jochen
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Storm am 01 Mar 15, 16:40
Hallo,
Säure muss ich mir noch zulegen.
Ich seh da aber wenig Chancen,da die Kristalle ziemlich klein sind.
Ich komme da auf maximal 0,5cm,damit mein ich den Bildausschnitt.

Gruß,Roman

Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: steinfried am 03 Mar 15, 08:51
Hallo, dann mach doch unterm Mikro mal eine Kratzprobe. Es könnte eventuell auch Quarz sein der durch Limonit gelb gefärbt ist.

Grüße
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Steinfrieder am 08 Mar 15, 10:13
Hallo zusammen.
Habe das schöne Wetter genutzt und war gestern mal am Lorenz.
Konnte einige Funde machen,hier die ersten Bilder.
Bild1 Pyromorphit ???
Bild2+3Apatit???
Bild4 Pyromorphit
Bildausschnitte jeweils ca.15mm
Beste Grüße
Steinfrieder
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Steinfrieder am 08 Mar 15, 10:15
Noch ein Bild nach
Steinfrieder
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: uwe am 08 Mar 15, 10:39
Das erste könnte auch der dort vorkommende Stangenbaryt sein. Das wäre dann noch besser.

Gruß
Uwe
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Nathan am 08 Mar 15, 10:49
Hallo,
na das hat sich doch gelohnt!
Das Mineral auf den Bildern 2+3 würde ich als Apatit beschriften.
Gruß
Philipp
Titel: Re: St. Lorenz Gegentrum
Beitrag von: Steinfrieder am 08 Mar 15, 13:18
Nochmal Bilder vom Lorenz
Bild1Pyritkristalle ca.1cm mit Baryt xx ?
Bild2Druse mit Barytnüssen teilw.besetzt mit hochglänzenden Quarzxx Stufengröße 14x10x8cm
Bild3Noch ein anderes Pyromorphitstück.ca20mm
Beste Grüße
Steinfrieder