Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: sulzbacher am 25 Oct 14, 20:16
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Hallo Sammlerkollegen,
ich hätt noch ein Stück zur Diskussion stellen wollen, ebenfalls aus 2013:
hellblaue traubige Krusten (keine Nadeln!)
Zuerst dachte ich an Aurichalcit...jetzt würd ich aber ewher in Richtung Allophan gehen?
Wer von den Oberschulenberg-Experten kann mir helfen?
Danke im Voraus
Glückauf aus der Oberpfalz
haasi*as
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Hallo Hans-Jürgen,
Allophan kann's nicht sein, der ist amorph und von haus aus farblos, dann ähnlich Hyalit (Unterschied: Härte, Sprödheit) oder -wenn durch Cu gefärbt- dem Chrysokoll sehr ähnlich und schwer von diesem zu unterscheiden. Vom Bild her sieht das schon nach Aurichalcit aus, Devillin und Serpierit sind auch möglich, aber Sulfate und in HCl ohne Gasentwicklung löslich. Ansonsten halte ich mich bezüglich Schulenberg zurück!
Wie bist Du denn mit den diesjährigen Funden voran gekommen?!
Gruß
Thomas
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Hallo Hans-Jürgen,
Allophan ist auf der Halde selten. Auch auf Fundstücken ist er schwer bestimmbar, auf einem Foto fast unmöglich. Aber es gibt ihn dort. Im Artikel von Krause und Täuber in Lapis 5/81 ist er so beschrieben;" Er wurde in Paragenese mit Dundasit und Opal festgestellt. Er bildet traubige Aggregate mit rissiger Oberfläche, ist farblos oder durch Kupfer leicht bläulich oder grünlich gefärbt und zeigt Glasglanz bis Fettglanz.
Du kannst ja mal prüfen, ob diese Kriterien bei deinem Stück einen Hinweis geben.
Glückauf
willi
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Hi
Allophan halte ich auch für eher unwahrscheinlich. Der ist eigentlich nie so intensiv gefärbt und meisten transparenter. Ich würde eher auf Aurichalcit tippen. Chrysokoll käme noch in Betracht, allerdings ist der ebenfalls sehr selten. Eine HCl-Probe kann Dich hier schnell weiterbringen...
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Hallo,
als was würdet ihr diese rhomboedrischen Kristalle ansprechen? Sie sitzen auf Quarz und werden von zersetzten Bleiglanz begleitet.
Größe max.1,5mm, gefunden auf der Glücksrad-Halde.
Grüße,
Michael
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Hallo,
Zu dem 1.: Aurichalcit oder evtl. auch durch Spuren von Cu bläulich gefärbter Hydrozinkit. Kenne ich so von Fundorten im Schwarzwald mit ähnlicher Paragenese wie Schauinsland oder Münstertal
Zu dem 2. : Dürfte Anglesit sein. Vom Schwarzwald (z.B. Clara) wird in der Form oft auch Pb-haltiger Baryt (Bleibaryt) beschrieben, aber Baryt soll ja in Schulenberg nicht vorkommen, daher bleibt nur Anglesit.
Glück Auf!
Sebastian
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Hallo, auch ich denke es ist Anglesit.
Gruß willi
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Danke Sebastian und Willi!
Ich werde das dann als Anglesit aufnehmen.
Grüße,
Michael
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Hi
Wie immer bin ich etwas spät dran, kann die blockigen Kristalle aber ebenfalls als Anglesit bestätigen...