Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: raritätenjäger am 10 Nov 14, 11:31

Titel: Gipsstufe woher?
Beitrag von: raritätenjäger am 10 Nov 14, 11:31
Hallo,

viel Hoffnung habe ich nicht, aber vielleicht lässt sich diese Gipsstufe einem Fundort zuordnen. Die xx haben bis 5 cm und weisen bräunlichgraue, z.T. zonare Phantome auf. Das ganze sitzt auf einer "Rippe" aus feinkörnigem Gips (oder Anhydrit?).

Gruß
Andreas
Titel: Re: Gipsstufe woher?
Beitrag von: strahler1975 am 10 Nov 14, 15:15
Ich glaub die Farbe kenne ich von den Gipsstufen aus Lubin in Polen.
Ob´s dort auch die Schwalbenschwänze gibt, oder gegeben hat weiss ich nicht.
Auch aus einer Salzburger Ecke, die ich nicht zu nennen vermag hats ähnliche gegeben.

Grüsse
Frank
Titel: Re: Gipsstufe woher?
Beitrag von: dorypterus am 11 Nov 14, 05:58
Hallo,
hast du ne Ahnung wann die Stufe gefunden worden ist?
Denn im Mansfelder Revier gabs sowas auch, allerdings müsste das Stück dazu etwas älter sein!
Grüsse Matze
Titel: Re: Gipsstufe woher?
Beitrag von: raritätenjäger am 11 Nov 14, 13:28
Hallo,

das waren so die Antworten, die ich erwartet habe. Sicher ist nur, dass das Stüfchen vor 1990 gefunden wurde. Wahrscheinlich in den 70er Jahren. So genau lässt es sich nicht mehr eruieren, da verschiedene Sammlungen "zusammengeworfen" waren, und aus diesem Konglomerat hab ich auch diesen Gips gefischt.

Gruß
Andreas
Titel: Re: Gipsstufe woher?
Beitrag von: Bode am 11 Nov 14, 20:54
Hallo,
in den 70iger sind viele Stufen aus Hallein bei Salzburg gekommen, viele haten eine Okerfärbung aber unter anderen auch diese Phantome. Aber aus Hall bei Innsbruck sind solche Stufen ebenfalls herausgekommen.

Gruß
Georg
Titel: Re: Gipsstufe woher?
Beitrag von: harzgeist am 12 Nov 14, 01:19
Hallo Andreas,

hoffnungslos!! Die Herkunft dürfte nicht zu Klären sein. Solche Dinger wachsen überall, wo es Gips-/Anhydrit-haltiges Gestein und salzhaltiges Wasser gibt in (verhätnismäßig) rasanter Geschwindigkeit auf allen möglichen Materialien: Rohre, Holz. Grashalme, sogar Zeitungspapier!
Der Salzgehalt verändert (ich glaube erhöht) die Löslichkeit des Gipses. Durch Mischung solcher Losungen mit verschiedenem Salzgehalt entstehen dann übersättigte Lösungen  mit entsprechender Kristallbildung.
Derartige Stufen waren zu DDR-Zeiten sehr begehrt und wurden (unverhältnismäßig) hoch gehandelt. Wohl auch teilweise gezielt "gezüchtet", indem geeignete Unterlagen von den Bergleuten an entsprechender Stelle ausgelegt wurden. Ebenso sind solche Bildungen auch aus Klärteichen bekannt (Teutschental u.a.).

Der fehlende FO solte aber nicht sooo tragsich sein, eben irgendwo im Zechstein ... Bei Blutlaugensalz fragt ja auch keiner nach der Herkunft ;D ;D ;D

Gruß Thomas