Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Zeugen des Bergbaus / evidence of mining => Thema gestartet von: Gringo am 15 Nov 14, 03:31
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Heute gibt’s den Tee am Zui-Hu (Jade-See).
Hier waren es wieder die Japaner, die diese Gegend maßstäblich prägten. Mit ihrer Gier nach schwarzem Gold haben sie die Landschaft so umgestaltet, dass es sich wirklich lohnt, mal einen Fuß auf die schönen Wanderwege zu setzen, die nun die Mine zieren. Natürlich trinkt man zur Feier des Tages einen grünen Tee, wie es der Name des Sees förmlich verlangt und dazu gibt’s dann ein paar gebackene Mandeln – die sind leicht zu tragen.
Doch auf dem Weg zum alten Schacht liegen so viele rabenschwarze Kohlesplitter, dass sich ein schwarzer Tee für’s nächste Mal durchaus diskutieren ließe. Spannend sind auch die alten Gemäuer, die, inzwischen von strammen Bäumen okkupiert, nach ihrem Zweck zu sinnen scheinen und die kleinen Bäche, die ein kostbares Wasser für den Tee liefern.
Man kann sich dann richtig reinversetzen, in die alte Zeit, als hier noch geschuftet wurde. Stellt sich die Frage, ob die Japaner ihre eigenen Bergleute mitbrachten oder ob sie Taiwaner für sich in Anspruch nahmen. Sicher lief‘s, wie's immer läuft – den einen das Ihre, den anderen, was bleibt.
Das nächste Mal also am Abend und dann einen 40 Jahre alten Schwarztee - der stresst das Herz nicht mehr so und lässt danach auch Schlaf zu.
Vielleicht kommen sie ja dann aus ihren Schächten, die alten Seelen, die hier einst gruben und erzählen, wie’s damals war.
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Der Gefahr trotzend, zu Hause rausgeschmissen zu werden, gab's natürlich auch ein schönes Stück Kohle in den Rucksack.