Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto => Thema gestartet von: UlrichW am 29 Nov 14, 22:49
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Hallo Freunde der glitzernden Kristallpracht,
seit einiger Zeit beobachte ich intensiv die Bilderpostings, vor allem in Mindat. Naja, fotografisch ist da oft mehr Dunkelheit als Licht, und das obwohl da Leute mit Luminar-Linsen rumwerkeln oder 50 Bilder mit sauteuren vollautomatischen Equipment machen lassen und dann stacken. Ok, Leute wie Stephan Wolfsried sind nicht zu toppen, aber wohl auch wegen des nicht unwesentlichen Finanzeinsatzes in Equipment und Mineral!
Was aber macht der Sammlerfreund, der seine eigenen Micromounts fotografieren und seine Bilder auch mal herzeigen will, dabei aber das Risiko des Bankrotts nicht eingehen will?
Er schaut dumm in die Wäsche...wäre meine erste Antwort gewesen.
Dem ist aber nicht so. Mit relativ wenig finanziellem Aufwand kann man sich ein Equipment zusammenstellen, mit dem man durchaus herzeigbare Bilder produzieren kann. Und das bis hinunter zu Bildbreiten von ca. 1-2mm!!
Um jetzt hier nicht alle Seitenrekorde zu brechen habe ich meine Antwort auf Stackautomaten, Luminare und High-End-Apo-Objektive in ein pdf gepackt. Das File ist ca. 1Mbyte groß!
http://www.wagnerul.de/mineral/photographie.pdf (http://www.wagnerul.de/mineral/photographie.pdf)
Und wer noch einen Appetithappen braucht, eine PDF-Version meines Katanga-Vortrages liegt dort ebenfalls als PDF, allerdings ist hier der Bildermende geschuldet eine Größe von 58Mbyte herausgekommen.
http://www.wagnerul.de/mineral/Katanga.pdf (http://www.wagnerul.de/mineral/Katanga.pdf)
So, und nun viel Spaß
Ulrich
PS: Ich sehe gerade, das das PDF ziemlich seltsame Seitenumbrüche erzeugt hat. Bitte entschuldigt das, aber ich habe es automatisch erstellen lassen und nicht mehr geprüpft!
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Hallo Ulrich,
guter Beitrag, hat mir sehr gefallen.
Ich befasse mich auch mit dieser Materie, ohne gleich mehrere 1000 Euro zu investieren. Ich habe gute Erfahrungen mit Zwischenringen zu meiner Nikon D40 gemacht. Dazu habe ich ein einfaches Gestell gebastelt, welches zur Vermeidung von Schwingungen möglichst schwer sein muß. Das durch die Zwischenringe lange Objektiv habe ich mit Polystyrol abgestützt. Auslösen natürlich mit Fernauslöser.
Zur Illustration beigefügtes Bild: Zwischenringe 48 mm, Blende 8, 3 Ebenen gestackt, Breite des Kristalles < 2 mm.
Gruß
Uwe
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Hallo Ulli
vielen Dank für Deine PDF-Artikel. Habe dabei sehr geschmunzelt, weil ich so zurückdachte vor 10 bis 15 Jahren.
Hat mir Spass gemacht.
Herzliche Grüße
(geni 8))
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Hallo Ulrich,
mit deinem Artikel zur Mineralienfotografie hast du mir aus der Seele gesprochen". Auch mit deiner Ausrüstung bewegen wir uns auf demselben Niveau.
Ich habe nicht nur beim lesen geschmunzelt, sondern auch viel gelernt - so werde ich z.B. deinen Plastikbecherdiffussor testen und evtl. gegen mein Butterbrotpapierequikment austauschen.
Deine Seite zu Lavrion hatte ich schon vor einiger Zeit genutzt um geschenkte Mineralien von dort optisch zu bestimmen.
Danke für das sonntägliche Vergnügen und
Glück Auf
Reinhold
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Und hier kommt meine Antwort: :D
Das erste ist Realgar mit Auripigment, Ungefaire Größe 15mm
Fragen zur Ausrüstung? Gerne, einfach anschreiben!
PS: Ja die Fotos sind nachbearbeitet in Sachen Schärfe und bisl mehr Kontrast. Es sind alles Fotostacks. Wie viele Bilder es waren kann ich nicht mehr sagen, dafür mache ich das teilweise zu oft.
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Und hier kommt meine Antwort: :D
Das zweite ein Vanadinit auf Baryit, Größe des Kristalls 5mm
Fragen zur Ausrüstung? Gerne, einfach anschreiben!
PS: Ja die Fotos sind nachbearbeitet in Sachen Schärfe und bisl mehr Kontrast. Es sind alles Fotostacks. Wie viele Bilder es waren kann ich nicht mehr sagen, dafür mache ich das teilweise zu oft.
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Hallo Tim,
ich habe Dir ja schon auf dem Weg zum Parkplatz gesagt das Du viel zu viele Bilder im Stack verarbeitest. Beim Nächsten Treffen sprich mich mal darauf an, dann erkläre ich Dir die theoretischen Grundlagen.
Du siehst ja selber am Vanadinit, das dort Unschärfen und Glitzerränder vorhanden sind, wo sie nun wirklich nicht sein dürfen.
Eine andere Sache betrifft das Licht. Bilder machen ist malen mit Licht. Und gerade wenn es "Großstufen" sind, muss man besonders aufpassen. Streifendes Licht ergibt immer eine plastischere Wirkung als das Objekt frontal im Licht ersäufen. Der Realgar ist zwar farblich sehr schön, aber man tut sich schwer die Proportinen der Stufe zu erfassen. Alles Scharf, keine Schatten, keine räumliche Struktur.
Aber wie gesagt, da reden wir am nächsten Treffen mal darüber. Bring ein paar Bilder auf einem Stick mit, dann schauen wir uns die zusammen am Lappi an.
Bid dann
Ulrich
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Hart aber fair lass mal privat schreiben, in grad auf der Maloche
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Hallo Ulrich,
was meinst Du mit "... zu viele Bilder (Ebenen) im stack..."? Man muß ja jeden Bereich der Stufe scharf bekommen.
Als Licht zum Beleuchten von Großstufen warte ich, bis der Himmel komplett bewölkt ist. Dann fotografiere ich unter einem schrägen Dachfenster auf weißem Papier - ist für einen etwaigen Weißableich per GIMP ganz hilfreich.
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe man muss nicht jeden Bereich scharf bekommen, lediglich nur das was man zum Ausdruck bringen will.
Mit der Beleuchtung kann man vieles erreichen, in gewisser Maßen bekommt man mit einem Blitz oder Rangliste oder Zungenspitzeandere WEffekte hin. Der eine mag es der andere nicht, das bleibt jedem seine Ansichtssache.
Nur ich betone, es ist gewollt das der so ausschaut wie er ausschaut, sonst hätte ich ihn nicht hoch geladen. Ich habe ja die Kristallspitzen unscharf gelassen.
Ich hätte es auch ultra scharf machen können bis zum Rand, nur dann hat man noch mehr plastische Sicht und wirkt noch unnatürlichen.
Meld mich ggf später. Akku leer vom Handy
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Hallo Ulrich,
was meinst Du mit "... zu viele Bilder (Ebenen) im stack..."? Man muß ja jeden Bereich der Stufe scharf bekommen.
Als Licht zum Beleuchten von Großstufen warte ich, bis der Himmel komplett bewölkt ist. Dann fotografiere ich unter einem schrägen Dachfenster auf weißem Papier - ist für einen etwaigen Weißableich per GIMP ganz hilfreich.
Gruß
Uwe
Hallo Uwe,
Jeder hat so seine eigene Arbeitsweise, und glücklicherweise gibt es mehr als eine Wahrheit.
Wie Tim schon schrieb, man muss nicht jeden Bereich der Stufe scharf abbilden. Wenn alles scharf abgebildet ist, hat das Auge keinen Punkt um sich daran festzuhalten (was es normelerweise an den scharfen Bildpunkten macht). Es wandert hin und her und es entsteht ein flacher und strukturloser Bildeindruck. Bei Tims Bild mit den Realgaren ist das wunderbar zu erkennen. Erst am rechten Bildrand entsteht soetwas wie Tiefe. Gezielte Unschärfen lenken die Aufmerksamkeit auf das wichtige Ojekt und gleichzeitig entsteht soetwas wie ein räumliches Bild. Wir haben es hier mit zweidimensionalen Ansichten zu tun, und um "Tiefe" zu erzeugen muss man auf den gewohnten Weg gehen und eine vorhandene Schärfentiefe erzeugen. Das Stacken dient dazu den Schärfentiefenbereich auszudehenen damit z.B. ein Kristall in seiner Gänze scharf abgebildet werden kann. Wird nun auch noch der Hintergrund scharf, verliert sich der ansonsten wichtige Kristall in dem gesamten Bild und das Bild wirkt flach. Deswegen ist es sinnvoll mittels gezielter Unschärfe die wichtigen Bilddetails hervorzuheben. Das ist das gleiche wie mit Schatten zuarbeiten um eine räumliche Struktur zu erzeugen.
Der Weißabgleich basiert auf einer angenommenen Idealverteilung der Farben. Wenn das Bild richtig belichtet ist, macht es keinen Unterschied ob es gelbstichig ist oder nicht. Daher muss man nicht unbedingt mit Neutralgrau-Kartons eichen, eine weiße Unterlage haben etc..
Weiße Unterlagen sind sogar eher kontraproduktiv, da für den Weißabgleich später dunkle Bereiche fehlen könnten. Zudem wird durch die Normalverteilung der Helligkeiten das Bild als überbelichtet eingestuft, obwohl es das nicht ist. Schwarzer Karton zeigt das Phänomen natürlich umgekehrt, aber da weiß durch überstrahlte Bereiche und schwarz aus dem Karton zur Verfügung steht, wird eine ganz andere Tonwertspreizung vorgenommen, die dann nach meiner Erfahrung zu ausgewogeneren Helligkeitsverteilungen führt. Ok, eine Manganit-Stufe auf schwarzem Karton ist vielleicht eine Herausforderung, aber ganz sicher keine gute Idee. Ideal sind eigentlich immer die Komplimentärfarben oder neutralgraue Hintergründe. Ich bevorzuge eher etwas dunklere Hintergrüne aus dem Grund der besseren Tonwertspreizungen.
Eine Ikea-LED-Tischlampe, ein oller Plastikbecher und schon kannst Du auch bei schönem Wetter fotografieren.
Noch einmal zurück zum Thema "zuviele Stacks". Hier darüber diskutieren zu wollen ist ungefähr so sinnvoll wie gegen den Pixelwahn bei Kameras angehen zu wollen. Gegen den Mainstream kommt man nicht an. Trotzdem will ich Dir kurz erklären worum es dabei geht, denn ich weis das Du das ganz nüchtern siehst.
Zuerst zur Klarstellung: Schärfentiefe: Am Fokuspunkt bildet eine ideale Optik einen Punkt als Punkt ab. Entfernt man sich vom Fokus wird aus dem Punkt ein kleines kreisförmiges Scheibchen, dem Beugungsscheibchen. Der Punkt vergrößert sich also, und damit verändert sich auch die Größe eines jeden Objektes in dem Bild (der Abbildungsmaßstab verändert sich). Das Auge hat nun die Eigenschaft, alles was kleiner ist als dessen Auflösungsvermögen weiterhin als Punkt zu erkennen, obwohl es nur ein Scheibchen ist. Da aber Chips der Kameras, also die elektronischen Augen, eine wesentlich geringere Auflösung haben als das Auge, wird da eine Veränderung des Punktes erst erkannt, wenn in Wirklichkeit der Punkt schon zu einem Scheibchen verkommen ist. Gleichzeitig hat sich aber auch der Abbildungsmaßstab verändert. Bei zwei Bildern, sind also die Objekte im Bild unterschiedlich groß. Das behalten wir einmal im Hinterkopf.
Stacking-Programme arbeiten nach dem Prinzip, das sie scharfe Bereiche von vielen Bildern zusammenfassen.
Aber was ist denn scharf? Software kann das nur daran erkennen, das es Bilder vergleicht und die Veränderung im Kontrast beobachtet. Ich glaube hierfür wird die Fourier-Transformation eingesetzt. Da bin ich mir jetzt aber nicht sicher. Egal, wenn das Programm meint ein Detail wäre scharf, wird es in das Zielbild eingesetzt.
Wenn also im zweiten Bild der Schärfepunkt innerhalb des Schärfentiefenbereichs des ersten Bildes liegt, wird das Detail als scharf betrachtet.
Das Problem hierbei ist die abbildende Optik. Die Optik bildet einen Tiefenbereich scharf ab. Verschiebt man den Fokuspunkt wird ein anderer Bereich scharf abgebildet und gleichzeitig der Abbildungsmaßstab für den ersten Tiefenbereich verändert (siehe oben).
Jetzt stell Dir mal vor, dein Schärfentiefenbereich wäre 1cm tief.
Wenn Du in diesen 1cm nur eine weitere Aufnahme bei sagen wir 7mm machst und die Dritte bei 14mm, dann wird das dritte Bild erst gar nicht mehr berücksichtigt, da undscharf, und das zweite Bild dient zur Bestätigung, das der erste Bereich der ist, den man übernehmen muss.
Wenn Du aber in diesen Bereich 10 Stackingaufnahmen legst passiert folgendes.
Bild 2 bestätigt Bild 1 und der Bildinhalt von 1 wird übernommen. Bild 3 bestätigt aber Bild 2, und auch dessen scharfer Bereich wird übernommen usw..
Alle 10 Bilder sind für den gleichen Bereich scharf. Aber der Abbildungsmaßstab vom ersten Bild und dem 10.Bild unterscheiden sich, da das 10.Bild ja schon 1cm weiter weg aufgenommen wurde. Das Programm rechnet also alle 10 Bilder in das neue Bild mit ein und verschmiert dadurch sogar etwas die Schärfe.
Und jetzt wird es ekelig. Alles was ich bisher beschrieben ahbe gilt nur für eine Wellenlänge des Lichtes. Abgesehen von einer idealen apochromatischen Optik liegt der Fokuspunkt je nach Farbe (also Wellenlänge des Lichte) etwas vor oder hinder dem Fokuspunkt des grünen Lichtes. Grün wird deswegen genommen, da unser Auge Grün besonders gut sehen kann und die Kameras deshalb die doppelte Menge grüner Pixel besitzen (siehe RGB-Pattern).
Ein blaues Bild zeigt den Kristall also minimal größer an als ein rotes Bild.
Klassisch kann man das an Hell-Dunkel-Kontrasten gut erkennen, denn da zeigt sich oft so eine flimmerartige Umrandung, die bei schlechten Optiken oft eine bläuliche bis magentafarbene Einfärbung haben, weil einfach der blaue Reflex größer ist als der Grüne oder Rote. Und das ist je nach Optik und Brennweite z.T. recht erheblich. Aus diesem Grund sind Fotos mit Verwendung von Binokularen nur Machbar, wenn es sich um Greenough-Systeme mit apochromatischer Optik handelt.
In Tims Bild mit den Realgaren ist z.B. die Streifung auf den Kristallen verwaschen, ein untrügliches Zeichen für zu viele Stackingaufnahmen. Auch die Bruchflächen wirken verwaschen, was daran liegt, das zuviele "scharfe" Bereiche gemittelt wurden..und das führt zu Unschärfe. Hätte er mit deutlich weniger Bildern gestackt, wären die knackscharf! Die Qualität der Optik scheint jedenfalls recht gut zu sein.
Daher sagt man im groben: Die Bilder sollten sich in ihren Schärfentiefebereich etwa 1/3 bis max. 1/2 überlappen. Das kann man getrost schätzen, denn selbst wenn mal ein Ausreißer dabei ist, sieht man das später nur wenn man ganz genau weis worauf man zu achten hat. Der normale Betrachter hat da keine Chance.
Man muss es ausprobieren wieviele Schritte man wirklich braucht, bei einer Bildbreite von sagen wir 2cm denke ich kommt man mit 4-6 Aufnahmen aus. Bei 5mm Bildbreite wird es wohl so bei ca. 10-12 liegen und bei 2mm Bildbreite wird man um die 20 benötigen, Abhängig vom Objektiv, dem gewünschten Schärfebereich usw. Das dient nur so als Idee wo man anfangen muss zu experimentieren.
So, jetzt hab ich keine lust mehr. Ich hoffe ein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben. Bitte nimm die Argumentation jetzt nicht als wissenschaftliche Facharbeit, dazu müsste man vieles viel detailierter betrachten und viel weiter ausholen. Und dann wir es echt mühselig! Aber um eine Vorstellung davon zu bekommen wie was funktioniert sollte das reichen.
Bis bald mal
Ulrich
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WWWWWWWOOOOOOWWWWWWW
Das nenne ich mal Ausführlich und sehr sehr gut beschrieben! Alle Achtung nicht jeder macht sich so viel die Mühe. Viel gibt es nicht mehr zu sagen.
Allerdings sei noch erwähnt das die Blende auch eine sehr große Rolle spielt. Nehme ich eine große, habe ich eine erhebliche große Lichtempfindlichkeit und eine geringe Tiefenschärfe, nehme ich eine zu kleine Blende so habe ich Verzeichnungen drin. Um nun die optimalen Schärfe für das Objektiv zu finden, gibt es entweder Foren oder auch mittlerweile Tabellen.
Selbst ein "normalo" Objektiv kann auch gute Bilder liefer, dass will ich nicht streitigmachen. Von jedem Hersteller gibt es sehr gute Objektive, bzw für jeden ist was dabei.
Die Qualität der Optik scheint jedenfalls recht gut zu sein.
ZU dem Thema möchte ich nur folgendes erwähnen:
Olympus Olympus E-M1
Makroschlitten Castel Q von Novoflex
Hundertsteluhr mit Adapter gebaut (ist vom Vorteil wenn man mit 4 Zwischenringen arbeitet und ich glaube so ein Foto war von meinem oberen Beitrag mit Vanadinit. Zugegeben es ist nicht einfach damit zu arbeiten und die optimalen Einstellungen zu finden. Sozusagen stecke ich in der Pubertät :P )
Olympus Zuiko Digital 50mm oder Olympus Micro Four Thirds 60mm
Olympus Zangenblitz / Ringblitz Olympus FS-STF22 / SRF11
ein kleines mobiles Fotostudio mit 2 Lampen die folgende Daten haben:
- 100% flimmerfrei
- Lichtfarbe: neutralweiß
- Farbtemperatur: 5400K
- Farbwiedergabe: Ra>90
- Energieeffizienzklasse: A
- Lichtstromerhalt bei 8000h: 80%
- Bemessungslichtstrom bei 25°C: 2080lm
zugegen je nach Mineral Arbeite ich auch mit Ikea Leuchten, eine Version die kann man klemmen, die gleiche Lampe auch mit Standfuß. Kostet 9€ günstig und bring bei Nahaufnahmen / Makroaufnahmen einen gewissen Flair.
Stativ von Benro und als Kopf habe ich einen Getriebeneiger, den ich nie mehr missen möchte was besseres gibt es nicht, außer man hat zuviel Pulver :D
So und nun will ich hier nicht so auf die Kacke haun mit meiner Ausrüstung oder so, nur damit ihr so ein Einblick habt. Und eine Erkenntnis habe ich, ich lerne nie aus :D
So euch noch eine gute Nacht
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Danke Ulrich für den ausführlichen Beitrag. Ist für mich sehr hilfreich.
Gruß
Uwe
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Nehme ich eine große (Blende) , habe ich eine erhebliche große Lichtempfindlichkeit und eine geringe Tiefenschärfe, nehme ich eine zu kleine Blende so habe ich Verzeichnungen drin.
Hallo Streifenhörnchen
das kann man so nicht stehenlassen! Fotografierst du mit großer Blende (Offenenblende) hast du eine geringere Tiefenschärfe aber ganz sicherlich keine größere Lichtempfindlichkeit. Du hast wegen offener Blende sicherlich mehr Licht zur Verfügung, das ist richtig und eigentlich eher von Vorteil als ein Nachteil, aber das hat nichts mit Lichtempfindlichkeit zu tun!
Bei geschlossener Blende kommst du in die Beugungsunschärfe und dein Bild wird wiederum unscharf. Deshalb sollte man versuchen die förderliche Blende für sein Objektiv zu ermitteln.
Deine beiden genannten Objektive, das Zuiko ZD50mm und das ZD60mm beides Makroobjektive sind für diese Aufnahmen natürlich bestens geeignet. Wobei du bei Olympus wegen des kleineren Sensors die Blende durchweg bis 2 Stufen weiten offen lassen kannst.
Die OM D EM1 hat einen hervorragenden Weißabgleich, da stimmen zu 90 % auch die Farben!
Mich würden die 2 flimmerfreien Lampen mit einem Ra-Wert >90 interessieren. Kannst du mir da Informationen zukommen lassen über den Hersteller bzw. Lieferanten.
Gruß
loparit
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Ja das meinte ich ja vielleicht nur ein bisschen anders ausgedrück, bin nicht PPerfekt auf diesem Gebie.
Also bebezüglich des Herstellers
Tipp einfach bei Google ein: Mini Fotostudio
Der hat eine eigene Seite, kannst dort direkt bestellen oder auch bei ebay. Er ist an sich ganz nett ich habe mir den Premium geholt für 239€ ca. Der kam für mich gelegen.
Die Lampen bekommst du auch einzeln, glaube eine mit Schwanenhals kostet 39€ kann die echt weiter empfehlen. Alleine wie der Koffer gepackt ist, ist der Hammer. Könnte auch glatt vom Chinesen sein, ist er aber nicht ist ein Deutscher ;)
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Hallo Ulrich,
mit Interesse habe ich deine Ausführungen gelesen, besonders den Teil zu den Stackabständen.
Daher sagt man im groben: Die Bilder sollten sich in ihren Schärfentiefebereich etwa 1/3 bis max. 1/2 überlappen. Das kann man getrost schätzen, denn selbst wenn mal ein Ausreißer dabei ist, sieht man das später nur wenn man ganz genau weiss worauf man zu achten hat. Der normale Betrachter hat da keine Chance.
Deine Ausführungen decken sich zu Teil mit meinen Erfahrungen, weshalb ich nicht verstehe wieso verschiedene Fotografen 100 und mehr Fotos machen. Ich habe vor kurzem einen Test gemacht um zu sehen ob ein kleinere Stackabstand und eine größere Menge von Aufnahmen auch unbedingt heißt dass ein besseres Foto dabei heraus kommt.
So habe ich auf die berechnete Tiefenschärfe 4 Aufnahmen gemacht und dann die Fotos zusammengerechnet. Bis auf die Tatsache, dass ich 4 mal soviel Aufnahmen gemacht habe, als notwendig war, habe ich in den Fotos keinen deutlichen Unterschiede erkennen können bzw waren die Fotos nicht um ein vielfaches besser.
Im Moment benutze ich die errechnete Tiefenschärfe und eine 10%ige Überlagerung. Ich werde einmal verschiedene Aufnahmen machen, mit wie du angibst 30% bis 50% Überlagerung.
Deinen Bericht in dem PDF Dokument finde ich interessant. Denn wie du richtig schreibst, braucht man nicht unbedingt eine teure Ausrüstung um brauchbare Aufnahmen zu machen. Allerdings braucht man auch keine gute Ausrüstung um schlechte Fotos zu machen, das stimmt natürlich auch. Jedoch möchte ich die Fotografen die unscharfe Bilder bei Mindat bzw. auch hier im Mineralienatlas veröffentlichen etwas in Schutz nehmen. Jeder fängt irgendwie einmal an und freut sich über seine ersten Aufnahmen. Diese sind dann oft nicht wirklich so gut wie Aufnahmen von anderen Fotografen.
Schaue dir einmal ältere Aufnahmen von dem Fotografen den du so hervorhebst an. Gehe einfach einmal 3-4 Jahre zurück und beschränke dich auf die Bildbreite unter 2 mm und du wirst jede Menge Fotos finden, die Herr Wolfsried heute um ein vielfaches besser machen würde. Das liegt einfach daran, dass er zwischenzeitlich viele Tausend Fotos gemacht hat und seine Erfahrung entsprechend höher ist. Natürlich spielt auch die Ausrüstung eine Rolle, aber nicht jeder mit einer guten Ausrüstung macht nur deshalb gute Fotos. Und trotzdem waren die Aufnahmen vor einigen Jahren eben schon wow, weil es nicht so viele Fotografen gab die sich an solche kleinen Bildbreiten heranwagten.
Gruß
loparit
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Sehr interessante Diskussion!
Mit der Beleuchtung ist das so eine Sache, da die unterschiedlichen Leuchten ein unterschiedliches Spektrum haben. Versucht mal einen Dioptas mit einer Lampe farbgenau abzulichten. Das beste ist hier tatsächlich Tageslicht, da hier das gesamt Spektrum zur Verfügung steht. Als Diffusor nehme ich hier die Bewölkung.
Klar ist, daß Blitzlicht bei strukturierte Objekten, wie Mineralstufen, absolut nicht geht.
Ich vermute, daß die von Ulrich erwähnten Punkte bei der Realgar und Vanadinit-Aufnahme vom nachträglichen Schärfen herrühren. Ich habe mir deshalb das Schärfen mit ViewNX weitgehend abgewöhnt.
Übrigens liegt bei den meisten 18 - 55 Normalobjektiven die beste Schärfe bei Blende 8.
Eine Frage habe ich noch: Wie berechnet Ihr die Tiefenschärfe? Bei größeren Stufen langen 2 oder 3 Ebenen, die man beim "durchfahren" mit dem Fokus recht gut definieren kann. Bei Objekten unter 5 mm schaue ich mir das Objekt unterm Bino an und merke mir die Tiefenstufen, die ich dann mit dem Fokus anfahre. Klappt meistens ganz gut. Rätselhaft ist mir deshalb, wie Ihr die Prozente der Überlappung ermittelt. Bei den Stüfchen, mit denen ich mich zur Zeit abmühe liegt der Tiefenbeeich bei ca. 1 bis 2 mm. Da muß man den Fokus nur mal kurz antippen (wie in der Überschrift erwähnt, besitze ich keine teure Mikroaufnahmevorrichtung).
Gruß
Uwe
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Klar ist, daß Blitzlicht bei strukturierte Objekten, wie Mineralstufen, absolut nicht geht.
Das gilt sicher für die kleinen Einbau- oder Ansteckblitze. Aber ein Studioblitz mit einer Softbox kann da durchaus eine Überlegung wert sein. Wie immer führen viele Wege nach Rom.
Das Bild hier ist ausschließlich mit Blitz aufgenommen worden:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1352657730.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1352657730.jpg)
Aber es stimmt, dass es viele Mineralien gibt, bei denen die Farben am besten unter Tageslicht zur Geltung kommen. Bei vielen Fluoriten ist das (leider) so. Leider ist die gezielte Lichtführung bei Tageslicht eher schwierig. Gute Erfahrung habe ich da mit Tageslichtleuchten (5400K Farbtemperatur) gemacht. Da gibt es recht preiswerte Lösungen im simplen Lampenhaltern und Softboxen. Damit ist man recht gut gerüstet.
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Sehr interessante Diskussion!
Mit der Beleuchtung ist das so eine Sache, da die unterschiedlichen Leuchten ein unterschiedliches Spektrum haben. Versucht mal einen Dioptas mit einer Lampe farbgenau abzulichten. Das beste ist hier tatsächlich Tageslicht, da hier das gesamt Spektrum zur Verfügung steht. Als Diffusor nehme ich hier die Bewölkung.
Klar ist, daß Blitzlicht bei strukturierte Objekten, wie Mineralstufen, absolut nicht geht.
Hallo Uwe,
im Prinzip hast Du Recht, aber Radio Eriwan sagt doch immer: ABER..... das was Du sagst stimmt für Analogfilme. Bei digitalen Chips, also die kartoffelfreien, kommen zwei Dinge beim Dioptas zum tragen.
1. Die Farbe des Dioptas entspricht so ziemlich genau der Verteilung der grünen und blauen Pixel der Bayer-Matrix auf dem Chip. Dadurch sind die Belichtungswerte, also Helligkeiten der Pixel so dominant das die nachfolgende Analogwandlung und Bildbearbeitung in der Kamera zu verfälschten Farben führt.
2. Duch diese Dominanz der grünen und blauen Pixel im Bild wird der rechnerisch ermittelte Wert für Gelb in grünen Farbanteilen des Bildes unterentwickelt. Das Resultat ist ein grünblauer Kristall, dem es an den restlichen Farbinhalten fehlt. Mische einfach etwas Gelb hinzu (also erhöhe sie Sättigung und Helligkeit von gelb im Kristallbereich) und schon sehen die Biester besser aus.
Übrigens ist diese Farbanormalität bei allen Dioptasen der Welt bemerkbar!!
Richtig ist aber auch: Je gelbstichiger das Licht, desto schwieriger die Dioptas-Farbe...es sei denn man will gelbe Matrix im Untergrund...
Gelbes Licht ist tödlich, denn der Chip verrechnet sich dann in den anderen Farben. Leicht gelbstichiges Licht ist Ideal, denn es gibt eine gesunde Farbwiedergabe und macht so den am Binokular gewohnetn Seheindruck, ist irgendwie wärmer und gemütlicher. 2700-300K sind ideal!
In allen anderen Fällen spielt es eigentlich keine Rolle welche Farbtemperatur das Licht hat, es sollte nur nicht zu monochromatisch sein. Die Bildaufarbeitung in der Kamera, also auch bei RAW-Bildern, rückt die Fraben und die zugehörigen Helligkeiten so zurecht, das eine spektrale Verteilung dabei heraus kommt, die man gut nachkorrigieren kann. Dabei wird auf eine Normalverteilung der Farben und Intensitäten hin angepasst.
Es ist nämlich das Wunder der digitalen Technik, das auch bei Azurit-Fotos diese Normalverteilung nachgewiesen werden kann. Der Unterschied zu einem Landschaftsbild liegt lediglich in der Intensität der Farbe an sich, aber nicht in seiner Stellung im Verhältnis zu den anderen Farben. Farbe ist schon ein schwieriges Thema in der digitalen Technik.
Ach noch etwas zum Thema Farbe: moderne LED's strahlen mittlerweilen im Normalspektrum, das sind keine Linienemitter mehr. Gute bis sehr gute Erahrung habe ich mit OSRAM und VERBATIM gemacht. 2700, besser 3000K Farbtemperatur ist Ideal. Speziell die Verbatim-Warmweiss sind für Vitrinenbeleuchtung einfach nur schön!
Ich vermute, daß die von Ulrich erwähnten Punkte bei der Realgar und Vanadinit-Aufnahme vom nachträglichen Schärfen herrühren. Ich habe mir deshalb das Schärfen mit ViewNX weitgehend abgewöhnt.
Also die Artefakte kommen nicht vom Schärfen, denn die sehen anders aus. Schärfen ist so eine Sache für sich. ES MUSS GESCHÄRFT werden, denn die Analog-Digital-Wandlung verschmiert immer etwas an den Kontrastkanten. Du solltest mal ein Bild sehen wie es der Analogwandler vom Chip liest, da kommt Dir eine Digicam wie ein Wunder der Technik von...grauenhaft!
Wenn man mit einer normalen Schärfefunktion arbeitet wird einfach nur der Kontrast eines Pixels zu seinen Nachbarn angehoben. Ergebnis ist vermehrtes Rauschen, aber eine einheitlichere Bildwirkung. Die Beste Schärfungsfunktion die ich kenne ist die der ebenebasierten Hochpassfilterung. Aber die ist mir zu aufwendig wenn es um viele Bilder geht. Da benutze ich gerne die Funktion "Unscharf maskieren" des Photoshop. Gimp hat diese Funktion auch. diese mit sehr geringer wirkung eingestellt erlaubt es sich an die optimale Schärfung im Bild heranzutasten.
Es ist auch wichtig in welcher Bildauflösung man schärft. Je kleiner die Auflösung, desto agressiver wird die Funktion.
Ein psychologischer Effekt tritt beim Schärfen auch auf. Man schärft! Geul... ist ja Irre. Man schärft weiter, und zwar solange bis die Kristalle förmlich den Bildschirm zerkratzen. Und dann ist man zufrieden und speichert ab.
Und am nächsten Tag schaut man sich das an und: Oh gott, was haste denn da für einen Mist produziert. Es ist die Wirkung die im Bild auftritt die einen dazu verleitet deutlich über das Ziel hinauszuschießen. Ich schärfe daher mittlerweilen immer weniger und schärfe lieber später noch einmal nach.
Eine Frage habe ich noch: Wie berechnet Ihr die Tiefenschärfe?
Gar nicht! Es spielt auch keine Rolle ob es 10%, 30 oder 50%-Überlappung sind. Und selbst wenn es eimal 80% sind, ist das auch kein Beinbruch. Es ist einfach Erfahrung. Wenn ich zuviele Schritte mache, wird das Ergebnis flau. Mache ich zuwenige auch. Nach ein paar Versuchen hat men schnell raus, wieviele Schritte man inetwas machen muss, damit man das Ergebis vorzeigen kann. Die Argumentation mit dem %-Zahlen dient nur dazu zu verdeutlichen wie es funktioniert, und wann nicht. Und wenn Du nanometergenau die Steps einhälst, nutzt Dir das gar nichts, wenn alle anderen Faktoren gegen ein gutes Bild sprechen. Das ist zwar schön scharf, aber scharfer Bleiglanzbruch ist nun einmal kein Top-Photo. Deshalb sage ich mir immer: Schuster bleib bei deinen Leisten. Ein Belegstück darf durchauis scharf abgebildet werden es wird aber nie ein Superfoto das den Aufwand der ganzen Elektronikschlacht rechtfertigt.
Bei größeren Stufen langen 2 oder 3 Ebenen, die man beim "durchfahren" mit dem Fokus recht gut definieren kann. Bei Objekten unter 5 mm schaue ich mir das Objekt unterm Bino an und merke mir die Tiefenstufen, die ich dann mit dem Fokus anfahre. Klappt meistens ganz gut. Rätselhaft ist mir deshalb, wie Ihr die Prozente der Überlappung ermittelt. Bei den Stüfchen, mit denen ich mich zur Zeit abmühe liegt der Tiefenbeeich bei ca. 1 bis 2 mm. Da muß man den Fokus nur mal kurz antippen (wie in der Überschrift erwähnt, besitze ich keine teure Mikroaufnahmevorrichtung).
Ich auch nicht Uwe, trotzdem ist es möglich. Die Kunst ist es eine Hubmöglichkeit zu finden, die es erlaubt auch in 1/10mm-Schritten den Hub zu verändern. Je kleiner die Schritte desto variabler ist das Teil einzusetzen. Wie schon geschrieben, Teleskop-Okularauszüge sind da richtig stark drin, denn die brauchen extreme Fokussiergenauigkeit bei der Fotografie. Allerdings sind die Teile neu recht teuer. Gut sind auch Mikroskop-Kreuztische mit Hubeinrichtung. Aber wie gesagt, neu ist das alles richtig teuer. Da gilt es den Gebrauchtmarkt zu beobachten.
Ich habe einmal eine zeitlang mit folgendem gearbeitet: Dei Konrad gibt es Selbstbaupaltinen für Steppermotorsteuerungen. Diese habe ich zusammengelötet und an einen preiswerten Steppermotor angeschlossen. Der wiederum hat über eine Zahnradkombination den Mikroskoptrieb angetrieben. Das klappte im Prinzip wunderbar...nu kommt wieder Radio Eriwan...ABER: Diese ewige Stromabschalterrei wenn ich per Hand fokussieren will (ansonsten blcokieren die Motioren wegen der Haltesoannung), dann die nicht sehr präzise Zahnradkombination und schließlich der ganze Trödel an meinem Leica hat mich dazu bewogen es nicht weiter zu verwenden. Aber mit mehr handwerklichem und elektronischem Geschick wäre da eine Lösung möglich. Der Vorteil ist der, das man sogar im Mikroschrittbetrieb fahren kann, was nichts anderes heist, das je nach Untersetzung jede x-beliebige Hubhöhe realisierbar ist. Naja, die Sache hat einen Hunderter gekostet und viel Erfahrung gebracht...
Ich bevorzuge heute meinen Okularauszug, denn der ist variabel, präzise genug und billig.
So, wieder eine Frage geklärt!
Glück auf
Ulrich
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Das gilt sicher für die kleinen Einbau- oder Ansteckblitze. Aber ein Studioblitz mit einer Softbox kann da durchaus eine Überlegung wert sein. Wie immer führen viele Wege nach Rom.
Hallo Schluchti,
ich gebe Dir Recht, und dein Bilder zeigen es ja auch. Allerdings ist die Verwendung von Blitzen schon recht kniffelig, denn die Reflexkontrolle ist da eine aufwendige Sache. Das Du das prima hinbekommst ist offensichtlich. Trotzdem neige ich dazu eher keine Blitze zu empfehlen, zumal Belichtungszeiten heutzutage kein Problem sind. Und im Mikrobereich wird Blitzen völlig unkontrollierbar.
Was bleibt ist Dir nur zu deinen Bildern zu gratulieren.
Eine Frage hätte ich dann noch: Arbeitest Du mit der Lasso-Ausschneidetechnik oder ist das Bild "straight out of the camera"?
Glüch Auf
Ulrich
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Hallo Ulrich,
die Reflexkontrolle ist gar nicht so schwierig, weil die Blitze ja ein Einstelllicht haben. Ich gebe aber zu, dass ich mittlerweile auch eher mit dem Dauerlicht arbeite, weil dort die Farben bei einigen Fluoriten originalgetreuer rüberkommen.
Das Bild ist bis auf kleinere Staubretuschen direkt so aus der Cam. Der Hintergrundverlauf ist durch gezielte Abschattung erzeugt (inspiriert von dem Tutorial von Wendell Wilson). Das ist manchmal sehr kniffelig im Wechselspiel mit der Beleuchtung der Stufe und gelingt mir auch nicht immer so wie ich mir das wünsche. Zur Zeit nehme ich (aus Bequemlichkeit) lieber schwarzes Plexiglas als Hintergund, sofern es die Stufenfarbe verträgt.
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Die Erfahrung die ich mit einem Zangenblitz gemacht habe, ist folgende:
1: Ich benutze Diffusoren die mit dabei gewesen sind
2: Blitz auf Manuell stellen, da bei Automatik alles Mist wird
3: Blitzsynchronzeit 1/256 oder 1/128 haben bei mir gute Ergebnisse geliefert
Anmerkung: Jeder stellt seine Kamera anders ein, womit man eine Überreflexion auch unterdrücken kann (bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege) ist auch die Belichtung, lieber Unterbelichten als Überbelichten.
Vielleicht mache ich die Tage mal ein kleines Shooting, mit diversen Einstellungen und gebe sie hier dann Preis. Werde alle Informationen euch dann zukommen lassen. Wäre das für euch Interessant? Also meine Vorstellung wäre ein Mineral fotografiert mit a) nur Beleuchtung b) mit Ringblitz und c) mit Zangenblitz und d) wäre dann mit einer warmen LED leuchte zusätzlich.
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... Schärfen ist so eine Sache für sich. ES MUSS GESCHÄRFT werden, denn die Analog-Digital-Wandlung verschmiert immer etwas an den Kontrastkanten...
...Die Beste Schärfungsfunktion die ich kenne ist die der ebenebasierten Hochpassfilterung. Aber die ist mir zu aufwendig wenn es um viele Bilder geht. Da benutze ich gerne die Funktion "Unscharf maskieren" des Photoshop.
Da gibt es noch eine schöne Aktion für PS:
Subhash-Schärfen mit hochrechnen
Lässt sich über 3 Schieberegler sehr fein dosieren, schafft eine neue Ebene mit Maske, aus der man ggf. wieder etwas Deckung rausnehmen kann oder partiell über die Maske rausnimmt. Möchte ich nicht mehr missen.
Auf dieser Seite (http://www.subhash.at/downloads/) ganz unten als *.zip
entpacken, die *.atn nach Photoshop\Presets\Actions, wo sie dann in PS unter den Aktionen zu finden ist. siehe screenshot.
Norbert
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Noch 'ne Frage: Was ist günstiger - erst entrauschen und dann schärfen oder umgekehrt oder macht es keinen Unterschied. Dabei ist mir schon klar, daß bei fest montierter Kamera die Belichtung und Blende so eingestellt werden kann, daß ein Rauschen kaum vorkommt.
Gruß
Uwe
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Und was mit dem ISO Wert? Der sollte nämlich so klein wie möglich gehalten werden. Bei mir stelle ich Grundsätzlich ISO 200 ein. Da wir ja sowieso still fotografieren, spielt ein kleiner Wert eher eine Rolle. Wenn der nicht mehr ausreicht, dann langsam nach oben tasten.
Hohe ISO = Höheres Rauschen.
Also ich habe bis jetzt bei meinem Mineralien Fotos, eigentlich soweit ich mich erinnere, nicht einmal die Funktion gebraucht entrauschen.
Durch das entrauschen nimmst du auch die Schärfe weg. Also eigentlich eher vom Nachteil.
(Falls ich falsch liege bitte freundliche drauf hinweisen ;) )
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Genau Tim.
Entrauschen war bei mir nur bei Makroaufnahmen in der Natur (Libellen, Schmetterlinge usw.) nötig, da hier auf Grund der Motive kurze Belichtungszeiten notwendig sind. Da sich Minerale von sich aus nicht bewegen, ist man natürlich nicht an Belichtungezeiten gebunden.
Meine Frage war auch mehr theoretischer Natur. Die etwas geringere Schärfe nach dem Entrauschen habe ich natürlich auch bemerkt. Deshalb wollte ich mal wissen, wie die Meinungen zur optimalen Reihenfolge von Schärfen und Entrauschen sind.
Mit dem ISO ist das so eine Sache und hängt auch vom Objektiv der Kamera ab. Bei meinem Objektiv reicht ISO 400 aus - ISO 200 würde laut technischer Hinweise dazu nichts bringen.
Gruß
Uwe
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Ach noch etwas zum Thema Farbe: moderne LED's strahlen mittlerweilen im Normalspektrum, das sind keine Linienemitter mehr. Gute bis sehr gute Erahrung habe ich mit OSRAM und VERBATIM gemacht. 2700, besser 3000K Farbtemperatur ist Ideal. Speziell die Verbatim-Warmweiss sind für Vitrinenbeleuchtung einfach nur schön!
Hallo,
Linienstrahler sind in der Regel nur die farbigen LEDs. Von einem Schwarzkörperspektrum - oder was ist ein Normalspektrum? - sind die aber, und müssen auch durch die Bauart, weit weg. Siehe:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,26851.0.html
LG
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Mit dem ISO ist das so eine Sache und hängt auch vom Objektiv der Kamera ab. Bei meinem Objektiv reicht ISO 400 aus - ISO 200 würde laut technischer Hinweise dazu nichts bringen.
Die ISO ist allerdings sehr stark, wie erwähnt, abhängig von der Umgebung, wie hell es ist, also wieviel Lux ich habe, dementsprechend auch kurz meine Belichtung.
Allerdings was man beachten sollte ist der Sensor der in einer Dslr verbaut ist. Jeder ist anders, ob Canon, Nikon, Olympus, etc.
Beispiel rauscht die Olympus mehr als vielleicht eine andere Kamera von einem anderen Hersteller. Ich kann ja auch keine Nikon D4 mit einer Olympus EM-1 vergleichen. Die andere kommt mit extrem wenig Licht zu Recht, hat eine brachiale ISO Einstellung und vom rauschen hustet sie dir ein.