Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: neuron am 11 Dec 14, 20:00
-
Hallo,
besteht bei Serpentinit/Chrysotil in natürlicher Form eine erhöhte Gesundheitsgefahr ? Habe einige Stücke auf dem Board, sollte ich Sie verbannen ?
Danke,
Neuron
-
Hallo,
wenn du die Stücke in staubdichte Präsentationsdosen verpackst, sollte keine weitere Gefahr bestehen. Bis dahin nicht so viel Staub wedeln, damit sich die Brösel nicht verteilen. Nach dem Eindosen alles feucht abwischen und das Risiko ist wieder auf dem Normalniveau, das man immer hat.
Günter
-
Danke Dir ! Ist Aktinolith/Strahlstein auch so einzuordnen ? Habe ein sehr großes schönes Stück, da wirds aber mit Eindosen schwierig ...
-
Hallo,
ich stimme Günter absolut zu. Du musst also nicht um Deine Gesundheit fürchten.
Gruß
Philipp
(500. Beitrag ;D )
-
Ups, Überschnitt. Bitte nochmal kurze Einschätzung zu Aktinolith/Strahlstein, DANKE ! ;)
-
Hallo,
normalerweise würde ich den nicht eindosen. Wenn der nicht in sehr feinen Fasern vorliegt kann da kann eigentlich nichts passieren. Wenn er doch so vorliegen sollte, würde ich ihn in irgendeine Dose legen. Vllt. findest Du ja was im Internet.
Grüße
Philipp
-
Sprühen mit Haarspraydose endet das Gefahr.
-
Ich danke Euch ! Gruß, Neuron
-
Hallo,
Chrysotil: Kaum Gefahr, am Besten trotzdem eine Dose, dann ist die Gefahr gebannt
Aktinolith ist da wesentlich gefährlicher, liegt an der Struktur und an der Löslichkeit, dem schlechteren Abbau im Körper etc.
Generell hängt die Gefährlichkeit von Asbest von der Größe der Teilchen ab, nur ein gewisser Bereich ist überhaupt lungengängig und in der Lage, Krebs auszulösen. Dieser liegt im Feinstaubbereich. Solange man also nicht an den Stücken irgendwelche Manipulationen (Reiben, Schlagen, Bürsten etc.) durchführt, ist die Gefahr gering.
Glück Auf!
Sebastian
-
Chrysotil: Kaum Gefahr, am Besten trotzdem eine Dose, dann ist die Gefahr gebannt
Aktinolith ist da wesentlich gefährlicher, liegt an der Struktur und an der Löslichkeit, dem schlechteren Abbau im Körper etc.
Das sehe ich etwas anders: gerade beim Chrysotil sind die Fasern feiner und sehr biegsam und sind deshalb viel leichter lungengängig. Aber wie Sebastian schon sagt, eingedost besteht kaum mehr Gefahr. Daß von Aktinolith eine Gefahr bezüglich Lungengängigkeit ausgehen soll, finde ich etwas übertrieben. Wenn man schreibt "Hornblendeasbest" versteht man die Warnung. So klingt es, als ob jede Stufe Aktinolith gefährlich ist (ja, wenn man sie auf den Kopf bekommt!).
Volkmar
-
Hallo,
Chrysotil wird im Gegensatz zu Amphibolen im Körper langsam aufgelöst. Von daher überdauert Asbest aus Amphibol im inneren länger. Dazu kommt die Struktur: Chrysotil bildet Strukturen ähnlich Tapetenrollen mit stumpfen Enden, während Hornblenden speerartige Enden haben und diese dringen leichter und tiefer in das Gewebe ein.
Aktinolith an sich ist ungefährlich, anders sieht das bei den äußerst feinfaserigen Byssolithen mancher Fundorte aus. Leider sind es gerade die Fasern, die man nicht sieht (im Mikrometer-Bereich), von denen die Gefahr ausgeht.
Glück Auf!
Sebastian