Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto => Thema gestartet von: loismin am 27 Dec 14, 16:31
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Hallo zusammen.
Kann mir da jemand einen Tip geben, wie ich die Originalfarbe vom Lavendulan hinbringe ?
Ich habe mit der Beleuchtung schon alles versucht, was mir eingefallen ist:
unterbelichten, überbelichten ,weissabgleich, Licht von vorn und von hinten
Es kommt immer nur das gleiche zarte wässrige blau zustande ( Olympus E 510 ).
Dabei ist das Aggregat extrem gut gefärbt und viel dunkler in der Farbe als es die Kamera abbildet !
Das ist mir jetzt schon bei einigen anderen Stücken auch schon passiert, z. B. bei Cumengeit und Boleit oder beim Ktenasit !!
Also immer bei bestimmten Blautönen !
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1419693879.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1419693879.jpg)
Loismin
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Hallo Lois,
nach allem was du da schon aufgezählt hast vermisse ich noch die Farbkalibrierung des Monitors. Deine Beschreibung deutet jedenfalls darauf hin, dass irgendwo in der Verarbeitung der Bilder eine Blau-Schwäche auftritt. Eigentlich sollte man das aber in der Software korrigieren können. Machst du den Weißabgleich als Tonwert-Korrektur in allen drei Farbkanälen oder durch setzen von Weiß- und Schwarzpunkt? Wenn bisher letzteres, dann versuch mal die Tonwertkorrektur in den einzelnen Farbkanälen. Das alles sieht dann aber nur bei dir anschließend gut aus, bei einem anderen Monitor muss das nicht genauso aussehen, da die meisten Monitore nicht farbkalibriert sind.
bis denn
Günter
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also auf dem Monitor, vor dem ich grad sitze, sieht der Lavendulan auf dem Foto sehr intensiv blau aus .......
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Hallo.
Ich habe halt den Weißabgleich mit Setzen des Weißpunkts gemacht.
Das andere kann ich nicht .
Die Farbe ist schon sehr blau , aber entspricht bei weitem nicht dem wirklichen Blau und das ist am Kameradisplay schon so erkennbar , nicht nur am Monitor !
Das ganze Kristallpaket ist viel dunkler blau und nicht so wäßrig verschwommen hellblau !
Dazu kommt noch, daß ich bei der Bildbearbeitung kein großer Könner bin und das leider auch mit der Nachbearbeitung nicht richtig hinbringe !
Und wie gesagt, was mir da komisch vorkommt ist, daß andere Blautöne wie von Connellit oder Posnjakit , Linarit oder Langit das Problem gar nicht machen !
Lois
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Möglicherweise ein ähnliches Problem wie beim Dioptas. Bei diesem Mineral kann man am Farbausgleich herumstellen wie man will. Erst beim vollen Tageslichtspektrum werden die Farben (fast) echt abgebildet.
Wenn wieder mal die Sonne scheint kannst Du es ja mit diesem Licht mal versuchen. Auf meinem Monitor kommt die Farbe übrigens auch schön dunkleblau.
Gruß
Uwe
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Hallo,
ich habe bei dem Foto mal ein wenig mit der Tonwertkorrektur gespielt. Damit wurde das Bild deutlich aufgehellt und die Farben sind kräftiger, allerdings hat die Schärfe etwas nachgelassen, da ich ja nur an der verkleinerten Kopie gearbeitet habe. Das von Uwe erwähnte Beleuchtungsproblem ist natürlich auch noch zu beachten.
Günter
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Schieb uns doch mal das Foto 1:1 irgendwo auf einem Hoster, und jeder kann sich einfach mal daran auslassen.
Nach her lädt jeder seine Bearbeitung hoch, und gucken welche am besten ausschaut :D
Was hält du davon?
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Ohne Farbreferenz natürlich schwierig. Anbei ein Schuss ins Blaue einfach mal quick und dirty.
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Hallo Alois,
benützt Du LED Lampen?
Wenn ja, nimm Glühlampen, die heban ein deutliches besseres Farbspektrum. LED Lampen haben gerade in diesem Farbbreich ein echtes Defizit.
Grüße Stefan
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Hallo Thomas.
Genau das ist es von der Farbe her !
Aber wie gemacht ? :'(
Lois
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Hallo Lois, eigentlich ganz einfach (wobei da sicher viele Wege nach Rom führen). Habe die Kristallgruppe in Photoshop Freihand grob mit der Lassoauswahl markiert und dann auf den so ausgewählten Kristall über die Funktion Bild --> Anpassen --> Farbton/Sättigung etwas den Farbton in Richtung blau gezogen. Anschließend auf das ganze Bild noch eine leichte Anpassung der Beleuchtung (was aber nichts mit der Farbproblematik zu tun hat).
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Hallo Lois,
Das eigentliche Problem dürfte - wie Stefan schon schreibt - das Farbspektrum der Lampen sein.
Da aber kaum jemand in der Fotografie mit Kontinuumstrahlern arbeitet, bleibt dann nur der Weg der Nachbearbeitung.
Den richtigen Ansatz hat Schluchti mit seinem Lasso eingeschlagen: Das selektive Bearbeiten eines Bereiches.
Dazu muss man das Zusammenspiel von Ebenen und Masken verstehen.
Es ist der Schlüssel zu Photoshop und GIMP !
Hat man den Dreh einmal raus, ist dem Experimentieren keine Grenze gesetzt, da jeder Schritt umkehrbar ist.
Auch von mir ein Schuss buchstäblich ins Blaue und etwas verkleinert.
Das Lasso ist etwas Fummelei, ich habe das Schnellauswahl-Werkzeug genommen, aber es führen wirklich viele Wege nach Rom. :)
( Das Schnellauswahl-Werkzeug ist ab PS CS4 aufwärts sehr leistungsfähig. Zuviel markierte Bereiche kann man bei gleichzeitig gedrückter alt-Taste wieder zurücknehmen)
Darüber erhält man eine neue Ebene mit Maske, für die ich separat Farbton und Sättigung verändert habe.
Man könnte für diese Ebene auch noch zusätzlich Histogramm oder Tonwert verändern.
Für die verbleibende Ebene darunter habe ich separat eine Tonwertkorrektur gemacht.
Auf dem Original sind ein paar Reihen mit kleinen, weißen Punkten. Das sind stacking-Artefakte, die ich mit einem kleinen Bereichsreparaturpinsel entfernt habe.
(Chromatische Aberration vom Hintergrund habe ich auch reduziert, aber das wäre ein Thema für sich.)
Das Motiv ist gut gewählt und die Bildbreite von 3 mm ist eine Nuss, die ich mit meiner Ausrüstung nicht knacke.
Was könnte man an der Aufnahmetechnik verändern, um es schärfer hinzubekommen? Das geht mit Software hier nicht.
Ist das ein Problem von Schwingungen beim Aufnehmen oder ist es die Grenze der Optik?
Norbert
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Hallo Norbert und alle !
Die leichte Unschärfe bei den Bildern in diesem Kleinbereich ist meiner Meinung nach durch die Optik und manchmal auch durch die Schwingungen des Zeiss Trafos zu erklären !
Ich schiesse ja nur mit einem 0 8 15 Übergang durch das Mikroskopobjektiv und da sind doch schon viele Linsen dazwischen.
Außerdem mache ich die Ebenen immer noch frei Hand mit dem Mikroskoptrieb, was ja auch nicht ideal ist !
Das ist halt bei mir mit dieser Ausrüstung schon fast über der Grenze des Erreichbaren !
Allerdings möchte ich noch nicht ( Sammeln und Bearbeiten der Mikros sind mir noch wichtiger)auf entsprechende Makros und Balgen
usw. umsteigen, hab ich zwar z. T. schon, aber da ist mir das Einrichten usw noch viel zu mühsam, da hab ich die Geduld noch nicht dazu!
Auf alle Fälle bedanke ich mich schon mal für die Hilfsansätze und werde mal schauen, ob ich das im Photoshop selber hinbringe !
Gruß
Lois
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Habe diesen thread gerade noch mal gelesen. Ich muß aber sagen, daß der beste Farbabgleich per GIMP, Photoshop, XNView usw. nichts bringt, wenn in der Beleuchtung nicht das volle Spektrum, also alle Wellenlängen, enthalten sind. Wenn also die Wellenlänge beispielsweise für einen bestimmen Blauton fehlt, dann fehlt dieser auch im Bild, da kann man die Farben verschieben wie man will. Deshalb schwöre ich auf Tageslicht. Da sind alle Farben enthalten.
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe,
welches deiner Bilder mit 3 mm Bildbreite hast du denn bei Tageslicht gemacht?
Glück Auf
Reinhold
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@Reinhold, jetzt has'te mich erwwischt ;). Die Aufnahmen unter 5 mm habe ich natürlich nicht bei Tageslicht gemacht. Allerdings habe ich bei vielen Aufnahmen mit meiner Ausrüstung die von mir geschilderten Farbprobleme bei Kunstlicht bemerkt. Trotz hin-und herschieben der Farbskalen war kein befriedigender Eindrukc zu erhalten. Die wenigen veröffentlichten Bilder benötigten offensichtlich nicht die fehlende Wellenlänge um in der Farbe mit dem mir vorliegenden Originaleindruck übereinstimmend zu sein. Allerdings muß ich zugeben, daß ich tatsächlich nicht weis, wie meine Mikros unterm Tageslicht aussehen, denn ich betrachte die auch mit Kunstlicht. Hier macht sich das unterschiedliche Spektrum meiner Bino-Lampe und meiner Foto-Lampe bemerkbar.
Trotzdem empfehle ich, Stufen ab Walnußgröße bei Tageslicht aufzunehmen.
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe,
ja das mit der Beleuchtung ist wohl für viele ein Problem.
Bei mir war es vor einiger Zeit Klinoklas (ebenfalls blau) und schwarze oder graue Mineralien, die mir Probleme machen.
Da ich meine jetzige Fotoausrüstung aber nicht im Freien aufbauen kann, wird es wohl beim Kunstlicht bleiben.
Einen guten Rutsch und allzeit gutes Licht
wünscht
Reinhold
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Hallo.
Nach langem Rumgetue mit Gimp habe ich es zwar geschafft dem Lavendulan die richtige Farbe zu geben, kann das Bild aber nicht
als normales Bild in meinen Bilderordner speichern.
Das ist auch ein seltsames Bildformat ( xcf) und ich kann es immer nur unter Gimp öffnen !
Wenn ich normal auf meinen Bildordner gehe kann ich mit dem Bild so gar nix machen !
Aber na ja, da werd ich mich wohl nach meinem Urlaub mal verstärkt damit auseinandersetzen müssen !
Vielleicht hat ja bis dahin jemand , der sich mit Gimp auskennt einen Tip für mich wie ich das in ein normales (jpg) format bringe und
es ganz normal in meinen Bilderordner bringe um es hier hochladen zu können !
Loismin
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Hallo Alois,
das ist das Gimp eigene Bildvormat.
Du darfst nicht die Option "speichen" nehmen wenn du das Bild in anderen Formaten speichern willst, sondern du musst "exportieren" oder "exportieren als" nehmen.
Ein gutes Neues
Detlef
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Hallo.
Genau das ist es !!
Vielen Dank für den Hinweis !!
Ein gutes Neues Jahr !
Lois
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Über "Exportieren" steht die Funktion "Bild .jpg überschreiben". Wenn Du die nimmst, sparst Du einige klicks. Unter gimp.org findest Du auch eine ausführliche Bedienungsanweisung.
Gruß
Uwe
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Über "Exportieren" steht die Funktion "Bild .jpg überschreiben". Wenn Du die nimmst, sparst Du einige klicks..
Das Original-jpg sollte man nie überschreiben ! Falls man doch noch einen Fehler in der Bearbeitung sieht,
kann man nochmal darauf zurückgreifen. Dazu gibt es einiges im Netz unter "zerstörungsfreie Bildbearbeitung".
Das xcf-Format ist das GIMP-eigene Format, in dem noch alle Ebenen und Einzelschritte enthalten sind.
Braucht man nur, wenn man daran noch weiterarbeiten möchte. Das Photoshop-Äquivalent ist *.psd
Diese Dateien sind relativ groß und fliegen in den Müll, wenn man die Bearbeitung wirklich abgeschlossen hat.
Vorher speichert/exportiert man als jpg mit Namenszusatz, um das Original sicherheitshalber zu behalten.
Das ist sozusagen die Zusammenfassung der Bearbeitung.
Euch allen ein Frohes Neues Jahr !
Norbert
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Hallo.
Hab mal das überarbeitete Bild hochgeladen, jatzt muß ich nur rauskriegen, wie das alte Bild löschen !
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1420112540.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1420112540.jpg)
Loismin
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Hallo Alois,
Du löscht zunächst die Zuordnungen und entfernst das Bild dann oben aus Deinem Beitrag. Anschließend musst Du noch den Hacken bei 'Löschanforderung' (oder so ähnlich) setzten und dann wird das Bild von einem der Admins gelöscht.
Gruß
Philipp
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Moin Alois
Wieso eigentlich das Bild hier aus dem Thread löschen ? Lass es doch stehen, damit man auch in einem Jahr noch den Werdegang nachvollziehen kann.
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Wieso eigentlich das Bild hier aus dem Thread löschen ? Lass es doch stehen, damit man auch in einem Jahr noch den Werdegang nachvollziehen kann.
weil: wenn es sich um ein im Lex. hochgeladenes Bild handelt (das dort gelöscht werden soll), muss das Bild auch aus den Forumsbeitträgen entfernt werden, weil ein Bild, das irgendwo verwendet wird, nicht gelöscht werden kann.
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Hallo,
wenn die Fundort- und Mineralzuordnung des Fotos gelöscht sind, stört es doch keinen mehr im Lexikon, oder?
Grüße Josef