Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Gringo am 11 Feb 15, 11:37
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Hallo zusammen.
Ich war heute am Strand (Süd-Taiwan) und hab einen Stein (Quarz?) im feuchten Sand gefunden, der mir sehr zu denken gibt. Er hat einen matten, metallischen Glanz und weist nach Abrieb strahlenden Glanz auf. An einigen Stellen fehlt aber der Metallmantel.
Hat jemand eine Ahnung, was hier passiert ist? Was für ein Metall könnte das sein?
Würde mich freuen, wenn jemand was weiß.
Mit freundlichem Gruß
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Hallo,
wie sieht´s denn unter dem ´Metallmantel´ aus ? Evtl. auch noch mal ne Kerbe mit ner Glasscherbe oder nem Messer machen und dann berichten oder ein Bild von der Ritzspur inklusive Abrieb hier posten.
Gruß
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Hallo,
Könnte eine abgerollte Pyrit/Markasitknolle
Sein. Ich meine vom Strich könnte es hinkommen.
Gruß Sebastian
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Mir scheint der Strich, v.a. am rechten Ende, eher metallisch-weiß/grau und die Tenazität wohl eher mild zu sein...
Möglichst genaue Angaben zu Farbe, Glanz, Strichfarbe, Tenazität und Härte (falls die Schicht nicht zu dünn ist) wären wünschenswert.
Gruß
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Tenazität hab ich grad mal nachgeschlagen und dann mit dem Finger versucht den Strich wegzurubbeln - ging nicht. Bin aber von der Markasitknolle ziemlich überzeugt und hab sie zu meinem Fund vom Sonntag (ca. 100km Entfernung in den Bergen) mit dazugelegt - passen gut zusammen. Die Fundstelle war im nassen Sand (Flut), vor ihm das Meer und hinter ihm ein fossiles Flussbett - würde dann ja auch super zu meiner Geschichte passen, die ich hier schon zum Pyrit gepostet hab.
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,38342.0.html
Vielen Dank
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Hallo Mario,
solltest du noch ein Stück Flint (Feuerstein) haben, wäre auch ein Praxistest vielleicht hilfreich.
Siehe:
http://www.chemieunterricht.de/dc2/pyrit/pyrit_06.htm (http://www.chemieunterricht.de/dc2/pyrit/pyrit_06.htm)
Beim aufeinanderschlagen riecht es auch nach Schwefel.
Viel Glück beim Feuermachen.
Glück Auf
Reinhold
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Eher unwahrscheinlich, dass das ne Pyrit/Markasit-Knolle ist - es sei denn, sie ist dort erst vor kurzem jemandem aus der Tasche gefallen*, oder so (verträgt sich nicht besonders mit Wasser, d.h. die Oberfläche wäre eher rissig und rauh, als so glatt) ...
Sollte der Strich metallisch glänzen (dem Bild nach gibt es da offensichtlich verschiedene Interpretationen) kann es kein Pyrit/Markasit sein.
Tenazität meint den Grad der Sprödigkeit, der, was Mineralienbestimmung angeht, mit ein paar Zwischenstufen von sehr spröde (zersplittert bei Krafteinwirkung) bis hin zu duktil (läßt sich verformen ohne zu splittern, wie z.B.Gold) geht. Und das läßt sich i.d.R. schon gut beim Strichtest erkennen.
Gruß
edit: * im Übrigen würde Pyrit/Markasit die mechanische Beanspruchung, die zur Erzeugung so einer glatten Oberfläche per `Abrollung´ notwendig wäre, wohl eher nicht überstehen.
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Hallo.
Härte wäre hier auch mal interessant !
Loismin
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Ja, die Wasser-"Verträglichkeit" macht mir schon seit einer ganzen Weile Sorgen. Man vergleiche nur Bild A und B. Beide stammen aus dem selben Flussbett. Bei A ist das Pyrit sehr gut und bei B gar nicht mehr erhalten (B weist nur noch Spuren auf). Darwin würde sicher die Zeit dazwischen schieben - doch reicht das wirklich aus? Sicher gibt es auch Unterschiede in der Zusammensetzung - wie die Farbe oft schon signalisiert. Und vielleicht spielt dabei auch die Matrix eine Rolle. A stammt zudem aus einem kleinen Becken mit Wasserfall - B nicht. Und könnte es denn auch sein, dass das organische Ausgangsmaterial, der Grad der Komprimierung oder verschiedene Bakterien-Stämme ausschlaggebend für die Zusammensetzung sind?
Die Tenazität, also der Grad der Sprödigkeit, ist duktil (lässt sich verformen ohne zu splittern, wie z.B.Gold oder Blei?). Demzufolge ist es also nicht sehr hart und auch nicht spröde. Bild C zeigt metallischen Glanz - Kratzer mit Messer (unten, rechts von der Mitte).
Apropos: Beim Bild (Fund) von gestern war der Schwefelgeruch beim Brechen definitiv da. Ich hatte schon gedacht, dass er von der weißen Oberfläche stammt und auf eine heiße Quelle zurückzuführen sei (hatte mich schon gefreut). Als ich der Sache dann aber nachgehen wollte, war er schon wieder weg - als Praxistest aber durchaus geeignet (danke für den Tipp). Könnte es denn dann aber nicht auch sein, dass der als Gletschermumie berühmt gewordene „Ötzi“ vor etwa 5300 Jahren seine Birkenporlinge bei sich trug, weil er sie zum Feuermachen brauchte und gar nichts von ihrer antibakteriellen und antibiotischen Heilkraft wusste?
Wenn also kein Pyrit - was dann? Blei?
Viele Grüße aus Taiwan
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Hallo,
Na das ist doch schon mal sehr gut zu wissen (Tenazität), dann kann man also auch davon ausgehen, dass der Strich tatsächlich metallisch glänzend ist.
Je dünner und gleichmäßiger auf der Oberfläche verteilt die äußere metallische Schicht, desto unwahrscheinlicher, dass es ohne menschliches Zutun entstanden ist. (ich geh mal davon aus, dass es nur ein Belag ist und dir aufgefallen wäre, wenn er ungewöhnlich schwer wäre)
Ich würde das Teil ja am liebsten mal im Querschnitt sehen, du magst ihn aber sicher lieber heil lassen nehme ich mal an, oder ?
Du hast geschrieben, dass der ´Metallmantel´an einigen Stellen fehlt - und wie sieht´s nun also dort aus ?
Gruß
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Hallo,
ja, er ist nicht ungewöhnlich schwer und ich bin auch ziemlich sicher, dass es sich um eine hauchdünne Schicht handelt. Leider macht mein Fotoapparat keine besseren Bilder als nun noch das Bild D :(.
Kann es Silber sein? Wurde ja auch in Taiwan abgebaut.
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Ganz sicher kein Silber :D
Ich gehe mehr und mehr von einem künstlich erzeugtem Überzug aus.
Gruß Sebastian
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Hallo.
Das könnte für mich Zinn sein, so eine silberweisser Strich und weich !
Und dann spielt da ja wieder das Gewicht eine Rolle , wenns aber nur ein Überzug ist , nicht !
Loismin
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Hi
Wie präzise ist den die Farbwiedergabe auf den Fotos ? Kommt das mit dem kupferrotem Farbton in etwa hin und sind da wirklich diese feinen etwas silbergrauen Zonen in dem Stück ? Falls die Farben stimmen, könnte es sich um Kupfer oder eine Kupferlegierung handeln, in welcher noch etwas Silber (oder ein anderes silbergraues Element, evtl. Zinn) eingewachsen ist. Ob das natürlichen Ursprungs ist oder künstlich, wäre dann die nächste Frage.
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Hallo,
die Mantelfarbe ist einheitlich silbergrau. Das letzte Foto (Bild D) ist in Bezug auf die Farbe nicht wirklich aussagekräftig - besonders oben links der Gelbstich ist unwirklich. Mein erster Gedanke war, dass es sich um eine polierte Amalgamfüllung handelt, nur die Größe und die Form in seiner Gesamtheit stimmen natürlich nicht.
Beste Grüße
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Hallo.
Das ist so völlig sinnlos nur vom Anschauen auf einem Bild ein abgerolltes Erz zu bestimmen !
Noch dazu ohne Härte, Säureverhalten usw.
Das geht einfach nicht und ist wieder mal heiteres Rätselraten !
Geh damit in München auf der Börse zum Dr Grundmann und zeigs ihm, dann kann er oder ein anderer Tests damit machen, dann kommt vielleicht auch was raus !
Oder halt eine Bestimmung durch Röntgen an einer Uni !
Lois
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Hallo ich Schmiede in meiner Freizeit , Silber , und Gold . Es sieht wie ein Nugget aus , und auf der Oberfläche hat das Metall Oxyd , ... Fingernagel Test wenn mit Leichtigkeit einkerbbar, ...weich - evtl Blei oder Zinn Legierung. Kerbe betrachten schmierig? oder Kratzig? . Kupfer münztest ..wenn einkerbbar evtl. Zinn-Nickel Legierung oder ähnliches. Taschenmesser- Test , wenn einkerbbar, evtl- Nickel , Messing(weis Messing) ,Alpaka ,Silber-Nickel,Silber, Weis Gold , ... Mit dem messer vorsichtig kratzen Mehr schmierig, oder Harte Kratzige Geräusche? Oben auf den Nugget sieht es für mich nach Schmelzschichten aus , .. Vielleicht is auch noch sowas wie Borax dran ? ..
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Hallo zusammen,
ich hab mir nun etwas zusammengereimt, das vielleicht auch wieder nicht stimmt, aber doch einen schönen Abschluss bietet.
Dieses "Ding" hab ich auf einem kleinen Strandabschnitt (ca. 20m) gefunden. Sonst ist der Strand hier bis auf eine weitere Stelle vom Meer aus nicht zugänglich (siehe Anhang). Bei der anderen Stelle handelt es sich um eine kleine Bucht, auf deren Felsspitze ein kleines Restaurant gelegen ist. Eines Tages wollte ich dort in aller frühe einen Tee trinken gehen und musste feststellen, dass ich dort sehr unerwünscht war. Mir viel schon auf, dass gleich drei schwarze BMWs direkt vor der Tür parkten (nicht auf dem Parkplatz) und mir gleich am Eingang jemand entgegentrat, um mich abzuwimmeln. Jeder Idiot hätte gemerkt, dass dort etwas vor sich ging, das nicht jeder wissen sollte. Man sagte mir, dass der Laden erst in einer Stunde öffnet und ich dann nochmal wiederkommen soll - was ich auch tat. Als ich dann wieder eintrat, saßen dort ein paar Typen um einen Aluminiumkasten herum. Sie starrten mich abwechselnd an und tuschelten sich gegenseitig zu. Soweit ich sie verstand, hielten sie mich für einen Amerikaner und stachelten sich gegenseitig zum Aufbruch an. Als ich das dann meiner Frau erzählte, sah sie mich entsetzt an und fragte, ob ich wirklich keine anderen Probleme hätte.
Die Stelle, wo ich das Ding fand, ist auch von Land aus nicht so leicht zu erreichen. Aber immerhin, sie bildet einen Zugang zum Meer. Und da wir uns auf der Westseite befinden, ist das die Grenze zu Festlandchina. Also ist meine Hypothese nun, dass unter dem Aluminiumkasten ein Scheinwerfer montiert ist, der illegalen Booten den Weg weisen könnte. Ein solcher Scheinwerfer kann es dann vielleicht auch gewesen sein, der dieses Amalgam an den Strand brachte. Als ich das nun meiner Frau erzählte, sagte sie, dass es viele Schmuggler gibt, weil in China alles viel billiger ist. Und man darf auch nicht vergessen, dass der gesamte Abschnitt für Besucher in der Nacht gesperrt ist. Nur die Einheimischen, die sich selbst teilweise als Chinesen sehen, haben dann dort unbegrenzte Möglichkeiten.
Alles in allem könnte es also sein, dass es sich tatsächlich um ein Amalgam handelt, das zur Lichterzeugung dort am Strand eingesetzt wurde???
Viele Grüße
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Hallo,
na da war ja für heute klar, wo es den Tee gibt. Zugegeben, der "(Quarz?)" war nur 'ne Vermutung und könnte aus heutiger Sicht auch Keramik sein. Und der Aluminiumkasten fängt nun langsam an zu rosten (siehe Anhang) - so wird's wohl kein Aluminium sein. Fehlen noch die BMWs - war ein Synonym für teure deutsche Autos.
Schönen Sonntag noch ...
edit openpit:
Bezug auf gelöschten Beitrag entfernt.
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Hallo,
bevor man hier die Flinte ins Korn schmeißt oder sich zu wilden Spekulationen hinreißen lässt, wäre durchaus noch einiges möglich, würde ich sagen.
Als Erstes wäre mal ein Blick ins Innere, z.B. per geschicktem Hammerschlag, wünschenswert. (um zu sehen, ob es ein Nugget, ein abgerolltes Erz, oder eben doch, was mir weiterhin am wahrscheinlichsten scheint, nur eine oberflächliche Beschichtung ist, die dann allerdings mit ziemlicher Sicherheit keine mineralische Bildung wäre).
Gruß
edit: was ist das für ein Gebäude/Ruine, was auf dem Strand-Bild, schief im/am Wasser stehend, zu sehen ist ?
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Hallo,
hab heut erstmal 'nen Säuretest gemacht (hochkonzentrierte Salzsäure) - Bläschenbildung auf Mantel und Trägermedium. Bevor ich da mit 'nem Hammer rangeh, such ich lieber die Fundstelle nochmal auf und seh mich dort genauer um.
Apropos: Das wird wohl ein "japanischer" Bunker sein - ist aber nur 'ne Vermutung;)
Viele Grüße