Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: steinfried am 09 Mar 15, 20:51
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Hallo, ich habe hier eine Natrolithstufe von HUW die ich 2000 im Bruch gefunden habe. Auf dieser ist der Natrolith in farblosen dünntafligen Kristallen und dazu ein 2cm großes Kritallagg. von weißer Farbe, zum Aggregatezentrum wird die Farbe gelblich. Aufallend ist der starke Seidenglanz und keine erkennbaren Endflächen der Kristalle. Daneben sind noch ein paar kleinere Aggregate 0,5 cm die flach zwischen den stehenden Nadeln des Natroliths liegen.
Was könnte das sein Mesolith oder Skolezit oder Strontianit?
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Bils 2
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Eher Skolezit
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Hallo, danke für deine Einschätzung. Ich tendiere auch zu Skolezit, gerade wegen der fasrigen Endflächen.
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Hallo,
Natrolith, Mesolith und Skolezit sind visuell nicht zu unterscheiden. Wenn die beiden Kristall-Arten sich visuell unterscheiden, würde ich eher nicht von einem Faserzeolith ausgehen. Ich kenne allerdings die Fundstelle nicht und kann daher auch keine fundierte Alternative nennen. Evtl. wäre aber Thomsonit in Betracht zu ziehen, wenn deine Beschreibung besser ist als deine Fotos.
Günter
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Danke, für deine Meinung Günther. In diesem Fall bin ich aber auf die Erfahrungen der Sammler von HUW angewiesen. Vielleicht hat ja jemand schon etwas ähnliches Gefunden. Thomsonit ist es bestimmt nicht.
Klar eine Untersuchung würde alle Unklarheiten beseitigen, aber ich habe nur das eine Stück.
Grüße
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Hallo,
Thomsonit muss nicht nur in blockigen Kristallen oder kugeligen Aggregaten vorkommen. Ich habe hier gerade ein Stück von den Färöer-Inseln, wo der Thomsonit einerseits in den klassischen kugeligen Aggregaten mit leicht rauer Oberfläche vorkommt aber zusätzlich auch als eher "struppig" wirkendes Aggregat aus locker verbundenen kreuz und quer verwachsenen Kristallen vorkommt. Ich habe daher bewusst einen dieser Kristalle gemessen und es ist eindeutig Thomsonit. Ich würde den also nicht so kategorisch ausschließen, auch wenn andere Minerale möglich sind.
Günter
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Ich muss mich korrigieren, irgendwie habe ich das "Keine" Endflächen übersehen. Der mir von dort bekannte Skolezit hat besonders gut ausgebildete Endflächen, ist bei Deinem Stück dann doch eher unwahrscheinlich(er).
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Thomsonit, zumindest von HUW, hat Endflächen und kommt dort nicht strahlig verwachsen vor. Ich schaue heute mal die CD vom Richterbruch an. Auf der sind die meisten Minerale und Paragenesen abgebildet.
Gruß
Uwe
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Glück Auf!
Lässt sich an einem Faserstückchen mal ein Karbonattest durchführen? Wenn auch die faserige/feinnadelige Ausbildung etwas ungewöhnlich ist, so erinnert mich diese halbkreisförmige, radialstrahlige, gelbliche Fläche, wo das fragliche Büschel aufzusitzen scheint an Strontianit. Strontianit zeigt in Hammerunterwiesenthal sehr häufig Verzwilligung/Verdrilligung auch bei nadeligen Ausbildungen. Strontianit ist dort meist hell gelb oder lichthell grünlich.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo, ich werde das mit dem Säuretest mal probieren.
Gruß Torsten
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Nachdem ich mir die Bilder auf der besagten CD angesehen habe, stimme ich für Strontianit auf Natrolith.
Gruß
Uwe
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Hallo, ich habe die Mineralproben in verdünnte Essigsäure gegeben. Das unbekannte Mineral hat sich einer halben Stunde aufgelöst, bei der Natrolithprobe war überhaupt nichts zu sehen.
Dann wird es Strontianit sein. Viele Grüße Torsten