Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: uwe am 27 Dec 03, 16:53
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Hallo Mineralienfreunde,
seit 1989 habe ich ein Belegstück in meiner Sammlung, bei welchem es sich vermutlich um eine organische Substanz handelt. Es stammt aus Vrachlabi (Hohenelbe) am Fuße der Schneekoppe. Das schwarze Pechartige Mineral (?) kam dort in Adern im Porphyr vor. Ein tschechicher Sammler hat es als "Anthraxolit" bezeichnet. Diesen Namen habe ich aber seither nirgends gefunden.
Kennt jemand so etwas ??
Ein Foto füge ich bei.
Glück Auf
Uwe
[gelöscht durch Administrator]
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Hallo Uwe,
klar kenne ich "Anthraxolit"! Das kohlenstoffhaltige Mineral kommt bei uns im Raum Unterloquitz/ Lehesten im Kulmschiefer vor. Sieht genau so aus wie Dein Mineral. Ist aber in kleineren Einschlüssen dort zu finden. Ich muß mal sehen, ob ich ein Stück in der Sammlung finde, was mal reingescannt werden könnte. Ich habe auch auf die Schelle hier was gefunden:
http://www.starcon.ch/Kristall/naturwunder.htm
Herzliche Grüße
Der Conny
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Hallo Uwe,
ich habe noch weiteres zum Anthraxolit herausgefunden:
Das schwarze, spröde, pechglänzende Einschlüsse bildende Mineral ist eigentlich kein richtiges Mineral, sondern ein fossiles ,weitgehend aufoxidiertes, erdölähnliches Produkt.
Also besteht es vorwiegend aus Kohlenstoff und organische Resten(?).
Der Conny
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Hey's Mineralindex schreibt dazu:
'Anthraxolite, coal.
E.J. Chapman (1871) Min. Geol. Central Canada, p. 145.
A coal-like substance of the asphaltine group;
C 87-95%, H 0,5-2%, N 0,8-1,1%, O 1,7-2,0%, S trace to 0,4%...'
Gruß Peter
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Danke für die präzisen Antworten. Jetzt weis ich, daß Anthraxolit tatsächlich die richtige Bezeichnung ist und daß es sich um eine natürliche Bildung handelt.
Glück Auf
Uwe
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Nachtrag:
Ich habe mal etwas Ähnliches durch Tausch erworben:
..auch genauso schwarzen, pechglänzenden 'Asphaltit', der sich nach Röntgenanalyse als hochmolekularer Kohlenwasserstoff herausgestellt hat - plus Calcit-xx von Herbornseelbach bei Dillenburg, wo ich ja 1999 schon selbst unterwegs war.
Finder meines durch Tausch erworbenen o.a. Stücks ist aber G. Möhn aus Niedernhausen.. :)
Gruß Peter
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Hallo Ihr da draußen,
ich hab mal paar Jahre untertage im Uranerzbergbau im Ronneburger Raum gearbeitet. Dort kam selten auch Anthraxolit auf Kluft- und Störungsflächen im Unteren Graptolithenschiefer (S1) im unmittelbaren Kontaktbereich zum Diabas vor. Allerdings kannte ich ihn auch nur als Asphaltit.
Gruß Jürgen
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Guten Rutsch!
Euer Conny