Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: steinfried am 14 Apr 15, 19:51
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Hallo, da ich mich gerade mit Gangvererzungen von Freiberg befasse hätte ich eine Frage.
An den Randbereichen des Freiberger Gangbezirkes treten vereinzelt auch Gänge der Sn-CU Formation auf. Mit Zinnkies, Kupferkies u.a Erzen.
Wenn so ein Gang verwittert, welche Mineralien entstehen im "Zinnernen Hut"?
Gruß Torsten
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Die Gänge waren meist extrem kupferführend und nur partiell mit Zinn angereichert.
Sämtliche Cu- Sekundärmineralien können auftreten, besonders Malachit ist recht häufig. An Erzen sind Bornit, Kupferkies, Stannin und Zinkblende die Primärmineralien. Als Seltenheiten sind Wolframit und Zinnstein beschrieben worden.
Besonders die südlichen Halden von "Junge Hohe Birke" in Langenrinne sind für diese Formation bekannt gewesen.
Die Halden sollten einiges an Sekundärmineralien beinhalten...aber Achtung es stehen fast alle Halden unter Denkmalschutz.
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Hallo Michael,
Ich sammle meist nur die Randgebiete vom Freiberger Bezirk, Edle krone, Dorfhain das ist nicht so ertragreich aber dafür interessannter, weil ich da noch neues entdecken kann. Gerade habe ich recherchiert das es z.B. in Pretzschendorf allein 3 Kupfergruben gab.
Wenn du dir dieses Stück ansiehst , wo der Kupferkies schon am Rand den ganzen Gneis mineralisiert und verdrängt hat. Könnte das aus einer Kupfer-Zinn Formation stammen?
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1299396865.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1299396865.jpg)
Was meinst du?
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Warum nicht....letztendlich war diese Cu Sn Formation nur eine Unterformation der Kiesig-blendigen Bleierzformation, die hauptsächlich im südostlichen Randrevier vorgekommen ist.
PS: Sehr schönes Gangstück.....könntest du noch zur Größe und Fundort etwas sagen ?
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Steht in der Bildunterschrift. ;D
Aber wirklich schönes Stück.
Gruß Sebastian
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::) ohne Worte !
;D
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Ja da bin ich damals einfach drüber gestolpert. ;D
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Hallo Torsten,
um Michas Aussagen noch zu ergänzen, der Hinweis, dass die Zinnsteine aus dem Freiberger Revier sowohl ein Zersetzungsprodukt der Zinnkiese (dann als Holzzinn), als auch primär entstanden sind. Primärer Zinnstein ist jedoch nicht wie im restlichen Erzgebirge in isometrischen Aggregaten sondern als Nadelzinn ausgebildet.
Zinnkiese (wohl Stannit, ob auch Kësterit ist mir nicht bekannt) traten im Freiberger Zinngürtel (Muldenhütten-Mittelgruben) wohl reichlich auf, waren bei den Alten aber sehr begehrt (wohl auch durch die Assoziation mit Tetraedrit). Innerhalb der kb ist Zinnkies jünger als Sphalerit aber älter als Chalcopyrit und Galenit.
Das Stück würde ich gerne mal in die Hand nehmen. Bist Du im Mai auf der hiesigen Börse?
Glückk Auf!
der andere Micha
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Ja das bin ich, wenn du Dresden meinst, ich habe diesmal aber keinen Stand. Und hast du einen Stand.
Grüße
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Dank der eigenen Egozentrik habe ich die Börse in Dresden außer Acht gelassen. Ich bezog mich auf die Freiberger am 16. Mai.
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Hallo. Alles klar, ich habe mir den Termin eingetragen. Dann sehen wir uns am Stand.
Grüße