Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Lexikon Diskussionen Mineralien / Encyclopedia Discussion Minerals => Thema gestartet von: uwe am 15 Apr 15, 17:29
-
Rosenquarz von Schlema, Schacht 371 wäre sehr merkwürdig.
Gruß
Uwe
edit openpit:
Themenname geändert und Bild eingefügt
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1428059398.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1428059398.jpg)
-
Hallo Gitta-148,
kannst du den Link oder die Bildernummer mal angeben?
Rosenquarz von der 371 halte ich auch für fragwürdig.
Grüße
Uwe
-
Leider kann man die Kristallform der rosa Kristallbüschel nicht erkennen, so daß man Quarz weder bestätigen noch ausschließen kann. Im Grubenfeld des Schachtes 371 kommen als rosa Minerale Sainfeldit und Kobaltkornitnigit vor. Auf Grund der Farbe und Aggregatform tippe ich auf Sainfeldit. Es gibt allerdings auch blassen Kobaltkornitnigit.
Wenn es wirklich Rosenquarz wäre, dann wäre es sensationell. Aber Sainfeldit aus Schlema hat auch nicht jeder. Auf jeden Fall eine sehr interssante Stufe, die ich auch nicht liegen gelassen hätte.
Gruß
Uwe
-
Aufgrund der Stufengröße müssten die Kristalle ja im cm Bereich liegen. Das halte ich bei Kobaltkoritnigit oder Sainfeldit für eher unwahrscheinlich.
Rosenquarz würde ich nach der Optik nicht ausschließen, man kann es nach den Bildern aber nicht sicher bestätigen. Könnte durchaus auch ein rosa Karbonat sein (Mn oder Co haltiger Calcit).
Bei Rosenquarz hätte ich auch gewisse Bauchschmerzen beim Fundort. Derartiges Material habe ich aus dem
Revier noch nie gesehen, und erst recht nicht in solchen großen Stufen. Das muss zwar nix heißen,allerdings sind mir bisher auch noch keine Beschreibungen von Rosenquarz für das Revier bekannt.
Auch die Matrix schaut mir irgendwie nicht so recht nach Dolomit oder Calcit aus. Interessant wären Detailaufnahmen und ein Bild der Rückseite der Stufe.
-
Rosenquarz würde ich ausschliessen.Eher durch Hämatit rötlich gefärbte Calzit-xx.Die Matrix erscheint mir mehr wie karbonatreicher Baryt.Möglich wäre auch eine Verwechselung des Fundortes.
MfG Tonik
-
Hallo,
Nachdem ich ebenfalls erhebliche Zweifel am Furndort und des Minerals hatte schickte ich Sie in meiner Verzweiflung in die Bergakademie nach Freiberg. Dort wurde mir der Fundort als auch das Mineral bestätigt was ich auch durch einen der Erzgebirgsspezialisten im Mineralienforum hoffte (sogenannte zweite Meinung)
Viele Grüße Brigitte
-
Da kann man mal sehen, daß die Bergakademie Freiberg mitunter auch irrt.
Uwe
-
Also Quarz sollte man schon von Calcit unterscheiden können. Einfach mal die Säurebeständigkeit bzw. Härte prüfen. Für die von Uwe genannten Mineralien sind mir die zu groß.
Gruß
Philipp
-
Hallo,
Vielleicht habe ich mich ja etwas verwirrend ausgedrückt.
Laut Aussage Bergakademie handelt es sich tatsächlich um Rosenquarz von der 371.
Und ich würde nie im Traum daran denken die Aussagen dieser Spezialisten anzuzweifeln.
Viele Grüße Brigitte
-
Hallo Brigitte,
wer war an der Bergakademie Dein Ansprechpartner? Hattest Du direkt mit Herrn Massanek gesprochen?
Solches Material kenne ich von Schlema ebenfalls nicht, allerdings habe ich mich mit der Lagerstätte kaum beschäftigt.
Glück Auf!
Micha
edit:
Thema abgetrennt und verschoben. Ursprünglich von hier:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,39245.msg284326.html#msg284326 (https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,39245.msg284326.html#msg284326)
-
Hallo Michael,
Das Bestätigungsschreiben wurde von Herrn Massanek unterschrieben.
Viele Grüße
Brigitte
-
Wie bereits geschrieben:
Ein Beständigkeitstest gegenüber Salzsäure könnte Quarz (und so auch Rosenquarz) bestätigen.
Gruß
Philipp
-
Das Herr Massanek das Schreiben unterschrieben hat bedeutet nicht, daß er die Stufe auch gesehen hat.
Brigitte, Du kannst ja auch mal mit einer Glasscherbe über eine Kante der rosa Kristalle reiben. Bei Quarz sollte auf dem Glas ein Ritz zu sehen sein.
Falls doch Quarz mit einer Rosa- bis Rotfärbung, dann wird es wohl durch Hämatitkruste oder -einlagerungen rot gefärbter Quarz sein. Rosenquarz ist es sicher nicht.
Aber immerhin ist es eine schöne Stufe, egal was es nun wirklich ist.
Gruß
Uwe
-
Hallo.
Es stellt sich hier für mich die Frage, wurde das Mineral nur optisch angeschaut, oder wurden hier einige Tests gemacht !
Ohne hier irgenwem seine Kompetenz abzuerkennen , aber wenn in einem Institut jemand so eine Aussage macht ohne Tests,
würde ich das aus eigener mehrmaliger Erfahrung anzweifeln !
Erstens ist manch ein studierter Mineraloge Mineralien gegenüber ( bitte nicht verallgemeinern ) blind wenn er keine Geräte hat !
Und zweitens besteht immer die Gefahr, daß bei Überlastung jemand mit einer möglichst einfachen Aussage abgespeist wird !
So ist aber nur meine eigene Erfahrung damit !
Hoffe hier niemand auf den sogenannten Schlips getreten zu haben !
Und auch natürlich ist es, daß an einer Fundstelle auch Mineralien mal sehr vereinzelt vorkommen, die keiner je zu Gesicht bekommen hat.
Darum einfach erste Tests durchführen , mal mit der Matrix, ob angelöster Baryt oder Calcit !
Und zweitens ob das wirklich Quarz ist !
Das hilft schon extrem weiter bei der weiteren Beurteilung !
Loismin
-
Hallo,
Ich möchte mich noch bei all den konstruktiven Beiträgen bedanken.
Ich kann leider aber nur eines sagen.
Die Stufe wurde laut Schreiben eingehend begutachtet, natürlich nicht von Herrn Massanek.
Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.
Viele Grüße
Brigitte
-
Wenn man das Bild vergrößert, erkennt man eindeutig Quarzkristalle. Und diese Ausbildung ist noch nicht mal selten auf der 371. Nur nicht in dieser Größe und Qualität. Es ist einfach Quarz, der durch Hämatit rötlich gefärbt ist. Rosenquarz ist dennoch nicht ganz richtig, da dieser nicht durch Hämatit gefärbt ist. MA: Rosenquarz ist eine durch Rutil- und/oder Dumortieriteinschlüsse rosa gefärbte und meist derbe Quarzvarietät.
minuwe bat mich, das einzustellen.
Gruß
DocDiether
-
Hallo,
zu dem abgebildeten Rosenquarz kann ich mich nicht äußern, da ich mich an der Fundregion nicht auskenne.
Aber Rosenquarz wird nicht durch Rutil- oder Dumortieriteinschlüsse gefärbt. Die Färbung beruht wie bei den meisten Quarzen auf Farbzentren. Es gibt bei Rosenquarz zwei Typen. Die häufigste Art ist durch Ti3+ Zentren gefärbt. Andere werden durch AL und P gefärbt.
Die Quarzvarietäten Ametyst, Citrin, Rosenquarz und Rauchquarz sind niemals durch Einschlüsse anderer Mineralien gefärbt. Es liegt eine allochromatische Färbung vor (Spurenelemente). Eigentliche Ursache sind wie schon erwähnt Farbzentren. "Dabei handelt es sich ( Zitat aus: Praktische Edelsteinkunde, von Dr. Ulrich Henn S. 97) um elektronische Defekte im Kristallgitter die durch ionisierende Energie erzeugt werden und an die Anwesenheit von Fremdionen gebunden sind".
Schöne Grüße
Gerdchen
-
Hallo DocDiether,
Nach Ausage des Spezialisten für Quarz und Achat der Bergakademie Freiberg handelt es sich eindeutig um Rosenquarz.
Viele Grüße Brigitte
-
Zu dem Thema kann ich folgendes berichten.
Um 1987/88 habe ich bei einem großen deutschen Händler mehrere Stufen aus dem Freiberger Revier und vom Schacht 371 aufgekauft. Eine Stufe vom Schacht 371 war laut meiner Unterlagen damals mit Rosenquarzxx, Schacht 371, Hartenstein, DDR, beschriftet.
Weiterhin war ich Anfang der 90iger Jahre auf eine kleinere Mineralienbörse am Niederrhein im Kloster Kamp in Neukirchen-Vluyn und auf diese Börse hatte ein Bergmann von der Wismut fast einen ganzen Stand voll mit zum Teil erstklassigem Stufenmaterial aus der Wismut angeboten. Dabei waren u.a. ebenfalls Rosenquarz(xx)stufen vom Schacht 371, der diese und andere Stufen allerdings mit Alberoda beschriftet hatte. Auch von diesen Stufen habe ich eine Rosenquarz(xx)stufe erworben
… und beide o.g. Stufen hatten den gleichen Aufbau (wenn man das Bild vergrößert) wie die abgebildete Stufe von Brigitte. Auch die Größe der Stufe kommt hin, da meine damals erworbenen Stufen nur unwesentlich kleiner waren.
Da ich in den 80iger Jahren teils noch Stufenmaterial quer Beet gesammelt hatte, kaufte ich auch immer wieder Stufen auf die nicht mit dem Ruhrkarbon zu tun hatten, mein damaliges Hauptsammelgebiet, vor allem aber Rosenquarz, Fluorit und Galenit hatten es mir angetan
… und ab Ende der 80iger Jahre interessierten mich nähere Angaben zu den Stufen die ich aufgekauft/erworben hatte … und wenn mich nicht alles täuscht wurden nach Auskunft des Bergmanns diese Rosenquarz(xx)stufen Anfang der 80iger Jahre geborgen. Da ich darüber keine Aufzeichnungen mehr habe, kann ich leider dazu nicht die Sohle angeben, aber so viel ist mir in Erinnerung geblieben, dass der Bergmann erwähnte, dass das Bergwerk geflutet wird und die Fundsohle bald auch unter Wasser stehen würde.
Ob es tatsächlich Rosenquarz war, was ich nie angezweifelt hatte, selbst bei Veräußerung an einem Dortmunder Händler kam dazu nie anderslautende Hinweise, kann ich hiermit zumindest so viel bestätigen, dass das Stück von Brigitte kein Einzelstück mit der Bezeichnung Rosenquarz vom Schacht 371 ist.
Netten Gruß
Micha
-
Hallo Micha,
danke, interessante Informationen. War die Matrix bei Deinen Stufen Baryt oder Karbonat?
-
Hallo Michael,
Wie ich sehe gibst Du mit Wohngebiet Hersbrucker Schweiz an.
Ich wohne in Henfenfeld bei Hersbruck.
Da müsste doch ein Treffen möglich sei?
Viele Grüße Brigitte.
-
Hallo
Kann man den Bestimmungen aus Freiberg nicht trauen, verstehe ich das richtig??? ::)
MFG waldi
-
Hallo
Ich habe noch mal ein wenig in meinen alten Unterlagen gewühlt.
Mitte 1991 war ich in Aue, u.a. auch am Schacht 371, um von den Fördergerüsten Fotos zu machen.
Nachdem ich 1994 von Gelsenkirchen nach Castrop-Rauxel umgezogen war stellte ich 1995 meine Sammeltätigkeit auf allen Gebieten ein.
… bedeutet die kleine Börse im Kloster Kamp in Neukirchen-Vluyn war zwischen Mitte 1991 und Hauskauf März 1994.
Nach Aussage von dem Bergmann wurde zum Zeitpunkt der Börse in Neukirchen-Vluyn das Bergwerk bereits geflutet und es hätte nicht mehr lange gedauert bis die Fundsohle der Rosenquarzxx ebenfalls unter Wasser gestanden hätte. Stufen bot er von den Schächten 366 und 371 und einigen Stollen an.
Schluchti - Thomas
War die Matrix bei Deinen Stufen Baryt oder Karbonat?
In den 80 und 90iger Jahren habe ich alles mit dem Programm d-Base III Plus archiviert und da hatte man nur eine bestimmte Anzahl pro Spalte an Zeichen die man eingeben konnte um ein DIN A 3 Blatt voll ausnutzen zu können.
Bedeutet, dass ich nur das mir wichtige Hauptmineral archiviert hatte und das war Rosenquarz. Karbonat, so hätte ich es damals nicht genannt, ist für mich Gestein und Gestein war als Matrix nicht vorhanden. Ob es Baryt war kann ich dir nicht sagen. Wir „Sehendsammler“, zur Erklärung, bitte nicht falsch verstehen, als Beispiel bei Wölsendorf wäre das der Fluorit, interessiert das drumherum nicht. Selbst heute findet man jede Menge Stufen wo auf den Etiketten nur das Hauptminral und oder nur die Rarität genannt wird. Auch bei den von mir erworbenen Rosenquarz(xx)stufen von dem großen deutschen Händler und in Kloster Kamp stand nur Rosenquarzxx als Mineral auf dem Etikett drauf.
Gitta-148 - Brigitte
Da müsste doch ein Treffen möglich sei?
Ich zähle mich zu den rastlosen Zeitgenossen in dieser Welt. Mich hält es nirgendwo besonders lange. Bin in 13 Jahren in Bayern 5-mal umgezogen und mich zieht es weiter und bin auf der Suche nach einem neuen Wohnort. Österreich könnte mich reizen, alleine schon wegen dem vielen Gold was dort gefunden werden kann :). Wenn die Kinder meiner Freundin nicht wären, dann wäre das nächste Ziel der Bereich um den Zeller See, so aber wird erst mal eine gemeinsame Wohnung im Großraum Nürnberg angestrebt. Meine Wölsendorfsammlung steht zum Verkauf an und alles zusammen genommen bleibt nicht viel Zeit für ein Treffen.
waldi - Thomas
Bestimmungen aus Freiberg nicht trauen
Bezüglich Bestimmung ist das immer so eine Sache, wobei ich den Bestimmungen mit Freibergetikett traue … muss allerdings zugeben, dass mich zum einen das „Fuzzizeug“ nicht interessiert und zum anderen für mich von jeher schon immer das Hauptmineral auf den Stufen von Interesse war. Jeder hat nun mal auf seinem Sammelgebiet gewisse Interessen die er verfolgt, aber von den vielen vermuteten Ferndiagnosen, die Günter Blaß in einem anderen Thread erwähnt, sollte meines Erachtens, wenn sie dann ins Lexikon eingepflegt werden, Abstand gehalten werden, wenn diese nicht sicher sind.
Netten Gruß
Micha
-
Hallo,
Mir reicht es schon das Michael meine Version bestätigt.
Und um es nochmals zu wiederholen es wurde mir von der Berakademie bestätigt, es ist Rosenquarz vom Schacht 371.
Ebenfalls kann ich mir beim besten Willen vorstellen wie es in einer Antwort geäußert wurde es wurde irgend eine Diagnose ausZeitmangel gestellt.
Viele Grüße Brigitte
P.S.
Um mir weitere schlaflose Nächte zu ersparen.
Ich würde sie auch veräußern.
-
Hallo Brigitte,
Mir reicht es schon das Michael meine Version bestätigt.
Bestätigen kann ich das ich zwei weitere Stufen im Bestand vom Schacht 371 mit der Bezeichnung Rosenquarz xx hatte. Ich hatte auch nicht daran gezweifelt das es Rosenquarz war
... wenn ich mir allerdings die Antworten von "Doc Diether - minuwe"
MA: Rosenquarz ist eine durch Rutil- und/oder Dumortieriteinschlüsse rosa gefärbte und meist derbe Quarzvarietät.
und von "Gerdchen"
Farbzentren. Es gibt bei Rosenquarz zwei Typen. Die häufigste Art ist durch Ti3+ Zentren gefärbt. Andere werden durch AL und P gefärbt.
Die Quarzvarietäten Ametyst, Citrin, Rosenquarz und Rauchquarz sind niemals durch Einschlüsse anderer Mineralien gefärbt. Es liegt eine allochromatische Färbung vor (Spurenelemente). Eigentliche Ursache sind wie schon erwähnt Farbzentren. "Dabei handelt es sich ( Zitat aus: Praktische Edelsteinkunde, von Dr. Ulrich Henn S. 97) um elektronische Defekte im Kristallgitter die durch ionisierende Energie erzeugt werden und an die Anwesenheit von Fremdionen gebunden sind".
durchlese, dann könnte es wohl auch ein anderes Mineral sein / gewesen sein, welches rosa gefärbt war ?. Muss allerdings zugeben das ich mit den oben zitierten Aussagen nichts anfangen kann und nach Aussage von "minuwe" im MA: Rosenquarz ...
Mineralienatlas was steht wo "Gerdchen" der Aussage wiederspricht.
Das sollte vielleicht noch mal diskutiert werden und u.U. geändert werden.
Netten Gruß
Micha
-
Hallo Michael,
Danke noch einmal für Deinen Beitrag.
Ich kann nur noch einmal wiederholen.
Der Rosenquarz von der 371 wurde mir ausdrücklich von Freiberg bestätigt.
Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen die dort beschäftigten Spezialisten würden irgend etwas behaupten aus welchen Grund auch immer.
Viele Grüße Brigitte
-
Hallo,
die Ursache der Farbe bei Rosenquarzen und bei Rosaquarze liegt nicht an Fremdmineralien, sondern an den Farbzentren. Hier möchte ich auf das Thema Farbzentren im Lexikon verweisen. Dort werden auch genauer die Beispiele Rauchquarz, Amethyst und Citrin (Farbveränderung durch Brennen) erklärt. Rosenquarze haben Ti3+ Zentern und sind meist trübe. Liegt ein Farbzentrum vor welches an Aluminium und Phosphor gebunden ist kann es sich auch um Rosaquarz handeln.
Es gibt zwar Rosenquarze welche beispielsweise Rutileinschlüsse haben. Diese sind aber nicht Farbursache sondern führen gegebenenfalls zu Lichteffekten wie z.B. Asterismus.
Der Quarz auf dem Bild kann also durchaus ein Rosenquarz sein. Ich denke, wenn es Speziallisten von Freiberg bestätigt haben, kann man auch von Rosenquarz ausgehen.
Gruß
Gerdchen
-
Hallo Wolf-Gerd,
Danke für die positive Antwort.
Viele Grüße Brigitte
-
Hallo,
ich tippe hier doch eher auf durch feinstferteilten Hämatit rosa verfärbten Qaurz. Ich selbst kenne aus meiner Jugend auch die Tatsache, das selbst studierte Geologen mit Doktortitel sich irren können!
Daher vertraue ich hier nur einer genauen Analyse und die fängt nunmal mit der Unterscheidung nach Härte, Säuretest usw. an! Im Zweifelsfall eben auch eine Röntgenanlayse oder ähnliches. Einfach aus dem Bauch heraus auf Rosenquarz zu tippen, nochdazu kristallin ist mir zu vage!
Wie bereits geschrieben wurde, sind "Spezialisten" ohne Geräte manchmal blind, was auch völlig ok ist, nur dann muss man das auch zugeben und genau das hab ich selbst schon anders erlebt!
Zur Lokalität kann ich nur sagen, das hier hauptsächlich Karbonat auch mit Hämatit vergesellschaftet vorkommt. Quarz ist auch vertreten und daher ist es denkbar und meiner Meinung nach wahrscheinlicher, das dieser auch mal durch feinstverteilten Hämatit rosa ausshen und mit Rosenquarz verwechselt werden kann!
Bis dann
Roadrunner
-
Hallo Mark,
Vielen Dank für die ausfürliche Antwort.
Aber ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ein Institut wie die Bergakademie Freiberg eine Behauptung aufstellt ohne genau zu wissen vovon sie redet.
Viele Grüße Brigitte
-
Hallo,
es liegt ein Schreiben von Freiberg vor, nachdem die Stufe dort begutachtet wurde und danach ist es Rosenquarzxx. Alle anderen Meinungen die hier vertreten werden und bezweifeln das es Rosenquarzxx ist beruhen auf Annahmen und Vermutungen ohne das Material persönlich gesehen zu haben und aufgrund dessen finde ich es schon fatal, da keine Kenntnis der Untersuchung, wie Freiberg vorgegangen ist, zu schreiben „sind "Spezialisten" ohne Geräte manchmal blind“.
Diskussionen über Mineralien ob es dieses oder jenes Mineral ist begleiten immer wieder Berichte im Mineralienatlas und selbst wenn Äußerungen von Sammlern mit entsprechenden Angaben kommen wird oft genug eine Stufe meines Erachtens zum Teil kaputt geredet.
Nicht bekannt bedeutet nicht, dass es dieses oder jenes Mineral von einem Fundort nicht gegeben hat.
Da ich im Bergbau tätig war und untertägig im Ruhrkarbon selber Mineralien gesucht habe ein Hinweis zu obiger Aussage. Die allerwenigsten Bergleute haben Mineralien gesammelt da sie dieser Materie absolut nichts abgewinnen konnten und die, die gesammelt haben, hatten ihre Informanten und wenn es die Zeit zugelassen hat wurden die Örtlichkeiten unter Tage besucht. In solchen Fällen wurden oft genug in den Klüften immer wieder Mineralien gefunden die im Allgemeinen nicht bekannt waren und es gab immer wieder Hinweise von anderen Sammlern „kann nicht sein, gibt es nicht“. Eine Diskussion war z.B. Fluorit aus dem Ruhrkarbon, himmelblauer und hellroter Baryt. Gab es, da der Bergmann, Finder bekannt war und trotzdem wurde das angezweifelt.
In vielen Gruben, wenn die mineralogischen Gegebenheiten das zulassen, werden Mineralien gefunden die dem Nichtbergmann oft genug vorenthalten werden, eine Tatsache die ich im Bergbau zur Genüge selber praktiziert habe. Stufen die angeboten werden, als Beispiel wieder das Ruhrkarbon, stammen meist immer aus den großen Klüften die untertägig, meist im Streckenvortrieb, angefahren worden sind und davon wurde meist das minderwertige und oder beschädigte Material in den Markt abgegeben. Auf Edelteile, sprich Museums- oder Topstufen, bzw. Raritäten, hat eine gewisse Klientel die Hand drüber gehalten und waren für den normalen Bergmann unerreichbar. So ist es z.B. zu erklären das aus dem Wölsendorfer Revier die Masse des angebotenen Stufenmaterials für hochwertige Stufensammler nicht zu bekommen waren, selbst über entsprechende Preise blieb ihnen das Material verwehrt. Das hochwertige Material wird oft erst nach dem Tod des Finders veräußert, wenn nicht vorher die Erben, meist die Kinder, sich die besten Stücke rausgenommen haben. Hinzu kommt, dass in vielen Fällen das Stufenmaterial vor 1960 nicht bekannt ist, weil ab den 60iger Jahren das sammeln von Mineralien erst so richtig angefangen hat. Würde sich in einer Altsammlung nun ein Rosenquarzxx von Schacht 371 befinden, würden viele bzw. die meisten heutigen Sammler sagen, dass diese Stufe dazwischen gerutscht ist und legen es beiseite mit einem unbekannten Fundort.
Von daher bin ich der Meinung, so lange wie das Material nicht persönlich in Augenschein genommen wurde, sollten Äußerungen zu einem weltweit anerkannten Institut, hier Freiberg, nicht in Zweifel gestellt werden.
Netten Gruß
Micha
-
Das ist ein gutes Statement, was man vorbehaltlos so stehen lassen kann.
-
Das statement von woelsendorfer ist zwar vom Inhalt her gut, geht aber am Kern der Sache vorbei. Möglicherweise ist es Rosenquarz, aber dann nicht aus Schlema, Schacht 371. Außerdem sieht die Matrix (ich nehme an Baryt?) durchaus nicht nach Baryt aus Schlema aus. Dummerweise habe ich vergessen letzten Mittwoch einige Vereinsfreunde zu fragen, welche viele Jahre in Schlema unter Tage gearbeitet haben und in diser Zeit trotz hoher Gefahren gesammelt haben. Über Himmelfahrt treffen wir uns wieder, dann werde ich die Sache mal zur Sprache bringen.
Im Gegensatz zu Brigitte kann ich mir durchaus vorstellen, daß auch von Mitarbeitern der Bergakademie mal eine Fehlbeurteilung erfolgt. Wenn man einen Mineralogen eine Stufe mit der Frage: "Ist das Rosenquarz?" vorlegt und es ist welcher, dann sagt er "ja". Eine Fundortbestimmung wurde ja wohl nicht verlangt.
Erzgebirgische Stufen sind nun mal teurer als rumänische. Es wäre nicht die erste Stufe, bei der aus finanziellen Erwägungen der Fundort geschönt wurde.
Was soll es, ist doch trotz allem eine schöne ästhetische Stufe.
So, das war auch ein statement!
Gruß
Uwe
-
Hallo Uwe,
dein Statement überzeugt mich leider nicht, weil es auf Vermutungen aufgebaut ist.
Du schreibst:
Wenn man einen Mineralogen eine Stufe mit der Frage: "Ist das Rosenquarz?" vorlegt und es ist welcher, dann sagt er "ja". Eine Fundortbestimmung wurde ja wohl nicht verlangt.
Brigitte hat wie folgt geschrieben und darauf baut mein Statement u.a. auf:
schickte ich Sie in meiner Verzweiflung in die Bergakademie nach Freiberg. Dort wurde mir der Fundort als auch das Mineral bestätigt
Weiterhin steht gegen deine Aussage die Tatsache, dass ich zwei weitere Stufen mit der Bezeichnung Rosenquarzxx vom Schacht 371 hatte und die Stufen u.a. von einem Bergmann aus Schlema und von einem großen deutschen Händler, die ich um 1987/88 käuflich erworben hatte, stammen. Wenn ich von dem Händler ausgehe, dann habe ich die Stufe zu einem Zeitpunkt erworben wo es mir fast unmöglich erscheint, dass Stufenmaterial von Rumänien in einem Aufkauf zwischen Freiberg und Schlema gelandet ist, zumal ich auch diesem Händler durch in Augenscheinnahme des Materials mehr traue als deiner Aussage die wie folgt lautet:
Erzgebirgische Stufen sind nun mal teurer als rumänische
ohne das Material persönlich gesehen zu haben.
In diesem Aufkauf von dem Händler befand sich Stufenmaterial, was ich zu Zeitpunkt des Ankaufes nicht gewusst hatte, nur auserlese Topstufen aus der damaligen DDR, die wie vieles andere was einen Wert hatte, Devisenbringer waren, was mir allerdings erst nach Grenzöffnung durch Gespräche mit Bergleute und den dort lebenden Menschen bewusst geworden ist. Aufgrund dieser Vorgeschichte nenne ich auch den Namen des Händlers nicht, da nur ganz wenige Westdeutsche Händler die Möglichkeit hatten Sammlungsmaterial, nicht nur Mineralien, in der DDR kaufen zu können.
Weiterhin hatte ich mit dem Bergmann von Schlema auf der Börse im Kloster Kamp in Neukirchen-Vluyn ein längeres Gespräch geführt der mir persönlich bestätigte das er die von mir erworbene Rosenquarzxxstufe selber unter Tage gefunden hätte, wie das gesamte Material welches er damals angeboten hatte … und auch in diesem Fall glaube ich nicht das in seinem Bestand ein Stück von Rumänien dazwischen war.
… und wenn du schreibst
einige Vereinsfreunde zu fragen, welche viele Jahre in Schlema unter Tage gearbeitet haben und in diser Zeit trotz hoher Gefahren gesammelt haben.
ist dessen Aussage genau so viel Wert, wie die Aussagen die hier nur auf Vermutungen basieren, denn mit meinem Statement wollte ich genau diese Problematik ansprechen, da es im untertägigen Bereich immer Fundorte gab die nur EIN Sammler ALLEIN ausgebeutet hat.
Diese Unwägbarkeiten, nämlich von anderen Sammlern zu behaupten hat es nicht gegeben, ist meines Erachtens eine Fehlbeurteilung eines Sammlungsortes, denn jene Sammler könnten lediglich die Aussage machen, kenne ich nicht, habe ich nie gesehen, bedeutet dann aber nicht das es doch derartiges Material gegeben hat.
Hier möchte ich noch mal ein Beispiel anführen. Von Grube Max aus dem Wölsendorfer Flußspatrevier gab es blaue Fluorite mit Zonaraufbau, die nur ein Sammler, nämlich der Betriebsleiter im untertägigen Bereich bergen konnte. Dieser hat dann das minderwertige Material an zwei weitere Sammler weitergegeben und alle haben das Material gebunkert, so dass es unter anderen Sammlern nicht bekannt war. Das Beispiel führe ich an, weil mir in diesem Fall schon des Öfteren gesagt wurde das es Fluorite von Illinois, USA wären. Das Problem was in diesem Thema steckt ist, dass das Stufenmaterial kaputt, wie oben in einer anderen Antwort von mir schon erwähnt, geredet wird oder wie wir im Ruhrpott sagen, madig gemacht wird. Das Ergebnis ist nicht selten das Sammler und auch Händler durch dieses Gerede oft genug Schwierigkeiten haben überhaupt dann noch Stufenmaterial am Mann zu bekommen, weil der ja keine Ahnung hat. Seit Monaten lese ich mir nachts alte Threads im Mineralienatlas durch und stoße immer wieder auf Äußerungen die die Aussage von „Haubi“ von Re: 40. Mineralienbörse in Aue/ Erzgebirge « Antwort #17 am: 14 April 2015, 17:31:19 » bestätigen die da lautet:
Die üblichen Sammler aus der "Szene" kennen und treffen sich, auch ohne Mineralienatlas. Erstaunlich viele kennen die Seite auch nicht oder wollen damit nichts zu tun haben
Nun gut, damit möchte ich das Thema meinerseits hiermit schließen. Es soll lediglich dazu dienen nicht vorschnell irgendwelche Schlüsse zu ziehen, mehr nicht.
Schönen Tag und netten Gruß
Micha
-
Hallo Michael,
Dein Kommentar ist etwas überspitzt formuliert wie Balsam für mein wundes Herz.
Ich denke er müsste auch den letzten Zweifler überzeugen.
Viele Grüße und nochmals Danke für die moralische Hilfe.
-
Hallo Gitta-149,
ich hatte am Wochenende die Gelegenheit, mich mit einigen ehemaligen Wisumtkumpeln über Deiner Rosenquarzstufe zu unterhalten. Ja, es gab in Schlema Rosenquarz, aber sehr, sehr wenig. Solche Stufen sind außerordentlich gefragt und werden auch entsprechend teuer gehandelt, wenn überhaupt.
Also, Glückwunwsch zu Deiner Erwerbung! Hüte die Stufe wie Deinen Augapfel - es ist etwas besonderes.
Gruß
Uwe
-
gerade gefunden:
http://www.meinesammlung.com/mineralien/962664-rosenquarz-aus-hartenstein.html
Glück auf
Matthias
-
Hallo Uwe,
Danke Uwe.
Das war der entgültige Beweis. Rosenquarz wurde gefunden auf der 371.
Jetzt kann ich endlich wieder beruhigt schlafen.
Viele Grüße aus Franken Brigitte
-
Glück Auf!
Endgültiger Beweis? Der Link führt zu einem Bild, welches das selbe Stück zeigt, wie im ersten Beitrag, nur halt von einer anderen Perspektive aus fotografiert.
Habe hier gerade im Mineralienatlas folgendes Zitat ausgegraben:
"Rosenquarz ist eine pegmatitische Restschmelze. [...] Rosaquarz ist eine hydrothermale Bildung!"
Dazu würde auch die Aussage vom Buch "Lehrbuch der Mineralogie, Rösler" passen, wonach die Herkunft von Rosenquarz auf Pegmatite beschränkt ist. Aber möglicherweise gibt es hier auch neue Erkenntnisse, da in der mir vorliegenden Buchversion auch nur derber Rosenquarz bekannt ist.
Ob für die Bildung von Rosenquarz aber nun wirklich ausschließlich Bedingungen wie in Pegmatiten herrschen müssen, weiß ich nicht. Und ob diese Bedingungen an dem Fundort der diskutierten Stufe mal geherrscht haben, müsste Andere beantworten, die schnelleren Zugang zur passenden Literatur haben.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
-
Ok, jetzt wird es allmählich ärgerlich. Wie kann eine Stufe so dermaßen
zerredet werden? Die Diskussion ist schon lange einfach nur eine Farce.
Warum glaubt man nicht einfach den Experten? Dazu sind sie doch da.
Und natürlich machen die auch Fehler. Aber sicherlich weniger als jemand
der im Gegensatz dazu keine Ahnung hat und seine Argumente auf Vermutungen fußen lässt.
Man kann seine Bedenken äußern aber bitte mit Argumenten und nicht mit bloßen "was ich nicht kenne, kanns auch nicht geben"
Gruß Sebastian
P.S.: Die Beweisführung bezog sich auf den, hoffentlich endgültigen Beweis, Kommentar von uwe.
-
Hallo Sebastian,
Danke für den Kommentar.
Hätte ich gewußt welche Lawine ich mit diesem Thema lostrete ich hätte bestimmt die Finger davon gelassen.
Viele Grüße nach Freiberg Brigitte
-
Warum die Finger davon lassen? Ein Fachforum ist dazu da um auch mal sachlich zu hinterfragen. Gerade bei Farbvarietäten von Quarz kommt es doch immer wieder zu Fehlbestimmungen, wie z.b. öfters schon beim Citrin geschehen.Ich frage mich, warum nun versucht wird, diese interessante Diskussion einfach abzuwürgen. Wie ist denn die TU Freiberg in diesem Fall zu ihrer Einschätzung gekommen?
Im besten Fall ist es halt wirklich Rosaquarz, aber da die Stufe auch im Lexikon abgebildet ist, sind dann dort im anderen Fall fehlerhafte Angaben zu finden.
Gruß Daniel
-
Es geht nicht um die Diskussion sondern um die Argumentation.
Wenn ohne Kenntnis Meinungen in den virtuellen Raum geworfen werden, soll das zielführend sein?
felsenmammut hat wenigstens mit Quellen gearbeitet. Aber sonst war es ein "aus dem Bauch heraus".
Das kann nicht der Anspruch für ernst gemeinte Hilfe sein.
Ich möchte hier auch keinen angreifen sondern möchte nur einen Gedankenanstoß liefern um seine Argumente auch evtl. mit Fakten zu untermauern. Dies sollte eine positive Auswirkung auf die Diskussionskultur haben.
Gruß Sebastian
-
möchte nur einen Gedankenanstoß liefern um seine Argumente auch evtl. mit Fakten zu untermauern.
Das kann ich nur begrüßen. Ich gehe davon aus, dass man in Freiberg die fragliche Stufe auf die bekannten Eigenschaften von Rosen- bzw. Rosaquarz untersucht hat und folglich über wissenschaftlich belastbare Daten verfügt. Ich denke, es wäre an der Zeit, diese Daten endlich auch hier im Forum zur Verfügung zu stellen, damit die Vermutungen ein Ende finden können. Der Gutachter wird seine Genehmigung für eine derartige Veröffentlichung sicherlich nicht verweigern.
MfG
Klaus
(Dipl.-Min.)