Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Frank de Wit am 26 Mar 05, 20:12
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Hallo alle,
Maurice de Graaf und ich schreiben am moment einen artikel uber die brennende steinkohlehalden in Europa
Wir denken wir haben alle (am Moment) brennende kohlehalden und die 'mineralien' die dort gefunden sind inventarisiert.
Unsere Frage an jeder hier:
-wer von Ihr kennt brennende Kohlehalden? welche sind das?
-und wo war Ihr schon mal unterwegs und was denkt Ihr dann gefunden zu haben?
(Kladno, Radvanice, Zwickau-Oelsnitz, Ronneburg (keine steinkohle, aber jedoch interessante 'brennmineralien')
((Zb: heute waren Maurice und ich wieder unterwegs am Anna/Alsdorf (sehe http://www.strahlen.org/forum/viewtopic.php?t=138&start=15)
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Hallo Frank!
Auch im Saarland gab es brennende Halden.
Bis Ende der 70er brannte die Steinkohlenhalde der Grube Dr. Schäfer bei Reisbach , hier konnten sich u.a. ged. Schwefel , Salmiak , Alunogen , Halotrichit und einige weitere Sulfate bilden
Der Brennende Berg bei Dudweiler soll heute noch qualmen , ich war noch nie selber dort , kann dazu garnichts sagen , habe aber in der Sammlung 2 alte Stufen von dort mit Salmiak xx up to 5 mm und ged. Schwefel
Dann brannte einst auch in den 70-er Jahren die Steinkohlenhalde der ehem. Grube Heinitz bei Neunkirchen , hier gab es auch ged. Schwefel und Salmiakbildungen.
Gruß
TK
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hi TK, tnx !
die im Saarland waren schon bei Goethe bekannt oder?
kannst du mal herumfahren/fragen um zu schauen ob es jetzt noch etwas brennt/raucht?
hojje! Frank
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Hallo FdW!
auch im Steinkohlenrevier von Freital in Sachsen gibt es noich eine brennende Halde, die Carolaschachthalde:
http://www.doehlenerbecken.de/geologie/mineral.html
Gruß
Tobias
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Yo Tobias, merci !
den haben wir auch bestudiert, danke fur die hinweis
warst du schon ma da? wenn ja, was hast du gefunden?
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Hallo Frank,
selbst war ich nicht auf den Halden in Freital, aber u.a. habe ich von dort winzige Selenkristalle auf Matrix.
Gruß Uwe
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@ Frank: nein, ich war noch nicht auf der halde, hab mir das aber für die nächste Zeit vorgemerkt...
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ich wurde gerne mitgehen !
aber es ist eine seehhhrrr lange autofahrt ab Maastricht ;-)
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Hallo Frank
etwa die Hälfte der kleinen Steinkohlehalden im Schaumburger Steinkohlenrevier zwischen Minden und Hannover sind rot, die andere Hälfte schwarz. Die Farbe geht eindeutig auf frühere Schwelbrände zurück. Aktiv ist aber nichts und besondere Mineralien habe ich dort auch noch nicht gefunden.
Weiter gibt es die bekannten "Pseudovulkane" im Bereich des Tagebaues Kalbe und er Stinksteinwand am Meissner in Osthessen mit immer wieder aufflackernden Kohleflözbränden, ebenso am benachbarten Hirschberg. Auch in der Nähe ist das klassische Porzellanjaspisvorkommen am Bühlchen bei Epterode, das als "high temperature - low pressure" Metamorphose Eingang in die Literatur gefunden hat und als Kohleflözbrandbildung interpretiert wird.
Dann habe ich noch eine Stufe Gips als sehr feinfaserige Kristalle auf rotem gefritteten Tonstein aus der Braunkohlegrube bei Bischofsheim in der Rhön - recht hübsch und außergewöhnlich.
Und schliesslich gibt es noch die brennenden Kohleflöze von Ravat in Tadaschikistan (?)
So, mehr fällt mir nicht ein
Glück Auf
Thomas, der gerade aus der Toskana zurückgekehrt ist