Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Mikroskope (Beleuchtung, Zubehör) / Microscope (Light, Accessory) => Thema gestartet von: bur am 18 Jul 15, 18:42
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Nachdem ich auf dieser Seite und Mindat immer wieder sehr schöne Makroaufnahmen von Kristallen gesehen habe (und auf der Arbeit in letzter Minute der Kauf eines Keyence abgesagt wurde :'() überlege ich, mir ein Mikroskop für solche Aufnahmen anzuschaffen.
Eine Alternative wäre natürlich eine Kamera, aber da ich wirklich ausschließlich Mineralien aufnehmen will, dürfte ein Mikroskop die bessere Lösung sein?
Das Gerät sollte Strukturen im Bereich 100 µm noch darstellen können. Wichtig wäre, dass man auch größere Stufen (zB 10 cm x 5 cm) auf den Probenteller bekommt. Tiefenschärfe-Automatik wäre schön. Hauptaugenmerk liegt auf dem Fotografieren, die Bilder müssen also einfach auf den Rechner kommen, die Ausgabe darf daher auch ruhig direkt auf den Bildschirm erfolgen.
Kurz gesagt, ich würde gerne Bilder wie diese machen können:
http://www.mindat.org/getphoto-1024-768-0731513001298716426.jpg (5 mm Bildbreite)
http://www.mindat.org/getphoto-1000-750-0225165001257079895.jpg (10 mm Bildbreite)
http://www.mindat.org/getphoto-900-675-0634721001167411904.jpg (6 mm Bildbreite)
Ich weiß überhaupt nicht welche Preisklasse man für solche Qualität braucht, ich könnte vielleicht 2000€ ausgeben, wobei mir weniger deutlich lieber wäre.
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Hallo Florian,
dein Thema wurde hier schon oft besprochen und genauso oft waren die Meinungen unterschiedlich.
Bei mir waren die ersten Versuche durchs Mikroskop, dann USB-Kamera und befriedigende Ergebnisse erreichte ich erst jetzt mit Spiegelreflexkamera, Stativ mit Stackingeinrichtung und entsprechenden Objektiven.
Daß das Ganze auch preislich überschaubar sein kann hat U. Wagner mal hier treffend und humorvoll dargestellt.
Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
« am: 29 Nov 14, 22:49 »
Glück Auf
Reinhold
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Ohje,
Ohne Erfahrung wird das nichts. Ein ich bestell mir was und dann geht das ist in der Fotographie kaum möglich. Ich Glaube Stonemaster aus dem Forum (sehr zu empfehlende Adresse) entwickelt so etwas.
Ansonsten kann ich nur mit folgendem Aufbau weiterhelfen: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,39736.0.html
Aber auch da muss man sich an die Bilder Rantasten. Und ohne Bildbearbeitung geht auch nichts. Suche nicht die eierlegende wollmilchsau sondern bastel dir dein eigenes Setup nach deinen Ansprüchen.
Gruß Sebastian
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Ohne Erfahrung wird das nichts. Ein ich bestell mir was und dann geht das ist in der Fotographie kaum möglich.
Den Kommentar hatte ich erwartet... ;)
Ich habe schon vor 20 Jahren mit Analogkamera Fotos gemacht, mit den richtigen Geräten bekomme ich also durchaus brauchbares hin. Mir ist klar dass man sich nicht an das Gerät setzt und 1 s später kommen die besten Fotos aus dem Drucker. Aber ich hatte den Eindruck dass ein Digitalmikrosop eventuell besser geeignet ist als eine DSLR + Stativ und diverser Objektive. Einfach aus dem Grund, dass eine Kamera nicht speziell für diesen einen Einsatzzweck konstruiert ist, anders als ein Mikroskop. Allerdings sind Mikroskope auch eher für die Beobachtung als fürs Machen von Fotos gedacht.
Suche nicht die eierlegende wollmilchsau sondern bastel dir dein eigenes Setup nach deinen Ansprüchen.
Mein Hauptproblem ist, dass ich unsicher bin ob eine Kamera oder ein Mikroskop die bessere Wahl ist. Wenn man sich die Gallerien anschaut, dann werden die weitaus meisten Fotos mit Kamera + Makro gemacht. Und Reinholds Aussage geht ja auch dahin. Ebenso was ich hier so in den Threads lese. Dann muss ich mich anscheinend doch mal mit den neuen Digitalkameras auseinandersetzen.
Daß das Ganze auch preislich überschaubar sein kann hat U. Wagner mal hier treffend und humorvoll dargestellt.
Mineralienfotografie mit bescheidenen Mitteln!
Der Link fehlt leider, aber wenn es sich um Kamera+Lupe handelt, das hab ich auch schon gemacht und die Fotos sind tatsächlich gar nicht so schlecht (siehe Anhang, war vor dem Resize noch etwas schöner). ;D
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Was verstehst du unter Mikroskop?
Ich kenne solche, da schaust du durch und siehts was, aber die Kamera sieht was anderes.
Nicht leicht zu fotografieren, (siehe mein Link).
Du suchst eher nach einem usb Mikroskop. Aber da kenn ich die Qualitäten nicht. Aber eins ist sicher: ohne Stacking läuft gar nichts. Und da gibt's halt den Stonemaster. Melde dich bei dem der löst alle Deine Probleme. Der kann dich bestens beraten und ausstatten. Weil irgendwie hab ich das Gefühl du hast noch nicht 100% verstanden mit welcher Technik dort auch gearbeitet wurde. Du willst ja den absoluten Oberklassenstandard erreichen. Da nützt dir ein Mikroskop erstmal wenig. Weil das kann keine Fotos machen. Ein Mikroskopobjektiv schon eher, das kann man mittels balgen an eine Kamera hängen und dann Bilder schießen. So machen es die absoluten topfotographen. Es gibt auch uuuuunfassbar teure Mikroskope da geht das auch, aber da kommst du besser weg du stellst dir dein Equipment selber zusammen. Melde dich beim Stonemaster (Link ist auch als Werbung hier geschaltet) der weiß dir zu helfen.
Gruß Sebastian.
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Ich dachte an ein Digital- oder USB-Mikroskop, also ohne "Ausgabe ans Auge", sondern direkt auf den Chip. Eventuell hat mich das Keyence Marketing auch etwas geblendet, da wird es dargestellt, als wäre super Tiefenschärfe mit dem richtigen Gerät kein Problem (das vorgestellte kostet allerdings auch um 60-70.000 €).
Die von mir verlinkten Bilder sind sicherlich sehr hoch gegriffen, ich wollte damit eher die Auflösung deutlich machen, als die künstlerische Qualität. Die Fotos wurden übrigens auch alle nicht mit einem Digitalmikroskop gemacht.
Danke für den Tipp mit dem Stonemaster, werde mich mal an den Guru wenden. :)
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Die mit zunehmender Vergrößerung EXTREM abnehmende Tiefenschärfe ist eine physikalische Gesetzmäßigkeit (und daran kann niemand was ändern). Ohne Stacking (viele Aufnahmen, bei denen jede einen anderen Bereich scharf zeigt und anschließendes "zusammenrechnen per Software) geht da wirklich nichts mehr. Das von Dir genannte Gerät kenne ich zwar nicht, könnte mir aber bei diesem Preis vorstellen, dass es eine eingebaute Stacking-Automatik mit eigenem Stackingprogramm hat.
Neben einer einigermaßen gut auflösenden Kamera ist das Hauptproblem bei einer sehr präzisen Veränderung des Objektabstandes möglichst in Schritten um 1µm.
Gruß Thomas
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Moin,
Alles eine Preisfrage, und Werbung ist nur bedingt zu trauen. Klar kam man sowas bauen aber das kostet. Es gibt alles auch vollautomatisch aber das kostet...
Und mit 2000 bist du geschätzt eher nicht dabei. Lies im Forum dir einiges durch.
Es gibt sicher gute usb Mikroskope, aber um gute Bilder zu machen gehört noch viel mehr.
Schöne Grüße,
Sebastian, der auch am Anfang steht, sich aber Rantasten möchte auf diese Qualität.
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Genau, die Tiefenschärfe wird da erreicht durch viele Aufnahmen in schneller Folge die dann zu einem Bild zusammengestellt werden. Habe das auch mal in Aktion gesehen und die Bilder waren schon gut. Aber wie gesagt, das Modell ist für Privatleute nicht wirklich bezahlbar.
Ich habe mittlerweile auch das Gefühl dass ein selbst zusmmengestelltes System die bessere Wahl ist. Ein Digitalmikroskop ist ja auch nur eine Kamera + Mikroskop, nur dass die Teile halt schon fest vorbaut und vorgegeben sind.
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Stichwort Stacking halt. Das geht auch mit jedem objektiv und Mikroskop. Lass dich erstmal beraten, dann reden wir weiter. So fehlt einfach die Grundlage um vorhandene Probleme zu lösen.
Gruß Sebastian
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Hallo Florian,
ja das Thema Fotografie beschäftgt viele.
Mein Vorschlag den Bericht von U. Wagner zu lesen bekräftige ich nochmal.
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,38043.0.html (https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,38043.0.html)
Ob der link genau zu seinem Bericht führt weiß ich nicht, aber im Forum unter Fotografie findest du ihn.
Glück Auf
Reinhold
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Hallo,
vielleicht könnten auch diese Artikel weiter helfen:
http://www.mindat.org/article.php/2062/Mineral+High+Resolution+Photomicrography+with+Infinitive+Optics+and+Stacking++
http://www.mindat.org/article.php/1906/Home+made+Instrumentation+for+Mineral+Video-+and+Macro-Photography+
http://www.mindat.org/article.php/2066/Macrophotography+setup+for+high+magnification+and+high+resolution
Gruß Daniel
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Danke für die vielen Links, werde ich am WE mal studieren.
Ich habe vorgestern mal auf der Arbeit mit einer Pentax K10 und einem 35 mm Makro plus Stativ herumexperimentiert und war schon recht zufrieden. Klar, die Ausleuchtung müsste besser sein, Blitz führte dazu, dass nur das obere Drittel des Bildes hell war (den Rest beschattete das Makro). Tiefenschärfe gibt es gar keine und die Blende war auch relativ groß, was halt nochmal zu Unschärfe führt. Ich hätte selber auch gerne noch eine höhere Vergrößerung, aber im Prinzip ist das schon das was ich möchte, so sieht man Details an den Stufen die man sonst gar nicht wahrnimmt.
https://drive.google.com/file/d/0ByNLLNOypqP1ZzZpRG91TExFMjg/view?usp=sharing
https://drive.google.com/file/d/0ByNLLNOypqP1SkUzT3paYkdRQ2c/view?usp=sharing
Die Aufnahmen zeigen einen Assuncao Autunit, die Kristalle sindetwa 2-3 mm groß.
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Hallo,
Kann sich doch schon sehen lassen.
Ein paar Punkte lassen sich mit Hilfe von Stacking beheben. Die Tiefenschärfe wäre vorhanden, die Unschärfe durch die geschlossene Blende auch. Einfach die Kamera mittels PC fernsteuern und den Fokus immer einwenig verschieben. Dann die Bilder mittels combine zp ( Freeware, kinderleicht zu bedienen) zusammenrechnen und fertig. Die Ergebnisse sprechen dann für sich. Keine Angst vor Stacking!
Gruß Sebastian
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Hallo Florian,
ich kann Sebastian nur zustimmen. Die Bilder sind jetzt schon gut, wobei man mit Stacking noch deutlich mehr rausholen kann. Ich kann dir auch zu HeliconFocus raten. Davon gibt es eine 30 tägige Testversion (sonst kostet das Programm).
Gruß und viel Glück bei deinen nächsten Versuchen!
Philipp
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Freut mich dass die Fotos Zustimmung finden. :)
Leider ist das ja nicht meine Kamera, ich werde mal gucken ob ich sie über das nächste WE ausleihen kann. Dann kann ich mich etwas in das Stacking und vor allem auch die Bedienung der Kamera einarbeiten. Davon ausgehend lässt sich dann vermutlich besser sagen was ich eigentlich brauche.
Ich habe hier noch einen Quarz bedeckt mit nur etwa 1 mm großen dafür aber transluzenten Autunit-Kristallen, sieht unter der Lupe toll aus und sollte dementsprechend hoffentlich gute Fotos geben.