Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Gerhard am 18 Sep 15, 20:27
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gefunden auf einer Braunkohlenschliere in einer ehemaligen Lagerstätte von Elbekiesen. Eisenvitriol ein kristallisierendes wasserhaltiges
Eisensulfat. Ich denke,das die Fotoaufnahmen so einigermaßen gelungen sind.
Gruß Gerhard
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Hübsch!
Ich denke, Melanterit zeigt eine der schönsten Farben im mineralogischen Welt. Es ist so schade, dass es so schwierig in Sammlungen zu erhalten ist. Es trocknet aus nach einige Stunden in trockene Luft. Ich habe einige Kristalle für mehrere Jahre in einem schwarzen plastik Fotofilm Behälter im Kühlschrank aufbewahrt, aber auch dort die Kristalle verlieren ihre bunte Oberflächen nach 5 Jahren oder so.
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@alfredo: Tipp: über gesättigter Eisen(II)-sulfatlösung in einem luftdicht verschlossenem Einmachglas lagern. Dann geht das Kristallwasser nicht verloren. Auf diese weise lagere ich selbstgezüchtete Kristalle wie z.B. Mangansulfat oder Nickelsulfat. Bei Eisen(II)-sulfat kommt noch hinzu, das es mit Luftsauerstoff zu Eisen(III)-sulfat reagiert (sowie mehr oder weniger Eisen(III)-oxiden und -hydroxiden, was besonders unschön ist). Eisen(II)-sulfatkristalle müsste man daher auch noch unter Schutzgas lagern oder - etwas einfacher - Sauerstofffrei, da man hierfür auch irgendein Gas, z.B. Butan, nehmen könnte.
P.S.: Glückwunsch zu "Deinem" Mineral :D
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War noch mal dort und habe festgestellt,das Eisenvitriol hat sich zum Teil aufgelöst und es gab einige Übergangsfarben.
Gruß Gerhard
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Sehr vielen Dank, Markus!
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@alfredo: Tipp: über gesättigter Eisen(II)-sulfatlösung in einem luftdicht verschlossenem Einmachglas lagern. Dann geht das Kristallwasser nicht verloren. Auf diese weise lagere ich selbstgezüchtete Kristalle wie z.B. Mangansulfat oder Nickelsulfat. Bei Eisen(II)-sulfat kommt noch hinzu, das es mit Luftsauerstoff zu Eisen(III)-sulfat reagiert (sowie mehr oder weniger Eisen(III)-oxiden und -hydroxiden, was besonders unschön ist). Eisen(II)-sulfatkristalle müsste man daher auch noch unter Schutzgas lagern oder - etwas einfacher - Sauerstofffrei, da man hierfür auch irgendein Gas, z.B. Butan, nehmen könnte.
Ich wärme hier diesen alten Thread nochmal auf, da ich nachweislich einen Fehler gemacht habe. Wie im Zitat zu sehen hatte ich empfolen, z.B. Eisensulfat (oder andere, an der Luft schnell dehydratisierende) Minerale über der Mutterlauge zu lagern. Wie sich jetzt nach einigen Jahren gezeigt hat, ist das leider doch keine so gute Idee: Ich habe einige selbst gezüchtete Kristalle jetzt seit einigen Jahren über der Mutterlösung in Einmachgläsern gelagert und alle zeigen außnahmslos Zeichen von mehr oder weniger starker Korrosion. Dabei handelt es sich nicht um die an der Luft typische Austrocknungserscheinungen, sondern um Lösungsspuren. Gleichzeitig bilden sich in der Mutterlauge unter den Kristallen neue Kristalle. Meine Theorie dazu ist, das kontinuierlich Wasser aus der Mutterlösung verdampf und sich auf den Kristallen kondensiert, wo es - logischerweise - den Kristall löst. Die nun gesättigte Lösung tropft langsam von den Kristallen in die unterstehende Mutterlauge und diese wird somit überkonzentriert und es kommt zur Kristallisation. Bemerken möchte ich noch, das die Kristalle zwar in einem Raum mit der Mutterlösung sind (Einmachglas), jedoch keinen Kontakt mit der Mutterlauge haben (liegen in einem kleinen Schälchen). Ich konnte über Monate beobachten, das sich das kleine Schälchen langsam mit Flüssigkeit gefüllt hat und letztlich übergelaufen ist. Zudem scheint starker Temperaturwechsel die Korrosion zu beschleunigen, da Kristalle, die ich im relativ temperaturstabilen Keller gelagert habe, nur geringe Korrosionsspuren bei langer Lagerzeit zeigen. Deutlich jüngere Kristalle, die in meinem Arbeitszimmer stehen, zeigen deutlich stärkere Korrosion. Hier mag jedoch auch die Art des Salzes eine nicht unerhebliche Rolle spielen.
Fazit: Will man Kristalle von leicht dehydratisierten Salzen und/oder Mineralen aufbewahren, so sollte man sie Luftdicht ohne Mutterlauge aufbewahren. Das macht eine dauerhafte Konservierung natürlich erheblich schwieriger. Ich werde jetzt mal ausprobieren, ob die Kristalle wenigstens im Einmachglas ohne Mutterlauge haltbar sind. Immerhin sind es "nur" selbstgezüchtete Kristalle, die ich, aufgrund der derzeitigen Korrosionsspuren, nochmal "nachzüchten" kann.
Für meinen fehlerhaften Ratschlag möchte ich mich entschuldigen. Das er nicht funktioniert musste ich allerdings auch erst lernen.
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Der parallel gerade laufende Tinten-Tread https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,47642.0.html war für mich Anlass, mal wieder nach meinem Melanterit aus der Grube Einhei, so hieß die Grube damals noch, zu schauen. Im fest verschlossenen Glas hat sich der Zapfen nunmehr etwa 30 Jahre gut gehalten. Allerdings kann ich die von Markus gemachte Beobachtung bestätigen: Am Boden des Glases hat sich etwas Mutterlauge gesammelt, die wohl von Anfang an im Zapfen eingeschlossen war und nur ausgelaufen ist. Im Laufer der Zeit haben sich einige neue Kristalle darin gebildet.
Ich werde also die Stufe demnächst "umbetten" müssen in ein trockenes (und besser passendes) Glas. Eine gute Gelegenheit, ein Foto für das Lex zu machen.
Thomas