Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: Nathan am 24 Oct 15, 21:43

Titel: Luftätzung von Arsen
Beitrag von: Nathan am 24 Oct 15, 21:43
Hallo,
im Buch "Die Erzmineralien und ihre Verwachsungen" (1955, Akademie-Verlag, Berlin) von Paul Randohr steht unter Arsen:
"Strukturätzung: schon 2-3 tägige Luftätzung entwickelt meist die Struktur recht gut."
Leider kann ich nichts zur Methodik der Luftätzung finden.  :(
Kann jemand eine Erklärung liefern oder Links Texte aus Quellen bereitstellen, damit ich mir darunter etwas vorstellen kann.
Danke
Philipp
Titel: Re: Luftätzung von Arsen
Beitrag von: Nathan am 25 Oct 15, 09:58
Meinem Verständnis nach wird das Stück einfach der Luft ausgesetzt.
Doch wie stoppt man den Vorgang?
Gruß
Philipp
Titel: Re: Luftätzung von Arsen
Beitrag von: Alcest am 26 Oct 15, 01:02
Hallo,

ích denke, dass dies bei der Quelle im Zusammenhang mit erzmikroskopischen Untersuchungen stand. Dort ist von Ätzfiguren die Rede - ich vermute daher, dass bestimmte Teile eines Arsenkristalls widerstandsfähiger gegen Oxidation (auch an der normalen Luft) sind und aufgrund dessen die benannten dreieckigen Vertiefungen (ggf. nur unter dem Erzmikroskop sichtbar) ausbilden - und diese Oxidation mit Luftätzung bezeichnet wird.

Ob man das auch makroskopisch sieht weiß ich nicht. Aus Sainte-Marie-aux-Mines und Borneo (vielleicht auch aus Japan) besitze ich Arsenstufen, die ebenfalls dreickige Strukturen auf Arsenkristallflächen zeigen. Leider weiß ich nicht, ob das durch o.g. Oxidationsprozesse entstanden ist.

Stoppen lässt sich das Anlaufen meines Wissens nicht. Viele Stücke laufen grau an, andere werden binnen kürzester Zeit schwarz und wenige behalten einen metallischen Glanz.

Gruß
Jan
Titel: Re: Luftätzung von Arsen
Beitrag von: Nathan am 26 Oct 15, 06:46
Hallo Jan,
danke für die Ausführungen!
Gruß
Philipp