Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Känozoikum / Cenozoic => Thema gestartet von: michaelh am 11 Jan 16, 11:19
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Hallo Zusammen,
folgende Funde habe ich alle aus dem Raum Eggenburg - Teilweise Feldfunde am Lettenfeld bzw. Fuinde aus der Sandgrube Kühnring.
Lassen sich die Funde näher benennen?
Bild 1:Abdruck mit ca. 1x1,5cm
Bild 2: Durchmesser ca. 1,5cm
Bild 3: ca. 2x2cm
Bild 4: das gesamt Stück ist ca. 6x6cm groß mit Abrücken
Bild 5: ca. 5x5cm
Bild 6 + 6.1: Vorderseite + Rückseite ca. 7x5cm
Bild 7: ca. 6x6cm groß mit Abdruck
Bild 8: Muschel ca. 2,5x2,5cm
Bild 9: ca. 5x5cm groß, Koralle?
Bild 10+10.1: Vorderseite + Rückseite ca. 12x8cm
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Bild 4 + 5
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Bild 6+7
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Bild 8+9
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und zum Schluss nun Bild 10 :D
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hallo Michael,
schick doch mal unserem Mitglied joho24 eine PM mit dem link zu diesem Thema - der ist auf das Eggenburgium spezialisiert und kann da sicher nähere Angaben dazu machen, schaut aber, soweit ich weiß, hier im Forum aber nur mehr selten rein ....
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Also die letzten 2 Bilder sind Austern. Sind in dieser Art und Weise unter anderem häufig in Limberg im Steinbruch vorgekommen.
Benennung ist da so eine Sache. Da hat es im Lexikon schon einmal eine Diskussion gegeben. Bei mir ist das als Ostrea edulis eingeordnet.
LG Markus
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Danke an euch Beide für die Hilfe.
Habe den Joho24 über den Atlas angeschrieben - mal schauen ob er sich meldet. Er war schon seit Ewigkeiten nicht mehr im Atlas.
@Oliver
hast du eventuell noch andere Kontaktdaten von joho24 die du mir per PM schicken kannst?
Grüße Michael
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hallo Michael,
siehe PM !
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Oliver, vielen Dank :D
Grüße Michael
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Hallo,
hier bin ich ;)
Meine Bestimmungen wären folgende:
Bilder 1, 3, 4: Turmschnecke Turritella sp., diese Art von Abdrücken ist in den Sandsteinen auf einigen Fundstellen recht häufig, wahrscheinlich T. terebralis
Bild 2: Nabelschnecke Natica sp., anhand des Abdruckes vmtl. nicht sicher zu bestimmen; an der Fundstelle nur N. millepunctata in Frage kommend.
Bild 5: Fragment einer Auster, Ostrea sp.
Bilder 6, 10: Riesenauster Crassostrea gryphoides
Bild 7: Pilgermuschel Pecten hornensis
Bild 8: Armfüßer "Terebratula" hoernesi; da würde mich der Fundort sehr interessieren, da ich die Art und das umgebende Gestein gar nicht von den beschriebenen Fundstellen kenne.
Bild 9: Irgendeine Bryozoen-Kolonie; da bin ich leider ziemlich blank, was die Arten angeht
LG Johannes
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Hallo Johannes,
vielen Dank für deine Einschätzung :)
Bild 2: Nabelschnecke Natica sp., anhand des Abdruckes vmtl. nicht sicher zu bestimmen; an der Fundstelle nur N. millepunctata in Frage kommend.
Bild 8: Armfüßer "Terebratula" hoernesi; da würde mich der Fundort sehr interessieren, da ich die Art und das umgebende Gestein gar nicht von den beschriebenen Fundstellen kenne.
Ist das in Bild 2 tatsächlich nur ein Abdruck und nicht das Fossil selbst?
Bei Bild 8 könnte ich schwören, dass es aus der Sandgrube Kühnring kommt.
Grüße Michael
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Ist das in Bild 2 tatsächlich nur ein Abdruck und nicht das Fossil selbst?
der Abdruck der Gehäuse-Innenseite auf dem Steinkern.
Joho meint vmtl., dass zur Artbestimmung die Skulptur der Gehäuse-Außenseite (also Schalenerhaltung oder der Ausguss eines Außenseiten-Abdrucks) nötig wäre.
zu Bild 8 / "Terebratula" hoernensis: da hatt ich vor Jahrzehnten die besten, größten und schönsten Exemplare in der ehemaligen Sandgrube von Burgschleinitz gefunden - allerdings dann fast alles verschenkt (zumindest die guten :()
p.s.: da häng ich mich gleich mit einer Frage dran: ist das dann auch Natica (millepunctata) ?:
(bzw. Naticarius stercusmuscarum (Gmelin, 1791), wie das Tierchen laut WoRMS offiziell heißt)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1401192139.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1401192139.jpg)
und das auch ?
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1401193971.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1401193971.jpg)
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Hi,
ja, ich meinte eigentlich Steinkern, Abdruck ist es ja keiner. Nur ist das Gehäuse aufgelöst, somit kann man eben die Form der Außenseite nur mehr erahnen.
@Oliver:
Ja, die zweite würde ich ebenfalls zu dieser Art stellen, die eben in der Eggenburg-Literatur als Natica millepunctata bezeichnet wird.
Die deutlich flachere Polinices olla kommt im Eggenburgium recht selten vor, ich hab von der vmtl. sogar ein Stück aus Kühnring, aber da sieht der Steinkern auch ganz anders aus. Eventuell zählt das erste Exemplar zu der Art!?
Bzgl. Terebratula: Die kommen in Kühnring nur sehr selten und in viel feinkörnigeren Gesteinen vor. Man kann vor allem an dieser Lokalität leider auch nie ausschließen, dass von Sammlern etwas abgeladen wird (so zum Beispiel mal ein ganzer Sack Siebrückstände aus dem Badenium von Grund oder ein Höhlenbärenzahn...).
Vielleicht kannst du noch ein Bild von der Rückseite des Stücks einstellen, damit könnte man es evtl. zuordnen.
LG Johannes
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hallo Johannes,
danke für die Bestimmung !
Polinices (= Neverita) olla: wenn ich gewusst hätte, dass die selten ist, hätt ich sie dir mitgenommen -
ich hab die damals bloß in der Grube fotografiert und dortgelassen ....
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Bzgl. Terebratula: Die kommen in Kühnring nur sehr selten und in viel feinkörnigeren Gesteinen vor.
sehr schöne große "Terebratula" gabs früher in der Sandgrube Burgschleinitz - die leider nicht mehr als solche existiert.
Ich hatte da als Kind wahre Prachtstücke gefunden (aber dann schon vor Jahrzehnten verschenkt).