Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: ein-Knopf am 26 Jan 16, 11:34
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Hallo ihr Lieben,
in einem Bergbau-Forum hat man mich auf dieses Forum aufmerksam gemacht, so dass ich meine Frage hier auch noch einmal stelle.
Für ein Buchprojekt bin ich auf der Suche nach Mineralien, die unter Tage abgebaut werden und als schädlich beim Abbau gelten (z.B. durch Gase, Staub oder so).
Etwas festgebissen hatte ich mich an Schwefel, da es diese bestechend schöne Farbe hat und absolut nicht ungefährlich ist, aber da Schwefel meines Wissens leider nicht unter der Erde vorkommt, muss ich nun was neues suchen.
Ich hoffe, jemand von euch, kann mir bei diesem Problem helfen.
Habe schon nach etlichen Sulfiden und dergleichen gegoogelt, aber die Informationen sind doch recht sperrlich und meistens erreicht man diese "Funde" nur hydrothermal.
Freue mich schon auf eure Hilfe.
Viele liebe Grüße
Leon
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hallo,
versuche es doch mal mit radioaktiven mineralien,dei z.b. im erzgebirge abgebuat wurden.
kupferbergbau in mansfeld war auch radioaktivität ein thema beim abbau unter tage.
mfg
matze
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Wie siehts aus mit Quarz und. Anderen Silikaten? Stichwort Silikose, ist glaube ich die Krankheit Nummer 1 im Bergbau.
Gruß Sebastian
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Hallo,
Uran liefert schnell die Schneeberger Krankheit
Blei etc ist auch klar.
Schwefel als Mine/Zeche auf Silzilien
Asbest teilweise auch unter Tage
Mangan: http://lexikon.huettenhilfe.de/inhaltsstoffe/mangan-mn.html
Quecksilber in Spanien?
Wenn du die typischen Gase mit nimmst kommen da:
Methan, CO etc im Steinkohlebergbau
CO2 im Salz; http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/gasausbruch_unterbreizbach100.html
eine kleine Übersicht:
http://www.untertage.com/cms/content/view/76/83/
Quarz und Staublunge sind klar. Silikate meines Wissens lösen keine Silikose aus, es muss kristallines SiO2 sein.
Reicht das erstmal?
LG
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aber da Schwefel meines Wissens leider nicht unter der Erde vorkommt
Wo kommt Schwefel denn dann vor? Wächst der auf Bäumen?
MfG
Klaus
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Quarz und. Anderen Silikaten?
aua ;D ;)
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Kreuzgefährlich sind die Ausblühung sulfidischer As Erze.
z.B im Freiberger Raum kenne ich Untertage Ecken an dem die kiesig-blendige Gänge viel Arsenkies führen und so reichlich Arsenolith Ausblühung auf viele Meter haben.
Sieht zwar sehr schick aus, man sollte tunlichst unterlassen sich abzustützen und hinterher den Schweiß von der Stirn bzw. Gesicht zu wischen.
Vom bohren, sprengen (Feinstaubbelastung) will ich erst gar nicht reden.
Ähnliches kenn ich auch von den Annaberger Erzgängen....hier sitzen die As Ausblühungen auf reinen Arsen.
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Stimmt, Silikose wird von Quarz ausgelöst.
Mit anderen Silikaten wollte ich auf die Staublubge hinaus. Danke für die Korrektur.
Gruß Sebastian
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Hallo zusammen
Hallo Leon schau mal Hier (Ganz unten im Text )
http://www.chemikus.de/litholexikon/schwerspat.htm
Flourit ist bestimmt auch giftig
MFG Christian
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Stimmt, Silikose wird von Quarz ausgelöst.
Mit anderen Silikaten wollte ich auf die Staublubge hinaus. Danke für die Korrektur.
Gruß Sebastian
Ich glaube es ging darum, dass Quarz kein Silikat ist (oder Stefan?).
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Nachtrag: Die Borverbindungen wurden an den Minenarbeitern als reproduktionstoxisch erkannt und dann als Substances of Very High Concern eingestuft.
Mfg
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so dass ich meine Frage hier auch noch einmal stelle.
Das klangt dort aber etwas anders ::)
"Mich würde interessieren, ob es ein Mineral gibt, das im Grunde die Farbe und Konsistenz von Schwefel aufweist, aber nicht an der Oberfläche aufzufinden ist, sondern weit unter der Erde. Auch wüsste ich gerne, ob der Abbau schädlich für den Menschen sein kann, so wie es bei Schwefel der Fall ist."
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Hey ihrs,
wow! Danke erstmal für eure Antworten! :D
Dann acker ich mich mal durch...
@ dorypterus u. Fabian99:
Mit dem Gedanken, Uran zu nehmen, habe ich auch schon gespielt, das war mir dann aber doch ein bisschen zu krass. Die Arbeiter sollen ja nicht sterben wie die Fliegen. ^^
@ kks:
Schwefel kommt (verbessert mich, wenn ich mich irre) immer nur in Gegenwart eines Vulkans vor und da dann eben auch nur an der Oberfläche rundherum.
@ Sebastian u. skibbo:
Also ist Quarz schädlich? *doof frag* Inwiefern?
Steinkohle schwebt meinen Kollegen und mir auch im Sinn. Den Staub einzuatmen ist wohl sicher nicht lustig.
@ Walpurgin:
Kannst du mir sagen, was die da genau abbauen? Oder meintest du direkt die Arsenkiese?
@ Hydrobora89:
Byrit hatte ich mir auch schon angesehen (bzw. Schwerspat), aber irgendwie war das noch nicht das Richtige. Weiß gar nicht mehr warum...
@ Kluftknacker:
Etwas festgebissen hatte ich mich an Schwefel, da es diese bestechend schöne Farbe hat und absolut nicht ungefährlich ist, aber da Schwefel meines Wissens leider nicht unter der Erde vorkommt, muss ich nun was neues suchen.
Und da es diese wunderhübsche Farbe auch recht selten gibt, musste ich mich mit dem Gedanken anfreunden, was völlig Neues zu suchen. Da gibt es keinen Grund, mit den Augen zu rollen ;)
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Schwefel kommt (verbessert mich, wenn ich mich irre) immer nur in Gegenwart eines Vulkans vor und da dann eben auch nur an der Oberfläche rundherum.
Dann verbessere ich mal ;) Vulkanisch gebildeter Schwefel ist der Schwefel den man so kennt. Die meisten wirtschaftlich bedeutenden Lagerstätten sind aber sedimentären Ursprungs (Evaporite, Reduktion von Sulfaten, biochemisch durch Bakterien). Bekannt ist neben vielen anderen zB der Schwefelbergbau auf Sizilien um Agrigento, dort wurde Schwefel sehr wohl auch im Untertagebau (bis in ~500m Teufe wenn ich mich nicht irre) gewonnen. Auch dabei handelt es sich um eine sedimentäre Lagerstätte, der Vulkan nebenan ist nur Zufall.
Gruß, Erik
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@ Hydrobora89:
Byrit hatte ich mir auch schon angesehen (bzw. Schwerspat), aber irgendwie war das noch nicht das Richtige. Weiß gar nicht mehr warum...
Baryt ist als ungiftiges Röntgenkonstrastmittel zugelassen. Da es sich nicht in Wasser oder verdünnter Salzsäure löst, kannst du es essen, bis die Waage verrückt spielt.
LG
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Zur medizinischen Anwendung von Schwefel siehe Wikipedia.
Giftigkeit von Antimonoxide ist in etwa wie bei Arsenoxide. (Gleiche 'Familie').
Glück auf.
Milo
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Hallo Leute
GANZ, GANZ Vorsichtig :
Hier laufen wir Gefahr uns selbst ( und auch den Bergbau ) ungewollt ans Messer zu liefern.
Da kommt jemand an, der ein Buch schreiben will und von der Materie ganz offensichtlich keine Ahnung hat. Der fragt sich hier "schlau" und wenig später haben wir ein gedrucktes tendenziöses Buch mit lauter Fehlern und Halbwahrheiten drin, das sich klar gegen das Mineraliensammeln (hochgefährlich, wie kann man das nur zulassen ?) richtet. Oder noch Schlimmeres...
Ich glaube kaum, das dies im Interesse dieser Gemeinschaft sein kann.
Glück Auf
Thomas
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Also die Diskussion ob Quarz ein Silikat ist oder nicht will ich hier aber nicht führen...
Quarz kann man zu den Oxiden zählen oder auch als Silkat, warum nicht? Und ja Quarz ist gefährlich, Stichwort Silikose (Google).
Gruß Sebastian
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Quarz-Staub in alveolengängiger Größe ist schädlich.
Milo
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@ein-Knopf
Zitat: @ Walpurgin:
Kannst du mir sagen, was die da genau abbauen? Oder meintest du direkt die Arsenkiese?
Freiberg ist eine polymetallische Lagerstätte in welcher es große Arsenkiesanreicherung in den Gängen gab.
Da der Arsenkies für den Bergbau uninteressant war wurde dieser stehen gelassen. Heute kannst du an den Ausblühungen (Arsenolith)
erkennen wo diese Anreicherungen waren.
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Kann nur Thomas/giantcrystal uneingeschränkt unterstützen.
Frei nach Philippus Theophrastus Paracelsus
Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist.
Gruß
Michael
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Hallo,
vielleicht sollten wir uns erst mal darüber klar werden, wonach hier eigentlich gefragt ist. Das Thema lautet eindeutig "Giftige Mineralien".
Damit sind Dinge wie Uran und Quarz sowie Gesteinsstaub definitiv außen vor, sonst müssten wir nämlich auch herabfallende Gesteinsbrocken u.ä. einbeziehen.
MfG
Klaus
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Bin derselben Meinung wie Thomas.
Leon, was soll den das für ein Buch werden?
Glück Auf
Olaf
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Hallo und Danke für eure weiteren Antworten :)
Also erstmal, ich will die Arbeit der Bergbauleute garantiert nicht lächerlich machen oder euch Mineralien-Freunde in irgendeiner Weise schaden. Deswegen mache ich mich doch schlau, um nicht irgendetwas zu erfinden (so wie in diversen Ärzte-Serien oder dergleichen). Ich denke auch nicht, dass man von vornherein ein Experte auf einem Gebiet sein muss, nur um das Thema in einem Roman zu verwenden. Ich glaube, dann gäbe es nur ganz wenige Bücher, denn in die Wiege gelegt kriegt kein Autor sein Wissen über das, was er schreibt. Und ich glaube auch nicht, dass J.K. Rowling selbst auf einer Zauberschule war um sich das Recht rausnehmen zu dürfen, Harry Potter zu schreiben.
Natürlich werde ich weiter recherchieren, wenn ich mich erstmal auf ein Mineral festgelegt habe, aber dafür brauche ja erstmal Ideen und Ratschläge von euch. Daher auf jeden Fall schonmal vielen Dank an eure zahlreichen Antworten :)
@ Erik:
Wirklich? Das ist ja fantastisch! :D Dann muss ich mich von meinem geliebten Schwefel ja doch nicht so ganz losreißen. Da werd ich auf jeden Fall nochmal Google durchforsten.
@ Fabian99:
Mh, nein danke, ich glaube da findet sich was Besseres, das man essen kann ;D Aber vielleicht mal zu einem guten Glas Wein ;)
@ Milo u. Sebastian:
Super, dann kommt Quarz definitiv auch auf meine Liste :)
@ Walpurgin:
Aaah ok, jetzt hab ich es verstanden. Hab grad mal geschaut, das Bergwerk darf man sogar besichtigen, das ist gut!
@ kks:
Der Titel ist vielleicht ein bisschen unglücklich gewählt. Giftig in Bezug darauf, dass man sofort eines schrecklichen Todes stirbt, wenn man es nur berührt (ok, das war übertrieben), ist gar nicht nötig. Wichtig ist, dass es beim Abbau schädlich ist. Dass man es zum Beispiel nicht ohne Mundschutz angehen sollte oder sonstige Schutzkleidung.
@ Salzhase:
So genau darf ich das leider noch gar nicht sagen. Das hat (so wie einige jetzt vielleicht denken) aber nichts damit zu tun, dass ich euch nicht zeigen möchte, was für Schandtaten ich mit euren Informationen treibe, sondern das hat vielmehr mit dem Schutz der Idee zu tun. In einer Welt der Plagiate und dem Ideenklau von Romanprojekten, möchten meine Kollegen und ich lieber kein Risiko eingehen. Wenn es aber spruchreif ist, erzähle ich euch gerne mehr darüber :)
EDIT: Was mein Kollege mir aber gerade mitteilte (das ich euch auch gerne mitteilen darf) ist, dass für unseren gesellschaftskritischen Roman der Bergbau lediglich als Metapher für die Ausnutzung günstiger Arbeitskräfte steht. Der Bergbau als solcher wird damit nur in der Hinsicht angesprochen, dass er als Showplatz dient.
Viele Grüße
Leon
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Hallo
EDIT: Was mein Kollege mir aber gerade mitteilte (das ich euch auch gerne mitteilen darf) ist, dass für unseren gesellschaftskritischen Roman der Bergbau lediglich als Metapher für die Ausnutzung günstiger Arbeitskräfte steht. Der Bergbau als solcher wird damit nur in der Hinsicht angesprochen, dass er als Showplatz dient.
Damit dürfte eigentlich schon deutlich gesagt sein, wohin die Reise gehen soll.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie oft in allen Medien gegen den Bergbau gewettert wird, entweder frontal oder auch nur subtil (Beispiel : Herr der Ringe : die Bösen sind die Orks, die leben Untertage und beuten die Erde aus...). Dabei wird immer vergessen, das die Rohstoffgewinnung uns allen dient und das ohne den Abbau von Mineralien unsere heutige Gesellschaft gar nicht existieren könnte.
Erfrischend wäre mal ein Roman, der genau diese Wichtigkeit der Rohstoffgewinnung = Bergbau für das Wohlergehen einer Gesellschaft aufzeigt !
@ Leon : wie wäre es für eine genauere Urteilbildung, wenn Du dich einmal vernünftig vorstellen würdest und vielleicht auch die ein oder andere Publikation / Buch von Dir nennst. Gerne mit Link.
Glück Auf
Thomas
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Ein freundliches Moin aus Hamburg an alle, die hier fleißig mitdiskutieren.
Entsetzt muss ich feststellen, dass uns Autoren unterstellt wird den Bergbau mit diesem Buchprojekt schlecht machen zu wollen. Dies ist aber absolut nicht unsere Absicht. Natürlich kann ich die Sorgen von giantcrystal verstehen, doch gleich loszuwettern ohne vorher nachzufragen ist in meinen Augen der falsche Weg.
Ich frage mich, wie ein Mensch lernen und sich weiterentwickeln soll, wenn er sich mit seinen Fragen nicht an Menschen wenden kann, die Ahnung von der Materie haben. ein-Knopf kam in dieses Forum, um sich für ein gemeinsames Buchprojekt mit mir, über giftige Mineralien die unter Tage abgebaut werden zu informieren.
Mit keinem Wort wurde von ihm erwähnt, dass der Bergbau in diesem Buch schlecht wegkommen wird. Uns dient ein stillgelegter Stollen lediglich als Schauplatz für das Geschehen dieses durchaus Gesellschaftskritischen Romans, in dem es um geldgeile Arschlöcher geht, die nicht davor zurückschrecken Kinder für ihre Sache auszubeuten.Wir wollen mit diesem Roman auf die Missstände unserer Gesellschaft hinweisen und entschieden uns für den Bergbau, weil es uns mehr Möglichkeiten bietet. Dadurch das es zu Erdrutschen, Einstürzen, Steinschlägen, die Belastungen durch das Abbauprodukt usw. kommen kann ist die Variante mit dem stillgelegten Stollen für uns die beste Möglichkeit den Leser mit der Nase auf das Hauptproblem zu stoßen. Diese wären unter anderem:
- Geldgier großer Konzerne
- Ausbeutung von Kindern
Der Roman spielt in Deutschland, um den Menschen zu zeigen das es durchaus im eigenen Land passieren kann und nicht nur in China, Thailand und Co. Wir wollen die Menschen aufrütteln und lassen uns dabei nicht von jemandem an den Kopf schmeißen, wir würden lediglich den Bergbau schlecht machen wollen.
Wir werden diesen Roman auch ohne den Segen von giantcrystal schreiben und veröffentlichen.
Mit freundlichen Grüßen Jean Parker
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Hallo,
glaube nicht, dass so etwas in Deutschland passieren kann (Kinderarbeit im Bergbau).
Wer schon mal im Bergbau tätig war, bzw. mit der Bergbehörde zu tun hatte, weiß wie streng da die Auflagen und Kontrollen sind.
Von daher halte ich das geschilderte Buchprojekt in der geschilderten Form für reichlich naiv.
Die besten Bücher über Bergbau werden übrigens von denen geschrieben, die dort meist Jahre oder Jahrzehnte, tätig waren.
Jörg N.
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In Romanen darf durchaus mit Fakten gespielt werden, dies fällt dann unter künstlerische Freiheit. Schließlich gibt es auch keine Drachen, Elfen und Trolle. Als Autor steht es einem frei, die geschriebenen Gesetze und Tatsachen zu verbiegen, wenn man dadurch seine Botschaft vermittelt bekommt und den Leser unterhält.
Ich denke aber, dass es sich bei der Schreiberei für euch verhält, wie für uns mit dem Bergbau. Jeder von uns ist auf seinem Gebiet Fachmann und ein Austausch sollte möglich sein, ohne den anderen anzugreifen und eine Diskussion ausarten zu lassen.
In diesem Projekt ist es unsere Aufgabe es so realistisch wie möglich darzustellen und dem Leser unsere Message zu übermitteln. Dieser Thread sollte lediglich der Informationsbeschaffung dienen, um in dieser Richtung nicht auf dem Holzweg unterwegs zu sein.
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In Romanen darf durchaus mit Fakten gespielt werden, dies fällt dann unter künstlerische Freiheit. Schließlich gibt es auch keine Drachen, Elfen und Trolle. Als Autor steht es einem frei, die geschriebenen Gesetze und Tatsachen zu verbiegen, wenn man dadurch seine Botschaft vermittelt bekommt und den Leser unterhält.
Nur ist Kinderarbeit im Bergbau in Deutschland eben kein Fakt bzw. Tatsache, daher kann man auch nicht damit spielen/verbiegen und Elfen usw. sind noch etwas ganz anderes.
Jörg N.
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Hallo!
Der Roman spielt in Deutschland, um den Menschen zu zeigen das es durchaus im eigenen Land passieren kann und nicht nur in China, Thailand und Co. Wir wollen die Menschen aufrütteln
Die Idee zu diesem Thema ist nicht schlecht.Wer will denn genau wissen,dass mit "halblegalen Bergbaufirmen" nicht auch in Deutschland Profit gemacht werden soll bzw. wird.Denkt doch mal an Pädophilie,Zwangsprostitution,Korruption...Gibt es das nicht in Deutschland,weil verboten?Selbst ARD und ZDF haben sich diesen Themen angenommen,weil sie es in Deutschland nicht gibt.
Der Gedanke zu diesem Thema ist nicht schlecht.Heimchenfänger gibt es überall!
Radon tritt auch in vielen verlassenen Bergbaugebieten/Stollen auf,weshalb auch vor illegalem Zutritt gewarnt wird!
Ich wünsche viel Spass beim schreiben.
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Natürlich ist Kinderarbeit im Bergbau in Deutschland eben kein Fakt bzw. Tatsache, aber darum geht es auch nicht und es geht auch nicht konkret um den Bergbau. Der Stollen dient lediglich als Schauplatz der Erzählung. Wir hätten genauso gut eine andere Begebenheit wählen können, wie z.B. eine Textilfabrik in Bangladesh.
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Wer will denn genau wissen,dass mit "halblegalen Bergbaufirmen" nicht auch in Deutschland Profit gemacht werden soll bzw. wird.
Ganz genau! Danke dir :)
Wir haben aus euren Vorschlägen auf jeden Fall schon was gewonnen, das uns weiter hilft. Vielen Dank dafür an euch.
Viele liebe Grüße
Leon
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Nur als Hinweis: In Deutschland gibt es keine halblegalen oder illegalen Bergbaufirmen.
Jörg N.
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Nur als Hinweis: In Deutschland gibt es keine halblegalen oder illegalen Bergbaufirmen.
Jörg N.
Und da kommt dann die künstlerische Freiheit ins Spiel, die es uns erlaubt illegale Bergbaufirmen zu erschaffen.
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Naja, dann erschafft mal, es ist kein Kraut dagegen gewachsen.
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Wenn ich ehrlich bin, verstehe ich diese ganze Diskussion nicht. Ein paar Autoren wollen ein Buch schreiben und fragen diesbezüglich in einem Mineralienforum um Hilfe und bekommen das Projekt schlecht geredet.
Sorry, dass entzieht sich meiner Toleranz, die ich jeden einzelnen Menschen gegenüber an den Tag lege. Eure Leidenschaft sind Mineralien und unsere das Schreiben von Büchern, die den Menschen etwas vermitteln sollen und dafür werden wir angegangen. Man behauptet wir würden den Bergbau schlecht machen, dabei kennt keiner von euch das Storyboard.
Wieso können einige es nicht hinnehmen, dass es Menschen gibt die sich der künstlerischen Freiheit bedienen, um eine tiefgreifendere Botschaft zu vermitteln?
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Wenn ich ehrlich bin, verstehe ich diese ganze Diskussion nicht.
Das schöne an so einem Forum ist, dass man nicht nur eine Antwort bekommt sondern viele verschiedene Aspekte von unterschiedlichsten Leuten.
Es steht jedem Teilnehmer frei auf einen Beitrag einzugehen oder nicht, dadurch hat man als Fragesteller weitestgehend das Steuer in der Hand welche Richtung so eine Diskussion nehmen soll(te). Dass nicht nur Antworten kommen werden, die man erwartet, ist normal und Teil einer Diskussion.
In eurem Fall würde ich nun gezieltere Fragen stellen (z.B. auch solche, die ihr euch als "Fachfremde" im Zusammenhang mit Bergbau/Mineralogie stellt) oder weitere Details über euer Projekt erzählen. Es wird immer jemanden geben, der/die sich der Sache annimmt und weiterhelfen kann und will.
Grüße,
Stefan
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Hallo Sammlerkollegen !
Es macht doch schon Sinn, etwas sich etwas genauer zu informieren oder Fachleute um Rat zu fragen.
Eine Aussage, Quarz ist gefährlich, wegen einer möglichen Silikose ? ! ? Das müßte ja im Umkehrschluß heissen, alle Bergkristall- , Amethyst-, Rauchquarz und Citrinsammler schweben in großer Gefahr ? Ganz abgesehen von den Händlern dieser Produkte auf Mineralienbörsen und Weihnachtsmärkten !
Die Wirklichkeit ist, dass Quarzfeinstaub mit einer Korngröße unter 5my lungengängig ist und bei langjähriger Einatmungszeit z.B. im Bergbau vor vielen Jahrzehnten, als noch trocken gebohrt wurde, zur Krankheit Silikose führen konnte. Die Bundesknappschaft Bochum könnte sicherlich Auskunft geben über die damaligen Zahlen von Silikoseerkrankten, auch im Steinkohlebergbau Deutschlands. Und natürlich über den Rückgang der Erkrankungen seit Einführung der Präventivmaßnahmen.
Schon seit meinen ersten Schichten unter Tage 1974 auf dem Steinkohlenbergwerk Friedrich - Heinrich wurde jedem Mitarbeiter arbeitstäglich eine neue Staubmaske zur Verfügung gestellt, die auch getragen wurde, wenn Steinstaub auftrat, da er Quarzfeinstaub enthalten konnte.
Das Thema Silikose ist dadurch bei uns im Steinkohlenbergbau schon Jahrzehnte kein Thema mehr.
Übrigens sagen Fachmediziner: Kohlestaub ist nicht gesundheitsgefährdend, es sei denn er ist Ausgangspunkt für eine Kohlenstaubexplosion, wie sie leider in einigen Ländern außerhalb Europas wohl als Folge einer Methangasexplosion vorgekommen ist. Aber das ist immer im Zusammenhang mit schlechten Sicherheitsstandards zu sehen, Sicherheit kostet Geld.
Mit freundlichem Glückauf Jürgen
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Hallo,
Bis 1825 war Kindearbeit in England im Steinkohlenbergbau verbreitet und das sah in D bzgl. des Erz- und Kohlenbergbaues ganz sicher nicht immer anders aus. Gerade dann, wenn abbauwürdige Schichten/Flöze sehr niedrig waren, z.B. im Mansfelder Kupferbergbau, wurden die Streckenhöhen nach der Höhe der Flöze bemessen, nicht nach der Größe der Bergleute. Kinder hatten da große Vorteile, sie waren klein und sparten damit eine Menge Streckenhöhe ein. Zudem waren sie günstiger als gelernte Bergleute. Frauen und auch Kinder arbeiteten übertage an den Scheidebänken, wo das gewonnene Erz durch Abschlagen von erzfreiem Gestein grob aufbereitet wurde.
Erst Mitte des 19. Jhd. setzte sich die moderne Auffassung zum Thema Kinderarbeit in den Industriestaaten durch.
Realgar ist durchaus ein weiteres Problem in einigen Bergbaubetrieben gewesen, das ist rotes Arsensulfid.
Etwas ganz anderes sind skrupellose Hüttenbetriebe, diese verursachen weitaus mehr Umweltschäden als Bergwerke. Früher war das Rösten von Erzen üblich, die Schwefel, Arsen oder Antimon in reduzierter Form enthielten (sog. Sulfide, wie Bleiglanz, Zinkblende, Kupferkies, Pyrit). Dabei wird Schwefel oxidiert und es entsteht schwefelige Säure, ein wichtiger Bestandteil von saurem Regen. Auch wird dann der Arsengehalt, etwa im Arsenkies, der die Erze begleitet, zu Arsenik (Arsentrioxid) oxidiert, so Hittrach oder Hüttenrauch, der an den Wänden der Abgasanlagen kristallisiert. Früher ein ernstzunehmendes Problem gewesen, da hochgiftig und krebserregend. Oft eden auch heute noch Abfälle der Aufbereitung von Erzen nur unzureichend entsorgt oder Deponien in fahrlässiger Weise gebaut. Man denke an gebrochene Dämme von Schlämmteichen bei der Alu-Erzeugung in Rumänien oder Brasilien. Selbst der Laugenteich der Uranaufbereitung in Ellweiler (Rheinland-Pfalz) war über Jahre undicht, so dass radioaktives und giftiges Uran in den Boden sickern konnte. Als es mit dem U-Bergbau in Westdeutschland zu Ende ging (1991), war die Gewerkschaft Brunhilde pleite und die Zeche zahlte der Staat.
Glück Auf!
Sebastian
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So, nachdem Jean mir nun aus der Seele gesprochen (bzw. geschrieben) hat und das Thema damit geklärt wäre, machen wir weiter mit dem, wonach ich eigentlich suche: Infos Infos Infos!
Bleiben wir mal beim Quarz, da das jetzt schon öfters in den Raum geworfen wurde.
Als Händler der hübschen Steinchen hat man sicher keine Probleme, aber wenn es trocken gebohrt tatsächlich schlimm ist, kann dieses Mineral in Frage kommen.
Ist Quarz denn das eigentliche Produkt, das abgebaut wird, oder ist das einfach zwangsweise dabei, wenn man an was ganz anderes möchte? Und wenn es gezielt abgebaut wird, wofür? Ich glaube, Fenster macht man damit, oder?
@ Jürgen55:
Hatte jemand von euch trotzdem mal versehentlich den Steinkohlestaub eingeatmet? Wie hat sich derjenige dann gefühlt, bzw. musste der "bloß" husten oder wars schlimmer?
@ smoeller:
Und dabei ist Realgar so unglaublich hübsch ;)
Habe es gerade mal gegoogelt, aber da kam irgendwie nichts gescheihtes bei raus, deswegen meine Frage an dich: Ist ein Hüttenbetrieb die Fabrik, die das Rohmaterial anschließend ver- oder bearbeitet?
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So, jetzt reden wir mal Klartext:
Die Herren Romanverfasser haben vom Bergbau keine Ahnung, wollen aber darüber schreiben ::)
Ihr schreibt Ihr wollt dem Bergbau nicht schaden, aber genau das tut Ihr.
Ihr seit so unbedarft wie ein dreijähriges Kind dem man Streichhölzer und Benzinkanister zum Spielen gibt.
Klar, Ihr habt die künstlerische Freiheit die Realität so hinzubiegen wie es Euch passt (Kinderarbeit, illegale Bergbauunternehmen u.s.w.)
das Problem ist vollgendes, schreibt man einen Roman über Zauberer, Drachen, Elfen oder die kleinen grünen Männchen vom Mars
merkt jeder es ist eine Fiktion, Bergbau ist aber real, und da die meisten Menschen vom Bergbau auch keine Ahnung haben,
wird das was Ihr schreibt geglaubt und als bare Münze genommen
Glück Auf
Olaf
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Die Herren Romanverfasser haben vom Bergbau keine Ahnung, wollen aber darüber schreiben
Hallo Olaf,
und genau aus diesem Grund wenden sie sich an uns und stellen ihre Fragen. Sie mögen zwar aktuell noch wenig Ahnung von unserer Materie haben, aber wärst du anders herum betrachtet dazu in der Lage einen Roman zu schreiben? Es ist anzuerkennen, dass die beiden sich informieren wollen. Das nicht alle Fragen auf dem "Niveau" der langjährigen Sammler liegen ist völlig legitim, niemand wurde mit seinem Wissen geboren...
Grüße,
Stefan
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... die Informationen sind doch recht sperrlich und meistens erreicht man diese "Funde" nur hydrothermal ...
Ist Quarz denn das eigentliche Produkt, das abgebaut wird, oder ist das einfach zwangsweise dabei, wenn man an was ganz anderes möchte? Und wenn es gezielt abgebaut wird, wofür? Ich glaube, Fenster macht man damit, oder?
Nur zwei Beispiele dafür, daß man besser die Finger von Themen lässt, von denen man keine Ahnung hat (nebenbei: auch von deutscher Rechtschreibung). Infos gut und recht, aber ich mache mich auch nicht "schlau" über Atomphysik (von der ich keine Ahnung habe) und schreibe dann ein Buch zu diesem Thema....
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@skibbo:
vom Prinzip her gebe ich dir Recht, es wird niemand mit seinem Wissen geboren,
was mich stört ist wie das erworbene Wissen angewandt werden soll
Nachtrag: Wer mal einen gesellschaftskritischen Roman mit Bezug um Bergbau lesen möchte ,
dem empfehle ich den Roman ,,Gold" von Dimitri Mamin-Sibirjak
Glück Auf
Olaf
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Hallo Sammlerfreunde, ein - Knopf und Frau Jean Parker !
Zum Kohlestaub:
Ich möchte hier für mich sprechen. Natürlich atme ich auch mal Kohlestaub unter Tage ein, auch wenn durch intensive Wasserbedüsung bei der Gewinnung im Streb und beimTransport der Kohle zum Schacht an allen Förderband - Übergabestellen weitere Wasserbedüsungen den Staub binden.
Ich bekomme bei Kohlestaub gar keinen Hustenreiz und mein Befinden ist dabei ganz positiv. Mein Arzt bescheinigt mir, dass ich, auch nachdem ich seit 42 Jahren immer wieder unter Tage bin, kerngesund bin.
Und, wie ich schon geschrieben habe, seit vielen Jahrzehnten schützen sich die Bergleute mit Feinstaubmasken gegen den Quarzfeinstaub, der vor allem beim Streckenvortrieb auftreten kann. Diese Masken filtern genau den sog. lungengängigen Quarzstaub, der < 5 my ist, aus der Atemluft raus.
Für mich ist der Besuch unter Tage und das Erlebnis, wie in über 1.000 Meter Tiefe (der Bergmann sagt "Teufe") die Bergleute mit unseren Gewinnungsmaschinen die giltzernde Kohle abbauen, auch wenn es dort warm und auch feucht ist, ein sehr positives Gefühl.
Noch gestern war ich in 1.500 Meter Teufe in einem Abbaubetrieb.
Wer hat schon die Möglichkeit, in 2 Minuten bis zu 1.500 Meter tief den Schacht runter zu fahren und diese besondere unter Tage Welt zu erleben. Eine weitere wichtige Erfahrung seit 42 Jahren ist die Kameradschaft unter Tage. Da man sich immer 100 % auf seinen Kollegen verlassen können muß, schweisst das sehr zusammen. Jeder hilft jedem und weiß, dass er auch immer volle Hilfe bekommt. Neue Mitarbeiter, die diese Zusammenarbeit und diesen Zusammenhalt nicht pflegen, merken schnell, daß sie den falschen Beruf oder Arbeitsplatz gewählt haben und sind schnell wieder weg. Ich habe selbst viele Jahre erlebt, wie Bergleute, die schon länger in Rente waren, sich mehrmals in der Woche mit ihren ehemaligen Kollegen auf dem Bergwerk getroffen haben und über Gott und die Welt und ihre Unter Tage Erlebnisse gesprochen haben. Zum Schluß wurde gemeinsam geduscht, wie früher. Wir nannten das das "Rentnerduschen". So groß war der Zusammenhalt.
Aber die Arbeit unter Tage birgt auch noch eine andere Möglichkeit:
Nebenher kann man, wenn man die Augen offen hält, auch im Kohlenbergbau interessante und schöne Mineralien finden.
Mit freundlichem Glückauf Jürgen
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Es ist anzuerkennen, dass die beiden sich informieren wollen.
Zweifellos. Aber: ich würde heutzutage schon erwarten, dass man als Allererstes zumindest mal in Wikipedia reinschaut, bevor man andere Leute belästigt. Dass man dies nicht getan hat, zeigt sich schon an dem von mir monierten Fall des Schwefels. Das disqualifiziert in meinen Augen das Romanschreiberteam schon sehr.
MfG
Klaus
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seit vielen Jahrzehnten schützen sich die Bergleute mit Feinstaubmasken gegen den Quarzfeinstaub, der vor allem beim Streckenvortrieb auftreten kann. Diese Masken filtern genau den sog. lungengängigen Quarzstaub, der < 5 my ist, aus der Atemluft raus.
Gut, aber angenommen, diese Masken fänden keine Verwendung und man atmet Tag für Tag für Tag den Quarzstaub ein, dann ist es durchaus schädlich, richtig?
Was ich auch ganz interessant finde (und auch wichtig zu wissen)ist, dass es wohl wärmer wird, je tiefer man unter der Erde ist. Ich nahm aufgrund eines Besuches in einem Salzbergwerk vor etlichen Jahren mal an, dass es kälter wird, je tiefer man geht (dadrin war es ziemlich kalt)
Wer hat schon die Möglichkeit, in 2 Minuten bis zu 1.500 Meter tief den Schacht runter zu fahren und diese besondere unter Tage Welt zu erleben.
Das ist sicher eine ganz wundervolle Arbeit :) Auch den Zusammenhalt mit den Arbeitskollegen kann ich mir sehr gut vorstellen. Einfach schön. Ich hoffe, du hast noch lange Zeit so viel Spaß daran.
Was den Schwefel angeht, habe ich mich wochenlang dumm und dämlich gesucht in Google und Wikipedia. Dass ich mich jetzt an euch wende, ist meine Hoffnung, hier bessere Informationen zu bekommen (und die bekomme ich ja zum Glück auch :) ).
Belästigen will ich niemanden und es wird auch keiner gezwungen, zu antworten. Genauso wenig möchte ich permanent von jemandem angegriffen werden, der anstelle mir zu helfen, nur darauf rumhackt, dass ich ja keine Ahnung hätte. Dann hilf mir doch! Klär mich auf, erlöse mich von meiner Ahnungslosigkeit. Mit der Information, dass es Gebiete gibt, in denen Schwefel tatsächlich UNTER der Erde vorkommt, kann ich doch was anfangen und recherchiere auch bereits danach (Stichwort Sizilien).
LG, Leon
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Hallo Leon,
nur mal Neugierde halber, in welchem Salzbergwerk warst du den?
und das es mit zunehmender Teufe wärmer wird ist eigentlich Allgemeinbildung ( geothermische Tiefenstufe 3 Grad Kelvin pro 100m)
Glück Auf
Olaf
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Was den Schwefel angeht, habe ich mich wochenlang dumm und dämlich gesucht in Google und Wikipedia.
Du bist Dir hoffentlich darüber im Klaren, dass Du mich als Lügner bezeichnest, wenn Du hier behauptest, Du hättest in Wikipedia keinen Hinweis auf unterirdische Schwefelvorkommen gefunden.
Klaus
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Hallo Leon,
nur mal Neugierde halber, in welchem Salzbergwerk warst du den?
Uff, das weiß ich gar nicht mehr. Ich war da mit meinen Eltern im Urlaub... Ist zu lange her, keine Ahnung. Ich weiß nur noch, dass alle schnell ihre Jacken zuzogen, als es rein ging ^^
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Hallo,
In Hüttenwerken werden die gewonnenen Erze verarbeitet und die in ihnen enthaltenen Metalle gewonnen. Zwischen Bergwerk und Hütte steht noch die Aufbereitungsanlage, in der die Erze, Kohlen oder Industrieminerale (nur erstere kommen anschließend in ein Hüttenwerk) von den anhaftenden Mineralen und Gesteinen getrennt werden.
Das Problem der Staublunge ist eher ein physiologisch-medizinisches als ein rein mechanisches. Bestimmte Minerale wie Quarz oder Asbestfasern können in lungengängiger Größe in den Lungenbläschen bleiben. Das allein wäre aufgrund der Selbstreinigungsfähigkeit der Lunge kein größeres Problem. Aber: Alle Silikate und Oxide mit SiO2-Gehalten (nicht gleichzusetzen mit Quarzgehalt, denn Quarz ist nur eine Modifikation von SiO2 unter vielen und Silikate enthalten Si und O als chemische Bestandteile, aber keinen Quarz) von über 55 % (damit auch Quarz oder Granit) und Asbest führen zu einer Reaktion des Lungengewebes und zur zumindest teilweisen Auflösung der Substanz. Dabei wird Bindegewebe gebildet und die Oberfläche der Lunge, die zum Übertritt von Sauerstoff ins Blut bereit steht, verringert. Das nennt man dann Silikose (Silikate, Quarz etc.) oder Asbestose (Asbestfasern). Habe solche Fälle gesehen und kann sagen, dass es kein schöner Tod ist.
Uran muss man differenzierter sehen, da sollte man als Autor aber ohne Grundkenntnisse von Kernphysik, Chemie und Geopolitik eher die Finger von lassen. Zum einen ist die Löslichkeit von Uran stark abhängig vom pH-Wert und von der Oxidationszahl, zum anderen besteht Uran aus unterschiedlichen Isotopen mit unterschiedlichen Halbwertszeiten und unterschiedlichen Zerfallsprodukten. Uran als nicht weiter für den Bombenbau angereichertes Metall ist relativ harmlos, man kann kleinere Stücke getrost im Haus aufbewahren. Die Zerfallsrate ist gering, die Halbwertszeit beträgt für U-238 z.B. 4,5 Milliarden Jahre.
Kurzfristig ist da eher die toxische Wirkung von Uransalzen (z.B. auf die Nieren) von Belang, erst langfristig (im Verlaufe von vielen Jahren bis Jahrzehnten) kann Uran auch Krebs auslösen. Anders sieht das bei den kurzlebigen, oft auch noch gut verstoffwechselbaren Radioisotopen von Cs, Sr, I aus, die aus Kernkraftwerken oder Atombomben stammen und oft schon innerhalb weniger Tage (Jod) bis Jahrzehnte (Cäsium) zerfallen. Diese stellen bei den Atomkatastrophen in der Ukraine und Japan den größten Teil der Gefährdung dar.
Glück Auf!
Sebastian
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In Hüttenwerken werden die gewonnenen Erze verarbeitet und die in ihnen enthaltenen Metalle gewonnen.
Aaah! Seltsamer Begriff für so eine Vorgehensweise. Aber irgendeinen Namen braucht das Ganze ja.
Alle Silikate und Oxide mit SiO2-Gehalten von über 55 % (damit auch Quarz oder Granit) und Asbest führen zu einer Reaktion des Lungengewebes und zur zumindest teilweisen Auflösung der Substanz. Dabei wird Bindegewebe gebildet und die Oberfläche der Lunge, die zum Übertritt von Sauerstoff ins Blut bereit steht, verringert. Das nennt man dann Silikose (Silikate, Quarz etc.) oder Asbestose (Asbestfasern). Habe solche Fälle gesehen und kann sagen, dass es kein schöner Tod ist.
Ugh, das ist übel. Ich hoffe, du hast niemanden auf diese Weise verloren, der dir nahe stand. Das wünscht man echt niemandem.
Uran muss man differenzierter sehen, da sollte man als Autor aber ohne Grundkenntnisse von Kernphysik, Chemie und Geopolitik eher die Finger von lassen.
Uran kommt für uns eh nicht in Frage. Schaden soll es, aber übertreiben wollen wir es dann auch nicht.
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Artikel "Giftige Minerale" in "Der Mineraliensammler", Mitteilungsblatt der "Vereinigten Mineraliensammler Österreichs", Folge3, 1981 S. 7-14.
Gekürzte Übersetzung aus "Mineralogical Record" Jan-Feb 1980.
Vielleicht von Interesse?
Milo
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@ Leon
Ist Quarz denn das eigentliche Produkt, das abgebaut wird, oder ist das einfach zwangsweise dabei, wenn man an was ganz anderes möchte? Und wenn es gezielt abgebaut wird, wofür? Ich glaube, Fenster macht man damit, oder?
Quarz ist meist Nebenprodukt.
Quarzsand-Gewinnung z.B. "Quarzwerke Frechen".
Gruß
Milo
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Hallo,
Ich persönlich würde mir trotz der genannten potenziellen Vorteile des Bergbaus ein Thema suchen, über welches ich besser Bescheid weiß. Selbst eine intensive Studie würde kaum für ein korrektes Buch reichen, wenn ein solches gefragt ist.
Auch dass alles nur als Metapher zu verstehen sein soll, ändert nichts am projizierten Falschbild.
In diesem Projekt ist es unsere Aufgabe es so realistisch wie möglich darzustellen
Dann darf aber kaum plötzlich in Deutschland jede Maske fehlen und ein illegales Bergbauunternehmen neben dem anderem stehen. ;)
Prinzipiell finde ich die Idee dennoch nicht schlecht, nur die Themenwahl erscheint mir ein wenig schlampig.
Glück Auf!
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Moin
Echt lustige Diskussion hier ;D Schon cool was man so "verpasst", wenn mal ein paar Tage nicht ins Forum schaut.
Zur Sache: Warum ziehen wir die Sache nicht einmal anders herum auf? Wenn ihr schreibt, ihr benötigt die Informationen als Rahmenhandlung dann schildert doch mal grob, worum es gehen soll bzw. was durch die "giftigen" Mineralien mit den Protagonisten eures Romans passieren soll, dann findet sich hier vielleicht ganz schnell ein passender "Übeltäter", der auch wissenschaftlich plausibel ist. Das wäre sicherlich einfacher, als jedes potentiell gefährliche Mineral auf seine "Tauglichkeit" abzuklopfen.
P.S.: Dazu eine kleine Geschichte, die ich vor Jahren mal auf Arte gesehen habe, ein chinesischer Spielfilm. Die Protagonisten waren zwei Gauner, die von Kohlegrube zu Kohlegrube ziehen. Immer wenn sie bei einer Grube neu angefangen haben, suchten sie sich einen armen Kerl aus, ohne Familie etc., den sie dazu überredeten, sich als ihren Verwandten ausgaben, damit er auch in der Grube arbeiten konnte. Nach ein paar Tagen haben die Gauner dann einen Arbeitsunfall fingiert, bei dem eben jener "Verwandter" ums Leben kam. Da die Gruben in China bestenfalls halblegal sind und die Betreiber Behördenkontrollen fürchten, haben die sich schnell auf eine Abfindung eingelassen - das eigentliche Ziel der Gauner. Wenn das Geld alle war, ging es zur nächsten Grube und das Spiel ging von vorne los. Der Clou war, das die beiden Gauner irgendwann Opfer ihrer eigenen Masche wurden - es gibt immer jemanden, der das Spiel noch etwas besser beherrscht! Der Film kam ganz ohne giftige Mineralien aus :)
P.P.S.: Bitte nicht fragen, wie der Film hieß - keine Ahnung mehr. Ich bekomme die Handlung auch nur noch grob hin und weiß auch noch, das er OmU war...
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Quarz ist meist Nebenprodukt.
Super, danke dir :)
Artikel "Giftige Minerale" in "Der Mineraliensammler", Mitteilungsblatt der "Vereinigten Mineraliensammler Österreichs", Folge3, 1981 S. 7-14.
Gekürzte Übersetzung aus "Mineralogical Record" Jan-Feb 1980.
Vielleicht von Interesse?
Sehr sogar! Danke!
Warum ziehen wir die Sache nicht einmal anders herum auf? Wenn ihr schreibt, ihr benötigt die Informationen als Rahmenhandlung dann schildert doch mal grob, was durch die "giftigen" Mineralien mit den Protagonisten eures Romans passieren soll, dann findet sich hier vielleicht ganz schnell ein passender "Übeltäter", der auch wissenschaftlich plausibel ist. Das wäre sicherlich einfacher, als jedes potentiell gefährliche Mineral auf seine "Tauglichkeit" abzuklopfen.
Das finde ich eine gute Idee! Im Grunde können wir die genauen Leiden allerdings gar (noch) nicht eingrenzen. Die Protagonisten sollen krank durch die Arbeit im Stollen werden und teilweise sogar sterben (was bei Kindern zusätzlich auch durch Erschöpfung und Nahrungsmangel passieren kann).
Aufgrund der bisherigen Antworten hier, hatten wir uns grob in die Richtung "schädlich beim einatmen" begeben und uns für Fluorit entschieden (wegen entstehender Staub und Silikose). Falls du einen Gegen- oder sogar einen besseren Vorschlag hast, der in diese Richtung passt, immer her damit :)
LG, Leon
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Kurzer Einspruch...Zitat:
Das finde ich eine gute Idee! Im Grunde können wir die genauen Leiden allerdings gar (noch) nicht eingrenzen. Die Protagonisten sollen krank durch die Arbeit im Stollen werden und teilweise sogar sterben (was bei Kindern zusätzlich auch durch Erschöpfung und Nahrungsmangel passieren kann).
Aufgrund der bisherigen Antworten hier, hatten wir uns grob in die Richtung "schädlich beim einatmen" begeben und uns für Fluorit entschieden (wegen entstehender Staub und Silikose). Falls du einen Gegen- oder sogar einen besseren Vorschlag hast, der in diese Richtung passt, immer her damit :)
Um welche Zeit soll den eure Geschichte spielen....nicht das ihr den Historischen Kontext auseinanderhaut.
(Flussspatbergbau ist eine ziemlich neue Erscheinung würde sich also beissen wenn ihr die Geschichte ins 17 Jahr. legt.)
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Bitte lest auch vorher etwas ein was das ist worüber ihr schreibt. Silikose und Fluorit wird schwierig, außer ihr meint das beim Flussspatbergbau ein Problem mit Quarz herrscht. Insgesamt ist wieder wunderschön der Kontrast von Kunst und Wissenschaft zu sehen. Zwischen Freigeist und Scientific Correctness. Nicht einfach aber lösbar, wichtig ist nur eine entsprechende Recherche.
Beste Grüße
Sebastian
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Um welche Zeit soll den eure Geschichte spielen....nicht das ihr den Historischen Kontext auseinanderhaut.
(Flussspatbergbau ist eine ziemlich neue Erscheinung würde sich also beissen wenn ihr die Geschichte ins 17 Jahr. legt.)
Es spielt im Jahr 2021, also sozusagen in der aktuellen Zeit. Wenn Fluorit also relativ "neu" ist, kommt uns das ja wie gerufen.
@ Sebastian:
Dass Fluorit mit Quarz auftreten kann haben wir bereits in Erfahrung bringen können, daher ist dieses Mineral unser größter Favorit zur Zeit. Wie gesagt, die Kinder bekommen keinerlei Schutzkleidung (außer vielleicht großzügigerweise mal ein kaputtes paar Handschuhe), da braucht es gar nicht sooooo viel, um krank zu werden.
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Beim Umgang mit Fluorit und Quarz bedarf es keinerlei Schutzkleidung.....es sei denn man lässt sie sich als Brocken auf den Kopf hageln, dann empfehle ich nen Helm.... werden die Brocken größer- wegrennen!
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Ich glaube sie wollen auf eine konstante Feinstaubbelastung hinaus...
Und da hilft kein Helm soweit ich weiß.
Gruß Sebastian
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Oh je, also doch mal wieder der "böse" Bergbau! Das wird recht negative Assoziationen hervorrufen beim Zuschauer, unabhängig vom weiteren Verlauf der Story. Sorry das sagen zu müssen..... :-(
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Wo soll der Feinstaub eigentlich herkommen?
Gruß
Salzhase
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Glück Auf!
In Deutschland ist doch alles unter Kontrolle, auch in unsern Besucherbergwerken, von der Strecke bis zur Radonbelastung! Dies wird auch immer wieder Überprüft!!!!
Mineralien, auser Sonderbebefahrungen dürften kaum geschürft werden! Also auch hier kein Gefahrenpotential!
Höchstens man trinkt wie zum Beispiel Freiberg das Bergwasser oder leckt Arsensinter! Nur wer tut so was?
Da sind es wohl eher die unsichtbaren Gefahren! Zum Beispiel Schneeberg längere und öftere " Schwarzbefahrungen"- siehe Radonbelastung!
Aber für den normalen Bürger der selbst alle Besucherbergwerke Sachsen an einen Jahr besuchen sollte keine Gefahr!
Bergbaumaulwurf
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Ich glaube es geht dabei um eine Portion Fantasie und künstlerische Freiheit. Außerdem soll die Geschichte doch gar nicht in der heutigen Zeit spielen. Die Kritik passt irgendwie überhaupt nicht zu dem vorgetragenen Konzept.
Gruß Sebastian.
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Natürlich spielt das ganze in keinem Bergwerk, das existiert. Wahrscheinlich wird sogar die komplette Gegend (mit Stadt und Berg), in der sich der Stollen befindet, erfunden. Da hat Sebastian absolut Recht.
Wo soll der Feinstaub eigentlich herkommen?
Hast du eine Idee?
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Vielleicht beim sprengen und Streckenvortrieb?
Hier vielleicht eine interessante pdf dazu. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/360/publikationen/lungenkrebsrisiko_uranbergbauarbeiter_s_25_30n.pdf
Gruß Sebastian
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Vielleicht beim sprengen und Streckenvortrieb?
Das wäre eine gute Möglichkeit. "Sprengen" bietet auch wieder vollkommen neue zusätzliche Gefahren. Vielen Dank für das PDF:)
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Moin
Also wenn die Geschichte hier in Deutschland bzw. in einer Industrienation spielen soll, würde ich auch davon ausgehen, das es umfangreiche Schutzmaßnahmen vor Ort gibt. Wie wäre es mit einem psychologischen Aspekt? Krank durch extreme Arbeitszeiten z.B., mit sozialkritischem Hintergrund, aufklaffende Schere zwischen Arm und Reich, "Ausbeutung" von ungelernten Arbeitern, so etwas in der Richtung. Dann wäre auch nicht das böse Bergwerk schuld, sondern die Arbeitsbedingungen...
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..."Ausbeutung" von ungelernten Arbeitern, so etwas in der Richtung. Dann wäre auch nicht das böse Bergwerk schuld, sondern die Arbeitsbedingungen...
Damit beschreibst du genau, worauf wir abzielen. Das Bergwerk ist lediglich der Schauplatz. Ich denke, egal wo wir es spielen lassen würden, die, die zufällig an so einem Ort arbeiten, würden sich diskriminiert fühlen. Lest das Buch und ihr werdet sehen, dass ihr Bergleute letztendlich besser darsteht als ich vermutet ;-)
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Hallo,
klingt ein bisschen nach "Brücken der Freiheit" ;-)
Mfg
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( geothermische Tiefenstufe 3 Grad Kelvin pro 100m)
Ich muss jetzt einfach total blöd fragen... was? ???
Habe gerade gegoogelt, wieviel Grad Celsius ein Grad Kelvin ist. Dabei kommt eine Zahl heraus, die weit im Minus sitzt. Wenn es also pro 100 Meter 3 Grad Kelvin wärmer wird, dann muss man ja tausende von Metern in die Tiefe, damit es mal muckelig warm wird. Da hab ich sicher einen Denkfehler drin, so stimmt das sicher nicht. Was mache ich falsch?
EDIT: Angenommen man befindet sich 250m unter der Erde, wie warm ist es dann?
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Ähhhhm also bei 250 m wärst du bei 7,5 Grad Celsius wärmer, wenn man alle anderen Einflüsse weglässt. Aber 30 grad pro Kilometer verdeutlicht es etwas besser. (Mittelwert !)
Was Kelvin ist und wie das umzurechnen ist sollte über Wikipedia schnell geklärt sein. (0 Kelvin tiefste mögliche Temperatur, Grad Celsius 0grad Celsius Gefrierpunkt des Wassers)
Gruß Sebastian
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Hallo
macht es doch nicht so kompliziert :
3 Grad Celsius Temperaturzunahme pro 100 Meter ist der normale geothermische Tiefengradient.
Man muß allerdings noch die durchschnittliche Bodentemperatur hinzurechnen, um die Temperatur in der Tiefe einigermaßen abschätzen zu können. Diese liegt in Deutschland in 50 cm Tiefe bei etwa 8 Grad Celsius
Folglich beträgt die Temperatur in 250 Meter Tiefe durchschnittlich :
8 + (3 x 2.5) = 15.5 Grad Celsius
Glück Auf
Thomas
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Dankeschön Sebastian und Thomas :D
Danke auch für die genaue Formel Thomas. Das hilft uns unglaublich weiter!
Glück Auf! :)