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Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: neuron am 08 Feb 16, 20:42

Titel: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: neuron am 08 Feb 16, 20:42
Hallo zusammen,

wieder eine FO Angabe, die laut Atlas und Google keinen Fluorit hervorgebracht haben dürfte ...

"Heinitzbruch" denke ich ist Rüdersdorf, und da ist bei allen mir zugänglichen Quellen Fehlanzeige. Vielleicht aus ganz frühen Tagen,
die Sammlung wurde seit den 1950ern aufgebaut.

Kennt sich da jemand aus ?

Gruß und Danke vorab,

Swen
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: Harzsammler am 08 Feb 16, 21:19
Hallo,

kann es sein, dass der Fluorit eigentlich ein Coelestin ist?

Grüße,
Michael
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: neuron am 08 Feb 16, 21:31
Hallo Michael,

Du scheinst recht zu haben, hätte ich auch selbst drauf kommen sollen bzw. hier im Atlas recherchieren ...  ;)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1416150864.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1416150864.jpg)

DANKE !

Gruß,

Swen
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: wolfi am 08 Feb 16, 22:56
Servus,
die Farben auf dem vierten Foto deuten aber schon auf Fluorit hin. So grün-lila ist meines Wissens kein Coelestin, auch wenn ich die Situation in Rüdersdorf nicht kenne. Die Kristallform scheint würfelig zu sein, also noch ein Punkt für Fluorit. Der Bruch ist allerdings etwas unklar. Das letzte Foto ist natürlich schon ein Coelestin.
Servus + Glück auf
Wolfi
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: Walpurgin am 09 Feb 16, 07:55
Das Bild oben ist schon Fluorit....nur passt die Matrix überhaupt nicht nach Rüdersdorf.
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: Embarak am 09 Feb 16, 08:55
Zitat
Das Bild oben ist schon Fluorit....nur passt die Matrix überhaupt nicht nach Rüdersdorf.

Auf den Punkt gebracht. Sehe ich auch so.
Norbert
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: Conny3 am 09 Feb 16, 09:36
Hallo,

das ist sicher verschlepptes Material eines Sammlers ? !


Gruß Conny
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: neuron am 09 Feb 16, 10:16
Hallo Conny,

ich kenne den Ausdruck "verschleppt" nicht, meinst Du das im Sinne von "falsch ausgewiesen" ? ich mache heute abend
mal den Härtetest ... Habe noch Fotos von "echtem" Coelestin aus selber Sammlung aus Rüdersdorf, ich vergleich das nochmal ...

Danke !

Swen
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: Rockhounder am 09 Feb 16, 10:28
Hallo,

unter verschleppt versteht man, wenn  einer Stufen, die er nicht mehr braucht an einer fremden Fundstelle ablädt.
Ein anderer glaubt das auf, und das ergibt dann  die unmöglichsten Paragenesen.

Gruß Norbert 
 
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: raritätenjäger am 09 Feb 16, 10:29
Hallo,

verschleppt bedeutet, dass jemand seinen Sammlungabfall dort entsorgt hat. Das ist durchaus Fluorit. Diesen gelblichen Kalk hat es auch hin und wieder gegeben, aber ich bin mir auch sehr sicher, dass dieses Stück keinesfalls aus Rüdersdorf ist.

Gruß
Andreas
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: neuron am 09 Feb 16, 10:39
ok, verstehe ... Danke für Nachhilfe !

Gruß,
Swen

PS: Falls mal jemand von Euch plant, gutes Material zu "Verschleppen", sagt mir bitte vorher bescheid, wann und wo Ihr das abladen wollt ;D
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: felsenmammut am 09 Feb 16, 10:59
Glück Auf!

Wenn möglich, bitte mal einen Säuretest mit dem weißen Material machen (kleine Ecke abbrechen). Bitte einmal mit Essigsäure und anschließend mit konz. Salzsäure verwenden. Falls es kompakter Dolomit oder Ankerit ist, funktioniert Essigsäure und häufig selbst verdünnte Salzsäure nicht/schlecht. Bei konz. Salzsäure lösen sich diese dann aber doch mit zwar etwas schwächerer, aber doch brausender Gasentwicklung auf. Wenn selbst mit konz. Salzsäure keine wenigstens schwach brausende Blasenbildung auftritt könnte es Quarz oder Feldspat sein. Leider kann ich anhand der Bilder keine Spaltbarkeit erkennen, die für ein Karbonat (Calcit, Dolomit, Ankerit) sprechen könnte.
Alternativ wäre eine Härtetest möglich. Quarz sollte einen deutlichen Eisenabrieb bei einem Eisennagel zeigen. Die Karbonate nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut
Titel: Re: Fluorit aus Heinitzbruch / Rüdersdorf, wo es keinen geben dürfte ...
Beitrag von: neuron am 09 Feb 16, 22:17
Danke an alle, die sich im Thread geäußert haben. Ritzprobe ergab eindeutig Fluorit.

... wandert in die "Varia"-Kiste  ...

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