Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: rheinkiesel am 12 Apr 05, 18:57
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Hallo zusammen, :)
Ich hab da mal wieder eine komische Frage: ???
in vielen Büchern liest man "... schmilzt vor dem Lötrohr ..." oder ähnliches als Bestimmungsmerkmal für Mineralien.
Auch hier im Forum wurde solches schon mal erwähnt.
Ich hab ein bißchen versucht mehr darüber herauszufinden, aber ... es klingt zwar ganz schön faszinierend,
aber auch ganz schön schwierig :P und kaufen kann man es ja wohl auch nirgends...
Arbeitet denn wirklich noch irgend jemand mit so einem Ding ? ???
Gruß aus dem Schwabenland :D
Rheinkiesel
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Hallo Cordula,
schau mal bitte bei folgendem Link unter Stichwort: 'Lötrohrprobierkunde'....in Lapis gab's auch schon einige Artikel dazu.. ;)
http://www.computer-telephony.de/mineralien/lexikon.html;internal&action=_framecontent.action&Target=allesrechts
da steht dann...Untersuchung von Schmelzreaktionen und Flammenfärbung bei Mineralien mit Hilfe eines Lötrohrs.
Diese Methode wird sicher noch von vielen Sammlern, etc. praktiziert, denke ich. Ich gehöre allerdings nicht dazu.
Mein Vater hat Lötrohre und kennt sich damit ganz gut aus.. ;)
Gruß Peter
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Hallo Peter,
Du bist zu beneiden, wenn Dein Vater mit dem Lötrohr umgehen kann. Dann solltest Du unbedingt bei Ihm in der "Lehre" gehen.
Ich habe es selbst oft - und meist erfolglos - versucht. Allein das gleichmäßige Balsen, bei dem man nebenbei noch atmen muß ist eine Kunst für sich. Auch die Beschaffung der speziellen harten Holzkohle ist nicht so einfach. Wenn man die nötige Erfahrung hat, kann man damit allerdings viel erreichen.
Mein einziger Lötrohrerfolg war die Bestimmung einer blauen Kruste als Ilsemanit, was später von Herrn Dr. Witzke auch bestätigt wurde.
Vielleicht sollten wir eine Diskussionsrunde zum Lötrohr aufmachen, um diese alte Bestimmungskunst weiter zu pflegen ?
Glück Auf
Uwe
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Hallo!
Das ist sicher keine schlechte Idee! Mit Flammenfärbung habe ich öfters gearbeitet, allerdings nie privat
in den eigenen vier Wänden. Für einfache Mineralien sicher ganz nützlich, aber für komplexe mit vielen
verschiedenen Metallen ungeeignet, würde ich mal behaupten. Übrigens, ich habe zur Flammenfärbung
sehr interessante Eselsbrücken gestellt, über die ich oft belächelt wurde ;)
Gruß
slugslayer
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Vielleicht sollten wir eine Diskussionsrunde zum Lötrohr aufmachen, um diese alte Bestimmungskunst weiter zu pflegen ?
Glück Auf
Uwe
Das wäre klasse, aber ich glaube dass mangels Praxis die Sache bald wieder einschlafen würde ... echt traurig. Ich glaube mit der Lötrohrkunde ist es wie mit vielen alten Handwerken, da ist ein echter Wissensschatz, der da still und leise verloren geht... :'( :'(
@Peter,
ich kann Uwe nur zustimmen, versuch mal deinen Vater zu überreden, sein Wissen und vor allem seine Praxistipps weiterzugeben.
Viele Grüße :D
Cordula
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Hallo rheinkiesel, Hallo Uwe und alle anderen
ich muß Euren Eingangsbeiträgen voll zustimmen. Alte Betsimmungsmethode, schwierige Handhabung.
Auch ich bin mit meinem Erfolg diesbezüglich nicht zufrieden. Einmal verschluckt beim Atmen und in die Flamme gehustet, hopst die Probe irgendwohin ...
Aber auch wenn man die "Methode vor dem Lötrohr" nicht beherrscht, kann man sich dennoch bezüglich Schmelzverhalten der Substanzen helfen. Nicht jeder hat eine Schmelzpunktbestimmungsapparatur zu Hause rumzustehen, aber vielleicht einen Gasherd und kleine Porzellanschiffchen.
Bezüglich Flammfärbung hatte ich übrigens mal (und ich denke es sind nützliche Tips ...) im Lexikon hinterlegt.
Lieben Gruß von Moni
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Sehr schön, mich interessiert ds ganz auch sehr! Ich habe im alten Vollstädt (der von 1980) den kleinen Beitrag dazu mit Interesse gelesen und mich immer gefragt, ob das ganz auch irgendwo umfänglich behandelt wird.
Hier etwas vertieftere Inforamtionen zu erlangen, würde mir sehr gut gefallen.
Sehr schön auch die Informationen zur Flammenfärbung!
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Zu meinem Vater habe ich keinen Kontakt mehr. Ich sprach auch von Erfahrungen mit dem Lötrohr und nicht von Erfahrungen mit der Lötrohrprobierkunde..
Es gibt auch Platinen und Widerstände die angelötet werden.. So meinte ich das.. :)
Peter
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Lötrohr:
Sammlung Göschen, Band 483,
Prof. Dr. Martin Henglein, "Lötrohrprobierkunde, Mineraldiagnose mit Lötrohr und Tüpfelreaktion"
Walter de Gruyter & Co, Berlin 1962
da steht alles drin...........wenns das Büchlein noch gibt. Und dann: dicke Backen und gleichmässig pusten ;).
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das Büchlein konnte ich antiquarisch auftreiben, aber schon die dringende Empfehlung sich ein Lötrohr mit Platinspitze zu besorgen, konnte ich bisher nicht umsetzen ;D
um genau zu sein konnte ich bisher noch gar kein anständigesn Lötrohr auftreiben... falls einer also eins im Keller hat,
bitte melden !
falls jemand die Henglein-Broschüre für seine eigene Versuche braucht, leih ich`s auch aus, no Problem.
rheinkiesel
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Hallo,
bei Abebooks.de ist das Ganze zu finden:
http://www.abebooks.de/servlet/BookDetailsPL?bi=446572120 und nicht mal teuer.
Also nix wie los, es ist nämlich nur eins da.
schöne Grüße
Tobias
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Firma Krantz sollte sowas vertreiben ,wer in Sachsen wohnt kann auch mal in Freiberg vorbei schauen da gibts nen Laborladen.
Oder selberbauen ,hatte mit einem angefangen das aus nen Cu-Rohr mit eingelöteter Messingkulimine bestand ,vorn einfach die kugel abgefeilt ,geht einigermaßen als Düse .
Mit Kohle hab ich auch noch nix versucht ,aber Boraxperle , Flammenfarbe und schmilzt/schmilzt nicht v.d.L funktioniert ganz gut.
Man sollte diese alte Wissen auf jeden Fall hier zusammentragen .
Hat jemand das o.g. Buch ?
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@rheinkiesel:
Ich habe wohl ein, zwei Lötrohre bei mir liegen. Allerdings aus dem Goldschmiedebereich, wahrscheinlich auch ohne Pt-Spitze. Ich könnte evtl. eins abgeben, bitte pn an mich bei Interesse!
Viele Grüße, Sven
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Hallo Rheinkiesel,
Loetrohre sowie geeignete Loetrohrkohle gibt es immer noch im Handel !
Versuch' es doch einmal bei folgender Adresse:
Carl Friedrich Usbeck KG
Industriestr. 12 - 14
D-42477 Radevormwald
Tel.: 0 21 95/91 18 - 0
Fax.: 021 95/91 18 - 40
www.usbeck.eu
GA
Axinit
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Hallo,
die Lötrohrprobe ist schon nicht schlecht.
Ich habe mir mal eine Art Tabelle antiquarisch aus dem Buch am Dom in Freiberg zuschicken lassen, da stehen die unterschiedlichen Eigenschaften nach Materialien aufgelistet drin.
Die Probe selbst haben wir in der Jungendgruppe erklärt bekommen.
Ob man allerdings wirklich ein Lötrohr brauch ist fraglich, ich mache das mit einem "Gourmetbrenner" aus dem Supermarkt. Das spart die Pusterei und die Flamme ist gleichmäßiger !
M.f.G.
Fabian
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@ maulwurf : Könnte ich bitte eine Kopie haben . . . ?
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Hallo,
Phosphorsalzperle geht auch mit einem normalen Bunsenbrenner. Haben wir damals im Chemie-Praktikum an der Uni mal gemacht. Müsste irgendwo noch die Anleitungen haben. Geeignet z.B. für Co und Ni.
Glück Auf!
Smoeller
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Hi,
ich hab leider keinen Scanner, aber ich werde das Tabellenheft mal suchen und dann den Namen posten.
M.f.G
Fabian
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Ausser dem Buch (oder besser: Büchlein) von Henglein gab es auch mal einen Sonderband des Mineralien-Magazins, der sich allein mit Lötrohrprobierkunde bzw. einfachen chemischen Vorproben zur Mineralbestimmung beschäftigte:
F. Oehme, Mineralien bestimmen, Kosmos-Verlag.
Davon abgesehen, sind diese Vorproben auch in zahlreichen Praktikumsbüchern der anorganischen Chemie (wie z.B. dem "blauen" Jander/Blasius) beschrieben.
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Seit dem 17. Jahrhundert vielbenutzte trockene Vorprobe in der qualitativen chemischen Analyse und in der Mineralogie.
Die Ausführung erfolgt in der Weise, daß man die feingepulverte (im Bedarfsfall mit etwa der 2- bis 3-fachen Menge wasserfreier Soda gemischte) Substanz in eine halbkugelförmige Vertiefung eines Holzkohleblocks bringt und mit dem Lötrohr (Metallrohr mit Mundstück und seitlichem Ansatz; siehe Abbildung a–c) stark erhitzt.
Abbildung: Lötrohre (a–c), oxidierende (d) und reduzierende Flamme (e), Ausführung der Lötrohranalyse.
Dazu wird der seitliche Ansatz des Lötrohrs in die leuchtende Flamme des Bunsenbrenners gebracht und durch kräftiges Blasen eine spitze heiße Stichflamme erzeugt (siehe Abbildung f). Zur Erzeugung einer oxidierenden Flamme (langgestreckte blaue Flamme mit scharfer Spitze, siehe gerasterter Teil in Abbildung d) wird der Ansatz des Lötrohrs in der Mitte der Flamme etwa 2–3 cm über die Brenneröffnung, für die reduzierende Flamme (Abbildung e) an den Saum der Brennerflamme gebracht, wobei man nur vorsichtig bläst, so dass die Flamme nicht entleuchtet wird. An sich eignet sich die Bunsenbrennerflamme zur Erzeugung der erwünschten Flamme nicht so gut wie eine Propanol-Flamme.
Je nach der Art des in dem zu untersuchenden Mineral enthaltenen Metalls erhält man Metallkugeln (Regulus), Flitter oder Oxidbeschläge. Wenn dem Rückstand etwas Cobaltnitrat-Lösung zugefügt und die Operation wiederholt wird, lassen sich aus auftretenden Färbungen häufig weitere Schlüsse ziehen. Zur weiteren Untersuchung wird der erkaltete Rückstand aus der Grube gelöst, von Soda und Kohle befreit und zur Identifizierung einer Reihe von chemischen und physikalischen (z.B. auf Sprödigkeit, Duktilität, Ferromagnetismus) Prüfungen unterzogen. Anschauliche Beschreibungen von Lötrohranalysen bieten die bebilderten Aufsätze von Oehme; in Fachbüchern findet man nicht selten bei einschlägigen Untersuchungen Abkürzungen wie "a.K.v.d.L." = auf Kohle vor dem Lötrohr. Zur Geschichte der Lötrohrprobierkunde siehe Literatur [1].
Bedeutung:
Trotz der unaufwendigen und ortsunabhängigen Ausführung wird heute wegen der Toxizität vieler Elemente und Verbindungen weitgehend auf die Lötrohranalyse verzichtet.
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Übersetzungen:
E blowpipe analysis
F essai sur le charbon
I analisi al cannello ferruminatorio
S análisis (por reacción) al soplete
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Literatur:
[1] Szabadváry, F., History of Analytical Chemistry, Taylor & Francis: London, (1992).
Oehme, F., Mineral. Mag., (1980) 4, 269–271, 365–368
Strähle, J.; Schweda, E., Jander/Blasius – Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie, 15. Aufl.; Hirzel: Stuttgart, (2002)
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Letzte Aktualisierung: August 2004
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Schön das nach und nach einiges an Wissen zusammen kommt , ich werd auch mal sehen ob ich noch was schriftliches finde .
Irgendwo muss da noch ne Liste mit den Reagenzien sein . . .
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Hallo Leute,
wenn`s auch nicht ganz das Thema trifft. Aber zu den verschiedenen Ionen gibt es teilweise sehr schöne sog. Vorproben. Diese werden vor dem qualitativen Trennungsgang mit der Ursubstanz ausgeführt und geben Hinweise auf vorhandene Ionen.
Borax- oder Phoshorsalz-Perle mit dem Magnesiastäbchen entweder in der reduzierenden oder oxidierenden Bunsenbrennerflamme - "charakteristische" Färbung für einige Metalle, sehr gut für Co = blau
Oxidationschmelze auf der Magnesiarinne für Cr (gelb) und Mn (blaugrün)
Flammenfärbung mit dem Magnsiastäbchen (besser Pt-Draht) für Alkali- und Erdalkalimetalle, bedingt für Cu, (Pb, As, Sb)
Kupferblechprobe auf Hg
Leuchtprobe auf Sn
Marshe-Probe auf As und Sb
Glühröhrchenprobe auf Cd
Alle Proben im roten Jander/Blasius beschrieben.
Kriegt man das Zeug irgendwie in Lösung (was evtl. schwierig sein wird) lassen sich aus der Lösung noch gut Cu, Ni, Fe und Bi nachweisen.
Viele Grüße
scheidewasser
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Hallo,
Trotz der unaufwendigen und ortsunabhängigen Ausführung wird heute wegen der Toxizität vieler Elemente und Verbindungen weitgehend auf die Lötrohranalyse verzichtet.
Ist das wirklich der Grund ?
Gruß
Berthold
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Hallo Berthold,
das mag eine Rolle spielen; aber IMHO ist folgende Frage wichtiger: Wer braucht das Verfahren denn noch?
Chemiestudenten im Analytikpraktikum? DIe kennen mehr und bessere Reaktionen (der mehrfach genannte Jander/Blasius ist für den Sammler mit chemischen Vorkenntnissen eine wahre Fudngrube!).
Prospektoren auf Erzsuche? Vielleicht. Aber die sind doch heute meist nicht mehr als Einzelkämpfer unterwegs. Zudem: Auch auf diesem Gebiet hat sich der Fortschritt bemerkbar gemacht.
Bleiben diejenigen, die im Zweifelsfall nicht auf die Kapazitäten eines gut ausgestatteten Labors zurückgreifen können. Und die diskutieren hier gerade...;-)
Beste Grüße,
Holger
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Hallo allerseits,
es gibt ein sehr ausfuehrliches Manuskript "Quick assays in mineral identification - A guide to experiments for mineral collectors and geoscientists in field work" zur Identifizierung von Mineralen (einschliesslich einer Beschreibung moeglicher Vorproben, Reaktionen vor dem Loetrohr, benoetigter Reagenzien etc) als kostenlosen DOWNLOAD unter nachstehender Adresse:
http://userpage.chemie.fu-berlin.de/~mininst/quickassay-210803.pdf
Viel Spass beim Ausprobieren !
Axinit
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Hallo,
ich hatte jetzt mal ein wenig Zeit meinen Bücherschrank zu filzen und dass Tabellenheft zu suchen, hier sind die Angaben zum Heft:
Autoren: Kleber - Lenzen
Titel: Tabellen für das Mineralbestimmen mit Hilfe des Lötrohres
Erschienen: 1946
Verlag: Universitätsbuchhandlung H. Bouvier u. Co. Bonn
Seitenzahl: 28
Weil es sich um ein reines Tabellenwerk handelt, gibt es leider keine "Rezepte" wie die einzelnen Proben durchzuführen sind.
Inhalt:
1. Oxydbeschläge auf Kohle
1a. Beschläge auf Glas
2. Beschläge von Sulfiden auf Kohle
3. Beschläge von Chloriden auf Kohle
4. In Jodidbeschläge überführte Beschläge von Oxyden auf Gips und Kohle
5. Von Kobell'sche Schmelzbarkeitsskala
6. Flammenfärbung
7. Boraxperlen (Oxidationsflamme)
7a. Boraxperlen (Reduktionsflamme)
8. Phosphorsalzperlen (Oxidationsflamme)
8a. Phosphorsalzperlen (Reduktionsflamme)
9. Prüfung auf Kobaltsolution
10. Reduktion mit Soda
Literaturhinweise
M.f.G
Fabian
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Hallo Maulwurf , ich hatte eben mal eine Idee .
Und zwar dachte ich wenn du keinen Scanner hast könntest du mir doch die Broschüre mal schicken ,ich scanne sie ein (als Pdf ) und dann stellen wir sie hier im Forum gegen eine Spende von ,sagen wir 5 € zum Download bereit .
Ist zwar ein ganzer Berg arbeit aber wir wollen ja Wissen bewahren und zu dem Thema gibts ja fast gar nix im Netz !
Was haltet ihr davon, ich würde das gerne übernehmen !
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Hallo,
Deine Bereitschaft ist lobenswert, aber keine gute Idee. Das Urheberrecht erlischt nach §64 UrhG 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers.
Ist zwar so: wo kein Kläger, da kein Richter. Aber das Risiko würde ich nicht eingehen. Und Stefan wohl auch nicht, kann ja richtig teuer werden.
Sowas macht man per PM. ;)
Gruß
Berthold
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jo da hast du wohl recht das hab ich etwas verissen ,obwohl grade die Diskusion um die Auktion mit dem geklautem Text im Gange ist .
70 Jahre sind ziemlich lange - wenn man das kostenlos reinstellt ,gehts bestimmt auch net ,oder ?
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Hallo,
wenn man das kostenlos reinstellt ,gehts bestimmt auch net ,oder ?
so ist es. Das "reinstellen" = veröffentlichen ist das Problem. Wer sich das Heft/Buch ausleiht, sich zum Eigenbedarf Kopien macht oder scannt hat kein Problem. Über eine Abgabe (im Kaupfreis des Kopierers oder des Scanners) an die VG-Wort ist das nämlich abgedeckt.
Gruß
Berthold
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Hallo,
das Tabellenheft ist meines Wissens nach noch über diverse Antiquariate erhältich, ich habe 14€ dafür bezahlt.
Die Idee mit dem online-stellen von soetwas finde ich nicht schlecht. Könnte man den urheber-kram nicht durch stupides Abschreiben in Word oder Excel umgehen ? Wenn das ginge könnte man auf diese weise das Heft unkenntlich machen und es so unentdeckt ins Netz stellen !!!
M.f.G
Fabian
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Hallo,
Könnte man den urheber-kram nicht durch stupides Abschreiben in Word oder Excel umgehen ?
:o ähh, glaubst Du, die Urheberrechte beziehen sich nicht auf den Inhalt sondern nur auf das Layout? Nein, geht natürlich nicht.
Von dem "urheber-kram" leben Autoren und Verlage. Mit Online-Veröffentlichungen wird richtig Geld gemacht, teilweise schon mehr Geld als mit Druckwerken.
Gruß
Berthold
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dann müsstest du das schon so umschreiben, das man den Originaltext nicht mehr wiedererkennt und das ganze als neues Werk durchgeht. Aber dafür sollte man schon Fachmann auf diesem Gebiet sein, weil das simple Austauschen von ein paar Wörtern reicht eben nicht...
Günter
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Endlich hab ich ein Buch über Lötrohrprobierkunde ´´ Lötrohrpraktikum `` von G.Haase in Halle ,Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig ,1925 ,2. Auflage .
Aus einem Antiquariat für schlappe 8 €uro in Top -Zustand !
Werde es dann wenn ich rausgefunden hab wie lang der Herr Haase tod und die 70 Jahre rum sind, hier posten , ;D ;D ;D ;D !
Aber Spass beiseite ,werd mir wirklich die Arbeit machen und es einscannen denn wenn man damit arbeitet und dann Flecke reinkommen - wär schade drum !
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Ich hätte da was für euch :
So ihr guten Leut - wie ihr seht halte ich Wort - auch wenn ich mal paar Jahre nicht da war . ;)
Ich habe damals das besagte Buch mühevoll kopiert , aber leider nur auf Papier - die Kopien sind gut , vielleicht hat jemand hier nen Scanner wo man nicht jedes Blatt einzeln einlegen muss ,vielleicht auf Arbeit oder so .
Wäre schön wenn derjenige die Seiten mal alle digitalisieren könnte und dann kann man sie ja als .pdf kostenlos (heimlich) weitergeben , dagegen dürfte nichts einzuwenden sein ,zumal das Buch über 80 Jahre alt ist , stammt aus 1925 .
Ist echt gut und auch für absolute Anfänger geeignet.
Und der Herr Haase schreibt hier auch das fürn Anfang auch ein LR ohne PT-Spitze reicht , später machts sicher Sinn da Pt keine eigene Flammfarbe hat ,deshalb auch PT-Draht interessant wäre .
Falls jemand so nen Scanner hat würde ich meine Kopien zu treuen Händen zur Verfügung stellen , bräuchte sie aber danach wieder zurück und natürlich die .pfd -Datei bräuchte ich dann auch .
Wär schön wenn es klappen würde !
Glück Auf !
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So wir haben das ganze mal digitalisiert - falls es hier noch jemanden interessieren sollte .
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Hallo, man kann problemlos Dutzende von Artikeln im Netz finden: Z.B.
http://www-user.tu-chemnitz.de/~fna/05ackermann.pdf
Der Gourmetbrenner aus dem Markt ist sicherlich als Flammenquelle ok, kann also den Bunsenbrenner ersetzen. Er kann allerdings nicht das Lötrohr ersetzen. Mann/Frau blässt den Flammmenkegel des Bunsenbrenners in Richtung einer Mineralprobe, die sich in einer Vertiefung der Holzkohle befindet. Mit dem Lötrohr bekommt man wesentlich höhere Temperaturen (1000 °C) auf die Probe als mit der Bunsenbrenner/Gourmetbrennerflamme (600 - 800 °C). Ich habe das mal im anorganischen Grundpraktikum beim Chemiestudium gelernt. Auch Flammenfarbe und die Borax- oder Phosphorsalzperle sind sehr aufschlussreich.
Ich könnte mir grundsätzlich die Durchführung einer solchen Veranstaltung vorstellen, weiss aber leider nicht, wieviel Freizeit ich in den nächsten Monaten noch habe. Man müsste mal ein Liste aufstellen, was man so braucht und mal sehen, wer problemlos an die Materialien drankommt. Ich arbeite zwar in einer Firma, die einen fünf-cm dicken Chemikalienkatalog im Programm hat, aber drankommen ist Null. Ich werde am Montag mal bei jemanden vorbeigehen, der Chemiestudenten ausrüstet.
Glück Auf J.
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habe soeben ein Lötrohr erstanden, 4,50 €. Hätte ich jünger ausgesehen und keine Bürokleidung angehabt, wäre ich als Chemiestudent aufgetreten und hätte vermutlich nur 3,50 € zahlen müssen. Holzkohle war Null, muss man die von der Tankstelle nehmen oder dem eigenen Kohlenmeiler (könnte vielleicht noch ein paar Säcke davon auftreiben). Materialien wie Soda, Borax oder Natriumphosphat sind wohl auch erhältlich.
J.
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Ja nu Holzkohle soll ja nun kein Problem sein , und die Chemikalien kriegt man auch ran .
Wo hast du das Lötrohr geholt und warum machen wir da nicht gleich mal ne Sammelbestellung im Forum , das wär doch was ,oder ?
Vielleicht kannst du mal ein Bild einstellen ?
Meins ist im Bild zu sehen.
Das aus Kupfer ist ein Eigenbau mit ner Knopfkanüle (Krankenschwester becircen ;)) hat auch gut funktioniert - bis auf den CU-Geschmack.
Daneben noch Magnesiastäbchen für Perlen und Magnesiarinne - dafür hab ich aktuell keine Quellen.
Reagenzgläser hab ich neulich für 45 ct/Stück in ner Apotheke gekauft sollte jede A. bestellen können.
Wenn du da nen Laden hast könntest du mal fragen obs die Holzmundstücke zu kaufen gibt . . .
Ich könnte dir im Tausch für 2 Lötrohre auch was von den Chemikalien die ich habe schicken wenn du willst . . .
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Hallo Leute
Das Ding (=Lötrohr) habe ich käuflich in Darmstadt am Herrengarten bekommen, der Herr wird sicherlich auch die Dinger bestellen können/wollen. Magnesiastäbchen und Magnesiarinnen wohl auch, hätte da wohl noch eine andere Einkaufsquelle. Erzählt doch einmal, was Euch interessiert. Bin gerne bereit für die Organisation einer Sammelbestellung ... von Geräten.
Glück Auf J.
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Na das klingt doch gut als vielleicht wär es gut da nen extra Fred dafür aufzumachen ?
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@ alle
man könnte sich auch so ein halbtägiges seminar vorstellen, jeder hat ein lötrohr und magnesiastäbchen und versucht dann anhand von laborsalzen mal eine probekarte mit phosphorsalzperlen anzulegen.
jlange
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Hallo,
Perlproben habe ich immer sehr gerne gemacht. Sowohl in der Laborantenausbildung auch als im Studium; aber immer am Bunsenbrenner.
Hier sind ein paar recht schöne Beispiele
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Perlproben
Grüße,
Andreas
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Puuh - lebst du gefährlich 8) :o
Hast du das neue MSDS von Borax gelesen?
MfG
Frank
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Ja genau so muss das aussehen !
Im Bunsenbrenner geht das sicher auch , wichtig ist das die Flamme leuchtend und nichtleuchtend eingestellt werden kann , darauf kommts an .
Son Seminar wär nicht übel wenn es nicht zu teuer wäre und halbwegs in der Nähe , ein Ehemaliger Mineralienkumpel hatte sich damals den Umgang mit dem Lötrohr mal bei nen Juwelier zeigen lassen und den Rest haben wir uns dann selber erarbeitet.
Aber wie gesagt ich hab da einiges mit Perlen bestimmt , Wasser im geschl. Röhrchen nachgewiesen , Schmelzversuche , auch mal was auf Kohle .
Seit ich das Buch habe hab ich seltsamerweise wenig damit gemacht, weil nicht soviel neues drin stand, denn ich hatte da aufn paar Offenbarungen gehofft .
Ist alles keine Hexerei . . .
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@ hallo Krizu, wat is den MSDS? Mit Mühe habe ich GZSZ, DSDS usf. gelernt. Aber MSDS passt nicht auf die mir bekannten Zentralorgane Aufschluss, Lapis, Lapis Extra, Mineralienmagazin, Schweizer Strahler, Regne Mineral, Bocamina, Rivista Mineralogica Italiana, Mineral Records?
@ Pseudonym: Ich kann Dich so gut verstehen. Man kann mit den dargestellten Methoden ja einiges nachweisen, aber selbst wenn es dann um die letzten % Nebenbestandteile geht, versagen die Methoden. Der Chemiker hat dann den Trennungsgang gekocht und war dann nach einer Woche einigermassen am Ziel. Er wusste dann, welche Elemente sind drin. Für die quantitaive Analyse hat es dann noch einmal Wochen gedauert. Was glaubt Ihr denn, warum so Methoden wie Röntenfluoreszensanalyse etc. entwickelt wurden. Im Industrielabor (z.B. am Hochofen) gehen pro Stunde Hunderte von Proben ein, die einigermassen verlässlich qualitativ und quantitativ analysiert werden wollen. Die alten Methoden klappen sehr gut, wenn man im Outback ohne diese Labormethoden dasteht.
Die Altvorderen haben mit diesen Methoden excellente Analysen durchgeführt. Der Schleifer z.B. im Metallbetrieb konnte auf Grund der Funkenfarbe und deer Funkenlänge beim Schleifen genau ausseinander halten, welche Legierung vorlag. Der Goldprospektor machte eine Einwaage, trieb dann mit den bekannten Methoden alle Bestandteile bis auf das Gold ab und erschmoluz dan eine kleine Goldkugel. Diese Goldkugel liess er dann in einer V-förmigen Lehre mit einer Massskale gleiten und konnte dann auf den %-Gehalt (Skaleneiheit ca. 1 %) den Goldgehalt der Probe z. B. in g/Tonne ablesen.
Das waren alles noch Künstler. Wir sollten die alten Methoden üben, damit wir die enorme Leistung der damaligen Erzbergler erkennen können. Bei mir hat diese Faszination dann zu meinem Studium der Chemie geführt. Mir war nur leider klar, dass ich mit einem Mineralogie/Geologie-Studium andere Aspekte der Lebensplanung hätte in den Vordergrund stellen müssen. So bin ich bei meiner Chemie geblieben und machte Mineralogie und Bergbau als Hobby.
Wenn es dann um die Zuordnung bei gleicher qualitativer Zusammensetzung in die quantitativen Details geht, brauchen wir dann so Methoden wie Beobachtung der Kristallform.
Glück Auf J.
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Das isses ja gerade :
Ich habe weder Zugang zu hochtechnischen Laboren , noch kenne ich einen der sowas unter der Hand macht geschweige denn kann ichs mir leisten solche Sachen regulär in Auftrag zu geben , bin ja nurn kleiner Handwerker . . .
Und da kommt mir das possierliche Lötrohr gerade recht ;)
Und der andere Punkt den du ansprichst :
Was haben die früher mit einfachen Mitteln alles auf die Reihe bekommen , völlig analog , nur beruhend auf Naturgesetzen und vor allem deren Verständniss - davor kann ich nur den Hut ziehen , sowas muss einfach bewahrt werden .
Deswegen heißt es nämlich auch ´´Lötrohrprobierkunst´´ - und nicht Probe in nen elektrischen Kasten stecken und Ergebniss ablesen . . .
;) ;) ;)
Aber natürlich wird das mit besagtem elektrischen Kasten deutlich genauer und besser , da gibts keine Frage und was moderne Labore jeglicher Fachrichtung leisten ist genial und mit dem ´´probieren´´ daheim nicht zu vergleichen , und mit sicherheit hat derjenige der die Probe in den Kasten steckt deutlich mehr Ahnung von der ganzen Sache als ich , aber wie gesagt so für daheim, fürs Hobby ist das super .
Und dann noch die dummen Gesichter wenn das Ding daheim rumliegt und einer fragt wozu das gut sein soll . . . herrlich ! ;D
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Hallo,
MSDS ist das MAterial-Sicherheits-Datenblatt.
Bor-Verbindungen wurden 2011 neu klassifiziert und sind ab sofort ekelhaft.
Zu den Funken: Naja genau welche Legierung ist an der Funkenbildung kaum zu bestimmen. Die Richtung ist aber deutlich.
MfG
Frank
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Jaja Dihydrogen-Monoxid ist auch giftig . . . :)
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Okay, für mich war MSDS kein Begriff, was dazugelernt. Die Höherklassifizierung der Borate auf Krebserzeugend (R-Satz 51) hat mich berufsmäßig einige Wochen auf Trab gebracht. Dummerweise habe ich aber noch meinen eigenen Kopf und kann die Relevanz für mich noch persönlich einschätzen. Ich habe hier in meiner Sammlung einen wunderbaren Blauasbest irgendwo aus Skandinavien, den ich hüte wie meine Augen. Nix von wegen lungengängiger Stäube. Aber manchen wird es da wohl die Warnzeichen in die Augen treiben.
Wenn man weiss, was man will, dann kann man Alternativen suchen und finden. Ich würde z.B. nicht versuchen "böses" Kupfersulfat für die Phosphorsalzperle einzusetzen, sondern Kupferdraht. Und wenn man das Borax nicht mehr kriegt, nimmt man halt ein Phosphat. Müsste auch gehen.
Glück Auf J.
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Wie jetzte Kupfersulfat ? Kupferdraht ?
Und mit dem Borax -in fast allen Flussmittel zum löten ist Borax drin , so wild wirds schon nicht sein .
Man muss sich auch mal selber paar Gedanken machen und abwägen was man machen kann und was nicht .
Immer diese Vorschriften . . .
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Okay, für mich war MSDS kein Begriff, was dazugelernt. Die Höherklassifizierung der Borate auf Krebserzeugend (R-Satz 51) hat mich berufsmäßig einige Wochen auf Trab gebracht.
Hi,
klar - Hirn einschalten, Grenzwerte lesen und überdenken wie leicht Bor-Verindungen sind! Die Diskussion ging aber imho nicht richtung Krebs, sondern Reproduktion. Ja, die Kühlmittel und Löthersteller haben ein Problem!
Mfg
Frank
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Also ich hab eben noch Borax gekauft , wer Bedarf hat 2,99 /100 gr . . . bitte PN .
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Diese Seite könnte ein schönes Bild von einem Lötrohr vertragen ;)
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/L%C3%B6trohr
Gruß,
Andreas
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Voila . . . es darf ausdrücklich und uneingeschränkt vom Mineralienatlas verwendet werden , vielleicht kann es ja jemand einfügen , weiß nicht wie es geht und ob ich das darf.
Sttllleben ´´Lötrrohr mit Magnesiastäbchen , Lötrohrlampe und Streichhölzern´´ ;) :
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:o Ein echter Pseudonym!
Den druck ich mir gleich aus und häng´
ihn mir an die Wand! ;D
Gruß Dirk
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Hallo Pseudonym,
das darfst, kannst und sollst du als Teil des Gemeinschaftsprojektes Mineralienatlas selber machen. Es gibt im Lexikon und Forum zahlreiche Hilfeseiten zum Bildertransfer. Außerdem findest du hier erfahrene Mitglieder und Moderatoren, die dich unterstützen.
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/PictureUpload
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Hilfe%20und%20Information/%DCbertrage%20und%20nutze%20Bilder
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/board,111.0.html
Herzliche Grüße
Philip
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Naja dann muss ich mich da mal reinfitzen wie das geht . . .das kann dauern .
Aber wie komm ich denn überhaupt weiter wenn ich einmal dort bin :http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/L%C3%B6trohr
Mir fehlt´n ´´bearbeiten´´ Button oder sowas . . .
Die Anleitung sieht nicht besonders einfach aus wenn man keinen Plan hat , man kann ja nun nicht von jedem Forenuser erwarten das er programmieren und Html oder so Zeug kann . . .
Ein etwas verwirrtes , befremdetes Pseudonym . . . ;)
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Hallo,
in der linken Navigationsspalte sollte gelb unterlegt unter der Überschrift "Seite" ein Link "Bearbeiten" existieren. Wenn nicht, dann etwas höher auf den Link "Bearbeiten ein" klicken, danach ist der andere "Bearbeiten" Link dann vorhanden.
Günter
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Du musst erstmal das Bild hochladen
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/PictureUpload
Beim Bild dann auf "Bearbeiten" klicken und der Lexikonseite "Lötrohr" zuordnen. Nix mit Programmieren oder html oder sonstwas ;)
Gruß,
Andreas
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Ach so naja war zwar nicht ganz einfach aber es ging dann doch ganz gut wenn man erstmal gefressen hat wie es geht , Danke für die Hilfe .
Wenn mir mal nen neue Kamera ans Bein springt , mach ich vielleicht mal nochn besseres Bild !