Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Artefakte - Fundstücke / artifact - findings / artefactes - objeto hallado => Thema gestartet von: Harzsammler am 04 Apr 16, 21:18
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Hallo,
auf einem Acker habe ich ein paar Metall-Kugeln gefunden.
Nun möchte ich gerne wissen um welches Metall es sich handelt.
Hier die Daten:
Größe: 16-18mm Durchmesser
Gewicht: 31-35gr
Dichte: +/- 8,3
nicht magnetisch (Neodym)
Farbe Patina: weiß bis grau/schwarz
Farbe gefeilt: silber/bleifarben
Farbe gebrochen: grau
Klang: dumpf-wie bei Blei
nicht radioaktiv
außer Schwarzfärbung keine Reaktion in HCl (verdünnt und konz.)
weich aber dennoch spröde - lässt sich mit dem Messer schaben nicht "schneiden",
lässt sich mit dem Hammer nicht verformen sondern bricht
Ein Zusammenhang besteht vielleicht mit der Rüstungsindustrie im WK-II, in der Gegend wurde Munition hergestellt und auch "entsorgt".
Hat jemand eine Idee was das ist oder weiß, wo oder wie ich kostengünstig eine Analyse machen kann?
Grüße,
Michael
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Guten Morgen
Muskenkugeln ?
Gruß Achim
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Hallo Michael,
der Durchmesser und das Aussehen passt zu Musketenkugeln.
Siehe:
http://www.schlacht-hohenlinden.de/projektile/index.html (http://www.schlacht-hohenlinden.de/projektile/index.html)
Glück Auf
Reinhold
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Hallo,
sollten die nicht aus Blei sein? Faktor der Dichten ist die Eindringtiefe in Kalibern. Also Fleisch: Dichte 1, Blei Dichte 11 = 11 Kaliber Eindringtiefe bei Kugeln. Gleiche Rechnung gilt für Luft und Reichweite. Bleikugeln konnte der "Soldat" selbst giessen, hartes Metall würde den Lauf zerstören und er ist auf fremde Quellen angewiesen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mond-Verfahren
Was ist mit Nickel? Sollte aber ferromagnetisch sein :-(
LG
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Hallo,
danke für eure Antworten!
Zwischenzeitlich habe ich Hinweise bekommen dass es sich wohl um Schrapnellkugeln handeln wird: http://www.figuren.miniatures.de/schrapnells.html
Das wären dann Munitionsreste aus dem Ersten Weltkrieg.
Diese Kugeln sollen aus Hartblei bestehen (Blei/Antimonlegierung), das würde auch gut zu den Eigenschaften meiner Fundstücke passen, besonders zu dem Bruchverhalten. Die Sprödigkeit der Legierung steigt mit steigenden Antimongehalt und ist sicher so gewollt um die Wirkung noch verheerender zu machen.
Grüße,
Michael
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Hallo,
auch im WW2 wurden Schrapnelle eingesetzt.
LG