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Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: loismin am 16 May 16, 13:57

Titel: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: loismin am 16 May 16, 13:57
Hallo.

Nachdem ich mich mit der Eifel ja gar nicht auskenne, ein paar Fragen an die Eifel Kenner !
Ich bearbeite gerade Material von der Hannebacher Ley in der Eifel.
Da habe ich mal wegen Vergleichstücken nach Fotos von Mineralien von dort nachgeschaut.
Aber dabei festgestellt, daß die seltenen Sachen , wie der Hannebachit usw recht gut dokumentiert sind, aber die einfachen Sachen
ganz schlecht mit Fotos unterlegt sind.
Natürlich denkt sich jeder, das ist ja sowieso klar, aber wenn man da noch gar nix gemacht hat, ist das halt nicht so !
Ich habe da z B. beim Perowskit, die bekannten Bäumchen, so lange ,dünne klare Nadeln dabei, was ist das ( Apatit ? ).
Oder die olivgrünen tafelig spitzen xx die zuhauf bei dem Material vorkommen ( Olivin oder Hornblende oder was ? )
Dann sind auch so weißliche feintafelig lange xx beim Perowskitmaterial mit dabei, was kann das sein ?
Sehr viel calcit xx natürlich und den Baryt erkenne ich auch selber.

Vielleicht kann mir da bei den anderen jemand helfen bitte !
Bei Bedarf kann ich natürlich auch mal ein Foto schießen !


Loismin
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: smoeller am 16 May 16, 14:01
Hallo,

Apatit ist bei ganz dünnen weißen Nadeln sehr wahrscheinlich. Dickere, sechsseitige Säulen sind meist Nephelin. Die olivgrünen xx sind Klinopyroxene, so Richtung Augit (aber ohne Analyse ist eine Zuordnung unmöglich).

Glück Auf!
Sebastian
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: Nathan am 16 May 16, 14:08
Hallo Lois,
geht die Farbe der bei den Perowskiten vorkommenden XX ins gelbliche?
Grüße
Philipp
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: loismin am 16 May 16, 14:27
So Gelblich bräunliche skelletartige xx wie so Tannenbäumchen !
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: Nathan am 16 May 16, 15:46
Hallo Lois,
falls diese in etwa wie die auf dem Bild aussehen, so handelt es sich meines Wissens nach um amorphe noch nicht näher bestimmte Aggregate.
Grüße
Philipp
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: loismin am 16 May 16, 16:26
Hallo.

Hab mal auf die Schnelle ein paar Fotos geschössen !
1. Da ist fast alles drauf was ich wissen wollte , die skelettartigen Bäumchen, die grünen tafeligen xx und die dünnen
langnadeligen xx

2. Nochmal die grünen xx

3. Müßte meiner Meinung nach Hannebachit sein
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: smoeller am 16 May 16, 17:07
Hallo,

1. die langnadeligen xx sind Apatit, die runden farblosen könnten Leucit sein

2. Klinopyroxen (Richtung Augit/Diopsid)

Glück Auf!
Sebastian
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: loismin am 16 May 16, 17:21
Hallo Sebastian.

Vielen Dank für deine Einschätzung, das hilft schonmal ein wenig weiter !

Lois
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: Günter Blaß am 16 May 16, 19:58
Hallo Lois,
auf Deinen Fotos erkenne ich:

Bild 1: Perowskit-Skelette, grün-lattige Klinopyroxen, langprismatische farblose Fluorapatit und farblose, gerundete Leucit xx
Bild 2: Klinopyroxen, Leucit
Bild 3: kann ich nicht sicher zuordnen, evtl. Hannebachit oder Aragonit/Calcit/Baryt (Foto ist nicht sehr gut für eine Definition geeignet).

Liebe Grüße
Günter
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: loismin am 16 May 16, 20:59
Hallo Günter.

Vielen Dank.


Lois
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: guefz am 16 May 16, 21:59
Hallo,

bei Bild drei halte ich bei den ganz dünnen tafeligen Kristallen Hannebachit für die wahrscheinlichste Lösung. Die Baryte, die ich von dort habe, bilden dickere Tafeln, die auch das typische Aussehen von Baryt haben. Bei den ersten beiden Bildern gibt es nichts mehr zu ergänzen.

Günter
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: loismin am 17 May 16, 16:53
Hallo Günter.

Ja, danke für die Einschätzung, ist vom Bild her natürlich immer nicht so einfach zu sagen, vor allem wenn das Bild nicht gut ist !

Aber ich denke schon, daß es Hannebachit ist. Die sind äußerst dünntafelig mit so meist so gerundeten Spitzen.
Den Baryt hab ich auch öfter dabei, aber der ist meist dicktafeliger und hat viel flachere Winkel bei den spitzen Enden !

Loismin
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: geni am 17 May 16, 17:15
Hallo Luis,

bitte die Hannebachite nicht mit Wasser in Berührung bringen... sonst sind die fort.

Gleichzeitig auch eine Erkennungs Möglichkeit.

Gruß
Gerhard Niceus (geni 8))
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: loismin am 17 May 16, 17:55
Hallo Geni.

Vielen Dank für den Hinweis, aber hab ich schon dran gedacht daß das ein Sulfat ist !


Lois
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: jürgen lange am 19 May 16, 22:21
Hallo Alois, wir sollten das "Sulfat" hier nicht so stehen lassen:

Hannebachit ist ein Calcium-Sulfit und leitet sich von der Schwefligen Säure "H2SO3" ab. Der Schwefel hat darin die Oxidationstufe + 4, ein Sulfat ist ein Salz der Schwefelsäure, H2SO4. Schwefel hat darin die Oxidationsstufe + 6.

Bitte nicht als Antwort eines Besserwissers auffassen.

Herzliches Glück Auf j.
Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: loismin am 20 May 16, 07:09
Hallo Jürgen.

Vollkommen richtig !
Hab ich falsch geschrieben, vielen Dank für die Berichtigung !


Lois

Titel: Re: Fragen wegen Mineralien v. d. Hannebacher Ley, Eifel
Beitrag von: loismin am 20 May 16, 20:41
Hallo

Nur mal so ne Frage am Rande.
Sind Sulfite wirklich so extrem wasserlöslich ?
Ich habe ja von der El Dragon Mine auch etliche Selensulfate und soweit ich weiß auch Selensulfite, aber da war eigentlich gar nichts wasserlöslich.
ich hab sie alle gewaschen und abgedampft und wieder gewaschen und da ist nichts passiert.
Beim Hannebachit hab ichs noch nicht probiert !
Warum sind da einige Sulfate so extrem empfindlich und mit einigen kann man fast alles machen im Wasser usw  ?
Liegt das dann an der Kristallstruktur ?
Habe heute auch mal zum Testen eine Stufe mit gediegen Quecksilber mit der Dampfente und Wasser behandelt  ( weiß schon tief und fest
einatmen ) .
Aber auch da ist nichts passiert, die Kugeln waren dann einigermaßen sauber und noch genauso da wie vorher!
Dabei sollen sie ja schon bei Zimmertemperatur verdampfen !

Loismin