Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => erledigte Bestimmungen / completed determinations => Thema gestartet von: jb am 24 Aug 16, 21:38
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Hallo,
Ich bitte um Hilfe bei der Bestimmung diese Fundes meiner Freundin.
Fundort: Bodenseeufer bei Immenstaad
Typisch: nein
Poren / Blasen: nein
nicht magnetisch
Dichte: ? Gewicht liegt bei 111g - leider habe ich keinen genau genugen Messzylinder
Härte: Stahl hinterlässt keine Kratzer, einzelne Kristalle lassen sich absplittern
Farbe: silber bis silbrig-grün, außen dunkel-rostbraun
Säuretest (Zitronensäure / Universalentkalker): Keine Blasenbildung, die braune Verfärbung unten in der Mitte auf Bild 2 könnte von meinem Test gestern stammen - ich habe den Test vorhin wiederholt und liefere das Ergebnis ggf. nach.
Soweit erstmal, schon mal Danke für eure Antworten,
Johannes
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Hallo sieht aus wie eine Markasitkonkretion.
Gruß Sebastian
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oder chemisch identisch als Pyrit. Bei diesen Knollen ist die visuelle Bestimmung nicht immer eindeutig.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Pyrit
LG
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Glück Auf!
Stammt der Strich von der Außenseite oder vom Inneren der Kugel? Wirken die nadeligen Splitter eher durchscheinend, so dass im Gegenlicht etwas Licht durch die Nadeln, gegebenenfalls nur am Rand hindurchkommt oder sind sie absolut lichtundurchlässig?
Kann man für das gesamte Objekt eine Kugelform annehmen?
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo,
Ist eindeutig eine Pyrit-/Markasitkugel, wie bereits Sebastian geschrieben hat.
Am oberen Ufer vom Bodensee bei Dornbirn gibts genau solche Kugeln als Pyritkugeln (Steinbruch Hohenems, in den sogenannten "Drusbergschichten bzw. Seewerkalk"). Deine ist hald außen rum etwas verrostet, was eher für Pyrit wie für Markasit spricht. Markasit wär gleich ganz vergammelt. Hab auch selbst schon von beiden Mineralien diese Kugeln gefunden. Anbei zwei Bilder wie sie ohne Verwitterung aussehen.
Schöne Grüße
Johannes
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hallo Johannes,
ist das dieser Steinbruch ?
https://www.mineralienatlas.de/?l=1448
wenn ja, wärs super, wenn du di Fundfotos im Lexikon hochladen und dort zuordnen könntest !
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Hallo,
erstmal danke für die ganzen Antworten, nach Vergleichen mit verschiedenen Fotos von Pyritsonnen würde ich sagen: eindeutig identifiziert :)
Zu den gestellten Fragen: der Strich ist vom inneren der Kugel, die Splitter die ich lösen konnte sind opak, eine Kugelform ist anzunehmen. Den genauen Fundort kann ich nicht leider nicht angeben, da ich bei dem Ausflug nicht selbst dabei war, war aber wohl nicht in einem Steinbruch sondern direkt am Ufer des Bodensees. Ups - sehe gerade, das dies Frage nicht an mich ging - Hallo Johannes! ;D
Grüße aus Mannheim,
Johannes (der andere)
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Hallo Oliver,
Johannes meint sicher den Steinbruch Rhomberg, der für diese Kugeln bekannt ist.
Helmut
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Müßte in der Tat Markasit sein (sofern meine Augen, habe heute Migräne, mich nicht täuschen)
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Du hast Kopfweh. Johannes hat schon recht.
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hallo jb-johannes,
direkt am Bodenseeufer find ich spannend !
schau mal genau, ob auf der Außenseite der Kugel irgendwelche Narbenfelder / "Klopfspuren" / anthropogene Beschädigungen zu erkennen sind !
Am Bodensee gabs ja wie in vielen anderen zirkumalpinen Seen jungsteinzeitliche und bronzezeitliche "Pfahlbauten" - und die Schwefelkiesknollen waren ja fixer Bestandteil des prähistorischen Feuerzeugs.
In einem der Oberösterreichischen Seen wurde voriges Jahr in einem prähistorischen Siedlungsbereich genau so eine - ebenfalls zerbrochene - Kugel gefunden, und dort kommen sie nicht natürlich vor.
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hallo gsiberger,
willst du die Fotos nicht ins Lexikon hochladen ?
Beim Stbr. Rhomberg haben wir zwar ein Fundstellenfoto, aber keine Mineralienfotos ....
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Hallo Oliver,
siehe PN.
Schöne Grüße
Johannes